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Inspektor Takeda ermittelt #2

Inspektor Takeda und der leise Tod

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Der Tote aus der HafenCity

Kenjiro Takeda, eigentlich Inspektor der Mordkommission in Tokio, fremdelt immer noch ein wenig – mit dem Wetter in Hamburg und den deutschen Umgangsformen. Seine Kollegin Claudia Harms teilt keineswegs seine Vorliebe für Jazz und Teezeremonien, aber beide sind hervorragende Ermittler. Als ein gefeierter Star der Internetszene tot aufgefunden wird, sind sie besonders gefordert: Markus Sassnitz wurde nicht nur überfahren, sondern auch noch erstickt. Er hatte offenbar viele Feinde, doch ein Person gerät sofort ins Visier der Fahndung: seine Ehefrau. Sie allerdings übt auf Takeda eine besondere Faszination aus.

Ein japanischer Ermittler – er liebt amerikanischen Jazz, europäische Frauen und arbeitet mit ganz eigenen Methoden

348 pages, Kindle Edition

Published May 17, 2017

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About the author

Henrik Siebold

18 books15 followers
pseudonym of Daniel Bielenstein

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Community Reviews

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Displaying 1 - 22 of 22 reviews
Profile Image for Japan Connect (Fabienne).
98 reviews99 followers
May 6, 2022
Der zweite Fall führt Inspektor Takeda in die Untiefen des Hamburger Drogenmilieus. Inwiefern die Droge Crystal Meth mit einem japanischen Studenten verbunden ist, der 1871 in Deutschland studierte, erfahren wir ganz nebenbei in diesem Buch. Takeda zerbricht sich derweil den Kopf, wie der Mord an einem Baby mit Crystal Meth und der Hamburger Drogenszene zusammenhängt.

Dieser Fall übertrifft Band 1 in Spannung um Längen. Allerdings blickte mir Takeda hier etwas zu tief ins Glas. Auch wenn ich verstehe, dass ihn die Gespenster seiner Vergangenheit nicht loslassen, waren mir seine Alkoholexzesse und sein rüdes Verhalten doch etwas zu viel des Guten. Deshalb ein Stern Abzug. Es bleibt zu hoffen, dass Takeda in Band 3 wieder die Kurve kriegt.

Mehr zum Buch findet Ihr hier:
https://youtu.be/i3ilBnlyKIQ

Viel Spass beim Lesen!
Profile Image for Sabine.
602 reviews91 followers
January 25, 2021
Dieses zweite Buch in der Inspektor Takeda Serie hat mir sogar noch besser gefallen, als das erste. Wieder gefaellt mir sehr gut, dass wir kleine Einblicke in die japanische Kultur und Lebensart bekommen. Das macht diese Krimiserie zu etwas besonderem.
Es ist interessant zu sehen, wie die einzelnen verschiedenen Vorkommnisse, nach einigem hin und her, zu einem gemeinsamen Bild zusammen gewoben werden.
Profile Image for _Leselust_.
295 reviews38 followers
June 27, 2019
Eine gute Fortsetzung der Krimi-Reihe. Die Hintergründe des Falls fand ich spannend und das Milieu gut dargestellt. Und die Einblicke in die japanische Kultur und die Betrachtung der deutschen Sitten und Bräuche durch die Augen eines aus einer anderen Kultur stammenden Ermittlers fand ich auch wieder sehr unterhaltsam. Die Charaktere werden gut weiterentwickelt, große Überraschungen oder Abweichungen von der stilistischen Norm bleiben aber leider aus.
Profile Image for SiSa.
36 reviews1 follower
January 8, 2023
Denis Moschitto liest die verteilten Rollen im Hörbuch super!
Profile Image for Anke.
2,506 reviews98 followers
June 11, 2017
Five stars again, although my niggles from the first book remain - too much alcohol and not enough sleep in this book, again.

It was an engaging story line with two cases. For quite some time nothing really happened, until some twists and turns brought some speed into the whole thing.

I think this is the first book where I have to say - in the end there were too many twists for my liking.

