»Geschichten muss man nicht nur lesen, sondern spüren.« Das Leben könnte so einfach sein, wäre es manchmal nicht so verdammt schwer. Jana schläft am liebsten unter dem Bett. Collin friert gerne. Jana wünscht sich vertraute Menschen um sich herum. Collin möchte mit anderen Leuten nichts zu tun haben. Auf Sylt begegnen sich die beiden in einem Wohnprojekt und leben für die nächsten zwei Jahre Zimmer an Zimmer. Da ist eine Mauer, die sie trennt. Und eine Tür, die sie verbindet. Nach den Bestsellern »Kirschroter Sommer« und »Türkisgrüner Winter« erzählt Carina Bartsch eine sehr berührende Liebesgeschichte zwischen zwei Auß gefühlvoll, authentisch, atmosphärisch.
Der Schreibstil ist sehr gemächlich & ruhig. Die Geschichte wird dabei aus der Sicht von Jana geschildert, die zu Beginn sehr zurück gezogen war. Sie war in sich gekehrt und sehr ruhig. Dementsprechend hat sie am Anfang, obwohl sie sich in einer neuen & schönen Umgebung wie Sylt mit neuen Leuten befand, weder viel gesehen, noch viel mit anderen Leuten interagiert. Deshalb ist in der ersten Hälfte des Buches so gut wie gar nichts passiert. Das ist sicherlich realistisch mit dieser Protagonistin. Dennoch hat mich das leider irgendwann gelangweilt. Dazu muss ich sagen, dass ich „Kirschroter Sommer“ & „Türkisgrüner Winter“ von Carina Bartsch wirklich sehr mochte. Auch diese Bücher hatten ebenfalls eher einen langsameren Erzählrhythmus. Jedoch fand ich, dass dort zwischenmenschlich mehr passiert ist & ich es deshalb kein Stück langweilig fand. Aber hier war ja selbst das zunächst nicht vorhanden, sodass es mehr hervorgestochen ist, dass der Plot so gar nicht voran kam. Janas Entwicklung & auch die des Plotes ist sicherlich realistisch & einfach passend in Relation zu ihrem Charakter & ihrem Punkt im Leben. Trotzdem kann es mir ja trotzdem nicht zusagen.
In der zweiten Hälfte des Buches passiert dann wesentlich mehr. Ich würde fast schon sagen, dass da eigentlich die gesamte Handlung stattfindet. Die Abwechslung mit den Briefen gegen Ende fand ich sogar sehr schön. Da hab ich es auch wesentlich lieber gelesen & es hat mir besser gefallen. Trotzdem war die Handlung da nicht wirklich schnell & die Beziehungen zu anderen Menschen hat Jana immer noch sehr langsam aufgebaut, sodass man erst relativ spät etwas wirklich wichtiges über andere Charaktere, aber auch über Jana, erfahren hat. Das war eins meiner Probleme mit der Liebesgeschichte. Die beiden kamen sich zwar körperlich relativ schnell nahe. (Damit meine ich, dass zwischen der ersten Annäherung & eine Art „Zusammensein“ nur relativ kurze Zeit vergangen ist, was für mich da auch etwas zu schnell ging, vor allem im Vergleich zu dem sonst so gemächlichen Erzählrhythmus. Trotzdem ist es innerhalb des Buches erst relativ spät.) Allerdings haben sie sich nicht wirklich über was wichtiges oder über ihre Probleme unterhalten, weshalb mir ihre Beziehung wahrscheinlich als nicht so innig erschien, wie sie eigentlich sein sollte. Für mich persönlich wirkt die „Liebe“ realistischer, wenn die beiden auch wirklich was persönliches von einander wissen. Hier war das erst recht spät der Fall, weshalb das Prickeln & die Liebe bei mir vielleicht nicht so recht ankamen.
Je weiter man im Buch kommt, umso mehr hat Jana sich entwickelt & eingelebt und umso mehr hat man auch von ihr & ihrer Umgebung erfahren. Das fand ich alles wirklich sehr interessant. Besonders was Collins Vergangenheit angeht. Das war wirklich sehr überraschend & hat so manches an seinem Charakter erklärt. Ich muss jedoch sagen, dass mir Collin als Charakter nicht ganz zugesagt hat. An sich ist er & sein Schicksal sehr interessant, aber ich fand ihn einfach teilweise zu idealisiert für die bedenklichen Sachen die er manchmal getan oder gesagt hat. Zum Beispiel folgendes Zitat von Seite 261.
