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Norcott hatte das Gefühl, als öffne sich ein Abgrund zur Hölle. „Wer zum Teufel treibt denn so selbstsichere Spielchen mit uns?“
Sommer 1940: Für den erfahrenen Londoner Chief Inspector scheinen die beschaulichen Kanalinseln keine Herausforderung bereit zu halten. Aber kurz bevor die deutsche Wehrmacht an der französischen Küste auftaucht, verliert eine schöne junge Frau ihr Leben.
Auf einer kleinen Insel, abgeschnitten und besetzt vom Feind, muss Norcott erkennen, dass er es mit mehr als einem Gegner zu tun hat. Die Welt scheint voller Masken und auch im hellen Sommersonnenschein bleibt die entscheidende Frage: Hinter welche Maske steckt ein Freund, hinter welcher der Gegner?

618 pages, Kindle Edition

First published January 1, 2017

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About the author

Jürgen Albers

2 books60 followers
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Profile Image for Nisnis Bücherliebe.
192 reviews8 followers
June 8, 2017
Top recherchiertes, historisches Krimi-Debüt

Historischer Krimi zu Zeiten der Invasion durch die Deutschen auf den britischen Kanalinseln – Top recherchiertes Debüt

1940: Nachdem die deutsche Wehrmacht Frankreich erobert hat, besetzt sie nun die britischen Inseln (Guernsey, Jersey, Sark, Alderney, Harm) im Ärmelkanal. Die britische Regierung hatte sich entschlossen, nicht um die Inselgruppe zu kämpfen. Nach den britischen Soldaten sollte eigentlich auch die Zivilbevölkerung evakuiert werden, dazu kommt es aber nicht mehr. Die Wehrmacht ist schneller.

Als auf Guernsey die Leiche einer jungen Frau entdeckt wird, muss der ehemalige Ermittler des Yard, Chief Inspector Charles Norcott, unter besonders erschwerten Bedingungen ermitteln, da die Insel vollständig vom Festland abgeschnitten ist. Ohne die Möglichkeit der üblichen Kommunikationsmöglichkeiten zwischen den Inseln und dem britischen Festland, muss Norcott mit der geringen Anzahl von Insel-Polizisten den Mordfall aufklären.

Als ein weiterer brutaler Mord geschieht, überschlagen sich die Ereignisse dramatisch. Chief Inspector Norcott kann niemandem mehr trauen, denn er vermutet eine Verschwörung zwischen der deutschen SS und der IRA.

Eine spannende Jagd beginnt.

Der Autor:

Jürgen Albers erkundete bereits als Jugendlicher den Süden Englands. Die Heimat seines britischen Großvaters kennenzulernen war ein starker Antrieb, sich mit den Menschen und der Geschichte zu beschäftigen. Sein beruflicher Start als Luftwaffenoffizier bescherte dem Autor mehr als ein Jahrzehnt Wanderleben, u.a. mit Stationierungen in Italien und den U.S.A. Nach einigen Jahren als Personalleiter arbeitet Albers heute als freier Hochschuldozent. Die Liebe zu den britischen Inseln ist geblieben und so wird auch der nächste Roman, „Erased“ wieder mit dem Ermittler Charles Norcott, in England, genauer in Oxford, spielen

Reflektionen:

Autor Jürgen Albers hat mir mit seinem 616 seitenstarken Debüt-Kriminalroman nicht nur eine spannende Lesezeit geschenkt, sondern mich zusätzlich noch auf eine historische Reise, zu Zeiten des zweiten Weltkriegs, geschickt. Diese Zeit unserer Geschichte interessiert mich immer wieder auf das Neue und wenn sie dann noch sehr gut, bis ins kleinste Detail top recherchiert, in einen Kriminalroman eingearbeitet ist, dann bin ich ein zufriedener Leser.

Die gewissenhaften Recherchen für Crossroads müssen sehr zeit- und arbeitsintensiv gewesen. Autor Jürgen Albers erwähnt nicht nur hin und wieder Daten, Fakten und Geschehnisse dieser Zeit, sondern er verschachtelt sie fundiert und kompetent mit seiner Krimi-Handlung.