Nevertheless, a great read and I'm already waiting for the next book.
Profile Image for cloudyskye.
901 reviews43 followers
January 3, 2020
Band 1 gefiel mir schon, und das hier ist wieder ziemlich gelungen. Der Verfasser kennt und liebt offenbar sowohl Hamburg als auch Japan. Und er erzählt eine interessante Geschichte. Diesmal geht es vor allem um Drogen. Vom Inhalt verrate ich mal besser nicht mehr, nur eine Warnung: was mir immer besonders an die Nieren geht.
Unser Ermittlerpaar, Claudia und Ken, habe ich mittlerweile ziemlich ins Herz geschlossen. Ich weiß gar nicht, ob ich mir wünschen soll, dass sie irgendwann zusammenkommen ... Wenn, dann bitte, bitte nicht zu bald!
Wäre da nicht mein Stapel ungelesener Bücher, würde ich jedenfalls gleich mit Band 3 fortfahren.
151 reviews2 followers
December 20, 2019
Das Buch:
Dies ist der zweite Teil der Reihe um den japanischen Inspektor Kenjiro Takeda, der, bedingt durch ein Austauschprogramm der Hamburger und der Tokioter Polizei, in Hamburg ermittelt. Dieser Roman kann unabhängig von seinem Vorgänger gelesen werden. Ich war vom ersten Teil äußerst angetan und entsprechend hoch waren meine Erwartungen. Sie wurden nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil, Henrik Siebold hat in Sachen japanische Tradition und Geschichte noch einen drauf gepackt.

Worum geht’s?
Claudia Harms und Kenjiro Takeda werden zu einem Fall von Kindsmord im Osdorfer Born, einem eher ärmlichen Viertel in Hamburg, gerufen. Am Fuße eines Hochhauses liegt ein kleiner Junge – tot. Die hinzugerufene Gerichtsmedizinerin kann den Kleinen sofort identifizieren – er war zu Lebzeiten bei ihr, da der Verdacht auf Kindesmisshandlung bestand. Wie es aussieht, ist der Fall schnell geklärt. Aber ist er das wirklich?
Kurz darauf stirbt Markus Sassnitz, ein Geschäftsmann aus der HafenCity, dem hochmodernen neuen Hamburger Viertel. Er wird von einem Auto überfahren, entkleidet und nackt auf der Straße liegen gelassen. Dieser Fall ist deutlich undurchsichtiger und vor allem, was hat er mit dem anderen Fall zu tun?
Claudia und Ken entdecken bei ihren Ermittlungen einen Drogensumpf, tauchen ein in windige Geschäfte und blicken in hoffnungslose Seelen.

Charaktere:
Wer den ersten Teil gelesen hat, wird Claudia und Ken bereits in sein Herz geschlossen haben. Wer in diesen Teil einsteigt, wird sie sicher bald mögen. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, haben sie viele Gemeinsamkeiten. Sie lassen sich gern auf den jeweils anderen ein (Ken mag deutsche Frauen und lernt von Claudia z.B. zu fluchen und seine Obrigkeitshörigkeit zu minimieren), trinken gern mal ein Glas zu viel, schlagen sich die Nächte um die Ohren – sowohl mit der Arbeit als auch privat, mal getrennt voneinander, mal gemeinsam – und nehmen es nicht so genau mit ihren Affären.

Letzteres wird Ken diesmal beinahe zum Verhängnis, weil er ausgerechnet eine Affäre mit Frau Sassnitz – der Ehefrau des Opfers – beginnt. Dies erscheint nicht nur makaber sondern auch tatsächlich überaus unprofessionell – was völlig untypisch für Ken ist. Vor sich selbst rechtfertigt er diese Affäre damit, dass ER ja weiß, dass sie nicht die Mörderin war. Ob Claudia das auch so sieht?