„Wenn du zurückschlägst, [...] dann musst du so fest zuschlagen, dass der andere keine Chance hat, noch mal gegen dich auszuholen. […] So ein dummes Arschloch aus dem Heim hatte mich fertig machen wollen. Das Einzige, was ihm etwas auf der Welt bedeutete, war so ein scheiß Brief von seinem scheiß Vater. Also habe ich mir den Brief irgendwann besorgt, als er nicht da war, ihn verbrannt und die Asche auf seinem Schreibtisch gestreut. Er hat zwei Tage geheult. Danach hat er mich nie wieder angefasst.“
Solche Aussagen wurden leider weder hinterfragt, noch erklärt. So schlimm Mobbing auch ist, sollte man doch nicht zurück mobben. Das war hier ja sogar viel mehr als Mobbing. Das war einfach grausam. Und ich finde es schade, dass er sowas sagt, ohne dass es thematisiert wird, dass es nicht richtig war. Dementsprechend fand ich ihn auch nicht immer sympathisch. Er war schon sehr eigen & das manchmal auf eine reservierte & nicht sehr nette Weise.
Fazit: Dies ist sicherlich kein schlechtes Buch, aber es ist einfach nicht meins. Ich hab mich leider größtenteils gelangweilt & manche Handlungen oder Aussagen waren nicht nach meinem Geschmack. Jedoch waren die Charaktere sehr tief gehend & gut dargestellt. Die Geschichte war realistisch & gut durchdacht. Deshalb habe ich 3 Sterne vergeben. Letztendlich muss man sich erst mal klar werden, was man von einer Geschichte erwartet, um zu entscheiden, ob man dieses Buch lesen möchte oder nicht.
„You have to die a few times before you can really live“~ Charles Bukowski
Zum Cover: Ein weißer Hintergrund und ein blauer Farbklecks ist nichts Besonderes, sollte man meinen. Doch in diesem Fall, finde ich, trifft es gerade diese Schlichtheit perfekt. Außerdem ist es nicht nur ein blauer Farbkleks, sondern wohlmöglich ein Haufen Erde in der Nacht, aus der die Stränge der Nachtblumen wachsen. Diese spielen schon auf eine ganz bestimmte Tatsache an, die der eigentlichen Geschichte behandelt wird.
Zum Inhalt: „She is still burning ~ Sie brennt noch immer.“ – Das Leben könnte so einfach sein, wäre es manchmal nicht so verdammt schwer. Jana schläft am liebsten unter dem Bett. Collin friert gerne. Jana wünscht sich vertraute Menschen um sich herum. Collin möchte mit anderen Menschen nichts zu tun haben. Auf Sylt begegnen sich die beiden in einem Wohnprojekt und leben für die nächsten zwei Jahre Zimmer an Zimmer. Da ist bloß eine Mauer, die sie trennt. Und eine Tür, die sie verbindet. Nur ihre Ausbildung zum Bauzeichner scheint die einzige Gemeinsamkeit zu sein. Dennoch ist es nie zu spät, neuanzufangen. – „Es gab tatsächlich für alles im Leben einen Grund. Für alles, was man tat, und für alles, was geschah.“
Meine Meinung: Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Ich finde für dieses Buch kaum die richtigen Worte, habe ich das Gefühl, denn es hat mir persönlich so ein wenig die Sprache geraubt und mich in seine Welt hineingezogen – in die Welt von Jana, unserer Protagonistin. Sie ist so wundervoll ausgearbeitet und dazu so unfassbar menschlich und greifbar beschrieben als würde es sie wirklich geben. Letzteres trifft aber sowohl auf Jana als auch auf ihre Psychologin Dr. Flick zu. Und die vielen weiteren Charaktere, die ich hierbei gar nicht weiter erwähnen möchte, da ist es besser sich wirklich auf jeden einzelnen einzulassen, denn jeder trägt sein ganz eigenes Päckchen Schmerz oder Reue, oder was auch immer, mit sich herum – so wie es auch im wahren Leben eben der Fall ist. Das mag ich so an Carina Bartsch´ Büchern. Sie schreibt nicht groß über Drama und Trubel, sondern über die kleinen Dinge und Schwächen und Probleme im Leben, die sie dennoch so gut verpackt, dass sie glaubwürdig erscheinen. Man nimmt ihr die Geschichte einfach ab und lernt die Charaktere zu lieben. Dennoch kommen die Emotionalität und die Tiefgründigkeit unter gar keinen Umständen zu kurz. Sie ist sogar viel öfter vertreten als ich es hier wohl beschreibe. Allerdings möchte ich eben nicht schon zu viel vorweg nehmen, sodass jeder die Chance hat, von dieser Geschichte genauso ergriffen zu werden wie ich. Sie hat mich wirklich gleichzeitig wahnsinnig berührt wie emotional zerstört wie andererseits auch teilweise wirklich erheitern können. Es ist die perfekte Mischung aus allem, was eine gute Geschichte braucht. Ich habe einfach nur äußerst gerne daran gelesen und gelernt. Manchmal könnte es sogar Szenen geben, wo man sich selbst und das, was man tut, hinterfragt, aber das kommt natürlich auf jeden einzelnen im Persönlichen an. Dieses Buch hat jedoch auf jeden Fall bewiesen, dass es so viel mehr ist als bloß eine einfache Liebesgeschichte, denn es steckt deutlich mehr in Jana und Collin als sie sich selbst zugestehen.