Alles in dieser Geschichte ist historisch authentisch und entsprechend verlässlich zeitgemäß wiedergegeben. Die Sprache der Protagonisten, ihre Kleidung, das technische Equipment und die Möglichkeiten der Polizei, die Fahrzeuge und natürlich nicht zu vergessen die damalige Lebensweise der Menschen um das Jahr 1940 herum, finden sich originalgetreu in diesem Kriminalroman wieder.

Die Geschichte spielt, wie erwähnt, auf den britischen Kanalinseln. Schauplätze und Örtlichkeiten werden mir im Verlauf der Handlung immer vertrauter, so als hätte ich Guernsey oder Jersey längst einmal besucht.

Der Schreibstil von Jürgen Albers hat mich sehr angenehm durch die Seiten begleitet. Besonders gut empfand ich die Umsetzung der verlässlichen Ausdrucksweise und Sprache der damaligen Zeit um 1940.

Der Mord, den der ehemaligen Ermittler vom Yard, unter den besonderen Bedingungen der Invasion der Deutschen, aufzuklären hat, ist ein schweres Los. Nur mit wenigen Insel-Polizisten muss Chief Inspector Norcott ermitteln und gerät dabei auch noch dramatisch zwischen die Fronten.

Die eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten der Ermittler sind nachvollziehbar erläutert und so wird die Story äußerst interessant, als Norcott unglaublicher Weise Unterstützung durch einen deutschen Offizier und einen deutschen Kriminalbeamten erfahren darf. Dennoch, Norcott muss ständig auf der Hut sein, denn wem kann man in diesen Zeiten vertrauen? Ein heikles Unterfangen, das der Autor sehr interessant erzählt. Auch die zwischenmenschlichen Konflikte, die durch den Krieg und die Zusammenarbeit mit der anderen Seite entstehen, werfen ein besonderes Licht auf die damaligen, schwierigen Bedingungen. Dies alles hat mich sehr aufmerksam lesen lassen. Ich habe es genossen so einen tiefen Blick in die damalige Zeit erhaschen zu dürfen. Das Ineinandergreifen der wahren historischen Ereignisse mit der eigentlichen Krimi-Handlung fand ich hier sehr gelungen.

Inspector Norcotts Verstand ist messerscharf. Er ist Perfektionist und kein Mann der vielen Worte. Er produziert Ermittlungsergebnisse zunächst für sich in seinem Kopf, bevor er taktisch klug und weitsichtig agiert. Er ist menschlich, ohne weich zu sein und er besitzt ein Ehrgefühl, dass sein direktes Umfeld zu würdigen weiß. Er ist ein sympathischer, stets korrekt gekleideter, etwas kauziger Typ, dessen Leben nicht immer in glücklichen Bahnen lief. Seine Legende fließt maßvoll in die Geschichte ein und verleiht der Figur so eine angenehme Tiefe. Auflockernd nett bandelt er mit einer Lehrerin an, die in ihm ein aufloderndes Flämmchen aus Zuneigung entfacht.

Überhaupt sind die Figuren und ihre Charaktere sehr fein, fast liebevoll gezeichnet, ob gut oder böse. Es sind einige Figuren, die die Geschichte durchwandern, aber nur so konnte ich tiefe Einblicke in die komplexe Handlung erlangen, in der mehrere Protagonisten Motive besaßen, brutale Morde begangen zu haben.

Die Perspektiven wechseln zur Mitte des Buches schneller und die einzelnen Erzählstränge werden kürzer. Der zu Beginn noch gemächliche Perspektivwechsel ist gut, um in einzelne Abschnitte einzutauchen, aber der schnellere Wechsel bringt dann doch eine erfrischende Lesewirkung.

Wer ist Freund und wer ist Feind, dass ist die Kernfrage dieses Kriminalfalls. Politische Intrigen und Verschwörung, von allem findet sich etwas in dieser facettenreichen Geschichte wieder, die bis zu Letzt spannend erzählt ist und dessen Fortsetzung mir sehr gefallen würde.

Fazit und Bewertung:

Crossroads ist ein authentisches, glaubwürdiges und gelungenes Debüt, dessen Kriminalfall mich in
eine historisch längst vergangene Zeit entführt hat. Ich empfehle diesen Kriminalroman gern denjenigen, die es lieben historisch interessant und kriminell gut unterhalten zu werden.
Profile Image for Ascari Vau.
418 reviews
July 19, 2017
"Crossroads" ist das Debüt von Jürgen Albers, der bereits als Jugendlicher seine Liebe zu den britischen Inseln entdeckte. Das Buch erschien zwar bereits vor einiger Zeit, jetzt hat es der Autor allerdings einer umfangreichen Überarbeitung unterzogen, an der ich als Beta-Leserin teilhaben durfte.