Die beiden Protagonisten sind vielschichtig beschrieben. Je länger man in die Geschichte eintaucht, desto plastischer erscheinen sie. In meinem Kopf sind sie inzwischen beinahe so lebendig, dass sie eigene Stimmen bekommen haben. Die Dialoge der beiden sind einerseits tiefgründig und authentisch, andererseits oftmals gefärbt von einer ordentlichen Prise Humor – insbesondere dann, wenn sie wieder einmal auf Handlungsweisen des jeweils Anderen treffen, die für sie selbst so wenig nachvollziehbar sind.

Claudia und Ken unterscheiden sich extrem in ihrer persönlichen Ruhe. Während Ken stets in sich zu ruhen scheint, ist Claudia eher der laute Typ, der niemals wirklich still sein wird. Wenn Ken die Verdächtigen verhört, wird Claudia irre, weil es ihr viel zu lange dauert. Sie hingegen ist gerade heraus und will möglichst jedes Ergebnis sofort. Beide haben Erfolg mit ihren Methoden – es hängt nur vom Verdächtigen ab. Gerade deshalb ergänzen sie sich so großartig.

Auch alle anderen Charaktere sind sehr authentisch gezeichnet und absolut verschieden – eben so individuell wie im wahren Leben. Dem Autor gelingt es, jeden seiner Charaktere in einem Kopfbild auferstehen zu lassen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und lässt es zu, sich auf die Geschichte zu konzentrieren. Erklärungen sind in die Geschichte verwoben und fallen somit kaum auf – es scheint, als gehören sie in die Geschichte hinein wie jede andere Beschreibung auch.

Örtlichkeiten und Situationen stellt Siebold so dar, dass man sich die Dinge gut vorstellen kann, ohne dass er dabei all zu detailverliebt daher kommt. Sogar Gerüche und Geräusche kann man beim Lesen beinahe wahrnehmen. Er beherrscht dieses „Don’t say, show!“ absolut großartig.

Die beiden Kriminalfälle sind eher unblutiger Natur, fast könnte man sagen, es handle sich hierbei um einen Cosy Crime, da der Werdegang des Krimis eher gemächlich ist – aber eben nur fast, es bleibt ein handfester Krimi. Die beiden Fälle sind großartig konstruiert, mit vielen falschen Fährten und erst ganz zum Schluss wird der wahre Täter bekannt. Die Fälle leben von Wendungen, die man als Leser nicht erwartet und lange Zeit war ich auf einer völlig falschen Spur. Ich hatte ernstlich geglaubt, den Täter entdeckt zu haben… Was für ein Irrtum. Die Auflösung wird letztlich in einem Dialog präsentiert, der durchaus so oder so ähnlich passieren könnte, denke ich.

Siebold schreibt aus zwei Perspektiven – Claudias und Kens – da die beiden häufiger unabhängig voneinander ermitteln. Somit entstehen – eben durch die Unterschiedlichkeit der beiden – recht verschiedenartige Blickwinkel auf den Fall, die Stadt, die Verdächtigen. Während es Claudia oftmals nur mit Logik versucht, lässt Ken durchaus auch seine Erfahrung und sein Bauchgefühl einfließen. So kann es passieren, dass Verdächtige auf beide Protagonisten völlig unterschiedlich reagieren und auch der Leser einen sehr differenzierten Eindruck bekommt.

Tradition / Historie / Fakten:
Mithilfe seiner Protagonisten vermittelt Henrik Siebold seinem Leser ein großes Maß an Information, ohne dass dieses wirkt, als würde er seinen Leser belehren wollen. So wird z.B. die japanische Teezeremonie immer wieder in die Handlung einbezogen; Claudia lernt sogar ein paar Brocken Japanisch um dieser auch würdig beiwohnen zu können. Die Erklärung erfolgt nicht oberlehrerhaft sondern erklärt sich aus der Handlung selbst.

Dieser Kriminalfall ist u.a. im Hamburger Drogenmilieu angesiedelt – im Speziellen geht es um Chrystal Meth. Der Urvater dieser Droge ist ein Japaner. Auch diese Information ist geschickt und etwas ausführlicher in der Geschichte verwoben. Um ihre Echtheit zu „prüfen“, habe ich im Internet gesucht und tatsächlich wurde dieses Faktum bestätigt. Es gibt ein gutes Gefühl, wenn man als Leser bemerkt, dass die angeführten Fakten der Wahrheit entsprechen. So fällt es leicht auch alles andere zu glauben.