Fazit: Ein Buch, das das Potential genutzt hat, eines meiner Lieblingsbücher zu werden, bekommt somit definitiv seine verdienten 5 Sterne. Und bei Carina Bartsch´ „Nachtblumen“ sind diese auf jeden Fall sowas von gerechtfertigt. Sie hat einen unfassbar guten und wunderschönen Schreibstil und eine Art, die Geschichten so wundervoll auszuarbeiten, die mich staunen lässt. Jedes Detail hat seinen Platz und seine Berechtigung und die Handlung entwickelt sich trotz allem Schritt für Schritt. Gerade letzteres hat mir bei „Nachtblumen“ besonders gut gefallen, weil das Thema, um das es hier geht, dieses Schritt-für-Schritt-Schema auch sehr deutlich braucht. Wenn man eine Therapie beginnt, ist man ja auch nicht von jetzt auf gleich geheilt. Alles braucht schon seine Zeit, auch wenn sie manchmal begrenzt sein kann.
Wie konnte es anders sein? Auch nach Jahren Pause fasziniert Carina Bartsch noch mit ihren Geschichten, jetzt eben auf eine erwachsenere Art. Dies hier ist mit das schönste Jugendbuch, das ich in meinem Leben las. Es ist gefühlvoll, aufwühlend, nachdenklich, sensibel, mitfühlend und einfach toll. Wir sind den Charakteren so nah, erleben so viel mit, lernen sie auf eine intensive Art und Weise kennen, obwohl wir zu Anfang so gut wie nichts über ihre Vergangenheit wissen. Aber wir freunden uns mit ihnen an und lassen sie in unser Herz, so wie wir auch in ihr Herz dürfen. Die Geschichte ist wirklich toll gewesen und auch das Hörbuch war sehr schön gelesen, weswegen ich es nur empfehlen kann. Eine tolle Geschichte, hinter der so viel steckt, vor allem auch viel Symbolik. Wunderbar, eine große Empfehlung an alle, die es nicht nur oberflächlich haben wollen.
3,5 - 4 ⭐️ Es hat lange gedauert, bis ich Gefallen am Buch, der Handlung, den Menschen gefunden habe. Die erste Hälfte war eine Qual. All die sich selbst bemitleidenden Menschen, die ein Verhalten an den Tag legten, das man bei 14- bis 16-Jährigen erwartet. Warum Jana anfangs Gefallen an Collin fand, habe ich bis heute nicht verstanden. Dass sie ihm andauernd hinterher rannte ebenso nicht, das machte mich absolut wütend. Ich mochte aber Janas Entwicklung, sicher hatte Collin einen Anteil dran, aber ich bin froh, dass er nicht als ihr Retter dargestellt wurde. Die Veränderung kam aus ihr heraus! Die letzten 25% des Buches haben mich mitleiden lassen. Vieles kannte ich selbst zu gut. Es war authentisch. Aber ganz ehrlich? Ich hätte mir ein anderes Ende für Jana gewünscht.
Der Ausgang mit Janas Therapeutin ging für mich gar nicht! Moralisch und rechtlich total verwerflich. Vermittelt ein falsches Bild.
Dies ist mein erstes Buch von Carina Bartsch. Den gelobten Bestseller Kirschroter Sommer habe ich nicht gelesen und somit auch keine Vergleichsmöglichkeiten. Angesprochen hat mich der Klappentext und auch der Titel. Ich habe zwar eine traurige Geschichte erwartet, dachte aber nicht, dass sie so bedrückend ist.
Titel und Cover finde ich sehr passend. Besonders der Titel hat es mit angetan, da er auch Raum im Buch einnimmt. Aber auch die schön dezenten Blumen gefallen mit.
