Adolph Franz Friedrich Ludwig Knigge (1752 – 1796) was a German writer, Freemason, and a leading member of the Illuminati. He is best remembered as the author of On Human Relations.
Knigge's involvement with the Illuminati, support of the advancement of human rights, and a period of serious illness led to the loss of support of his aristocratic sponsors and finally his fortune. He found a measure of financial stability again with a position in Bremen, where he died in 1796.
These are my key take-aways from the book. Page numbers refer to the German version of the book (German version, Nikol Verlag, 7. Auflage, 2017). I have not read the whole book, simply because it was too boring, not well-structured, and sometimes out-of-date: -It’s interesting to see how similar many aspects of life were back in Knigge’s times. From dating to friendship, many pieces of advice still hold today and could easily be used by one of the unnumbered life coaches out there. There are some domains that drastically changed of course (this became especially apparent in the dating section when it comes to financial dependence of women). -The book is directed toward people that want to do good, but are held back by their inability to conform in social settings. (p. 21) -The author said that he is too old to apply the learnings that he presents in the book; it is already too late for him to really reap the benefits. But he wants to pass down this knowledge to younger generations. (p. 34) -The author points out that young people are often judged by adults. It seems that problems in intergenerational understanding were very similar to how they are today. (p. 130) -The author is writing about how the enlightened times changed how people learn and how people perceive the value of experience. Younger people were able to acquire knowledge more quickly and often felt superior to elderly people. The author asks for consideration of elderly people. (pp. 132-133) -Having an interesting life outside of marriage helps to make marriage more interesting and special. It is easier to find topics to talk about. (pp. 146) -The author claims that cheating is more contemptible when performed by women. (p. 166) -The author says that women look for strong men, but they are also emphatic for weak people. Also, he advises men to be detail-oriented when choosing clothes and to keep clothes clean. (pp. 177-178) -Being entertaining is a more important characteristic that women look for. (p. 180) -When looking for friends, you should choose someone with similar social status, wealth, age, and ability. Also, the person should not be ill-tempered or indulge in excessive behavior/consumption. (p. 195)
Sachliteratur zu rezensieren ist nicht unbedingt ein Leichtes. Hat man es (im günstigsten Falle) doch keineswegs mit billiger Kurzweil wie etwa bei der populärsten Belletristik zu tun, die einzig auf schnelle emotionale Regung abzielt, ohne sonderliche Ansprüche an Verstand und Bildung des Lesers zu stellen. Das Goutieren von Sachtexten philosophischen Charakters ist dabei nicht nur schlichte Alternative, es bietet zudem oftmals einen imposanten Fundus an Material zur eigenen Erkenntnisentwicklung, was wiederum höchste Gefühlswallungen anzufeuern weiß.
Knigge's "Über den Umgang mit Menschen" ist eines dieser Werke, welches imstande ist, wenn auch nicht zu faszinieren, so doch immerhin höchst interessante Überlegungen anzuregen. Denn entgegen der landläufigen Meinung, es handle sich hierbei um einen literarischen, erhobenen Zeigefinger, welcher Benimmregeln ausdefiniert (was als Lesart nach Erscheinen 1788 seitens bürgerlich-konservativer Organe bewusste Verbreitung fand), war es Knigge vor allem daran gelegen, aufklärerisch über die Relationen zwischen Menschen verschiedenen Standes zu berichten, dabei jedoch stets Tugenden wie Höflichkeit und jeweilige Freiheitsliebe anzumahnen.
Besonders interessant wird solcherlei Lektüre freilich dann, wenn es daran geht, ihren eventuellen Einfluss sowie ihre Gültigkeit über 225 Jahre später abzuschätzen. So könnte man Knigge heuer gewiss vorwerfen, er verweile, trotz seines regen humanistischen Grundverständnisses, in festgefahrenen Klischees, die unter modernen Maßstäben wohl gar rassistische Züge tragen. Wenn man jedoch des Freiherrn Ausführungen über den Umgang mit Gesinde (lies: Angestellte), Juden und sogar Tieren dem entgegen stellt, was der gemeine Arbeiter unserer Zeit zuweilen für eine Behandlung erfährt, welche Morbidität sich im Holocaust manifestierte oder unter welchen Methoden der völlig ungerechtfertigte, alltägliche Missbrauch von Tieren vollzogen wird, werden nicht nur Knigge's Vordenkercharakter, sondern auch dessen offenbare Unfruchtbarkeit deutlich.