Zum Inhalt:

Chief Inspector Norcott lässt sich von London auf die Kanalinseln versetzen. Die Zeiten könnten allerdings auch hier unruhiger nicht sein: Im Sommer 1940 steht die Besetzung der Inseln durch die Deutschen kurz bevor, viele Einwohner verlassen die Inseln.

Da wird eine Frau tot aufgefunden und ein Spur deutet darauf hin, dass ein britischer Soldat dafür verantwortlich ist. Wird Norcott es rechtzeitig schaffen, Antworten auf seine Fragen zu finden, ehe die Deutschen auf die Insel kommen?

Meine Meinung:

Schon auf den ersten Seiten wird klar, warum es mit diesem Roman nicht schwer fällt, in eine andere Zeit abzutauchen: Jürgen hat wirklich sehr, sehr toll recherchiert, was diese Zeit angeht. Viele Dinge kann man sich als moderner Mensch nicht mehr oder nur kaum vorstellen (vor allem nicht, wie einfach es war, die Kommunikation der Inseln zum Festland zu unterbinden) ...

Dem Leser bleibt allerdings nicht viel Zeit, sich mit Norcott an sein neues Leben auf den Inseln zu gewöhnen. Ein Mord ist aufzuklären und die unsichere politische Lage erschwert es dem Polizisten, zusammen mit seinen Kollegen die Ermittlungen aufzunehmen.

In einer Sache ist der Leser dem Team allerdings voraus: Er ahnt schon bald, dass hier auch andere, geheime Gruppierungen auf der Insel agieren. Ist einer der Spione für den Mord verantwortlich? Und worum geht es wirklich? Viele Fragen, die auf den insgesamt über 600 Seiten nach und nach beantwortet werden ...

Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis entfaltet sich die Geschichte eher langsam, nimmt erst nach dem ersten Drittel wirklich Fahrt auf, aber ich habe das als wohltuend empfunden, weil ich mir auch echte Ermittlungsarbeit so vorstelle. Man begleitet Norcott bei den Ermittlungen, lernt so nach und nach das persönliche Umfeld der Toten kennen.

Die einzelnen Figuren erhalten auf diese Weise immer mehr Tiefe: Besonders einige der Nebenfiguren habe ich beim Lesen sehr liebgewonnen, denen Norcott bei seinen Ermittlungen begegnet. Ich hoffe deswegen sehr, dass diese auch in zukünftigen Büchern wieder einen Auftritt haben dürfen.

Der Protagonist Charles Norcott ist mir dabei ebenfalls ans Herz gewachsen. Zwar hat er privat an einigen Dinge zu knabbern, trotzdem wird er als Mann vorgestellt, der fest auf zwei Beinen stehend durchs Leben geht und auch in Extremsituationen durchaus die Nerven behält. Seine menschliche Seite darf er in der Beziehung zu Vicky zeigen, die er während der Ermittlungen kennenlernt.

Ganz am Ende des Romans erwartet den Leser noch ein Glossar, dass die im Roman vorkommenden historischen Personen und Gegenstände kurz vorstellt. Und ein kleines Extra gibt es ebenfalls. Was das ist, verrate ich jetzt allerdings nicht, um niemandem die Überraschung zu verderben.

Als Beta-Leserin hat es mir ganz besonders viel Spaß bereitet, an der Entstehung bzw. Neuwerdung dieses Buchs mitzuwirken. Manche Dinge erschienen mir beim Lesen nicht rund, hier sorgte allerdings auch der Austausch mit dem Autor dafür, dass ich einige Details besser verstand. Ich kann mir nun tatsächlich etwas besser vorstellen, was es bedeutet, einen historischen Roman zu schreiben, denn es geht ja nicht nur um allgemeine historische Ereignisse, sondern auch um das Leben in der Zeit ganz allgemein.

Die ursprüngliche Fassung sah außerdem ein etwas anderes Ende vor, welches mir persönlich nicht so sehr zusagte. Da ich mit dieser Meinung allerdings nicht alleine dastand, änderte Jürgen das letzte Kapitel noch einmal. Ich finde diese Version nun deutlich stimmiger und ich bin nun sehr gespannt, wie sie bei den Lesern ankommen wird.