Als Jana nach Sylt kommt, weiß sie nicht, was sie erwartet. Sie kommt in einem Wohnprojekt unter, mit 4 anderen Jugendlichen. Was auf jeden Fall schon mal eine Verbesserung zu ihrem bisherigen Leben ist. Jana hatte es bis jetzt nicht leicht im Leben und arbeitet hart an sich. Collin wohnt nur ein Zimmer weiter von ihr. Doch man bemerkt ihn kaum, er spricht nicht viel und zeichnet meistens in seinem schwarzen Buch. Trotzdem erregt er die Aufmerksamkeit von Jana.
Vielleicht ist es manchmal gut, dass man nicht weiß, wie etwas ausgeht, weil es sonst niemals bunt werden könnte. Seite 21
Ich habe mich etwas schwer mit der Besprechung zu Nachtblumen getan. Auf der einen Seite fand ich die Geschichte sehr berührend und erzählenswert. Auf der anderen Seite aber teilweise langweilig und zu bedrückend. Ich habe nichts gegen melancholische Bücher, aber hier hat dieses bedrückende Gefühl sich mit den langweiligen Passagen verbunden und mir etwas den Lesespaß genommen. Ich hatte das Gefühl, es geht nicht wirklich voran. Es dauert eine halbe Ewigkeit, bis die beiden sich mal näher kommen. Vielleicht waren meine Erwartungen da auch falsch, den ich habe mehr eine Liebesgeschichte erwartet. Doch der Fokus liegt ganz klar auf Jana, wie sie ins Leben findet, sich entwickelt und ganz langsam auftaut. Ich verstehe wirklich, wieso sie so ist, wie sie ist und sie hat alles Recht der Welt kleine Schritte zu machen. Aber mir als Leser würde es etwas zu langweilig, weil einfach nicht wirklich etwas passierte. Und mir hat ein witziger Charakter gefehlt, der die Stimmung aufheitert. Ich finde, so eine Auflockerung ist ganz wichtig, wenn ein Buch in so eine bedrückende und melancholische Richtung geht. Damit der Leser nicht nur in so einem Loch hockt.
Jana lernt man sehr gut kennen und ich mochte sie. Besonders hat mit gefallen, wie sie sich entwickelnd hat. Auch wenn es lange gedauert hat. Von Collin erfährt man leider nicht sehr viel. Da die Geschichte nur aus der Sicht von Jana erzählt wird, wissen wir als Leser nur das was Jana auch über ihn weiß und das ist nicht viel. Die beiden waren für mich kein typisches Pärchen. Da war immer so eine Schwere, die die beiden begleitet hat. Vielleicht lag es auch ein bisschen an der Location, das raue Sylt.
Die unvergesslichen Momente im Leben sind immer jene, in denen man sich selbst überrascht. Seite 157
Die letzten Seiten haben mich das Buch noch mal positiver wahrnehmen lassen. Da es spannender wurde und ich sehr mitgefiebert und gelitten. Vielleicht hatte ich auch ein bisschen feuchte Augen. So konnte mich die Geschichte von Jana und Collin dann doch noch emotional packen.
Fazit: Keine gewöhnliche Liebesgeschichte. Es Dauer sehr lange bis die beiden miteinander warm werden und auch dann hat sie in meinen Augen immer noch eine schwere und Melancholie begleitet. Teilweise bedrücken und stellenweise langweilig. Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, es gab so einige Textstellen die ich mir markiert habe.
Schon als bekannt wurde, es würde bald ein neues Werk von Carina Bartsch geben, war ich Feuer und Flamme. Ihre bisherigen Werke mochte ich sehr. Ihre Art zu schreiben bestach durch Witz und ihre Art, den Charakteren Leben einzuhauchen, sie "echt" werden zu lassen. In "Nachtblumen" kommen viele Figuren auf die Bühne, die viel Platz für Farbe boten, doch bedauerlicherweise fehlten hier die nötige Farben und vor allem der Zauber, um sie lebendig werden zu lassen. Leider konnte ich mich weder mit Jana, der Hauptfigur, noch mit Collin anfreunden. Carina Bartsch skizzierte sie zwar allesamt, jedoch wurden sie mir zu oberflächlich beschrieben, so ganz ohne Tiefe, so ganz ohne Farbe. Besonders bei Jana hätte ich mir da viel mehr gewünscht. Auf über 500 Seiten war sie mir jedoch niemals nahe. Ich verstand sie nicht und konnte auch überhaupt nicht nachvollziehen, aus welchem Grund sie sich in Collin verliebte. War da je ein Knistern zwischen den beiden? Wenn, dann kam von diesen und auch von anderen Emotionen rein gar nichts bei mir an. Selbst die unschönen Kindheitserinnerungen, die Vergangenheit beider, berührte mich absolut nicht.
