Ein Polizist steht auf der Duisburger Rheinbrücke und will sich in die Tiefe stürzen. Der Seelsorger Martin Bauer soll ihn daran hindern. Er klettert einfach über das Geländer und springt selbst. Überrumpelt springt der Beamte hinterher, um Bauer zu retten. Gemeinsam können sie sich aus dem Wasser ziehen. Bauer hat hoch gepokert, aber gewonnen. Doch am nächsten Tag ist der Polizist tot, erschossen mit seiner Dienstwaffe. Ein klarer Fall von Selbstmord, gegen den Beamten wurde wegen Korruption ermittelt. Bauer weiß nicht, was er glauben soll. Und er sieht die Verzweiflung in der Familie des Toten. Auf der Suche nach der Wahrheit setzt er alles aufs Spiel ...
Nachdem ich in letzter Zeit eher im Fantasy-/Jugendbuch-Genre hängen geblieben bin, wollte ich endlich mal wieder einen Krimi lesen, natürlich am besten einen richtig guten und spannenden. Da Krimis leider die Eigenschaft haben, sich sehr zu ähneln, wollte ich etwas sonderbares und einzigartiges und ich bin auf das Buch "Glaube Liebe Tod" gestoßen – das ein bisschen weggeht von den mürrischen, überarbeiteten, lasterfröhnenden Ermittlern und eher was neues erzählt. Was bietet sich da besser an als ein Seelsorger, ein Polizeipfarrer, der gerne ermittelt und scheinbar des öfteren über das Ziel hinausschießt?
Ich fand die Geschichte rund um Polizeiseelsorger Martin Bauer sehr interessant und faszinierend. Schon die ersten Seiten haben mich total mitgerissen und waren sehr rasant geschildert. Insgesamt ist die Handlung und der Fall sehr spannend erzählt. Der Fall wird immer wieder in verschiedene Richtungen gelenkt, aber die Lösung ist doch lange nicht wirklich greifbar. Die Erzählung aus Sicht eines Polizeipfarrers fand ich vor allem deswegen so gelungen, weil er das gleiche Bedürfnis hat, den Tod eines Kollegen aufzuklären und den Täter zu schnappen, aber weit mehr Möglichkeiten ausschöpfen kann als ein normaler Polizist oder Ermittler. Dadurch, dass er als Ermittler nie wirklich ernst genommen wird, aber die Fähigkeit besitzt, bei verschiedenen Gruppen (sei es die Familie des Toten, Polizisten, Zeugen …) durch ein einfaches, vertrauenswürdiges Gespräch Informationen zu bekommen, kommt er doch oft weiter und schneller voran, ohne den offiziellen Dienstweg gehen zu müssen. Der Nachteil an der Sache ist aber auch, dass er sich oft wie ein Polizist und Ermittler aufführt, in verschiedene gefährliche Situationen kommt, ohne entsprechende Rückendeckung zu haben. Dieser schmale Grad macht das Buch sehr interessant und zu etwas besonderem. Über den Fall an sich, welche Kreise er zieht, wer verdächtig ist und ob es sich nicht doch einfach um einen Suizid handelt, möchte ich eigentlich nichts sagen. Schließlich möchte ich euch den Hauptinhalt und die Spannung nicht vorwegnehmen. Zusätzlich möchte ich aber noch für all diejenigen, die skeptisch sind bei einem Pfarrer als Hauptprotagonisten, erwähnen: Die Bibelzitate und die christliche Denkensweise werden zwar aufgegriffen, halten sich aber in Grenzen, weswegen das Buch sicher auch von Personen gelesen werden kann, die keiner Religion angehören, mit den christlichen Werten nichts anfangen können oder schlichtweg einfach nicht gläubig sind.
Obwohl der Fall spannend und interessant aufbereitet ist, treten gerade gegen Ende leider ein paar Längen auf, die man hätte vermeiden können. Gerade in Krimis mag ich dieses aufgesetzte „Ist er jetzt der Mörder oder wohl vielleicht doch nicht?“ einfach nicht, nur um noch ein paar Seiten mehr rauszuholen. Vor allen Dingen dann nicht, wenn es bereits längst klar ist, wer es getan hat und aus welchem Grund. Ich hätte das Buch sicher auch gelesen, wenn es statt 416 nur 350 Seiten gehabt hätte. Das Ende des Falls und der Schluss des Buches haben mich dafür aber entschädigt, denn den fand ich sehr gut umgesetzt – vielleicht ein bisschen zu abgedreht, aber wer das besondere Etwas mag und nichts gegen das Übertriebene hat, dem wird es genauso gut gefallen, wie mir.
Martin Bauer ist ein interessanter Charakter, der für mich auch im Buch durchweg gleich interessant und überzeugend bleibt. Ich hatte zwar die Befürchtung, dass sich sein Charakter, nach den ersten paar sehr spannenden und actionreichen Seiten, legt und er sehr langweilig wird, aber mir hat er in seinem Auftreten und in seinem Denken weiterhin gut gefallen. Vor allem, wie er die Dinge sieht, wie er richtig und falsch einschätzt, dass er seine Grenzen zwar kennt, aber gerne auch bereit ist, für das Wohl anderer darüber hinauszuwachsen. Sein gutes Auge, seine Menschenkenntnis und seine Empathie machen ihn zu einem sehr guten Pfarrer und zu einem noch besseren Seelsorger.
Was mich allerdings an Martin Bauer gestört hat und was ich auch als Charakterschwäche empfinde, war sein Verhalten gegenüber seiner Tochter. Ganz im Ernst? Wenn meine minderjährige Tochter, ohne mein Wissen ins Nachbarland reist um dort an einer Demonstration teilzunehmen, in einer Nacht und Nebelaktion verschwindet, obwohl es vorher ganz klar verboten war, dann wäre ich nicht so cool und locker drauf und würde mir denken „Ach lass sie nur“. Ich würde spätestens zehn Minuten später im Auto sitzen und sie abholen. Faszinierend dabei war, dass Bauer ja selbst dauernd seine Gedanken darauf lenkt und sich fragt, wieso ihm seine Tochter nicht so wichtig ist wie der aktuelle Fall und warum er nicht einfach losfährt um sie zu holen. Das alles fand ich wirklich sehr seltsam und kurios und hat zwischenzeitlich auch genervt. Stellenweise habe ich mir gewünscht, er möge sich bitte endlich ins Auto setzen, seine Tochter abholen und sie nach Hause bringen, damit er sich dann in Ruhe auf den Fall konzentrieren kann.
Ich habe mich natürlich im Vorfeld über die beiden Autoren informiert – schließlich hat mich interessiert, warum zwei Autoren sich zusammengeschlossen haben, um ein Buch zu schreiben. Ich weiß, dass das öfter vorkommt, aber aus irgendeinem Grund hat mich meine Neugier gepackt und ich habe mir die Autorenseiten genauer angesehen. Dabei ist mir dann aufgefallen, dass beide Autoren, Jörg Reiter und Peter Gallert, Drehbuchautoren sind, was man meiner Meinung nach auch auf jeden Fall im Buch wahrnimmt. Es gibt mehrere spektakuläre Szenen, die Geschichte ist actionreich und lebt von den eindeutigen Bildern, die im Kopf des Lesers erzeugt werden. Das deutet natürlich auf seinen sehr guten Schreibstil hin, der nicht nur spannend erzählt, sondern auch mühelos den Leser in seinen Bann schlägt.
Fazit Mir hat der Fall in "Glaube Liebe Tod" und die besondere Komponente des Polizeiseelsorgers sehr gut gefallen. Einige kleinere Schwächen, wie der nervige Nebenplot seiner Tochter und die Längen gegen Ende hätten man sicher vermeiden oder besser machen können, lassen den Krimi aber trotzdem als sehr solides, spannendes und solides Debüt-Buch erscheinen.
Martin Bauer ist Polizeiseelsorger und anfangs denkt man noch, er ist eine coole Type. Als sich ein Polizist von einer Brücke stürzen will, springt er selbst, weil er glaubt, dass eben jener Polizist ihn retten wird. Er glaubt richtig, doch wenig später ist der suizidgefährdete Polizist trotzdem tot - angeblich hat er sich von einem Parkhaus gestürzt. Bauer kann ausnahmsweise mal nicht glauben, dass das stimmt und er versucht, die Wahrheit herauszufinden. Dabei tritt er ein paar Menschenhändlern zu nahe und auch die Familie des toten Polizisten macht Stress. Zum Glück ist Bauer ein protestantischer Pfarrer, so dass er Halt bei seiner Familie finden kann - vorausgesetzt, er führt nicht ein paar Verbrecher mitten in sein Haus.
Wie geschrieben dachte ich anfangs noch, dass es ein cooles Buch sein könnte. Dass der Pfarrer mal so eben sein Leben riskiert, um das eines anderen zu retten, scheint super, doch wenn man drüber nachdenkt, ziemlich unlogisch. Warum sollte sich ein Selbstmörder darum scheren, ob sich ein anderer in Lebensgefahr begibt? Und wie glaubwürdig ist es, dass ein ehemaliger Schwimmchampion sich von einer Brücke ins Wasser stürzt, um sich umzubringen? Nach dieser Aktion war auch die mühsam aufgebaute Spannung raus aus dem Buch. Es war zwar routiniert geschrieben, aber der Fall so langweilig wie der Name des Pfarrers. Zu viel Familiendrama und Blabla. Es wird immer wieder vom Fall abgeschweift, und ich habe ernsthaft fünf Tage gebraucht, um das Buch zu lesen, weil es mich einfach nicht fesseln konnte. Nächstes Jahr kommt der nächste Seelsorgerkrimi raus, aber ich glaube, zwischen dem Pfarrer und mir war das nicht der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. 2,5/5 Punkten.
