Einen Rucksack packen und die eigene Heimat Schweden zu Fuß entdecken – den Traum vom Wandern hat Nathan schon sein Leben lang. Doch hat er diesen Rucksack bis heute nicht gepackt. Erst ist es sein Vater, der sie verlässt, dann die Krankheit seiner Mutter. Nathan muss die Familie zusammenhalten, da bleibt keine Zeit für Abenteuer oder gar für die Liebe und lange hat er deshalb das Gefühl, dass er gar nicht richtig lebt. Bis er Arik kennenlernt und sein Leben eine plötzliche Wendung nimmt. Nathan ist sofort fasziniert von dem jungen Mann mit dem ungewöhnlichen Handikap und auch wenn sie anfänglich nicht viel gemeinsam haben, erkennen sie doch bald, dass sie tief in ihren Herzen den gleichen Wunsch Einen Rucksack zu packen und dann einfach durch die Tür zu marschieren …Zum Buch Gay Romance, m/m-Romance, Liebesroman, Travel, 445 BuchseitenWeitere Veröffentlichungen Diana Wintermeer & WeissBoys of SpringRockstar LoveElsterherzMein Herz gehört dirDie Farbe des LichtsHonigsommerWildherzGeisterküsseFunkenliebeBroken BoyMeeresprinzDie Liebe zweier BrüderWie man die Sterne zähltZwei fallen vom Rand der ErdeSinnenlust (Gesamtausgabe)
Diana Wintermeer schreibt Geschichten, die meist ohne große Dramen und Aufregungen auskommen. Um sie zu genießen, muss man sich darauf einlassen und ein wenig Geduld mitbringen. Die langsame und ruhige Erzählweise ist für mich manchmal eine Herausforderung, aber wenn ich mich darauf einlasse ist es auch eine sehr schöne Erfahrung. "Wie man die Sterne zählt" erzählt die Geschichte von Nate, der aufgrund der Krebserkrankung seiner Mutter. für die Familie sorgt. Nachdem sein kleiner Bruder fast beim Klauen erwischt wird, nimmt Nate die Schuld auf sich, um diesem nicht die Möglichkeit einer Ausbildung zu verbauen. Beim Ableisten der Sozialstunden in einem Waisenhaus trifft er auf Arik, der von Geburt aus taub, zum Hören auf seine implantierten Hörgeräte angewiesen ist. Langsam öffnet sich der scheue Arik und die beiden beschließen, bei Ariks Volljährigkeit gemeinsam zu einer Wanderung durch Südschweden aufzubrechen. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, obwohl die Romanze zwischen den beiden über lange Strecken etwas zu kurz gekommen ist. Ich fand auch nicht alle Entwicklungen ganz nachvollziehbar und manchmal hätte ein bisschen mehr Tempo nicht geschadet. Trotzdem hat es Spaß gemacht, die beiden auf ihrem Weg zu begleiten und zu lesen, wie sie sich sehr langsam aneinander und an ihre Gefühle herantasten. Wer viel in diesem Genre liest, findet hier einmal eine ganz andere Form, die für mich eine schöne Abwechslung darstellte. Auch der Schreibstil war überzeugend und das Buch für mich über Durchschnitt, beim Zählen der Sterne bin ich auf 4 gekommen :-)
Wenn ich beschreiben müsste, was diese Geschichte von anderen Büchern abhebt, würde ich sagen: Es ist eine leise Geschichte. Leise im Sinne von unaufgeregt und zu keinem Zeitpunkt hektisch oder übereilt. Trotzdem hat sie mich sofort gefangengenommen. Ich konnte leicht eintauchen und mich mit auf die Reise nehmen lassen.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam. Es ist aber zu jeder Zeit spürbar, dass die Protagonisten mehr als nur Freundschaft füreinander empfinden.
Ich habe „Wie man die Sterne zählt“ mit Vergnügen gelesen, mich gut unterhalten gefühlt und ich empfehle das Buch gerne weiter.
Diesmal mit einem kleinen Spoiler, also "Vorsicht" beim Lesen.
Der Traum von Nathan – ein Traum – mein Traum. Nicht, dass ich zu Fuß durch Schweden möchte (naja, vielleicht schon, aber nicht als Lebenstraum), aber so einen “ähnlichen” Traum habe ich auch. Dieser Traum hält einen aufrecht und hilft einem in schwierigen Situationen. Auch bei Nathan hatte ich das Gefühl, dass dieser Traum, ihn in seinem bis dato nicht sehr ergiebigen Leben aufrecht hält.
Bücher von Diana Wintermeer kommen sofort nach Erscheinen auf meinen Reader :-). Bisher war jedes einzelne Buch ein Lesehighlight. Wunderbar geschrieben und immer wieder ein wenig anders, hat sie mich mit jeder einzelnen bisher erschienenen Geschichte erreicht. Nicht anders war es mit “Wie man die Sterne zählt”.