»"Menschen sind wie Bücher," sagte er ruhig. "Außen steht der Klappentext für den groben Überblick, und wenn man sie öffnet und hineinschaut, kann man sie gänzlich lesen."« Zitat aus: "Nachtblumen"
Dabei bewirkt die Ich-Erzählerin, die Jana hier ist eigentlich stets, dass ich eine sehr enge Bindung zur Protagonistin aufbaue und regelrecht mitleide. Schade, dass dies Carina Bartsch dieses Mal leider nicht bei mir gelungen ist. Wer bei "Nachtblumen" eine ähnlich anrührende, romantische Geschichte wie in "Kirschroter Sommer" erwartet, der wird zweifellos enttäuscht sein. In ihrem neuen Roman geht es vorwiegend um die Verarbeitung einer schlimmen Vergangenheit, um die Suche nach sich selbst. Wie man Freundschaft knüpft und sich öffnet. Wie man versucht seine Narben zu akzeptieren, mit ihnen zu leben, anstatt sie zu verstecken. Eine Liebesgeschichte findet erst ziemlich spät, sowie sehr zart statt und war für mich leider absolut nicht nachvollziehbar, oder gar glaubhaft. Ich muss leider sagen, dass mir nicht nur die Emotionen in "Nachtblumen" gefehlt haben, sondern ich ebenfalls auf Spannung vergebens gewartet habe. Wirklich viel passiert auf den ersten 350 Seiten nicht. Vieles hätte man getrost streichen können, da es mir nur als schmückendes Beiwerk vorkam.
Fazit: Mir fehlte in "Nachtblumen" der Humor und vor allem die Emotionen. Zudem blieben mir die Figuren zu fremd und die Spannung gänzlich auf der Strecke. Ich muss leider sagen, dass ich "Nachtblumen" sehr langweilig und enttäuschend fand. Hier wurde sehr viel Potenzial verschenkt.
Tolle und langsame Geschichte mit einem ernsten Thema, das dem ganzen einen bitteren und dennoch realen Beigeschmack gibt. Dennoch gibt es wirklich häufig Fehler in der Grammatik und Satzbau, weshalb ich einen Stern abziehen muss. Ansonsten, genauso wie die Vorgänger, sehr schön zu lesen 😊
Leider hat mich das Buch enttäuscht. Habe mir was ganz anderes vorgestellt. Es wurde auch sehr viel drum herum erzählt was es einfach zu sehr gestreckt hat.
Reine Liebesromane sind eigentlich nicht so mein Ding, aber ich habe schnell gemerkt, dass „Nachtblumen“ nicht einfach nur ein Liebesroman ist, sondern es um so viel mehr geht. Wir begleiten die Protagonistin Jana, die in ein Wohnprojekt auf die Nordseeinsel Sylt zieht, um dort eine Ausbildung als Bauzeichnerin im Architekturbüro des „Projektleiters“ Klaas Völkner zu absolvieren. Neben ihr wohnen noch vier andere Personen im Haus: Aufreißer Tom, die rebellische Vanessa, Lars, der scheinbar immer wütend ist, und der sehr verschlossene Collin, der Jana sofort fasziniert.
Das Buch braucht seine Zeit, um in Fahrt zu kommen, aber das hat mir eigentlich gut gefallen, da es realistisch dargestellt ist. Wir begleiten Jana zu ihren wöchentlichen Sitzungen bei ihrer Therapeutin Dr. Flick, mit der ich nur zu gerne mal ein Stück Schokotorte mit Waldbeerensorbet in ihrem Lieblingscafé in List essen und mit ihr schnacken würde. Wir erleben, wie Jana versucht sich in der Wohngemeinschaft zu integrieren, wie sie sich immer wieder tapfer der Herausforderung stellt, die Berufsschule zu besuchen, sich ihren Ängsten stellt und wie sie sich Stück für Stück in Collin verliebt.
Carina Bartsch Schreibstil hat mir so gut gefallen! Sie kommt ohne kitschige Übertreibungen aus und legt in diesem Buch eine wundervolle Einfühlsamkeit für jeden einzelnen Charakter und dessen Probleme an den Tag. Sie hat es wirklich geschafft, dass sich mein Herz an der einen oder anderen Stelle schmerzhaft zusammengezogen hat 💔Am Ende musste ich sogar einige Tränen verdrücken, weil ich so mitgefühlt habe.