Jeśli chodzi o kryminały, mam wrażenie, że przeczytałam już wszystko. Dobrze, że to tylko moje wrażenie, bo jednak czasem trafiają się książki, które potrafią mnie zaskoczyć. Czasem zagadką, czasem tłem historycznym, a czasem osobą śledczego. Tak właśnie było w przypadku bohatera tego kryminału. Martin Bauer jest ewangelickim duchownym policyjnym, który przypadkowo zostaje wplątany w śledztwo dotyczące samobójstwa policjanta. Bauer wątpi w teorię o samobójstwie, a że jest bardzo dociekliwy, poszukiwania zaprowadzą go w przeróżne zakątki Duisburga.
Kryminał bowiem mocno osadzony jest w tym mieście - postindustrialne klimaty, opuszczone budynki, przerobione na parki byłe kopalnie, kominy, dzielnica czerwonych latarni i Ren - to wszystko odgrywa bardzo ważną rolę. Osoby znające Duisburg na pewno odkryją tu wiele smaczków, autorzy bowiem często drobiazgowo opisują ulice czy budynki.
Samobójstwo popełnia policjant Walter Keunert - popełnia je dwa razy, za pierwszym bowiem ratuje go Martin Bauer, pierwszy skacząc z mostu. Keunert, siłą rzeczy próbuje uratować duchownego i porzuca swój plan. Bauer myśli, że udało mu się odwieść policjanta od zamiaru zabicia się, to jednak złudne przeczucia, policjant ginie po upadku z dachu garażu. Duchowny zaczyna wątpić w siebie, swoją wiarę w ludzi i dobro na świecie. Śledztwo ląduje na biurku szefowej wydziału kryminalnego - Vereny Dohr. Dohr i Bauer się lubią, oboje ironiczni, sarkastyczni wręcz świetnie się uzupełniają, choć Bauer ma tendencję do bycia samotnym strzelcem i niechętnie dzieli się z Vereną swoimi odkryciami.
Mir hat diese Mischung aus Seelsorger und Ermittler in Person von Martin Bauer sehr gut gefallen. Die Story war spannend und schlüssig, zudem ein Regionalkrimi im Pott spielend - ich bin begeistert!
"Tak więc trwają wiara, nadzieja, miłość – te trzy rzeczy: z nich zaś największa jest miłość."
Duisburg, Niemcy. Główny bohater Martin Bauer to ewangelicki pastor, który nie sprawdził się w roli proboszcza parafii i trafia do jednej z policyjnych jednostek. Gdy dociera do niego informacja, że na moście nad Renem stoi policjant do skoku, duchowny szybko podejmuje się próbie pomocy. Chcąc powstrzymać policjanta od skoku, sam wspina się na barierkę i skacze. Zaskoczony funkcjonariusz rusza na pomoc duchownemu i obojgu udaje się dopłynąć do brzegu. Zadowolony Bauer wraca do domu, lecz kilka godzin później ten sam policjant ginie po upadku z dachu garażu. Dlaczego zatem uratował wcześniej pastora? Wszystkie dowody wskazują, że było to samobójstwo, zwłaszcza że na jaw wychodzi informacja o toczącym się przeciwko mężczyźnie dochodzenie w sprawie nadużyć finansowych. Bauer jako jedyny nie wierzy w samobójstwo i na własną rękę prowadzi śledztwo. Czy uda mu się odkryć prawdę?
Motyw duchownego, który pomaga w rozwiązaniu policyjnego śledztwa, nie jest w książce „Wiara, miłość, śmierć” dwójki niemieckich scenarzystów Petera Gallerta oraz Jörge Reitera, motywem zaskakującym. O księdzu i detektywie-amatorze możemy chociażby przeczytać w opowiadaniach detektywistycznych autorstwa G.K.Chestertona („Ojciec Brown”). Czytając książkę kilkakrotnie Bauer przypominał mi serialowego bohatera – Ojca Mateusza. Bohater książki „Wiara, miłość, śmierć” bardzo różni się od wyżej wspomnianych już księży. Przede wszystkim nie jeździ rowerem, tylko starym passatem, ubiera się także po cywilnemu, ale najważniejszą różnicą jest to, że ma rodzinę, ukochaną żonę i córkę. Nie ma przy sobie kucharki i gosposi, sam ze swojej pensji musi utrzymać swoją rodzinę. Stara się być dobrym mężem i ojcem, lecz ciężko mu oddzielić pracy od życia prywatnego, co będzie powodem pretensji ze strony żony. Jest obdarzony przenikliwym umysłem i cechuje go ciekawość i dążenie za wszelką cenę do odkrycia prawdy. Nie jest lubianym człowiekiem, jest postrzegany jako dziwak, a i czasami irytuje swoim zachowaniem, zwłaszcza że nieustannie nęka rodzinę zmarłego Keunerta. Specyficzna jest też jego relacja z Bogiem. Bauer jest pełen wątpliwości i zdarza mu się tracić wiarę. Każdego dnia także zakłada się ze Stwórcą, a stawką jest ludzkie życie oraz to, czy danego dnia będzie mógł zapalić papierosa.
Głównym bohaterem jest Martin Braun, ale bardzo ważną rolę odegra także nadkomisarz Verena Dohr. Policjantka zaintrygowała mnie swoim życiem i chciałabym, żeby w kolejnych książkach cyklu „Kroniki Martina Bauera” autorzy poświęcili jej więcej uwagi. Policjantka jest przeciwieństwem duchownego, nie ma wątpliwości a wręcz przeciwnie, jest pewna siebie i potrafi walczyć o swoje. Nie ma łatwego życia, w pracy boryka się z zazdrością kolegów i kpinami ze strony przełożonych, a prywatnie związana jest z uzależnionym muzykiem. Jaka relacja łączy Verenę i Martina? Choć nie zgadzają się w wielu sprawach, to obydwoje dążą się ogromnym szacunkiem i udaje im się stworzyć zgrany duet.
Zdecydowanie głównym wątkiem w powieści jest wątek Bauera, lecz równocześnie śledzić będziemy kilka wątków, które łączą się w zgrabną całość. Co wspólnego ze śledztwem ma lokalny właściciel Nocnych Klubów? Autorzy zadbali o każdy szczegół i udało im się stworzyć autentyczność akcji. Wszystko rozgrywa się w Duisburgu, będziemy poruszać się po obskurnych robotniczych osiedlach, gdzie żyją biedni Niemcy i emigranci. Wszyscy bohaterzy są prawdziwi, to postaci z krwi i kości, które mogą żyć niedaleko nas. Szara rzeczywistość skrywa bolesne tajemnice. W trakcie lektury będziemy się zastanawiać, czy duchownemu uda się rozwiązać zagadkę śmierci policjanta. Co chwila na jaw wychodzić będą nowe tajemnice i tylko Bauer z Vereną, jako jedyni, konsekwentnie dążyć będą do prawdy. Największą zagadką były dla mnie wątki dotyczące nocnych klubów, zwłaszcza wątek młodej Rumunki Mariany.
„Wiara, miłość, śmierć” to bardzo dobre i mocne rozpoczęcie nowego kryminalnego cyklu. Książka jest mroczna, zamglone wspomnienia z przeszłości będą miały tu ogromne znaczenie. Autorzy potrafią zbudować napięcie oraz tak stworzyć przebieg fabuły, by zakończenie nie wydawało się oczywiste i proste do rozwiązania. Mam nadzieję, że zostanie rozbudowany wątek Vereny, ta bohaterka na to zasługuje. Samo zakończenie jest dramatyczne i w żaden sposób nie da się przewidzieć tego, jak potoczą się losy Martina i jego rodziny w kolejnych częściach. Mam nadzieję, że niedługo się tego dowiem.
"Powieść „Wiara, miłość, śmierć” to dzieło dwóch utalentowanych scenarzystów seriali telewizyjnych pochodzenia niemieckiego – Petera Gallerta oraz Jörge Reitera, a zarazem początek serii kryminalnej pt „Kroniki Martina Bauera”, której głównym bohaterem jest tytułowy Bauer i która pozwoli czytelnikowi przyjrzeć się z bliska, jak człowiek jego pokroju, na co dzień stykający się z przeróżnymi obliczami zła, radzić będzie sobie z całym tym ciężarem i w jaki sposób wszystko to wpływać będzie nie tylko na niego samego, ale również jego rodzinę oraz kwestie zawodowe. (...) To naprawdę kawał solidnego kryminału z niekonwencjonalnym i nietuzinkowym głównym bohaterem, którego bez dwóch zdań warto bliżej poznać. Dlatego też po książkę tę sięgnąć powinni nie tylko wszyscy miłośnicy gatunku, ale też ci, którzy mają ochotę przeczytać dobrze napisaną powieść, z wciągającą i dobrze rozpisaną historią, niepozbawioną intrygujących postaci, która prócz głównego kryminalnego wątku będzie miała im do zaoferowania opowieść traktującą po prostu o ludziach, łączących ich relacjach i codziennych problemach, które dotknąć mogą każdego z nas."