Die Fakten über Hamburg sind in gleicher Art recherchierbar. So beschreibt Siebold die völlig konträren Stadteile Hamburgs mit einer Präzision und unter Einsatz treffender Adjektive. Natürlich kenne ich als Hamburger diese Stadtteile, dennoch glaube ich, dass sich auch jeder andere den armen Osdorfer Born und das reiche Nienstedten vorstellen kann.
Was mir besonders daran gefällt, ist der Umstand, dass Siebold diese Stadtteile vorurteilsfrei beschreibt. Er lässt seinen Figuren zwar den Raum sich selbst zu sagen, dass sie dort nicht wohnen wollen würden, aber er überlässt es dem Leser sich ein eigenes Bild zu machen. Wie oben schon gesagt: Der Autor zeigt dem Leser, was er meint und präsentiert keine vorgefertigte Meinung.

Mir gefällt es ausgesprochen gut, in einem Kriminalfall solch interessante und vor allem reale Fakten zu finden. Sie machen den Fall selbst um einiges authentischer. Darüber hinaus liegt es vielleicht auch im Lebenslauf des Autors begründet, dass sein Ken so realitätsnah daher kommt. Immerhin lebte Siebold selbst in Japan.

Fazit:
Ein gelungener Hamburg-Krimi, der dem Leser nicht nur Spannung sondern auch eine gehörige Portion Geschichte und Tradition zeigt. Eigenwillige Protagonisten und klug konstruierte Fälle, deren Auflösung sich erst am Ende zeigt, sorgen für Lesespaß bis zur letzten Seite. Ein must read für Fans von Regionalkrimis.
5 von 5 Sternen.
Profile Image for EmiliAna.
315 reviews2 followers
January 19, 2020
Inzwischen hat er sich eingewöhnt in Hamburg, der japanische Kriminalpolizist Kenjiro Takeda, der im Rahmen eines Austauschprogramms für zwei Jahre in die Hansestadt abgeordnet wurde. Gewiss, hier ist alles so ganz anders als in seinem Heimatland, aber der elegante Japaner mit dem Faible für schicke und sündhaft teure Maßanzüge ( bleibt die Frage, wie er sich von seinem Inspektorengehalt diesen Luxus leisten kann...) und für möglichst missklingenden Jazz lernt schnell! Zugute kommen ihm dabei seine Neugierde und seine außerordentliche Offenheit gegenüber allem, was ihm tagtäglich begegnet, was zunächst fremd anmutet, was ihn staunen, sich aber auch erfreuen lässt. Immer wieder vergleicht er sein Land mit der neuen Heimat, zieht genauso oft Parallelen und findet immer mehr Gefallen an einem bunten, multikulturellen, ungeordneten Deutschland, das sich so stark von dem Land unterscheidet, das er von einem Studienaufenthalt Jahre zuvor in Erinnerung hatte und das sein Vater, ein großer Verehrer alles Deutschen, das für ihn ein Synonym für Fleiß, Strebsamkeit, Korrektheit und penible Ordnung ist, ihm stets mit Begeisterung geschildert hatte.
Schnell hat Takeda seine Nischen gefunden in der lebendigen Millionenstadt, die ihm allerdings im Vergleich zu dem ungleich chaotischeren und überfüllten Tokio wie eine ruhige, menschenleere kleine Oase vorkommt – was manchen Hamburger, in seliger Unkenntnis der japanischen Metropole, in allergrößtes Erstaunen versetzen mag!