Ein rundum gelungener Roman, der zeigt wie gut es tun kann, aus den Komfortzonen auszubrechen, sich selbst zu vertrauen und anderen sein Herz zu öffnen 💗 Von mir 4,5/5 ⭐️ und eine uneingeschränkte Herzensempfehlung!
So wunderschön. Ich habe keine Worte, ich würde nichts an diesem Buch ändern. So viel Gefühl, grausame Realität, furchtbare Schicksale. Einfach wunderschön.
das ist leider das abgebrochene Buch hat mir leider garnicht gefallen. Es ging fast nur ums internat oder was das war keine ahnung bekom es noch nicht mal zusammen.
Nachtblumen" war nach "Kirschroter Sommer" und "Türkisgrüner Winter" ein absolutes Muss. Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, dessen Cover durchaus sehr gelungen ist. Auch die Bewertungen und Rezensionen, die ich mir vorher angesehen habe, waren ziemlich überzeugend.
Der Einstieg in das Buch ist mir einfach gefallen, da mir Jana auf Anhieb sympathisch war und ich mich gefreut habe, ihre Entwicklung mitverfolgen zu können. Oft verspürte ich das Gefühl, Jana ganz ganz fest in den Arm zu nehmen. Dr. Flick ist, mit Blick auf all die Tiefpunkte und Schicksalsschläge in Janas Leben, eine willkommene Abwechslung. Nicht zu vergessen Klaas und Anke. Collin konnte ich bis zuletzt ziemlich schwer einschätzen. Liebenswert, aber sehr unnahbar. Klar ist, dass Carina Bartsch mit den Charakteren in "Nachtblumen" wunderbare Personen geschaffen hat.
Ich habe das Buch gerne gelesen. Nur leider hat mich die Story ab einem bestimmten Zeitpunkt ziemlich gelangweilt. Zum Ende hin wurde es dann plötzlich doch noch spannend. Ich habe mir mehr erhofft.
Sehr traurige und nachdenkliche Geschichte. Hat mir unglaublich gut gefallen. Toll gezeichnete Charaktere. Keine einfache Lektüre, schwer und nachhallend, aber unglaublich schön.
Ich habe schnell gemerkt, dass dieses Buch eine ernste und tiefgreifende Geschichte für mich bereithält, jedoch brachte sie für mich auch immer eine gewisse Leichtigkeit mit sich. Die Schicksale der Charaktere sind schwere Kost und alles andere als leicht zu ertragen und auszuhalten, aber ihr Schmerz hat mich trotzdem nie erdrückt. Carina Bartsch erzählt diese Geschichte wunderbar ehrlich und nahbar, sie beschönigt nichts und fängt den Ernst der Lage wahrheitsgetreu ein, ohne dieses Buch dabei zu trostlos werden zu lassen.
Der authentische und feinfühlige Umgang mit sensiblen Themen hat mich zutiefst bewegt und voll und ganz von sich eingenommen, zumal die Autorin das Ganze so greifbar vermittelt, wobei ihr die emotionale Ebene des Buches besonders gut geglückt ist. All die widersprüchlichen Gefühle, wirren Gedankengänge und die innere Zerrissenheit der Charaktere werden nachvollziehbar transportiert und haben sich für mich real und wahrhaftig angefühlt.
Eine große Besonderheit dieses Buches ist, dass es über einen vergleichsweise langen Zeitraum hinweg erzählt wird. Die Geschichte spielt sich über mehrere Jahre hinweg ab, was umfassende Entwicklungen ermöglicht und individuelles Wachstum zulässt, und zwar auf eine glaubwürdige und nachvollziehbare Art und Weise. Es wird nichts unnötigt beschleunigt, sondern in einem realistischen Tempo erzählt, was diese Geschichte insgesamt sehr lebensnah und gefühlsbetont wirken lässt.
Natürlich ist die Geschichte dadurch insgesamt ziemlich ruhig und fast schon unaufgeregt, aber das hat mich persönlich überhaupt nicht gestört. Hier gibt es keinen großartigen Spannungsbogen und kein künstliches Drama, da der Fokus eindeutig auf den Charakteren und ihren Themen und Problemen liegt. Die Spannungen liegen in den einzelnen Figuren, ihren Köpfen, Herzen und Seelen begründet. Ihr Innenleben wurde sehr schön aufbereitet und bekam hier den Raum, den es brauchte, um sich in all seinen Facetten entfalten zu können. Ich mochte diese langsame und ruhige Handlungsentwicklung sehr, da sie eben auch zu dieser Geschichte passte, und habe mich dementsprechend auch zu keiner Zeit gelangweilt. Das gemächliche und damit sehr authentische Erzähltempo ist für mich mit die größte Stärke dieses Buches.