Martin Bauer. Policyjny duszpasterz. Kochający mąż i ojciec. Postać zdecydowanie wyróżniająca się spośród bohaterów powieści kryminalnych. Kiedy go poznajemy, interweniuje przy próbie samobójczej. Funcjonariusz policji stoi na moście, widać jego determinację do wykonania ostatniego w swoim życiu skoku. Co robi Martin Bauer by odwieść go od tego ostatecznego czynu? Skacze pierwszy, zmuszając zaskoczonego policjanta do akcji ratowniczej. Martin jest przekonany, że jego taktyka odwiodła policjanta od myśli samobójczych, jednak kilka godzin później dowiaduje się, że ten skończył ze sobą na wielopoziomowym parkingu. Ogarnięty poczuciem winy ksiądz nie jest do końca przekonany, iż śmiertelny upadek był efektem samodzielnego skoku, a po poznaniu rodziny ofiary nachodzi go coraz więcej wątpliwości. Nie mając uprawnień przysługujących policjantowi, nielubiany przez szefa, za przyjaciółkę mając jedynie dość kontrowersyjną panią komisarz, Bauer wbrew poleceniom i zdrowemu rozsądkowi nie odpuszcza sprawy.
Martin Bauer to naprawdę ciekawa postać. Niegdyś proboszcz, wydalony z parafii za niepokorne zachowanie, sam w pewnym momencie uświadomił sobie, iż nie nadaje się na typowego księdza. Nigdy jednak nie stracił wiary, która jest podstawą jego życia. Wiarą kieruje się również przy teraźniejszym zajęciu. Podnosząc na duchu swoich kolegów z policji, odwodząc potencjalnych samobójców od odebrania sobie życia, pocieszając ofiary wypadków i ich rodziny, Martin czuje się potrzebny, na swoim miejscu i przede wszystkim przekonany, że robi to, do czego przeznaczył go Stwórca. Jest pełen empatii, cierpliwy i bystry. I, jak na księdza, ma w sobie sporo brawury oraz tendencję do pakowania się w kłopoty. Bardzo polubiłam Bauera, który pozornie niczym szczególnym się nie wyróżnia, budzi jednak ogromną sympatię swoim spokojem, wyważeniem i chęcią niesienia pomocy. To postać, dzięki której możemy przyjrzeć się walce, jaka toczy się w sercu gorąco wierzącej osoby narażonej na codzienne stykanie się z najgorszymi ludzkimi czynami.
Polubiłam również zagubionego nastolatka, który gardził swoim ojcem, uważając go za żenującą ciapę, a który po jego śmierci niespodziewanie poczuł ogromną rozpacz. Jego życie rozpada się na kawałki, dowiaduje się o sprawach, które nigdy nie miały dotrzeć do jego uszu, i stoi prawie na krawędzi.W pewnym momencie spotyka na swojej drodze dziewczynę, której również kibicowałam. Młoda Rumunka przyjechała do Niemiec za namową przyjaciółki, która niestety okazała się nie tak dobrą koleżanką., wprowadzając ją do burdelu.
"Wiara, miłość, śmierć" to dość spokojny kryminał, którego fabuła opiera się na zasadzie domina. Jedno wydarzenie pociąga za sobą następne, akcja rozkręca się powoli, pozwalając zapoznać się z bohaterami, rozpędzając się w miarę rozwoju sytuacji, by na koniec znacznie przyspieszyć. Nie jest to jednak książka, która nie pozwala się od siebie oderwać, wciąga niesamowitą akcją czy zaskakuje rozwojem wydarzeń. Co absolutnie nie oznacza, że jest nieciekawa. Czytelnik ma możliwość śledzenia poczynań kilku bohaterów, poznania ich toku myślenia. Kilka osobnych wątków powoli się zazębia, tworząc ciekawą , chwilami trzymającą w napięciu opowieść. Ciekawie było obserwować wewnętrzną walkę Martina , podsłuchiwać jego rozmowy z Bogiem. I żebyście nie pomyśleli, że książka jest nimi przesycona! Absolutnie nie. Motyw wiary jest wyważony i nie wybija się na pierwszy plan. Trzecioosobowa narracja, dobry styl, fajnie prowadzona fabuła i bardzo interesujący bohater sprawiły, że powieść czytało mi się znakomicie, choć osobiście wolę mocniejsze klimaty.
Reasumując, "Wiara, miłość, śmierć" to sprawnie napisany kryminał, który może nie zapewni czytelnikowi jazdy bez trzymanki, niemniej dostarczy mu sporo emocji. Lektura dla osób, które nie przepadają za rozlewem krwi, lubią rozbudowaną warstwę obyczajową i nietypowych bohaterów. To książka dla tych, którzy chcą się wczytać w fabułę a nie przez nią przelecieć. Dla mnie powieść była naprawdę dobra, przede wszystkim dlatego, że jest realistyczna. Polecam.
Niemiecki duet w postaci Petera Gallerta oraz Jörga Reitera postanowił zestawić świat przepełniony zbrodnią, krwią z wiarą, idealizmem. Słysząc o duecie śledczych złożonym z duchownego (ewangelickiego) i pani funkcjonariusz, nasuwać mogą się skojarzenia z takimi programami jak nasz dobry polski „Ojciec Mateusz” (który oryginalnością nie grzeszy – oparty jest na włoskim pierwowzorze). Dla wielbicieli ciekawskiego i zmotywowanego księdza nie trzeba dodawać nic więcej oprócz tego, iż „Wiara, miłość, śmierć” będzie bez wątpienia satysfakcjonującą lekturą. Może zastąpić jeden odcinek powyższego serialu (ale za to jaki byłby on rozbudowany!).
Książka intryguje od samego początku – Czytelnik od razu zostaje wciągnięty w wir wydarzeń, chociaż później tempo odrobinę zwalnia, by w odpowiednim momencie znów powrócić do odpowiedniej prędkości. Historia nie jest jednak jedną z tych, których nie da się do końca przewidzieć, co może przeszkadzać, ale raczej w niedużym stopniu. Niewątpliwym plusem jest kreacja jednego z głównych bohaterów – duchownego Martina Bauera, błyskotliwego, ale i poszukującego wciąż prawdy, dobra i sprawiedliwości, można by rzec, że jest idealistą (znajdował cytaty z „Biblii” na dosłownie każdą sytuację!). Mimo całej jego postaci wiadomo, że takim dobrym duszom zawsze wieje wiatr w oczy, więc i w tym przypadku trzeba spodziewać się zwrotów akcji, jakiejś bitki (nie każdy pokornie i cicho toleruje wściubianie nosa w nieswoje sprawy) czy rozlewu krwi. Jak wspomniałam, asystowała mu funkcjonariuszka Verena Dohr, której jednak było dla mnie za mało razem z jej rzekomą rezolutnością, ale prawdziwą już stanowczością. Zdaje mi się, iż jej postać została niedopracowana i tym samym zepchnięta gdzieś na bok – nawet wątek jej życia osobistego ograniczono do może dwóch sytuacji opisanych ogólnikowo, jakby z góry założono, że są one nieważne dla fabuły, albo wymyślono je pod wpływem chwili, by później całkiem o nich zapomnieć.
Z emocjami towarzyszącymi czytaniu jest różnie – w jednej chwili wydaje się, że nastąpi jakiś przełom bądź kulminacyjny moment, po czym albo to coś szybko się kończy i pozostawia po sobie niedosyt, albo po chwili po prostu ginie pod warstwą kolejnych wydarzeń, które te emocje wygaszają i odczuwa się samą przyjemność z czytania, nic więcej. Nawet jeśli sam ten proces w większości odbył się bez fajerwerków, było to dobre. Książka nie sprawiała, bym chciała rzucać nią o ściany przez jej niedorzeczność lub brak logiki, dlatego uważam, że jest w stanie się wybronić i w moich oczach stać się pozycją, której lektury nie uważam za stratę czasu. Chociaż moim najlepszym kryminałem w życiu nie zostanie.
„Wiara, miłość, śmierć” jest pierwszą częścią cyklu Kroniki Martina Bauera. Książka według mnie jest bardzo dobra. Coś czuję że to będzie niezła seria. Książka od razu mnie pochłonęła. Jako, że mam aktualnie bardzo, bardzo mało czasu na czytanie książki musiałam sobie dawkować książkę przez co wielokrotnie musiałam od niej odejść.Od samego początku coś mi „śmierdziało”. Czułam, że śmierć gliniarza nie jest samobójstwem. Na początku chciał on skoczyć z mostu, jednak Martin Bauer zrobił przemyślany krok, który uratował mu życie. Myślał, że policjant przeżyje. Jednak kilka godzin po incydencie dowiaduje się on, że ten sam policjant skoczył z dachu garażu i nie przeżył upadku. Już w tym momencie nasuwa się myśl: „Ale zaraz, zaraz? Ale jak to? Dlaczego to zrobił?”. Okej chciał skoczyć z mostu ale zamiast tego skoczył do wody za duchownym by go ratować. Od razu poczułam, że coś tu nie gra. Musi być coś grubszego na rzeczy. Albo zabił się on bo mu grożono albo ktoś go zabił. Poczułam przypływ adrenaliny w całym moim ciele. Chciałam koniecznie się dowiedzieć o co w tym wszystkim chodzi.
Ale o tym może za chwile. Cofnę się może do postaci Marina Bauera? Kim w ogóle jest?
Bardzo spodobała mi się postać Martina Bauera. Jakoś od początku mnie intrygował. Zdawał mi się być postacią wykreowaną na bazie prawdziwego człowieka. Ale to tylko takie moje przemyślenia. Bauer to silna postać, mimo trudności losu potrafi je przezwyciężyć. Nawet wtedy kiedy zostaje wywalony z kościoła, gdyż nie zachowywał się tak jakby sobie tego życzyli. Nie stracił jednak wiary. Pozostała w nim. I tak jak na duchownego przystało Bauer wyraża chęć niesienia pomocy innym, nawet jeśli przy tym wpada on w kłopoty. Tak jak jest i teraz z tym policjantem. Inni drugoplanowi bohaterowie nieco mnie irytowali. Ale ostatnio tak mam, że wielu książkowych bohaterów nie przypada mi do gustu. Po przeczytaniu ucieszyłam się, że nie była to krwawy kryminał. Ostatnio mam dużo na głowie i chciałam przeczytać coś obyczajowego ale jednocześnie z taką lekko nutką kryminału.