Natürlich verkehrt Takeda mit Vorliebe in japanischen Restaurants, bekämpft Attacken von Trauer und Kummer nicht nur mit japanischer Seelennahrung, an die man freilich schon als Kleinkind gewöhnt sein muss, um ihr etwas abgewinnen zu können, und mit erlesenstem Whiskey, sondern auch mit dem japanischen Seelentröster schlechthin, dem inbrünstigen Karaokesingen. Aber er sucht auch häufig und gern die einschlägigen Jazzbars auf, spielt dann hingegeben auf seinem Saxophon und verzaubert damit seine Zuhörer, so wie er im Polizeisportclub durch seine bis zur Perfektion beherrschten Kampfsportdemonstrationen verblüfft.
Dass er dazu noch ein glänzender Polizist mit einem enormen Gespür für die ihm und seiner Partnerin Claudia Harms, cholerisch und dauerhaft wutentbrannt wie eh und je, übertragenen Fälle ist, macht ihn geradezu unheimlich und, bei aller Zuneigung zu ihm, nicht ganz glaubhaft! Doch – keiner schaut ihm hinter das Gesicht, dem disziplinierten Japaner, der den Menschen, ob Kollegen oder Verbrechern, stets mit ausgesuchter Höflichkeit begegnet. Niemand sieht, mit gelegentlicher Ausnahme seiner Partnerin Claudia, mit welchen inneren Dämonen er ringt, wie grenzenlos einsam und unglücklich er eigentlich ist – und über deren Hintergründe der Leser nach und nach in Kenntnis gesetzt wird. Ebenso übrigens gibt der Autor seinen Lesern Einblick in die komplizierte Persönlichkeit der weiblichen Protagonistin, Claudia Harms, unstet, aufbrausend, durch ihr Leben hetzend, den schnellen Kick suchend und extrem bindungsscheu. In gewissem Sinne ist sie ein Pendant zu ihrem japanischen Kollegen, wobei es dem Leser erheblich leichter fällt, den verbindlichen Takeda zu mögen als die ruppige Claudia, die allerdings hier, im zweiten Krimi der bisher vierbändigen Serie, um einiges sympathischer erscheint als in der ersten Geschichte. Ein Pluspunkt für den Autor, der seinen Charakteren Entwicklungsmöglichkeiten lässt, der immer neue Facetten sowohl in Takeda als auch seiner deutschen Kollegin aufscheinen lässt.
Die beiden Fälle, mit denen es Ken und Claudia in vorliegendem Buch zu tun haben allerdings machen es weder den Ermittlern selbst, die lange recht unreflektiert und unüberlegt falschen, weil kommoden, Spuren folgen, deren Verbindung zu den respektiven Fällen offensichtlich scheinen, aber im Grunde nur in ihrer Vorstellung existieren, noch dem Leser leicht. Beide Fälle sind nicht nur widerwärtig und lassen eine so erschreckende Kaltblütigkeit erkennen, dass es einen schaudert, sie ziehen sich dazu auch noch, unnötig, wie ich meine, in die Länge, was die Spannung, die ich von einem Krimi erwarte, phasenweise einschlafen und den roten Faden, der für eine so verwinkelte Handlung notwendig ist, abreißen lässt, um ihn dann, leider, mit einem aus dem Nichts aufgetauchten weiteren Faden neu zu verknüpfen. Das ist so anstrengend zu lesen wie die ebenso unnötige und durchaus absurde Affäre, die der japanische Inspektor mit einer der Hauptverdächtigen beginnt. Sie stellt einen Bruch dar, denn sie ist nur mit großer Mühe in Verbindung zu bringen mit dem Menschen, den man doch sehr