Carina Bartsch hat hier komplexe und vielfältige Charaktere mit individuellen Persönlichkeiten, Stärken und Schwächen erschaffen, die sie allesamt gut ausgearbeitet hat. Sie sind sehr menschlich, vielschichtig und nahbar. Auch wenn ich ihre Erfahrungen nicht geteilt habe, so konnte ich ihre damit verbundenen Gedanken und Gefühle doch greifen und nachempfinden. Ich bekam mit der Zeit ein gutes Gespür für die einzelnen Figuren, vor allem natürlich für Jana, aus deren Perspektive diese Geschichte auch erzählt wird. Ihre Ängste, Zweifel und Hoffnungen lebten in mir neu auf und ließen mich ihre Geschichte umso intensiver miterleben und mitfühlen.
Die Liebesgeschichte ist sehr natürlich und nah am Leben, was ich sehr zu schätzen weiß. Ich habe den Protagonist:innen ihre Gefühle füreinander abgenommen und sie nachempfinden können, wobei mich ihre individuellen Charakterentwicklungen nochmal mehr bewegt haben als ihre romantische Beziehung.
Diese Geschichte hat mein Herz gebrochen und es zugleich langsam wieder heilen lassen. Ich liebe dieses Buch und was es in mir ausgelöst hat. Es ist von einer schwer fassbaren und schmerzlichen Schönheit, die man selbst erlebt haben muss, um sie vollends begreifen zu können. "Nachtblumen" ist eine ganz besondere Geschichte, die mich tief in meinem Herzen bewegt und sich dort eingenistet hat.
Das Leben könnte so einfach sein. Wäre es manchmal nicht so verdammt schwer. Jana schläft am liebsten unter dem Bett. Collin friert gerne. Jana wünscht sich vertraute Menschen um sich herum. Collin möchte mit anderen Leuten nichts zu tun haben. Auf Sylt begegnen sich die beiden in einem Wohnprojekt und leben für die nächsten zwei Jahre Zimmer an Zimmer. Da ist eine Mauer, die sie trennt. Und eine Tür, die sie verbindet.
Nach den Bestsellern «Kirschroter Sommer» und «Türkisgrüner Winter» erzählt Carina Bartsch hier eine sehr berührende Liebesgeschichte zwischen zwei Außenseitern: gefühlvoll, authentisch, atmosphärisch.
Meine Meinung: Ich habe durch die Bücher Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter schon viel von der Autorin gehört und als der Verlag mich gefragt hat, ob ich das neue Buch rezensieren möchte, habe ich sofort zugesagt.
Der Einstieg in das Buch ist mir sehr gut gelungen. Der Schreibstil war sehr flüssig.
Man lernt als Erstes Jana kennen, die ein Zimmer in einem Wohnprojekt auf Sylt bezieht, um dort eine Ausbildung zu beginnen. Einer ihrer Mitbewohner ist Collin, der auch so seine Probleme hat.
Sehr gut gefallen haben mir bei diesem Buch die psychologischen Aspekte, es kommen im Buch teilweise auch Therapiegespräche zwischen Jana und ihrer neuen Therapeutin vor. Ausserdem hat mir diese Tiefgründigkeit gefallen, die das Buch mit sich bringt.
Auch hat mir das Ehepaar gefallen, die den problembehafteten Jugendlichen die Wohnung zur Verfügung gestellt haben und dadurch die Ausbildung in deren Architekturbüro möglich machen. Sie stehen den Jugendlichen auch im Alltag bei.
Allerdings muss ich sagen, dass nicht wirklich viel passiert ist in den 544 Seiten. Dadurch kam leider auch einige Langeweile auf. Das Buch wäre mit weitaus weniger Seiten gut ausgekommen.
Alles in allem muss ich sagen, auch wenn mich die Tiefgründigkeit berührt hat, dieses Buch stellenweise aber auch sehr langatmig war und mich daher leider nicht ganz begeistern und überzeugen konnte. Von dem Buch hatte ich mir ein bißchen mehr erwartet. Von mir bekommt das Buch 3,5 Sterne.
Mit „Nachtblumen“ erzählt Autorin Carina Bartsch eine zutiefst beeindruckende, mitreißende und bewegende Geschichte.