„Wiara, miłość, śmierć” to wyjątkowa książka. Wszystko moim zdaniem jest idealnie dopasowane. Każdy szczegół ma jakieś znaczenie. Nie ma nic niezbędnego. Akcja książki rozwija się stopniowo(podobnie jak w książce „Wychodząc z ukrycia” Ewy Olchowej). Czasami akcja jest mega napięta, co wprowadza urozmaicenie spokojnej akcji. Z niecierpliwością czekam na kolejną część.Z czystym sumieniem mogę Wam ją polecać oraz znajomym. Już się przyzwyczaiłam, że wydawnictwo Initium wydaje super książki.
"Miłość, wiara, śmierć" czyli pierwszy tom kronik Martina Bauera to kryminał, który z pewnością przyniesie chwilę relaksu podczas rozpoczynających się ferii! Jest to bowiem lekki, świetny dla początkujących wielbicieli gatunku i wznoszący powiew świeżości kryminał z nietypowym głównym bohaterem. Mamy tu do czynienia z policyjnym duchownym! Przyznaję, że pierwszy raz spotkałan się z taką postacią. Jak na pastora przystało, Martin Bauer wciąż wierzy w ludzi i nie jest w stanie dopuścić myśli o samobójstwie jednego że znajomych policjantów, przecież dopiero dowiódł go od tej myśli... Coś w tej sprawie nie daje duchownemu spokoju, dlatego na własną rękę rozpoczyna śledztwo.
Nieporadne poczynania duszpasterza doprowadzają do serii niewiarygodnych sytuacji, które mogłyby zaważyć na odbiorze książki, gdyby nie to, że Bauer jest przeuroczą i sympatyczną postacią, której losy zwyczajnie chce się śledzić jak najdłużej. Poza kilkoma wpadkami, Bauer odkrywa wielką tajemnicę sprzed lat i jest świadkiem wydarzeń rodem z powieści sensacyjnej.
Nie wiem czy to zasluga głównego bohatera, czy chęci rozwiązania intrygi ale" Wiara, miłość, śmierć" była dla mnie książką którą czytałam z niesłabnącą ciekawością i jestem pewna, że z takim samym entuzjazmem podejdę do kolejnych tomów, kiedy tylko się ukażą! Polecam zainteresować się tum tytułem. Czuję, że i Was nie zawiedzie! 😊
Im Tausch gegen eine ehrliche Meinung habe ich dieses Buch auf Vorablesen.de gewonnen.
In "Glaube Liebe Tod" von Peter Gallert und Jörg Reiter beginnen wir mit einer Szene auf der Duisburger Rheinbrücke wo sich ein Polizist namens Walter Keunert gerade hinunterstürzen möchte. Grund dafür soll sein, dass gegen ihn wegen Korruption ermittelt wird. Als Polizeipfarrer Martin Bauer dazu kommt, um den Mann davon abzuhalten etwas zu tun, was er später bereuen würde, springt er kurzerhand selber ins Wasser, in dem Glauben, der Polizist würde ihn schon retten und so etwas in nächster Zeit nicht mehr versuchen. Schon gar nicht nur wenige Stunden später. Von einem Hochhaus. Und dann auch noch mit Erfolg. Doch manchmal spielt das Leben nicht so wie man denkt. Das wiederum möchte der Seelsorger nicht einsehen und macht sich gegen jede Vernunft daran, in der Sache selber zu ermitteln und eine andere Lösung für den Fall zu finden. Unter anderem auch, um dem verzweifelten Sohn des Polizisten zu vergewissern, dass sein Vater ihn nicht einfach im Stich gelassen hat.
Wie man sich eventuell denken kann ist der Seelsorger, mit Namen Martin Bauer, hier unsere Hauptprotagonist. Dieser ist allerdings kein typischer konservativer Pfarrer wie man (oder zumindest ich) vielleicht meinen könnte. Tatsächlich ist er sogar ein ziemlich entspannter Typ der in seiner Freizeit boxt, in früheren Zeiten mal Grunge gehört hat und an einer Stelle sogar gesteht, dass selbst er manchmal nicht immer gläubig ist. Das führt wohl dazu, dass der Religionsaspekt in diesem Buch gar nicht so groß ist. Bauer hätte auch ganz gut ein normaler Polizist sein können und die Handlung wäre ähnlich verlaufen. Das ist für mich aber gar nicht schlimm, da ich mich für das Buch nicht deswegen interessiert habe. Allem in allem würde ich behaupten, dass Bauer sogar mein Lieblingscharakter ist, da er einfach wirklich symphatisch wirkt. Ein anderer Charakter den wir allerdings auch verfolgen ist Tilo, Keunerts Sohn. Ein typischer, schnell gereizter Teenager der von der Tatsache, dass sein Vater sich umgebracht haben soll, am Boden zerstört ist und die Sache auch nicht einfach auf sich sitzen lassen will. Auch wenn er am Anfang des Buches etwas verzogen auf mich wirkte, begann ich wirklich ihn zu mögen. Nach meiner Meinung nach ein sehr gut geschriebener Charakter. Die dritte Person ist Mariana, ein rumänisches Mädchen, dass mit der Hoffnung auf ein neues Leben nach Deutschland kommt, aber in die Arme eines Zuhälters fällt der sie dann schließlich zur Prostitution zwingt. Immer wieder kommen zwischendurch Einblendungen davon, wie es ihr ergeht, ohne jeglichen Anhaltspunkt, wie sie zur Geschichte steht. Das ganze klärt sich am Ende aber natürlich auf.
Kommen wir dann schließlich auch zum Schreibstil. Dieser ist im Grunde nichts besonderes, aber eigentlich leicht zu lesen. Ab und zu tauchten zwar Formulieren auf, die ich anders gewählt hätte, aber das war in Ordnung. Am meisten hat mich eher gestört, dass kaum Gefühle beschrieben wurden. Ich liebe es eine gute Atmosphäre in einem Buch zu haben und mit den Charakteren zusammen zu lachen oder zu weinen. Das wurde hier allerdings leider nicht wirklich gut umgesetzt. Vielleicht war das auch der Grund wieso ich diesen Roman am Ende dann so langweilig fand. Am Anfang war das sogar noch in Ordnung. Klar, es ist nicht viel passiert. Aber das war ja nur die Einleitung. Langweilig war es da trotzdem noch nicht. Dann ist es für ein paar Kapitel in die gewünschte Richtung gegangen und plötzlich hatte das Buch einfach überhaupt keine Spannung mehr. Es hatte zwar jedemenge Handlung, aber irgendwie hat die mich nicht wirklich interessiert. Es wurde schlichtweg langweilig für mich; egal ob gerade irgendjemand bedroht wurde oder mit einer Waffe herumgefuchtelt hat. Wenn dies nicht ein Rezensionsexemplar wäre, hätte ich es für einige Zeit mal beiseite gelegt um eine Pause zu bekommen, da ich wirklich nicht weiß ob das ganze an mir oder an dem Roman lag. Gegen Ende würde es zwar dann etwas besser, aber wirklich geflasht hat mich hier nichts. Handlungen konnte man teilweise vorhersehen, zumindest genug, um nicht überrascht zu sein.
Letztendlich gebe ich dem Buch 2,5 Sterne, da es hier nichts gab, das ich tatsächlich als "schlecht" bezeichnen würde. Es war eben nur langweilig; trotzdem mochte ich ein paar der Charaktere sehr gerne und die Art wie alles irgendwie am Ende zusammengehangen hat fand ich auch ganz nett. Ob ich dem zweiten Roman in der Reihe noch eine Chance gebe, weiß ich noch nicht.
Glaube Liebe Tod vom Autorenduo Gallert und Reiter ist im Mai 2017 im Ullsteinverlag erschienen. Es ist der erste Band um den evangelischen Polizeiseelsorger Martin Braun und die Ermittlerin Verena Dohr, wobei jedoch der Pfarrer der Protagonist der Geschichte ist.
Worum geht es? Der Auftakt zum Fall ist hervorragend konstruiert. Martin Bauer rettet auf der Duisburger Rheinbrücke einen Kollegen, der sich durch einen Sturz von einer Brücke das Leben nehmen möchte. Vier Stunden später stirbt dieser Kollege jedoch an den Folgen eines Sturzes vom Deck eines Parkhauses. Obwohl von Selbstmord ausgegangen wird, kann Bauer das nicht so richtig glauben.
