Wenn ein geliebtes Tier stirbt, empfinden viele von uns tiefe Verzweiflung über diesen Verlust und stellen sich vielleicht gleichzeitig die Frage, ob es legitim ist, so um ein Tier zu trauern. Die Gefühle schwanken zwischen "Nie wieder ein Hund" oder "Ich bin schuld" bis zu "Ich kann mit niemandem darüber sprechen". Die Autorinnen, eine Diplom-Psychologin und eine Journalistin, haben den Versuch gewagt, über all diese Gefühle zu schreiben.
"Dies ist kein Trostbuch, weil kaum etwas tröstet, wenn wir Abschied von einem geliebten Lebewesen nehmen müssen. Das Buch kann aber helfen, sich auf den Verlust vorzubereiten und, wenn der schlimmste Schmerz verklungen ist, neuen Mut zu schöpfen und wieder zu lernen, froh zu sein."
"Und wenn du dich getröstet hast (und man tröstet sich immer), wirst du froh sein, mich gekannt zu haben." (Aus "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry)
..für mich sehr emotional und dennoch hilfreich. Über Zitate und Bezüge zur Geschichte kann man hinweglesen, falls man sich damit nicht befassen mag. Mir hat es geholfen, den Tod meines Hundes aus anderen, rationalen Perspektiven zu betrachten.
Dieses Buch hätte um einiges besser sein können. Ich musste leider nach 60% aufgeben, weil ich die ganzen Zitate dazwischen einfach nicht mehr lesen konnte. Diese besagten Zitate machten das Lesen alles andere als flüssig. Und manchmal vermittelten sie mir das Gefühl, als wären sie als Lückenfüller gedacht. Das Thema fand ich sehr ansprechend. Gerade weil ich seit 20 Jahren als Tiermedizinische Fachangestellte tätig bin und sehr unter dem Tod meines letzten Katers zu leiden hatte. Das dieses Buch kein Trostbuch sein würde, war mir von Anfang an bewusst und sollte auch nicht als solches gekauft werden. Ich hätte gerne mehr Erfahrungsberichte von anderen Haustierbesitzern gelesen. Wie diese mit dem Verlust ihres Tieres umgegangen sind. Oder mehr über die verschiedenen Möglichkeiten sein Tier zu beerdigen. Ja, vielleicht sogar Möglichkeiten vorschlagen, wie man mit dem Schmerz umgehen kann. Einen positiven Punkt gibt es allerdings: Das Thema Tod und Kinder und wie diese damit umgehen, bzw. wie man sein Kind damit einbinden sollte. Eine wichtige Thematik, die leider viel zu viele Eltern verdrängen.