Alleine, dass Nathan einen Traum hat und diesen noch immer vor sich herschiebt, nur weil ihn sein Verantwortungsbewusstsein nicht loslässt, ist ein Thema, dass mich sofort neugierig gemacht hat. Manchmal muss man dann nur den richtigen Auslöser haben, etwas, dass einem den ultimativen Anschubser gibt, der einen dann seinen Traum leben lässt.
Nachdem Nathan für seinen Bruder den Kopf hinhält, um dessen Strafe zu übernehmen, damit dessen Leben nicht schon vorbei ist, bevor es begonnen hat, trifft er in einem Kinder- & Jugendheim auf Arik. Es dauert etwas, bis die beiden miteinander warm werden und doch ist bereits von Beginn an ein ungewöhnliches “Selbstverständnis” zwischen ihnen vorhanden. Zu Beginn schiebt Nathan jede Art von Gefühl weit von sich. Eigentlich will er sich emotional nicht an irgendjemanden binden und doch gelingt dies sowohl Arik, als auch der kleinen Risa, relativ mühelos. Spätestens, als er Arik aus einer nicht ungefährlichen Situation rettet, hatte sein sorgfältig verschlossenes Herz verloren. Tja, und ab da geht die Geschichte inkl. der Wanderung erst richtig los.
Es machte Spaß, den beiden auf ihrem Weg durch Schweden und der damit in Verbindung stehenden Entwicklung der beiden Männer zu folgen. Nicht alles war immer und jederzeit einfach, manches war schmerzhaft und anstrengend, aber gemeinsam haben die beiden jungen Männer alle Probleme bewältigt. Sie sind jeder für sich, aber auch mit- und aneinander gewachsen. Ich konnte die emotionale Entwicklung, die zwischen Arik und Nathan stattfand, wirklich gut nachvollziehen. Als Leser habe ich mich in und mit der Geschichte pudelwohl gefühlt. Diana Wintermeer hat auch die Problematik mit Ariks Handicap gut erklärt, so dass man verstehen konnte, was in ihm vorging.
(jetzt spoilert es ein wenig)
Und dann passierte es. Bedingt durch einen Unfall kommt Arik schwerverletzt ins Krankenhaus. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, dass in der Geschichte etwas (ein paar Kapitel?) verloren ging. Arik kommt ins KH, wird unter schwierigsten Bedingungen operiert, übersteht diese OP gut und schwups geht’s weiter auf Wanderschaft. Es wird (leider!) kein Wort darüber verloren, was in der Genesungszeit passiert. Nach diesem Ereignis, der anschließenden sicherlich langen und nicht einfachen Regenerationszeit und bis es dann zum erneuten Start der Wanderschaft kommt, ist nichts – nada – niente. Zudem kam hinzu, dass ich immer mehr das Gefühl hatte, dass die Geschichte als “Höhepunkt” eben nicht nur auf ein Happy End, sondern auf den von Arik gewünschten “richtigen” Sex hinauslaufen sollte. Dies wäre meiner Meinung nach überhaupt nicht nötig gewesen, denn diese Geschichte lebt durch die Erzählweise, die Protagonisten, die Reise durch Schweden und all die anderen liebenswerten Kleinigkeiten.
Trotz dieser “Anmerkung” ist das Buch auf jeden Fall lesenswert. Ich mag ruhige Geschichten, die einen einfach “mitnehmen”. Genau ein solches Buch ist “Wie man die Sterne zählt”. Sich hinsetzen, eine schöne Tasse Tee dazu, Buch auf und drin versinken. Im Nachhinein (ich habe jetzt 3 Nächte drüber geschlafen), ist diese “Erzähllücke” zwar noch da, aber die anderen, wirklich schönen Passagen überwiegen auf jeden Fall und sind mir im Gedächtnis geblieben. Dass ist das, was für mich zählt :-).
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Wenn es um ruhige Geschichten geht, mausert sich Diana Wintermeer immer mehr zu einer Autorin, wo ich sage: Bücher kaufen und genießen. Das trifft auch auf ihr neues zu, in dem zwei mehr als unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen.
Nathan ist fast 30 und hat bisher praktisch nur für seine kranke Mutter und seinen staffälligen Bruder gelebt, der ihm jetzt sogar Sozialstunden eingebracht hat, die er in einem Kinderheim ableistet und dabei auf Arik trifft, einen jungen Mann, der bislang im Leben nicht gerade von Glück gesegnet ist. Mit einer Hörschädigung geboren, wurde er von seinen Eltern gezwungen, Hörgeräte zu tragen, die er nie wollte und die ihm Schmerzen bereiten. Was Freiheit ist und was es bedeutet, eigene Entscheidungen zu treffen, weiß er überhaupt nicht, bis Nathan ihm aus einer Laune heraus vorschlägt, ihn auf einen Wandertripp quer durch Schweden zu begleiten.
Und diese Reise ist für beide Männer mehr als ein Augenöffner, denn Arik lernt langsam Vertrauen in Nathan zu fassen und der muss lernen, dass er nicht immer alle Menschen von sich fortschieben kann, aus Angst, sie später wieder zu verlieren, denn sonst wird er auch sein restliches Leben lang allein bleiben.