Meine Meinung: Martin Braun spielt seine Rolle als evangelischer Seelsorger perfekt. Nachdem für ihn die Gemeindearbeit nicht das Richtige war, arbeitet er als Polizeiseelsorger und ist somit Beistand für die Angehörigen von Verbrechensopfern, sowie für die Einsatzkräfte. Hier zeigt er sich stets authentisch. Anfangs tauscht er sich mit seinem katholischen Kollegen aus, der dann im Laufe der Handlung keine Rolle mehr spielt, wie leider auch viele weitere Personen, die in die Handlung eingeführt werden und dann nicht mehr auftauchen. Dafür gibt es von mir Abzüge, da ich immer versuche, mir Personen und die Beziehungen zueinander zu merken. Für den Umfang des Buches waren das ganz schön viele, die potentiell handlungsrelevant waren. Er stellt seine Familie nicht über andere Menschen und tut damit das, was jeder, außer der Familie selbst, von einem Pfarrer erwarten würde. Verena Dohr ist eine knallharte Ermittlerin, an deren Stuhl von einem Kollegen gesägt wird und die es auch im privaten Umfeld nicht leicht hat. Warum sie sich niemanden anvertraut, bleibt mir ein Rätsel. Die für Frauen so typische beste Freundin hat mir hier in der Handlung gefehlt, oder sonst irgendeine außenstehende Vertrauensperson von Verena. Nina und Thilo verhalten sich so, wie man es von Pubertierenden erwarten würde. Was ich trotzdem nicht verstehe ist, dass man die Tochter ohne Begleitung (zum Beispiel durch die überbesorgte Mutter) mit 15 Jahren zu einer Protestkundgebung reisen lässt, nur um sich nachher wie verrückt Sorgen zu machen. Da habe ich das erste Mal über die Mutter den Kopf geschüttelt. Hier komme ich auch zu meiner Kritik zum Frauenbild allgemein, das sehr flach gehalten wird. Verena bekommt, abseits ihrer häuslichen Geschichte, wenig Tiefe und trägt auch selbst eher passiv zur Ermittlung bei, denn der Held der Geschichte ist der Seelsorger. Sowohl Frau Bauer wie auch Frau Kunnert gehen selber keiner Erwerbstätigkeit nach, soweit ich das verstanden habe, und sitzen hauptberuflich zu Hause und machen sich Sorgen um jeweils einen Teenager. Beide nörgeln scheinbar ständig an ihren Männern herum und wundern sich dann, wenn die Beziehung nicht so richtig läuft. Auch über den Bildungshintergrund der Frauen wird nichts angegeben, so dass sie flach bleiben. Für mich ist das Frauenbild nicht mehr zeitgemäß. Die Storyline ist spannend, jedoch ist der Beginn des Buches aus meiner Sicht der beste Abschnitt. Was danach kam, war für mich vorhersehbar, obwohl ich eher wenige Krimis lese und daher oft überrascht bin von den Wendungen, die ein Buch nimmt. Viele Elemente, die mich wirklich interessiert hätten, wurden in diesem Buch nicht aufgelöst und ich fürchte, dass viele Geheimnisse in Folgebänden auch keine Rolle mehr spielen würden. Auch der Showdown am Ende war mir zu viel des Guten – hier hätte die Hälfte der Spannungselemente auch für Spannung gereicht und es hätte dann nicht so konstruiert gewirkt.
Fazit: Durch den Schreibstil ließ sich das Buch gut lesen und auch Martin Braun als Protagonist überzeugt. Die Handlung ist mir zu vorhersehbar und an manchen Stellen zu dick aufgetragen.
Inhalt: Walter Keunert will in die Tiefe von der Rheinbrücke springen. Er ist Polizeimeister. Seine Kollegen haben die Brücke abgesperrt, Vollsperrung in beide Richtungen. Und ausgerechnet Martin Bauer, Plizeiseelsorger, versucht ihn nun von seinem Vorhaben abzubringen. Unorthodox gelingt ihm dies auch. Dennoch ist Walter Keunert am Ende des Tages tot. Und Martin Bauer lässt dieser Fall eines vermeintlichen Selbstmords nicht los und er gräbt. Für manche vielleicht zu tief in der Vergangenheit und fördert Dinge zu Tage, die unbequem sind und so manchen in einem ganz anderen Licht dastehen. All dies vor der Duisburger Kulisse, die viel Raum für Spekulationen lässt.
Meine Meinung:
Glaube im Rotlicht
Ich las zuerst bei einer anderen Bloggerin über das Buch und wusste sofort, das muss ich auch lesen! Ein Krimi in Duisburg!!! Es war gleich ein wenig Schimanski-Feeling in der Luft, als ich das Buch in den Händen hielt!
Auf dem Cover sieht man gleich eine Schlüsselszene quasi des Buchs vor sich. Jemand steht allein auf der vollkommen leeren Brücke... im Sonnenlicht. Im Nachhinein hätte ich mir mehr von diesem Sonnenlicht auch in der Geschichte gewünscht.
Denn eigentlich hatte ich mir selbst zum Ziel gesetzt, ich untermal meine Rezension mit Tatortfotos. Doch ich muss ganz ehrlich sagen, irgendwann so nach der Hälfte des Buches, wollte ich das nicht mehr. Es widerstrebte mir einfach, noch mehr düstere, traurige, unschöne Motive aus Duisburg in die Welt zu streuen. Schaut Euch mal im Netz um, Duisburg wird immer als dreckig, unschön, kriminell, trostlos geschildert. Mittlerweile tut mir das schon etwas weh. Es gibt weitaus mehr als alte Industriebrachen, zurückgelassene Schwimmbadruinen, dreckige, verruchte Ecken in Duisburg! Deswegen habe ich mich dagegen entschieden! Ich mag keine Foto-Klischees mehr bedienen!
Nichtsdestotrotz war ich vom Buch mitgerissen! Die Story gefiel mir, auch wenn es wirklich nichts neues ist. Aber allein die Tatsache, dass die Hauptfigur, der eigentliche Ermittler, ein Polizeiseelsorger ist, der sich nichts sagen lässt, so gar nicht „pfaffenmäßig“ daherkommt und meine Sympahtien direkt für sich verbuchen konnte, machts erfrischend mitreißend!
Das Setting hier in Duisburg ist wie gesagt gewohnt duster, im Rotlichtviertel zum großen Teil angesiedelt ist es für mich sehr plastisch vor Augen. Und es gab die ein odere andere Situation, wo mir in der Bahn etwas komisch wurde, wenn dort Rumänen-Mädels zustiegen... Sehr lebendig alles! Als Duisburgerin kann ich nur sagen, ja, sie haben ein gewisses Milieu schon sehr gut getroffen und genau das macht es schockierend an der ein oder anderen Stelle, so echt einfach!
Neben Martin Bauer in seiner Funktion als unkonventionellem Seelsorger tritt auch noch positiv in Erscheinung die junge Kripobeamtin Verena Dohr. Großschnäuzig könnte sie wirklich so hier aus Duisburg stammen ;-) Als Frau ist es ja auch gar nicht so leicht, sich unter Männern zu behaupten. Ich mochte auch sie gleich von Beginn an.
Es gibt auch hier wieder den Anreiz, selbst mitzuermitteln, dagegen konnte ich mich gar nicht wehren :) Und alles in allem hat mich dieser erste Einsatz von Martin Bauer in der Krimilandschaft aus meiner Leseflaute rausgeholt und wirklich Spaß gemacht! Gut zu wissen, dass es nächstes Jahr im Mai ja wohl weiter geht und ich bin schon seehr gespannt und gerne wieder mit dabei!
Fazit: Solider Ruhrpott-Krimi mit einem unkonventionellen Ermittler, der sich so schnell nicht ausbremsen lässt! Lesenswert auf alle Fälle!
Bewertung:
5 von 5 Nilpferden
Danke an Ullstein für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
P.S. Das findet der interessierte Leser entschlüsselt in der Bibel ;-)
„Fassungslos sah Keunert, wie der Polizeipfarrer in die Tiefe stürzte, wie er mit den Armen ruderte und, nach einem viel zu langen Fall, aufrecht und mit den Füßen voran die dunkle Oberfläche des Flusses zum Platzen brachte. Keunert keuchte. „So ein Arschloch!“ Dann sprang er hinterher.“
Eigentlich haben Polizeipfarrer Martin Bauer und Polizeimeister Walter Keunert einiges gemeinsam – beide sind verheiratet, haben ein 15-jähriges Kind. Doch gegen Keunert wird ermittelt wegen Bestechlichkeit; er will von der Rheinbrücke aus Selbstmord begehen. Und deshalb provoziert ihn Pfarrer Bauer, wird selbst zum Hilfsbedürftigen für Keunert und dessen langjährige Polizei-Instinkte – er springt von der Brücke, um sich retten zu lassen von Keunert. Bald danach wird dessen Leiche gefunden. Und Bauer fühlt sich schuldig – schuldig, weil er Keunert für zu wütend und zu ängstlich für einen weiteren Selbstmordversuch hielt, und in der Schuld stehend gegenüber dessen Sohn in all dessen Verzweiflung.
Mir gefiel das Ermittlerduo des Buches aus Polizeipfarrer, im Einsatz für Täter, Opfer, Ermittler, und Polizistin Verena Dorn. Das ist zum einen schlicht mal eine andere Idee und birgt zum anderen verschiedene realistische Chancen für die Handlung: der Polizeipfarrer hat zwar gewisse Möglichkeiten innerhalb des „Systems“, unterliegt aber weniger den Beschränkungen des Polizeiapparates. Außerdem nutzen die beiden Autoren sehr geschickt die Zwickmühlen, in denen sich der Pfarrer flugs befindet. Nur ein Beispiel: beichtet ihm einer der Täter die Tatumstände, bindet ihn das Beichtgeheimnis, kann er dadurch aber in einem speziellen Fall die Hinterbliebenden nicht umfassend unterstützen. Themen wie Schuld und Verantwortung werden im Buch ein einer angenehm weiten Perspektive im Vergleich zum Genre diskutiert, teils umrahmt von einigen weiteren theologischen Gedankenfäden und Bibelzitaten zum Thema. Ich denke jedoch, auch nicht-Christen dürften sich von den ethischen Erörterungen nicht überflutet fühlen. Den Kontext empfand ich also als durchaus komplex, hingegen bleibt die Sprache eher einfach. Nicht unüblich für einen Krimi, jedoch fand ich gerade zu Beginn einige Sätze etwas „über“ vor Betroffenheit: „Die Küchenuhr aus verblichenem grünen Plastik zählte die Sekunden. Das tat sie schon, solange er denken konnte.“ „In den Augen des Jungen sah Bauer alles zerbrechen, was von seiner Kindheit noch übrig war.“ „Sie suchte die längst verlorene Nähe zu ihrem Sohn und opferte dafür den Vater.“ Hier hätte schlicht die jeweils erste Hälfte gereicht – und Vertrauen in die Fähigkeit des Lesers, den Rest des Bildes herzustellen. Ähnliches tun Sätze wie „Kapselkaffee mied er nicht erst seit Ninas Appellen gegen diese Umweltsauerei.“ – ja, stimmt schon – aber nicht, wenn man gleichzeitig fröhlich mit dem Auto auch gelegentlich rein als Spritztour fährt. Etwas weniger wäre also mehr gewesen – doch die Basis passt für solide 4 von 5 Sternen.