gründlich kennnengelernt und für den man längst ein Gespür bekommen hat – glaubt man wenigstens bis zu jenem erotischen Einschub... Zudem trägt sie rein gar nichts bei zu der letztendlichen Auflösung des Falles, die ihrerseits konstruiert wirkt. Wie schon beim Lesen des Vorgängerbandes beschleicht einen das Gefühl, dass der Autor einfach zu viel in seinen Krimi hineingepackt hat und dass weniger entschieden mehr gewesen wäre, denn all die Wirrnisse, in die Ermittler und Leser hineingezogen werden, lenken ab von dem wirklich guten, dem überzeugenden und Staunen machenden Kern der Geschichte, der Begegnung nämlich der asiatischen mit den westlichen Welten mit all ihren Implikationen, die sich trotz aller Fremdheit doch stetig aufeinander zu bewegen, mit ihren Protagonisten, die durch ihre Offenheit den jeweils fremden Kulturen gegenüber Barrieren verschwinden lassen, die das Gemeinsame suchen und über die Verschiedenheiten zwar nicht hinwegsehen, sie aber dennoch nicht als Hindernis für gegenseitiges Verständnis und fruchtbare Zusammenarbeit ansehen.
Und so sind die Kriminalromane um Inspektor Ken Takeda aus Tokio so ungewöhnlich wie aufschlussreich, lassen den Leser immer wieder einen tiefen Blick werfen auf die Eigentümlichkeiten nicht nur des Inselstaates im Pazifik, sondern auch, durch die Augen des kultivierten Japaners, auf die des eigenen Landes. Das Selbstverständliche, das Gewohnte, das scheinbar „Normale“ mit einem fremden Blick sehen – das ist ebenso spannend wie es zum Nachdenken und Reflektieren einlädt! Und das daher, trotz der von mir beklagten dramaturgischen Mängel, neugierig macht auf die weiteren Bände der Reihe!
Profile Image for Claudia Stückner.
633 reviews5 followers
January 15, 2019
"Der Weise sagt: eine Sekunde Wut kann mehr zerstören, als du in einem Jahr Arbeit aufbauen kannst." (Aus Japan)
Der Ermittler Kenjiro Takeda, eigentlich Inspektor der Mordkommission in Tokio ist für ein Austauschprogramm in Hamburg. Trotzdem er das Wetter Hamburgs und die deutschen Eigenheiten noch nicht so gut kennt, hat er sich inzwischen gut eingelebt. Seine Eigenheiten wie die Vorliebe für Jazz, Whisky, seine Liebe zu Frauen und seine spezielle Teezeremonie bleibt er auch in Hamburg treu. Ihr neuer Fall dreht sich um den Internetexperten Markus Sassnitz. Dieser wurde tot aufgefunden, nachdem er überfahren und nackt am Tatort liegen gelassen wurde. Wie sich jedoch herausstellt, war dies nicht die Todesursache, den er wurde danach erstickt. Schnell stellen Ken und Claudia fest, das Sassnitz nicht nur Freunde hatte. Für Claudia rückt seine Ehefrau Susanne an erster Stelle der Verdächtigen, da ihr Mann sie betrogen hatte. Für Ken jedoch ist Susanne Sassnitz faszinierend, da sie eine besondere Liebe für die japanische Kultur hat. Doch ebenfalls hätte sein Kollege Armin von Suttner ein gutes Motiv, falls er herausbekommen hätte, das Sassnitz längst Pleite war. Außerdem geht es noch um den Tod eines kleinen Kindes, das vom Balkon gefallen ist, war es Mord oder ein Unfall?