Dazu die wunderschöne Landschaft Schwedens, die bei jeder Szene im Hintergrund mit dabei ist und viel Raum einnimmt, was herrlich zu lesen ist. Eine wirklich schöne Geschichte, die natürlich mit einem verdienten Happy End aufwartet.
Warum aber nur 4*? Wegen des Endes. Nach Ariks Unfall habe ich beim Lesen mehr und mehr die Stirn gerunzelt, weil beide ihre Reise zwar fortsetzen, aber ich hatte plötzlich das Gefühl, dass es auf den letzten Seiten nun noch darum geht, die zwei unbedingt noch ins Bett zu kriegen. Das hat mir nicht gefallen, weil es auf mich konstruiert wirkte und das Buch auch gut ohne Sexszene ausgekommen wäre.
Eine Leseempfehlung spreche ich dennoch aus, denn die Geschichte lohnt sich definitiv für einen genießerischen Leseabend, um einfach die Seele baumeln zu lassen.
Auch leise Töne können eindringlich sein Ich habe schon einige Bücher von Diana Wintermeer gelesen und lieben gelernt. Mit ihrer ruhigen Schreibweise hat sich mich schon nach wenigen Sätzen in ihren Bann gezogen. Die Gesichte von Nathan, einem fast 30-jährigen unverwüstlichen Naturburschen, und Arik, ein 18-jährigen Jungen aus dem Waisenhaus, der mit sich nicht im Einklang ist, wird in die wunderschöne Natur von Schweden eingebettet. Das Kennenlernen und die erste Annäherung gestaltet sich schwierig, denn Arik ist nicht gerade ein offen kommunizierender Zeitgenosse. Erst mit der Zeit tauen beide auf, da sind sie aber schon zusammen auf der Reise. Ein Kennenlernen von Land, Natur und dem Begleiter. Die Gefühle kommen hier weiß Gott nicht zu kurz. Für mich genau in der richtigen Reihenfolge und Intensität, um eine Einheit zu bilden. Kurzfristig wird es zum Ende hin noch einmal dramatisch, aber auch dies hat für mich in den Kontext gepasst.
Ich finde es immer wieder faszinierend, wie Diana Wintermeer mit Hilfe ihrer "leisen Töne" so viel Tiefgang und Gefühl transportiert.
Eine Reise, die sich definitiv gelohnt hat zu lesen.
It‘s a fairly long book — you really feel you know nate inside and out. Nate is sweet, caring, but hard to read. He keeps his guard up. He doesnt expose himself easily. He cares about people, but often from a helper role, rather than from a place of vulnerability.
Ari is, at first, damaged. Withdrawn. Lonely. Awkward.
Ari opens up to nate. Gradually. Slowly. And his real personality takes shape — he is affectionate. Has regrets about his childhood. Introverted. Sexual.
Anyways, i could read this book three more times. It was such a pleasure. Is definitely one of my very favorite books of 2021.
Well, the blurb of this German book called "How to count the stars" said it is about Nathan, a young man who always wanted to go backpacking through his country Sweden but never did because his father left the family and his mother got ill. But than he meets Arik, a young man living in a protectory who he finds very fascinating not only because of his handicap, and after they get to know each other they realize that they both share the dream to just shoulder a backpack and leave.
Also, I found this listed under the categories adventure and romance, so this was what I was expecting: a lovestory with quite some infos about Swedish landscapes and nature.
And at first it really seemed like a story like that. There were interesting characters I wanted to hear more about, some infos about famous spots in Sweden, I learned about the "allemansrätten" (everyman's right) in Sweden which means it is allowed for everyone to camp or make a fire outside everywhere in nature, as long as you won't harm any nature. Camping and open fire in the forest or so in Germany is actually a crime act, which I find really really sad. Oh my, I love you Scandinavia! Anyways, I also learned about the "Lorm-alphabet", a sign language used in Germany where you have to tap the letters on someones hand - really interesting. Would love to learn more about that.
But, suddenly, the story became more of what I believe Shades of Grey must be like. I simply didn't expect that. Now that I read this book I checked it out here on goodreads, and here in the description I found this sentences: "this book contains detailed homoerotic scenes". Not so on Amazon. I am kinda astonished that this book is listed under adventure/romance, because those scenes are like VERY detailed. I haven't read a wide range of books to compare this to, maybe the sex scenes in the A Song of Ice and Fire series, or some other fantasy novels, but I think those scenes in here are even more detailed (but principally with much more focus on it) than in Game of Thrones? At some points I really felt like I was reading some kind of porn? Not really my cuppa tea to be honest.
And I think this is kinda sad because the story had so much potential and space for depth and I also liked the way the author writes. But I especially was disappointed because of the ending.
I really don't know how to rate this book. Obviously it just wasn't my kind of genre, while it actually was written well and the story could have been a good one if the focus would have been more on the story itself. I guess to someone who actually is into this (how is this genre called anyways - (VERY) erotic romance? I don't know haha) it probably could be 4 or 5 stars? I'll give it 2 stars for now.