"Glaube Liebe Tod" ist der Auftakt zu einer Krimireihe des Autorenteams Peter Gallert und Jörg Reiter. Die Martin Bauer Krimi Reihe umfasst drei Bände und wie der Name bereits verrät drehen sich alle Bücher um den Polizeiseelsorger Martin Bauer. Dieser ist auch der Grund, warum ich mich für dieses Buch entschieden habe. Ein Ermittlerduo aus einer Kommissarin und einem Seelsorger fand ich unglaublich faszinierend und ich war neugierig in weit religiöse Komponenten in das Buch und vor allem die Ermittlungsarbeit einfließen. Der Einstieg in die Geschichte war unglaublich packend und fesselnd. Die Spannungskurve ist gleich zu Beginn auf einem Höhepunkt und das Tempo ist auch recht zügig. Dies fand ich einerseits sehr gelungen, da man gleich voll in die Geschichte eintaucht und mitgerissen wird. Andererseits kam aber auch der Gedanke auf, dass es wahrscheinlich nicht möglich sein wird, das Spannungsniveau ständig auf diesem hohen Level halten zu können, geschweige denn das Niveau noch zu erhöhen. Und so kam es dann auch. Nach einem rasanten Beginn, kam dann erst mal eine kleine Flaute, in der man die Möglichkeit hatte durchzuatmen und sich mit den handelnden Personen vertraut zu machen. Recht schnell musste man sich dann aber wieder neu orientieren und umstellen, denn nach und nach werden mehr Personen und vor allem zusätzliche Handlungsstränge eingeführt. Für mich war der Übergang von einem Handlungsstrang zum nächsten im ersten Augenblick nicht immer ganz logisch oder nachvollziehbar. Ich verstehe aber, warum das Autorenduo die Übergänge so gewählt hat. Das sich die diversen Handlungsstränge mit der Zeit zu einem großen Ganzen verweben werden, ist von Anfang an absehbar, die Art und Weise wie dies geschieht fand ich aber sehr gut gelöst. Obwohl das Tempo der Geschichte meistens recht hoch ist, wie bereits mehrfach erwähnt, gibt es natürlich auch hier die eine oder andere eher langatmigere Passage. Diese hätte man meiner Meinung nach teilweise ein wenig kürzen können, wenn man ein paar, für den Verlauf der Geschichte nicht notwendigen Handlungsstrang weggelassen hätte. Ein Sticker auf dem Cover verspricht Kopfkino Edition. Die Befürchtung das dies eine übertriebene Werbemaßnahme ist kam kurz bei mir auf. Ich gebe aber gerne zu, dass diese Befürchtungen unbegründet waren. Denn das Buch hat bei mir wahrlich Kopfkino ausgelöst. Das Autorenduo schafft es eindrucksvoll eine düstere und bedrückende Stimmung zu erzeugen. Die Verzweiflung mancher Protagonisten kann man fast körperlich spüren und als der große Wind aufkam, konnte ich diesen hören. Die Charaktere fand ich sehr gut beschrieben, wenn auch die meisten keine Sympathieträger sind. Dafür finde ich Protagonisten aber glaubwürdig und authentisch, bei manchen hätte ich mir aber ein wenig mehr Tiefgang und detailliertere Beschreibungen erwartet. Eine religiöse Komponente ist wie erwartet Teil der Geschichte, kommt aber weniger stark zum Vorschein, als ich das vermutet hätte. Alles in allem habe ich mich gut unterhalten gefühlt, auch wenn das Buch kleinere Schwächen ausweist.
Der Polizeiseelsorger Martin Bauer wird zu einem Mann gerufen, der droht, von einer Rheinbrücke zu springen. Martin kann den Selbstmord des Polizisten für den Moment verhindern, aber noch am selben Tag bringt er sich doch um. Was hat den Familienvater dazu getrieben, sein Leben zu beenden? Oder war es gar kein Selbstmord? Martin Bauer fängt an, sich für die Hintergründe zu interessieren.
So fand ich's:
Dies ist wieder mal ein Fall von fehlerhaftem Klappentext. Wie man "sich mit seiner Dienstpistole erschießen" und "vom Parkhaus in den Tod springen" verwechseln kann, ist mir ein echtes Rätsel. Vor allem, weil der Tod durch einen Sturz aus großer Höhe in diesem Buch eine ziemlich große Rolle spielt und man damit ein kleines, aber sehr wichtiges Detail der Geschichte verändert. Ich habe den Kopf geschüttelt und mich - wieder mal - geärgert.
Ein Polizeiseelsorger als Protagonist ist mir neu und diese Perspektive hat mir sehr gut gefallen. Er hat einerseits weniger Kompetenzen als ein Ermittler, muss sich aber auch nicht unbedingt an die kurze Leine legen lassen, wie das der eigentlichen Ermittlerin Verena Dohr passiert. Er bekommt im Rahmen von Seelsorgegesprächen auch viel mehr Zugang zu den Leuten als bei einer polizeilichen Befragung. Martin Bauer ist gläubig, hadert aber auch manchmal mit seinem Gott. Man bekommt natürlich auch den einen oder anderen Bibelspruch, aber der Polizeiseelsorger entspricht nicht dem Klischee eines Geistlichen, sondern ist eher unangepasst und scheut nicht davor zurück, Ärger zu machen. Er versucht auch nie, Leute zu seinem Glauben zu bekehren. Dabei hat er die menschliche Seite immer im Blick. Dank seiner Teenager-Tochter, die sich heimlich zu einer Demo davongeschlichen hat, die gewalttätig zu werden droht, muss er sich auch privat Sorgen machen.
Die Erzählung pendelt zwischen schnellen Actionszenen, die das Kopfkino laufen lassen, und etwas ruhigeren Passagen, wie z. B. einem philosophisch angehauchten Gespräch mit einem Obdachlosen im Park. Auch die empfand ich nicht als langweilig, sondern zu Martin Bauers Charakter passend. Der Todesfall des Polizisten entwickelt sich zu einer Reise in das Rotlichtmilieu und in menschliche Abgründe, die man nicht nur aus Bauers Perspektive verfolgen kann. Die einzelnen Handlungsstränge verbinden sich irgendwann nahtlos und auf gelungene Art und Weise.
Oliver Siebeck macht als Sprecher einen sehr guten Job und liest so, dass man sich in der Story verlieren kann.
Inzwischen ist ein zweiter Band mit dem Titel "Tiefer denn die Hölle" erschienen, den ich als Print hier schon bereitliegen habe und sehr bald lesen werde. Denn der erste Band mit Martin Bauer hat mich überzeugt und gut unterhalten.
Der Polizeiseelsorger Martin Bauer wird zu einer Rheinbrücke in Duisburg gerufen. Ein Mann will sich von der Brücke stürzen. Bauer ist ungewöhnlichen Methoden gegenüber aufgeschlossen und manchmal ist eine Aktion besser als eine Reaktion. Und so springt Bauer als erster von der Brücke und wird von dem Mann gerettet, der eben noch seinem Leben ein Ende setzen wollte. Schon am nächsten morgen ist der andere tot, er war Polizist und gegen ihn wurde wegen Korruption ermittelt. Und nun hat er offensichtlich sein Vorhaben doch noch in die Tat umgesetzt.
Nachdem Martin Bauer als Gemeindepfarrer nicht so gut angekommen ist, hat er als Polizeiseelsorger seine Bestimmung gefunden. Allerdings macht er es sich auch mit dieser Tätigkeit nicht leicht, er neigt dazu manchmal weiter zu gehen als es seine Jobbeschreibung eigentlich verlangt. Obwohl der Tod des Polizisten als Selbstmord zu den Akten gelegt werden soll, rumort es in Bauer. Der Sohn des Toten ist traumatisiert, sicher bedarf er der Hilfe eines kompetenten Partner und die Witwe wirkt sehr geschockt. Zwar schien die Familie nicht übermäßig glücklich, aber soll eine bloße Untersuchung der Internen jemanden in den Selbstmord treiben?
Mit diesem ersten Band um den Polizeiseelsorger Martin Bauer und die Kommissarin Verena Dorm stellen die Autoren eine sehr ungewöhnlichen Ermittler vor. In seiner Hartnäckigkeit und des „Er kann´s nicht lassen“ könnte man sich zwar im ersten Moment an Pater Brown erinnert fühlen, der den Kollegen von Recht und Ordnung mal ins Handwerk pfuscht, doch Martin Bauer geht doch um einiges ernsthafter ans Werk. Sein Glauben gibt ihm Kraft und Zuversicht, doch dieser Fall verlangt ihm so viel ab, dass er beinahe ins Zweifeln kommt. Familienmensch, Pfarrer, Ermittler - eine interessante Kombination komplexer Eigenschaften, bei einem, der nachbohrt, der nicht locker lässt. Gebannt hängt man an den Seiten, mit jedem Blättern treten neue Einzelheiten zutage, die einen noch mehr fesseln. Geschickt jonglieren die Autoren mit den verschiedenen Hinweisen und schicken die Leser auf eine Reise, deren Ziel lange verborgen bleibt, um schließlich beim Herannahen des Ziels zu einem wahren Thriller zu werden.