Mein Fazit:

Jürgen Albers hat mit diesem Roman einen historischen Krimi abgeliefert, der sowohl spannend als auch ausgezeichnet recherchiert ist. Wer also etwas über die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs auf den Kanalinseln erfahren und sich gleichzeitig mit einer abwechslungsreichen Kriminalgeschichte unterhalten lassen möchte, kann mit gutem Gewissen zu diesem Buch greifen.
Profile Image for Gabis Laberladen.
1,247 reviews
September 6, 2017
Darum geht’s:

Die Putzfrau findet Nora Henley ermordet in ihrem Schlafzimmer auf. Guernsey, eine der malerischen Kanalinseln, hat schon ewig keinen Mord mehr gesehen, doch zum Glück ermittelt dort seit einiger Zeit der erfahrene Scotland Yard Beamte Charles Norcott, der auch diesen Fall routiniert angeht. Kaum hat er sich im Umfeld Nora Henleys ein bisschen umgesehen, landen deutsche Soldaten auf der Insel – denn wir befinden uns mitten im zweiten Weltkrieg.

So fand ich’s:

Guernsey wirkt ein bisschen verschlafen, sehr ländlich, mit toller Landschaft und eigentlich ein Ort, an dem man weder Krieg noch Tod erwartet. Und doch zieht beides im Sommer 1940 dort ein.

Nora Henley war die Ehefrau eines undurchsichtigen, aber blassen Bankers und offensichtlich hauptsächlich an Zeitschriften und anderen Männern interessiert. Detective Chief Inspector Norcott kommt von Jersey herüber, um die Ermittlungen in diesem Mordfall zu leiten.

Doch dieser Fall gestaltet sich schwieriger als zunächst vermutet, denn die Armee zieht ab und viele Zivilisten fliehen auf’s britische Festland, um der deutschen Invasion zu entgehen. Norcott muss bleiben und helfen, das Chaos zu organisieren, den Mangel an allem bestmöglich zu verwalten und natürlich auch den Mord an Nora Henley unter diesen schwierigen Umständen aufzuklären. Als die Deutschen die Insel gewaltlos übernehmen, werden die Telefonverbindungen nach London gekappt. Norcott hat nur einige wenige engagierte Polizeibeamte zur Verfügung, jede Menge zusätzliche Verwaltungsaufgaben und zudem noch eine Besatzungsarmee, die ihm das Leben schwer macht.

Diese Konstellation fand ich schon von vorne herein sehr interessant und ungewöhnlich und „Crossroads“ hat meine hohen Erwartungen nicht enttäuscht. Wir haben hier nicht nur einen Krimi in historischem Setting, sondern diese erste Zeit des 2. Weltkrieges entsteht lebendig vor dem inneren Auge. Die Zivilisten werden zum Spielball unberechenbarer Mächte, und deren Planspielchen beeinflussen die Leben der Inselbewohner. Selbst die Mordermittlung bleibt nicht vor politischen Verwicklungen verschont. Wobei erfreulicher Weise auf allen Seiten der Kriegsfront Menschen stehen, die viele Facetten und genügend Tiefe haben, um platte Verallgemeinerungen erst gar nicht entstehen zu lassen.

Charles Norcott ist ein versierter Ermittler, der es schon in London mit ungewöhlichen Fällen zu tun bekam und einen Ruf als Spitzen-Kriminalist hat. Als seine Frau starb, hat er alle Zelte in London abgebrochen und sich auf die Kanalinseln zurückgezogen, was sich jetzt als Glück erweist, denn der Mordfall in diesen kritischen Zeiten hat es in sich. Und es bleibt nicht bei einer Toten.

Die zarte Liebesgeschichte zur Malerin und Zeichnerin Vicky und die vielen wunderbar lebensnahen Nebencharaktere lockern die Geschichte ein bisschen auf, so dass sie mit humorvollen Sprenklern versehen eine wundervoll ausgewogene und dicht gepackte Erzählung bietet.

Die Sprache hält die Waage zwischen mitreissend und stimmungsvoll und zeigt, dass der Autor nicht nur ausführlich recherchiert hat, sondern es auch hervorragend versteht, sein Wissen und die besondere Atmosphäre auf lesenswerte und unterhaltsame Weise rüberzubringen.