Im Vordergrund dieser steht vor allem, die 19-jährige Jana. In sich gekehrt und gezeichnet von der Vergangenheit schleicht sie sich mit jeder zunehmenden Seiten ins Herz des Lesers. Eine liebenswürdige Protagonistin, die eine beeindruckende charakterliche Entwicklung hinlegt.
Neben Jana gibt es noch viele weitere Protagonisten. Dabei sticht vor allem Collin, der auch Janas Interesse weckt, heraus. Der geheimnisvolle junge Mann mit seinem meisterhaften Talent zu malen. Das Geheimnis hinter den Nachtblumen vermag nur er lüften zu können...
Ihre Geschichte ist spannend, mitreißend, bewegend und rührend – ein Lesehighlight durch und durch!
Neben Jana und Collin spielt auch die kleine Gruppe an Nebenprotagonisten eine große Rolle für die Geschichte, vor allem aber für Janas Leben und ihre Entwicklung. Die Gruppe fügt sich aus jüngeren und älteren Personen zusammen. Mitbewohner, Freunde, Vormund, (gleich Familie) und die liebe Therapeutin - einzigartige Persönlichkeiten treffen hier aufeinander und fügen sich zu einem phänomenalen Gesamtbild zusammen. Das Fehlen nur eines Einzigen – undenkbar!
Nach „Kirschroter Sommer“ und „Türkisgrüner Winter“ begeistert Carina Bartsch mit einer zutiefst berührenden und tiefsinnigen Geschichte. Eine normale Liebesgeschichte? No way! Diese Story geht unter die Haut und löst ein Kribbeln im Magen aus!
Unglaublich Spaß macht es auch den Aufbau neuer Freundschaften, Janas Entwicklung und die Entstehung der Liebesgeschichte zu verfolgen. Ein einziges Kribbeln im Bauch während des Lesens!
Der Schreibstil ist fantastisch. Flüssig, mitreißend und bildlich. Die Geschichte von Jana und Colin wird aus Janas Perspektive erzählt.
Ich bin zutiefst berührt, überwältigt und wahrscheinlich wie schon mit Emily und Elyas auf ewig gezeichnet!
Ich habe mich so über einen neuen Toman von Carina Bartsch gefreut, da ich Ihre anderen Bücher so verschlumgen habe. Nachtblumen war zum einen wieder sehr toll geschrieben und ich mochte auch, dass die Liebesgeschichte wieder sehr realistisch war. Allerdings war mir die Geschichte oft zu bedrückend, etwas mehr Lebensfreude hat mir beim Lesen gefehlt. Selbstverständlich ging es hier um ernsthafte Probleme mit denen die Charaktere kämpfen mussten, aber mir hat dann doch manchmal die Leichtigkeit und der Spaß gefehlt.
Das Buch ist wirklich gut geschrieben nur war die Stimmung durchgehend sehr deprimierend und ich hatte daher nicht so viel Freude es zu lesen. Eine schöne Geschichte aber ich hätte mir ab und an etwas mehr positive Stimmung gewünscht, denn so hat das Buch mich teilweise stimmungsmäßig etwas runtergezogen. Trotz allem ein gutes Buch :)
auch wenn sich der Roman in der ersten Hälfte ein wenig zog und die Nebengeschichte viel zu sehr in den Vordergrund rückte, es hat sich so gelohnt dran zu bleiben! Ich habe die tiefgründige Symbolik und die vielen Weisheiten so geliebt. Tolle Charakterentwicklung der beiden Protagonisten and we have a happy end 👀 Aber dennoch, nach so viel psychischer Schwere in 545 Seiten braucht man jetzt erstmal was leichtes😅
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Ich würde noch mehr Sterne geben, wenn ich könnte. Es war eines der schönsten Bücher die ich bisher gelesen habe. Ich würde es immer wieder lesen. Es gibt einem eine Menge!
(E-book) WOW!! So gefühlvoll und schön erzählt, bei den letzten Kapiteln konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen - klare Empfehlung für Leser, die einen Liebesroman suchen!
Seit Kirschroter Sommer und Türkisgrüner Winter bin ich ein großes Carina Bartsch Fan <3 Es war klar, dass ich es lesen MUSS - und trotzdem hatte ich Angst, dass es nicht an die zwei wundervollen Bücher anschließen kann... Was soll ich sagen?! Das Buch hat mich UMGEHAUEN - ich habe selten ein Buch gelesen, dass so viele Emotionen in mir weckte wie dieses - unbeschreiblich schön, konnte es nicht aus der Hand legen! <3 <3 Danke Carina für dieses Erlebnis!