Die Kombination zwischen Glaube, Liebe und Tod ist hier ausgesprochen gelungen.
Martin Bauer ist ein Polizeiseelsorger, dessen Verhalten nicht so ganz zum herkömmlichen Bild eines Theologen passt, wie so mancher seiner Vorgesetzten leidgeprüft feststellen musste. Doch davon lässt er sich nicht beirren und so springt er beispielsweise von einer Rheinbrücke, um einen Selbstmörder von seinem Tun abzuhalten - was ihm auch gelingt. Doch kurz darauf findet man diesen (einen Polizisten) tot nach einem Sturz vom Deck eines Parkhauses - für seine Kollegen ist der Fall klar: Selbstmord. Doch Bauer zweifelt und beginnt auf eigene Faust, Nachforschungen anzustellen. Es ist der Beginn einer neuen Regionalkrimireihe, die im Ruhrgebiet angesiedelt ist. Man merkt der Geschichte an, dass das Autorenduo Gallert/Reiter vom Fach ist: Beide schreiben seit Jahren Drehbücher, unter anderem auch für Krimis, was diesem Buch zugute kommt. Die Örtlichkeiten sind gut beschrieben, sodass DuisburgerInnen sicherlich viele Aha-Erlebnisse haben werden ;-) Die Geschichte, die zu Beginn recht schlicht daherkommt, entwickelt sich zusehends zu einem stets komplexeren Gebilde, in dem aber am Ende alles aufgeklärt wird. Es gibt eine Reihe Actionszenen, die sich bestimmt auch in einem Film gut machen würden. Und nicht zuletzt Figuren, die jede Menge Entwicklungspotential bieten. An erster Stelle selbstredend Seelsorger Bauer mit seinen Zweifeln; aber auch Kommissarin Dohr, die nicht nur beruflich mit Intrigen und Neidern zu kämpfen hat, sondern auch in ihrem Privatleben ziemlichen Problemen gegenübersteht. Also ein rundum gelungener Krimi? Ich fand, nicht ganz. Obwohl Martin Bauer jede Menge ungewöhnliche Verhaltensweisen an den Tag legt, hatte er mir dennoch zu wenig Ecken und Kanten, irgendwie kam er mir nicht so nahe wie beispielsweise Harry Hole (der 'Held' bei Jo Nesbö). Vielleicht lag es an den häufiger zitierten Bibelsprüchen (was ich nicht glaube) oder an seiner Tätigkeit als Seelsorger - auf jeden Fall verringerte sich die Distanz zu dieser Figur bis zum Ende des Buches nicht. Aber das könnte sich ja im nächsten Band noch ändern... ;-)
Zu allererst möchte ich erwähnen, dass ich es toll finde mal einen Krimi zu lesen indem die Hauptperson mal jemand anders war als der Kommissar. In diesem Fall dem Polizeiseelsorger Martin Bauer. Aber nun zum Inhalt. Den fand ich relativ gut. Trotz teils langatmiger und zu ausführlich beschriebenen Stellen, fand ich sie doch spannend und nicht vorhersehbar durch ihre interessanten Verwobenheiten und Hintergründe, in die man sich durch die verschiedenen Perspektiven gut hineinversetzten konnte und auch von vielen Charakteren die Gedanken mitbekommen hat, was hilfreich war um Beweggründe zu verstehen.Trotz des schnellen Einstiegs in die Geschichte konnte ich mich nicht so schnell einlesen und bin nicht sehr gut hineingekommen. Die Charaktere wurden so schön beschrieben mit vielen Hintergründen dazu, so dass man sie auch kennen lernen konnte. Aber wieso müssen die Protagonisten egal ob Kommissar oder nicht, immer selbst noch Probleme und Sorgen haben? Reicht nicht der Fall indem sie ermitteln? Insgesamt ist Glaube Liebe Tod meiner Meinung nach ein solider, überraschender aber durchschnittlicher Krimi, mit dem ich erst am Schluss richtig warm geworden bin.
Dieser Krimi, der im Ruhrgebiet spielt, lässt sich in rasendem Tempo lesen. Schneller ist nur Martin Bauer, der “Polizeipfarrer”, wenn er auf dem Weg zu einem Jugendlichen ist, der seine Hilfe braucht.
Der Titel des Kriminalromans fasst einiges schon sehr gut zusammen, auch wenn die Handlung natürlich etwas komplexer ist. Mit dem Tod fängt alles an. Als ein Polizist in den Tod springt, hat Bauer das Gefühl, dass er es verhindern hätte können und macht sich Vorwürfe. Als er im dem Fall, der offiziell ein Suizid ist, weiterermittelt (was er natürlich gar nicht dürfte), kommen zahlreiche Puzzleteile ans Licht, die seinen Glauben stark erschüttern.
Spätestens nach der Hälfte des Buches ist nichts mehr so wie es schien und Bauer kann nicht aufhören, in Familiengeschichten und der Vergangenheit zu wühlen. Der Cocktail aus Verzweiflung, Prostitution, Drama, Affären und anderen Geheimnissen, den die beiden Autoren mixen, geht dem Leser unter die Haut und steigt ihm in den Kopf. Wie berauscht blättert man Seite um Seite um, angetrieben von vielen Schauplatzwechseln und kurzen Kapiteln.
Und plötzlich sind die Seiten zu Ende, die Ermittlungen schlussendlich richtig abgeschlossen und fast alles wird aufgeklärt. Doch wie geht es weiter mit dem Seelsorger, der zwar andere gekonnt berät, aber selbst beratungsresistent ist? Der Ausspruch “Gott sei Dank” ist hier sicher passend, denn Gott sei Dank gibt es eine Fortsetzung, ein Wiedersehen mit Martin Bauer. Sie heißt “Tiefer denn die Hölle” und ist gerade erst (am 6. April 2018) erschienen.
Glaube Liebe Tod begingt als eine undurchsichtige Ansammlung an Teilhandlungssträngen, die sich nach und nach zu einer harmonischen, nachvollziehbaren Geschichte zusammenfügen. Im Mittelpunkt der Handlung steht der Polizeipfarrer Martin Bauer, der mehrere Aufgaben übernimmt, und dabei seine Familie vernachlässigt um andere zu retten. Da es innerhalb der Polizei immer wieder zu Konkurrenzkämpfen und Postengerangel kommt, kommt er nicht umhin den falschen Leuten, sowohl Vorgesetzten als auch Kriminellen, auf die Füße zu treten. Dadurch gerät er unaufhörlich in gefährliche Situationen. Doch sein humanistischer Sinn für einen verlorenen Jugendlichen bringt die entscheidende Lösung mehrerer Kriminalfälle, indem der Polizeipfarrer seine Kompetenz überschreitet. Der Hauptcharakter ist sympathisch und man leidet mit ihm, wenn ihm die Kollegen der Polizei Steine in den Weg legen.
Glaube Liebe Tod kombiniert interessante Konzepte miteinander. Die Charaktere sind sehr belebt und komplex. Da man ihnen bis nach Hause folgt, bekommt man von ihrem sozialen Umfeld einen guten Einblick. Und ich war immer wieder überrascht, wie oft dies in die Haupthandlung hereingespielt hat. Man bekommt links und rechts Informationen und vergisst das man sie hat. Die Schicksale die hier kombiniert werden, sind sehr bewegend und nehmen einen gefangen. Auch wenn ich zwischendurch etwas durcheinander geraten bin, immerhin switched man immer wieder zwischen den verschiedenen Perspektiven hin und her. Der Schreibstil ist sehr anschaulich und ließt sich wirklich gut und schnell. Ich habe die Geschichte sehr genossen.
Meinung: Der Einstieg in die Geschichte wurde wahrlich großartig gewählt. Ohne Umschweife gelangt man als Leser in die spannende Geschichte, mit klopfenden Herzen und Gänsehaut verschlingt man förmlich die ersten Seiten des Kriminalromans. Und genau diese Spannung, wissen die Autoren, die gesamte Geschichte hindurch beizubehalten. Es vergeht keine Seite, ohne Spannung und Nervenkitzel. Eine düstere Atmosphäre, die den Leser in ihren Bann zieht, rundet die Geschichte ab und macht sie zu einem beinahe perfekten und spannenden Kriminalroman.
Fazit: Ein überzeugendes Debüt, welches mit Atmosphäre und Spannung überzeugen kann. Ich bin begeistert, und freue mich auf weitere weitere Lektüren des Autorenduos.
Ich „las“ dieses Buch als Hörbuch, da es von meinem Lieblingssprecher (Oliver Siebeck) vertont wurde. Andernfalls hätte ich nie zu dem Titel gegriffen, da religiöse Inhalte (der Protagonist ist Polizei-Pfarrer und es werden mehrmals Bibelzitate eingestreut) absolut nicht mein Ding sind.
Der Erzählstil war für einen Krimi solide, die handelnden Personen gut gezeichnet (wenn auch teilweise etwas klischeehaft) und die Dialoge natürlich und glaubwürdig. Die Story an sich, mit ihren Wendungen und Offenbarungen, war größtenteils interessant und las sich zügig (wobei das Format Hörbuch hier wahrscheinlich geholfen hat). Wer Krimis mag, macht hier nichts falsch.
Da ich auf alles bzgl. (hier: christlichem) Glauben hätte verzichten können, ist es eine subjektive 3.5-Sterne-Bewertung, objektiv aufgerundet auf 4 Sterne (wobei die absurde Kirschbaum-Szene am Ende schon grenzwertig war und mich fast zu 3 Sternen verleitet hätte).
