Nach den aufregenden Ereignissen in Namra sind Charlie, Nils, Tarik und Patrizia wieder nach Hause zurückgekehrt. Und auch auf dem Hof der Lilienthals scheint alles in bester Ordnung. Doch der Frieden hält nur kurz. Schwarze, alles verschlingende Schatten bedrohen Namra und alle Bewohner. Micks Schwester Milena will sich rächen, denn sie wurde nicht zur Hüterin von Namra ernannt. Geleitet von dem magischen Sternenpferd machen sich Charlie, Arman und ihre Freunde auf, um die Wächter von Namra zu finden und den Zauber zu stoppen. Werden sie es rechtzeitig schaffen, bevor die Dunkelheit alles verschlingt?
„Armans Geheimnis – Die Wächter von Namra“ bot leider kein Wiedersehen mit allen Charakteren aus dem ersten Teil, nur Charlie und Tarik tauchten erneut in die magische Welt Namras ein. Nils und Patrizia begleitete man zumindest kurz beim Versuch, zurück zu den Lilientals zu finden, wohingegen Dajana und Garwin (dessen Wandel zum guten Magier interessant gewesen wäre) überhaupt nicht auftraten. Dafür gab es zwei neue Charaktere, Dimitri und Jenny, welche ich beide rasch ins Herz schloss. Zunächst kamen bei mir durch die Pferdehof-Aktivitäten ein wenig Bibi-und-Tina-Vibes hoch, ehe die Antagonistin dieses Bandes vorgestellt wurde: Milena. Sie hatte die namrischen Gefilde mit einem Schattenzauber belegt, der sich rasch ausbreitete, um Hüterin zu werden. Leider muss ich sagen, dass mir der Plot des ersten Teils deutlich besser gefallen hatte – vielleicht, weil es darin mehr Mysterien gab, eventuell aber auch, da ich das Ende des zweiten Bandes (und wer die Wächter von Namra waren) noch sehr gut vor Augen hatte. (SPOILER) Nils wurde als Charlies Love-Interest allmählich verdrängt und durch Arman ersetzt, was ich als Fan ihrer Beziehung schade fand. Wenn man darüber nachdenkt, ist es außerdem ein bisschen weird, wie ein Typ, der seit über hundert Jahren in einem Zeitloch lebt, mit einem unerfahrenen Teenager zusammenkommt, dessen Großmutter zu allem Überfluss seine vorherige Freundin war. (SPOILER) Nach dem Monster-Cliffhanger am Ende ist es ein Jammer, dass die „Armans Geheimnis“-Reihe nie fortgesetzt wurde. (SPOILER) „Namras Hüter und die Sternenfee dürfen niemals zusammen sein!“ (SPOILER ENDE) Dieser Satz des Orakels hat sich wohl auf ewig in mein Gedächtnis eingebrannt und ich wüsste zu gern, was die Konsequenzen davon sind. Fazit: „Armans Geheimnis – Die Wächter von Namra“ erreicht für mich vor allem spannungstechnisch zwar nicht das Niveau des ersten Teils, doch bietet das Buch eine Rückkehr in die zauberhafte Umgebung Namras mit einigen (nicht allen!) der bekannten Figuren. Noch eine kleine Anmerkung: Auf Seite 5 steht „sto-ben“ statt „stoben“, auf Seite 28 fehlt das Komma bei „Egal was alle sagten!“, auf Seite 30 bei „[…] diesmal schien Tariks Frage einfach nur Interesse“ das Modalverb, auf Seite 32 sind die Kasus bei „Bestimmt trug er auch heute Hosenträgern. Sie kannte niemanden, der in Hosenträger so gut aussah.“ vertauscht, auf Seite 35 fehlt das Komma bei „Aber du oder was?“, auf Seite 82 das Objekt bei „Es hatte sich angefühlt, als habe er, so lange er denken konnte, auf der Überholspur verbracht“ (außerdem müsste es „solange“ heißen), auf Seite 147 steht „Verließ“ statt „Verlies“ und auf Seite 200 steht bei „Er wollte nicht, was andere in Panik versetzen, erschrecken oder verletzten konnten“ das Modalverb „konnte“ fälschlicherweise in der Pluralform.