Rabenpfote ist nicht nur irgendein kleiner schwarzer Kater, er ist die Drama-Queen der Warrior-Cats-Welt. Zusammen mit meiner Tochter habe ich dieses Graphic-Novel-Abenteuer verschlungen, und wir haben uns beim Lesen ständig gegenseitig angegrinst, weil die Bilder so perfekt die Stimmung einfangen. Mal butterweiche Kuschelfelder, wo man am liebsten selbst reinspringen würde, mal zackige Kampfszenen, die aussehen, als würde gleich der Bildschirm explodieren – die Abwechslung ist einfach genial.
Rabenpfote ist für mich sowieso einer der spannendsten Charaktere, weil er eben nicht der typische Held ist, sondern ein bisschen eigen, ein bisschen verletzlich, aber trotzdem loyal bis in die Schwanzspitze. Die drei Geschichten in diesem Band – „Zerstörter Frieden“, „Ein Clan in Not“ und „Das Herz eines Kriegers“ – haben uns so gepackt, dass wir teilweise wie beim Serien-Binge-Watching dagesessen haben: „Nur noch eine Seite, okay?“ (Spoiler: Es blieb nie bei einer.)
Richtig stark fanden wir auch die Dynamik zwischen Rabenpfote und Mikusch. Diese Freundschaft bringt Herz und Witz in die Geschichte und zeigt, dass man nicht immer im Clan bleiben muss, um mutig zu sein. Meine Tochter meinte irgendwann, sie würde am liebsten selbst eine Katze werden und an Rabenpfotes Seite kämpfen – und das sagt eigentlich alles über die Intensität dieser Graphic Novel.
Das Schöne ist: Es liest sich flott, macht optisch richtig was her und trifft genau diese Mischung aus Action, Emotion und einem Schuss Melancholie, die man von Warrior Cats kennt. Für uns beide ein echtes Highlight im Regal, das definitiv öfter mal wieder rausgezogen wird, wenn wir Lust auf epische Katzenabenteuer haben. Rabenpfote, du kleiner Emo-Kater – wir feiern dich!