Diese greifbar gemachte Geschichtsstunde, kombiniert mit Mord, Politik und Leidenschaft und angesiedelt auf einer verträumten Kanalinsel hat mich überzeugt und ich freue mich schon sehr auf einen zweiten Fall für Inspector Norcott, der bereits unter dem Titel „Erased“ in Arbeit ist.
Profile Image for Powerschnute.
246 reviews24 followers
May 6, 2019
Ich lese ja eher selten historische Romane, aber als ich vor kurzem von Autor Jürgen Albers die Anfrage erhielt, ob ich seinen neuesten Roman um Inspector Norcott lesen möchte, musste ich natürlich erst einmal den ersten Band, Crossroads, lesen, den ich meiner Mutter zu Weihnachten geschenkt hatte.

In Crossroads treffen zwei Dinge aufeinander, die mich immer ansprechen: England und der 2. Weltkrieg. Geschichtlich bin ich sehr am 2. Weltkrieg interessiert, auch aus familiären Gründen. Und dass ich England liebe, wissen regelmäßige Leser meines Blogs nicht erst seit gestern.

Mit Inspector Norcott erhalten wir einen souveränen Ermittler und eine sehr sympathische Hauptfigur. Nach dem Tod seiner Frau stürzte er sich etwas zu sehr in seine Arbeit und trat im Zuge seiner Ermittlungen den falschen Leuten auf die Füße. Das Ergebnis war eine Versetzung auf die Kanalinseln.

Auf Guernsey wird eine junge Frau ermordet aufgefunden und die Suche nach ihrem Mörder wird durch die Invasion der Deutschen erschwert. Wer sich damit mal befasst hat, weiß, dass die Besetzung der Kanalinseln vergleichsweise friedlich verlief, von einem Bombenangriff abgesehen. Trotzdem waren die Inseln vom Festland abgeschnitten und der Großteil der Bevölkerung evakuiert.

Die Atmosphäre, die Jürgen Albers hier schafft, ist beeindruckend. Vor dem inneren Auge nahmen die Insel und ihre Bewohner Gestalt an, verrückterweise natürlich in schwarz-weiß, wie es sich gehört. Was alte Fotos doch für anhaltende Auswirkungen auf die Vorstellungskraft haben. Krass..

Es bleibt nicht bei einer Leiche und auch die anderen beiden Mordfälle stellen Norcott und sein Team vor Rätsel. Es wird klar, dass hier sehr viel mehr dahinter steckt und Geheimdienste und auch Alleingänge von oberen Befehlshabern der Wehrmacht hier mitspielen. Ein komplexes Netz aus Intrigen, Leidenschaft, Hass…

Bis zu den letzten Seiten bleibt der Leser im Dunkeln und auch wenn mir die Auflösung des ersten Mordes im Vergleich zum restlichen Buch eher unspektakulär vorkam, so war es doch zu keiner Zeit langweilig.

Fazit:
Ich muss sagen, dass ich ehrlich überrascht bin, wie gut mir dieses Buch in jeder Hinsicht gefallen hat. Anfangs hatte ich erwartet, dass nach 300 Seiten die Luft raus sein würde, aber weit gefehlt. Crossroads fesselt bis zum Schluss und ich freue mich sehr auf das nächste Abenteuer von Inspector Norcott. Historische Krimis haben wohl nun einen Fan mehr.
Profile Image for Jasmin Berger.
567 reviews1 follower
January 1, 2020
Kaum beginnen die Ermittlungen braut sich ein Neues Unglück zusammen und die Deutsche Wehrmacht überrannt Frankreich und Besetzt die Kanalinsel. Schon bald muss Norcott feststellen das er es nicht nur mit einem Täter zu tun hat.

Hinter welcher Maske befindet sich ein Feind und wer ist freund?

Ich finde das ein sehr interessantes Buch. Der schreibstiel des Autoren ist flüssig und Gut leserlich. Ich konnte mich schnell in die Geschichte einfügen und die Spannung hatte mich voll im Griff. 
Ich finde es Interessant und auch Toll das der Autor in jede Seite Einsicht gegeben hat und  mir so die Möglichkeit gegeben Hat es Besser zu Verstehen.