Die Qualität der Vertonung bewerte ich hier nicht, da ich bei Herrn Siebeck (u.a. Sprecher von Vegeta aus Dragon Ball Z ab Folge 36) absolut nicht objektiv sein kann. Mit der Stimme könnte er mir auch aus dem Telefonbuch vorlesen und ich wäre glücklich.
Wiara, miłość, śmierć to obiecujący początek cyklu. Dobrze nakreślony bohater i przyzwoita intryga nie powinny rozczarować fanów gatunku. Zobaczymy, co przyniosą dalsze tomy.
Dieses Buch erzählt von der Aufklärung mehrere Todesfälle durch einen Polizeipfarrer. Er ist mutig und wagt es ungewöhnliche Wege zu gehen, und der Leser spürt, dass sein Glaube dabei eine große Rolle spielt. Vom angeblichen Selbstmord eines Polizisten, geht es um das Leben von rumänischen Mädchen, die ungewollt ins Rotlichtmilieu der Stadt geraten sind.
Das Buch ist gut geschrieben und lässt sich gut lesen, allerdings fand ich das Buch gegen Mitte der Geschichte ein bisschen zu sehr in die Länge gezogen. Dafür steigt die Spannung dann gegen Ende sehr stark an, da erinnert die Handlung fast schon an einen aktionsgeladenen Film.
Obwohl der starke Glaube von Martin Bauer gut vermittelt wird, scheint seine Gottesbeziehung nur einseitig zu sein, ein Mensch der aus seiner Besinnung Kraft schöpft, unabhängig von der Kraftquelle. Das ist etwas enttäuschend.
Audible-Hörbuch Das war mal ein Krimi aus einer anderen Perspektive. Hat mir sehr gut gefallen, auch das Ruhrpott-Milieu. Toller Sprecher, gute Story, wie schade, dass die anderen Teile nicht vertont worden sind.
Jörg Reiter und Peter Gallert schildern in ihrem tollen Krimi/Thriller mit viel Lokalkolorit aus Sicht des Polizeiseelsorgers Bauer wie aus der besten Absicht einen Menschen zu retten, sich alles umkehren kann.
Ein Polizist will Selbstmord begehen, indem er wartet, dass er sich nicht mehr auf einer Rheinbrücke halten kann. Der Seelsorger hält ihn davon ab, indem er selbst in den kalten Fluss springt und sich von dem Polizisten retten lässt.
Was er nicht verstehen kann, ist, weshalb derselbe Polizist ein paar Stunden später zerschmettert vor einem Parkhaus liegt. Soll er sich so getäuscht haben? Er hatte schwören können, er hätte ihn von seinen Gedanken abgebracht.
Tilo, der jetzt verwaiste Sohn, sieht seinen Vater nur noch als Feigling. Herr Bauer möchte diese Einstellung bei dem Jungen ändern, zumal er nicht überzeugt ist, dass es ein Selbstmord war. Seine Kollegin von der Kripo ist von seiner Meinung jedoch noch nicht überzeugt.
Was hat der Eros-Club mit den jungen Ausländerinnen mit dem Fall zu tun? Warum verbot Tilos Vater seinem Sohn, vom 10m-Brett zu springen?
Fragen über Fragen, - aber Bauer weiß noch nicht, wie efährlich die Lösung dieses Falles für seine Familie werden wird.
Das Buch steigert in jedem Kapitel die Spannung. Absolut lesenswert.
Der Polizeiseelsorger Martin Bauer versucht, einen Polizisten zu retten, der gerade dabei ist, sich von einer Brücke zu stürzen. Der Versuch gelingt – für vier Stunden. Dann wird der Polizist tot aufgefunden. Er hatte sich von einem Parkhaus gestürzt. Doch irgend etwas stimmt da nicht. Bauer schöpft Verdacht, denn Keunert, der Polizist, wollte sich ja gerade deshalb ins Wasser stürzen, damit er nicht so eine Sauerei hinterlässt. Nun gibt es sie doch. Die Polizei geht von einem Selbstmord aus und Bauer macht sich selbst auf die Suche. Er findet heraus, dass Keunert bereits eine interne Ermittlung wegen Bestechlichkeit gegen sich laufen hatte und die Spur führt ins Rotlichtmilieu. Dort überschlagen sich die Ereignisse, es kommt Drogenhandel ins Spiel und am Ende gelingt es der Polizei dank Bauers Mithilfe und Hartnäckigkeit, den Fall aufzuklären.
Der Einstieg in das Buch ist sehr gut gelungen. Die Leseprobe hat mich gleich gefesselt und ein sehr spannendes Buch versprochen. Besonders hat mich auch interessiert, wie die Autoren theologisch mit der Hauptfigur des Polizeiseelsorgers Martin Bauer umgehen. Das Buch ist leicht lesbar, ich habe es gerne gelesen, aber meiner Meinung nach wurde das Versprechen der ersten Seiten nicht eingehalten. Je länger man las, desto leichter ließ sich vorhersagen, welche Wendung als nächstes eintreffen musste. Vielleicht liegt dies auch daran, dass die Autoren als Drehbuchautoren schon zuviel Routine besitzen und deshalb besser für Filme schreiben sollten, wo sich das Vorhersehbare durch visuelle Effekte leichter überraschend darstellen lässt.
Gut gefallen hat mir, dass die Autoren das Leben im Rotlichtmilieu sehr anschaulich und realistisch beschrieben haben: Die Gewalt und Herabwürdigung, die den Frauen dort täglich begegnet; die Tatsache, dass das kaum jemand freiwillig macht. Auch die fortwährenden Schwierigkeiten der jungen Hauptkommissarin Verena Dohr, an deren Stuhl beständig gesägt wurde, da andere auf ihren Posten neidisch waren, wird sehr schön und natürlich nachgezeichnet. Sie ist die weibliche Nebenheldin, da sie sich am Ende trotz aller Gefahren des Falles annimmt und Bauer auf der Suche nach dem Jungen Tilo, der als Keunerts Sohn aufwuchs, unterstützt. Dass Tilo natürlich ein uneheliches Kind sein muss, wird dem Leser ähnlich aufgebauter Krimis schon längst klar sein, wenn dann endlich diese Bombe platzt.
Als Theologe habe ich zu guter Letzt auch noch ein paar Gedanken zur Theologie des ehemaligen Pfarrers und inzwischen Polizeiseelsorgers Martin Bauer. Wie geht er mit der Bibel um? Zwei Zitate: „Es genügte, die Bibel in der Hand zu halten. Dabei war es egal, um welche Ausgabe in welcher Fassung oder Sprache es sich handelte. Das Buch zu halten gab ihm Kraft. Nur mit der digitalen Bibel auf seinem iPad funktionierte das nicht.“ (Pos. 787) „Bei seinem Bibelroulette war Bauer im Alten Testament gelandet, in den Büchern der Kleinen Propheten. Beim Gerichtstag des Herrn.“ (Pos. 4492) Beide Zitate zeugen von einem magischen Bibelverständnis. Ob er nun Bibelroulette spielt oder aus dem mechanischen Halten der geschlossenen Bibel „Kraft“ beziehen will, immer steckt der Gedanke dahinter: „Die Bibel muss magisch an mir wirken, auch wenn ich mich nicht systematisch mit ihr beschäftige.“
Gottes Plan für unser Leben? Fehlanzeige! „Wieder unterbrach Nicole seine Gedanken. 'Glauben Sie, Gott hat so etwas wie einen Plan für uns?' Bauer schüttelte langsam den Kopf. 'Ich glaube, er gibt uns eine Idee. Wenn wir Glück haben, erkennen wir sie. Den Plan machen wir selbst.'“ (Pos. 4780) Oder auch interessant, ziemlich am Anfang: „Er hatte auf Gott vertraut. Das hatte einem Menschen das Leben gekostet.“ (Pos. 1291)
Und dann muss natürlich auch noch eine Buddhistin erscheinen, um Bauer wieder auf die richtige Spur zu bringen: „'Buddhistische Prinzipien … Ist die Wahrheit so ein Prinzip? Spielt sie eine wichtige Rolle im Buddhismus? Was ist mit ihrer heilenden Kraft?' Sie wurde ernst. 'Im Umgang mit Menschen geht es meiner Ansicht nach weniger um Wahrheit als um Weisheit. […] Buddhismus ist keine Religion. Buddhisten können an Gott glauben.'“ (Pos. 6321) „Zuerst hatte er dem Geräusch ihres gleichmäßigen Atems gelauscht. Dann hatte er gebetet. Irgendwann verwandelte sich die Kraft, die er in sein Gebet legte, in reine Konzentration, der Fokus weitete sich, bis er alles umfasste. Er wusste nicht, was dieses Alles war, aber das machte nichts. Seine Zweifel und Fragen waren darin verschwunden.“ (Pos. 6367) Nun ist der ehemalige Pfarrer gänzlich in die Esoterik abgesunken. Wahrheit ist plötzlich nicht mehr so wichtig, Antworten sind es nicht, nur das Gefühl, mit dem „Allen“ verbunden zu sein. Das erinnert enorm an fernöstliche Meditation, die leider auch in der Kirche immer weitere Kreise zieht.
Fazit: Ein spannender Anfang, viele gute Gedanken und Beschreibungen, die es wert sind, weiter darüber nachzudenken. Die Handlung ist leider häufig zu leicht vorhersehbar, und theologisch bleibt am Ende auch nur noch die Religionsvermischung übrig. Ich gebe dem Buch drei von fünf möglichen Sternen.