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Warum soll man nicht auf bessere Zeiten hoffen: Ein Leben in Briefen

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Erstmalig: Victor Klemperers Leben in unveröffentlichten Briefen.

Er wurde postum weltberühmt durch seine Notizen über die Nazizeit. Doch zugleich war Klemperer – als Literat, Lehrender und Krisenreporter – unermüdlich bestrebt, auf die Gesellschaft einzuwirken, und verteidigte dies beharrlich in seinen Briefen: Zeugnisse eines mutigen Mannes, der die Hoffnung nie aufgab.

Wurde er als Junge von seinen älteren Brüdern mit drastischen Mitteln dazu erzogen, nicht jüdisch, sondern deutscher als deutsch zu sein – sie steckten ihn in einen orthopädischen Galgen, um ihm die »Haltungsschäden« auszutreiben –, musste er sich später gegenüber dem 1936 nach Amerika emigrierten Bruder rechtfertigen, weiter Deutscher sein zu wollen. Der aus dem aufgeklärten Bildungsbürgertum stammende Klemperer war überzeugt, dass persönliches Engagement unerlässlich ist, um die Demokratie zu erhalten. Es erweist sich gerade an ihm, wie elementar wichtig eine solche Haltung nicht nur für den Einzelnen, sondern für das Überleben einer humanen Gesellschaft ist. Ergreifend, erhellend, inspirierend – und ein Lesegenuss.

Briefwechsel mit Lion und Marta Feuchtwanger, Stephan Hermlin, F. C. Weiskopf, mit seinen Verlegern, Verwandten, Widersachern, Schicksalsgefährten u. v. a.

640 pages, Hardcover

Published June 14, 2017

6 people want to read

About the author

Victor Klemperer

72 books121 followers
Victor Klemperer (9 October 1881 – 11 February 1960) worked as a commercial apprentice, a journalist and eventually a Professor of Literature, specialising in the French Enlightenment at the Technische Universität Dresden. His diaries detailing his life under successive German states -the German Empire, the Weimar Republic, Nazi Germany and the German Democratic Republic- were published in 1995. His recollections on the Third Reich have since become standard sources; extensively quoted by Saul Friedlander, Michael Burleigh and Richard J. Evans.

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Profile Image for Jessika.
16 reviews
September 9, 2025
Die Briefwechsel zu lesen, war erst gewöhnungsbedürftig für mich, weil ich den Lesefluss immer wieder unterbrach, um die Anmerkungen oder die Namen der Briefpartner*innen nachzuschlagen. Letztlich ist es ein sehr berührendes und aufschlussreiches Werk, denn es zeigt, wie Victor Klemperer in der Nazizeit nach und nach Rechte entzogen wurden, wie er durch Glück überhaupt überlebte und wie die zunehmende Engstirnigkeit der DDR-Regierung aus anfänglicher Hoffnung auf eine bessere Gesellschaft zunehmende Frustration werden ließ.
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