Meine Meinung:
Die Kooperation eines japanischen Ermittlers in Hamburg hatte mich neugierig auf diesen Krimi gemacht. Der Schreibstil war sehr unterhaltsam und gleichzeitig prägnant durch die Einflüsse der japanischen Lebensarten von Kenjiro Takeda. Lediglich die vielen japanischen Wörter fand ich ein wenig anstrengend und der extreme Alkoholkonsum der beiden Ermittler fand ich auch nicht gut. Ich kann mir kaum vorstellen, da jemand nach dem Konsum einer Flasche Whisky am nächsten Tag wieder voll im Einsatz sein kann. Das der Fall Sassnitz dann in Vordergrund rückte, wunderte mich ein wenig, da der Krimi mit dem Sturz eines Kindes vom Balkon begann. Dafür waren die Charaktere sehr ausgeklügelt und gut beschrieben, auch wenn ich mir Ken nicht mit langen Haaren vorstellen konnte. Doch seine Lebensart, wie die Liebe zum Jazz, sein Saxofon spielen nach Feierabend um herunterzukommen, seine Liebe zu Frauen und dem gleichzeitigen nachtrauern um seine Ehe und seine spezielle Teezeremonie fand ich gut. Dadurch hat mich der Autor ein wenig in die japanische Kultur, Denkweise und Lebensart von Ken mitgenommen. Mir erschien, dass der Autor eine besondere Liebe zu Japan hat oder aber nur gut recherchiert hatte. Claudia Harms dagegen war eher die besonnene, aber auch recht einsame Kollegin, die ebenso wie Ken gerne einmal zu viel ins Glas geschaut hatte. Trotzdem hatte sie immer alles im Blick und auch am Ende das Gespür das Ken ihre Hilfe benötigt. Für mich war die beiden ein gutes und harmonisches Gespann, die selbst bei Karaoke singen noch toll sind. Lediglich die Spannung kam mir vor lauter japanischer Kultur ein wenig zu kurz. Trotzdem gebe ich diesem Krimi 4 von 5 Sterne für die gute Unterhaltung.
Profile Image for Safiyyah.
23 reviews
August 25, 2023
Junge ich weiß nicht was ich sagen soll die letzten 50 Seiten von einem Buch sollten eigentlich richtig spannend sein nh aber einfach die waren genauso lw wie der Anfang und was Danach kam junge wie schlimm ist sowas
Ach und der Plot Twist es gab nicht mal wirklich einen es war einfach nur richtig lw
Übrigens wurde aus dritter Perspektive erzählt was alles noch schlimmer machte und es wurde von sooo viel Wirtschaft und so geredet weil der Tote typ halt einfach eine Firma hat und es war nichts für mich einfach
Das war ehrlich gesagt mein ertes kriminal Roman ich mag sowas nicht wirklich ich mag lieber psycho Thriller die sind zu geil und das Ding ist in dem Buch wurde so viel unnötiges Zeug gelabert was alles noch langweiliger gemacht hat omgg 1,5 Sterne was soll ich noch sagen
852 reviews11 followers
August 9, 2021
Auch der zweite Band dieser Serie hat mir gut gefallen. Die Geschichte um das Ermittlerduo Kenjiro Takeda und Claudia Harms ist zwar stellenweise recht überzeichnet und klischeebehaftet, aber die Story war wirklich gut konstruiert und ich bin immer wieder ins Grübeln gekommen, wo und wie es denn jetzt weitergeht. Ken Takeda gewöhnt sich immer mehr an seinen Einsatzort in Hamburg und auch Claudia Harms scheint sich ein wenig weiterzuentwickeln, was ihre Verhaltensweisen angeht. Ich bin gespannt auf den nächsten Band.
Profile Image for Halalilodri.
887 reviews7 followers
January 3, 2021
Kann man gut nebenbei anhören. Dieses Mal wurden die Ermittlungsfehler wenigstens früher entdeckt.
780 reviews2 followers
January 12, 2023
Leider ist die Reihe nichts für mich, obwohl ich so viel Positives gehört habe, aber die Geschichte ist langatmig und für meinen Geschmack zu ruhig
Profile Image for Great-O-Khan.
471 reviews129 followers
March 8, 2025
"Mit Takeda aber gab es keine Selbstverständlichkeiten."
Profile Image for Marie-Christine.
102 reviews13 followers
September 21, 2025
Der zweite Fall hat mir deutlich besser gefallen als Band 1. und jetzt hat mich das Takeda Fieber erwischt. Ich will auf jeden Fall nich die anderen Bände lesen und hab Emir gleich Band 3 geholt!
Profile Image for Barbara Heckendorn.
477 reviews13 followers
August 27, 2024
The second book in this series was also an enjoyable read. Kenjiro Takeda, actually a homicide inspector in Tokyo, is still a little unfamiliar with the weather in Hamburg and German manners. When a celebrated star of the internet scene is found dead, they are faced with a particular challenge: Markus Sassnitz was not only run over, but also suffocated. He obviously had many enemies, but one person immediately becomes the focus of the manhunt: his wife. However, she has a special fascination for Takeda.
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