Natürlich sollte man Knigge trotzdem nicht als Protosozialisten oder Revolutionär missverstehen. Sein Bild einer Klassengesellschaft gehorcht einer gottgegebenen Ordnung, aus der es nicht auszubrechen gilt. So bleibt zum Beispiel die Rolle der Frau bewusst in ihrer herkömmlichen, konservativen Form erhalten. Sein Anliegen für diese Regelsammlung war demnach, stets innerhalb bestehender Verhältnisse, das Wohl aller zu propagieren, nicht den reinen Eigennutz als leitende Devise zu begreifen. Die umfassende Kenntnis vom Menschen ist als Ideal zu verstehen, welches anzustreben zur aufklärerischen Pflicht wird, sodass es allen Menschen von Nutzen sein soll.
Knigge ist ein vortrefflicher Schreiber, der mit Tiefgang und Humor selbst dröge Komplexe farbenprächtig und galant vermitteln kann. So ist denn auch das Lesen selbst, nicht nur das darüber Nachsinnen, ein großes Vergnügen. Ich habe mir darob fest vorgenommen, mich in Zukunft auch mit Knigge's fiktionalen Texten, allen voran seinen Romanen, zu befassen. Auf die dort zu vermutenden allegorischen Qualitäten freue ich mich bereits ...
"Baue nicht eher fest auf treue Liebe und Freundschaft, als bis du erst solche Proben gesehen hast, die Aufopferung kosten."
"Entziehe Dich nicht dem Anblicke des Jammers. Fliehe nicht die Wohnungen der Not und der Dürftigkeit. Man muß vertrauet sein mit dem mancherlei Elende auf dieser Welt, um teilnehmend mitempfinden zu können bei dem Leiden des unglücklichen Bruders."
"Wahr ist es aber auch, daß die mehrsten Menschen zur Sklaverei geboren, daß edle, wahrhaftig große Gesinnungen und Gefühle hingegen nur das Erbteil einer unbeträchtlichen Anzahl zu sein scheinen. Lasset uns indessen den Grund dieser Wahrheit weniger in den natürlichen Anlagen als in der Art der Erziehung und in unsern durch Luxus und Despotismus verderbten Zeiten suchen. Durch sie werden eine ungeheure Menge Bedürfnisse erzeugt, die uns von andern abhängig machen. Das ewige Angeln nach Erwerb und Genuß erzeugt niedrige Leidenschaften, zwingt uns zu erbetteln und zu erkriechen, was wir für so nötig zu unsrer Existenz halten, statt daß Mäßigkeit und Genügsamkeit die Quellen aller Tugend und Freiheit sind."
"... aber daß ein bewährter, edler Mann keine schlechte Handlung begangen habe, davon bedarf es gar weiter keines Beweises als dessen, daß ein edler Mann nie eine schlechte Handlung begeht."
Für die Rückfahrt der Buchmesse habe ich es mir als Hörbuch von Christoph Maria Herbst geholt. Die behandelten Verhaltensweisen sind einerseits sehr interessant und naheliegend, jedoch teils nach meiner Meinung etwas hoch gestochen. Dennoch finde ich sehr unterhaltsam, dass die Kapitel in den jeweiligen Umgang mit einer bestimmten Mensxhengruppe gegliedert sind. Insgesamt ein Buch, dass jeder kennen, und sich weitestgehend an den Empfehlungen orientieren sollte.
Insgesamt war es interessant zu lesen, wobei ich wirklich nur den ersten Teil gründlich gelesen habe und danach immer wieder Kapitel überflogen/ausgelassen habe. Über den Umgang mit Juristen musste ich irgendwie nichts lesen. Aber die ein oder andere gute Ansicht war mit drin (z.B. über Tierhaltung), die ich so nicht erwartet hätte und auch ansonsten viele gesellschaftsethische Bemerkungen, die sich nahtlos in die heutige Zeit übertragen lassen.