Für Krimi Liebhaber ist Cross Roads ein Muss.
Ich kann es Empfehlen
19 reviews
October 25, 2018
Handlung:
Juni 1940: Der Frühsommer erstrahlt über der britischen Kanalinsel Guernsey. Für den erfahrenen Londoner Inspektor Charles Norcott scheinen die beschaulichen Inseln im Ärmelkanal keine Herausforderung bereit zu halten. Doch das freundliche Sonnenlicht ist trügerisch und beleuchtet die Leiche einer jungen Frau. Kaum haben die Ermittlungen begonnen, als sich bereits neues Unglück zusammenbraut. Die deutsche Wehrmacht hat Frankreich überrannt und besetzt nun auch die britischen Kanalinseln in einem Handstreich. Nach einem zweiten Mord überschlagen sich die Ereignisse. Auf einer kleinen Insel, abgeschnitten und besetzt vom Feind, muss Norcott erkennen, dass er es mit mehr als einem Gegner zu tun hat. Grenzen verwischen sich und die Welt scheint voller Masken. Auch im hellen Sonnenschein bleibt die entscheidende Frage: Hinter welcher Maske steckt ein Freund, hinter welcher der Gegner?

Als regelmäßige Krimi- und Thrillerleserin hat mich "Crossroads" sofort angesprochen. Ich wusste sofort, dass es wahrscheinlich völlig anders wird, wie das, was ich sonst lese. Nicht blutrünstig, wenig spektakuläre Action-Einlagen und als Schauplatz in Englischen Kanalinseln. Trotzdem war ich sehr gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht. "Crossroads" spielt mit einer Mischung aus Mordermittlungen und der angespannten Gesamtsituation im Zweiten Weltkrieg.
Die Handlung beginnt ein paar Tage vor der Invasion der Deutschen Wehrmacht auf Guernsey. Die Regierung Großbritanniens hat bereits alle Streitkräfte von den Kanalinseln abgezogen und kappt während der deutschen Invasion zusätzlich sämtliche Telefonverbindungen in den Rest des Landes. Das erschwert die Ermittlungen sehr. Inspector Norcott, zum Leiter der Polizei der Kanalinseln ernannt, muss mit der Deutschen Militärpolizei zusammenarbeiten und weiß nie, wem er vertrauen kann.

Die Stimmung wirkt teils bedrückend, teils bedrohlich. Dem Autor ist es gelungen, ein geschichtlich gut recherchiertes Erstwerk vorzulegen. Ich freue mich bereits auf den/die Nachfolger.
This entire review has been hidden because of spoilers.
Profile Image for Claudia Stadler.
913 reviews10 followers
October 8, 2017
Das Buch "Crossroads - Ein Inspektor Norcott-Roman" wurde von Jürgen Albers verfasst und erschien 2017.

Die Kanalinseln werden von der deutschen Wehrmacht besetzt und Chief Inspektor Charles Norcott muss unter schwierigsten Bedingungen einen Mord aufklären, doch da passiert ein weiterer Mord. Ist es eine Verschwörung oder Zufall? Eine spannende Jagd beginnt.

Dem Autor gelingt es einen historischen Roman zu zaubern, der es tatsächlich schafft einem in die 1940-iger Jahre zu entführen. Man kann mit dem Protagonisten auf Ermittlung gehen und verschiedene Missstände und Zufälle aufklären.
Chief Inspektor Charles Norcott fällt sofort auf, denn er hat einen klaren Verstand, eine ausgezeichnete Kombinationsgabe, zusätzlich ist er durch und durch Perfektionist und kein Mann der vielen Worte, was er sagt, kommt direkt.
Der Schreibstil ist locker und flüssig und auch die Sprache verständlich und den 1940 igern angepasst. Die historischen Daten sind hervorragend recherchiert und man kann diese Zeit fast vollständig miterleben.

Jeder, der gerne historische Romane zur Zeit des 2. Weltkrieges liest, ist mit dem sehr gut und fundiert recherchierten Kriminalroman sehr gut beraten.
Profile Image for FrauPixelbrei.
6 reviews
December 26, 2019
Obwohl historische Romane eigentlich absolut nicht mein Genre sind, gebe ich hiermit eine absolute Leseempfehlung ab!
"Crossroads" ist sehr gut recherchiert und spannend geschrieben.
Es bleibt bis zum Schluss interessant und man möchte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen!
Wirklich ein sehr gelungenes Werk!
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