Zwei unschuldige Geschwister in der Hand eines skrupellosen Kidnappers. Ein Polizist, der den eigenen Tod in Kauf nimmt, um ihre Leben zu retten.
An einem sonnigen Frühlingstag verschleppt ein Unbekannter den achtjährigen Simon und seine neun Jahre ältere Schwester Carla. Es geschieht am helllichten Tag und es gibt Zeugen, sodass Kommissar Lukas Sommer rasch eine heiße Spur findet. Beim Rettungszugriff gerät er jedoch in eine heimtückische Falle und verliert fast sein Leben. Als sich ihm eine zweite Chance bietet, setzt er alles daran, das Verbrechen zu sühnen. Aber sein Gegner ist ihm immer einen Schritt voraus.
Marcus Hünnebeck was born in Bochum, Germany, and studied economics at the university there before becoming an author. After self-publishing several successful titles in his home country, including Die Rache des Stalkers (The Stalker's Vengeance), Hünnebeck teamed up with Amazon Publishing for his latest release, Mark of Cain. Hünnebeck currently lives in the Rhineland.
Das Buch "Sommers Tod" wurde von Marcus Hünnebeck verfasst und erschien 2017.
Als die Geschwister Carla und Simon Holtzmann entführt werden, ermitteln Lukas Sommer und Lisa Jung in diesem Fall. durch einen Anruf kommen sie dem Entführer auf die Spur, doch die Spur stellt sich als Falle heraus und Polizeibeamte sterben. Lukas sommer ergreift die Chance und ermittelt seitdem verdeckt. Doch kommt er den Entführern auf die Spur?
Dem Autor gelingt es ein spannendes Lesevergnügen zu zaubern. Man fiebert von der ersten bis zur letzten Seite mit, wie die Geschichte zu Ende gehen wird. Zusätzlich kann man immer wieder mit den Protagonisten Situationen erleben, atemlos durch das Buch zu hetzen und trotz allem Mitdenkens oft wieder davor zu stehen, doch den falschen im Verdacht gehabt zu haben. Lukas Sommer ist zunächst ein sehr gewissenhafter Polizist, da er durch eine Sucht auf von Frau und Kind verlassen wurde. Er setzt alles daran die Entführungsopfer zu finden und lässt sich schließlich auf einen Deal als verdeckter Ermittler ein und täuscht seinen eigenen Tod vor, um den Entführer auf die Schliche zu kommen. Auch als verdeckter Ermittler kommt er oftmals aus dem gewissenhaften Polizistendenken nicht heraus, was ihm teilweise auch aus brenzligen Situationen heraus hilft. Der Autor bringt einem mit seinem Schreibstil dazu immer das Gefühl zu haben mitten drinnen im Geschehen zu sein. Das macht das Buch zu einem exzellentem, kurzweiligem Lesegenuss. Auch die innere Zerrissenheit des Protagonisten, ob er denn die richtigen Entscheidungen trifft oder getroffen hat, macht das Buch aus.
Jeder, der gerne spannende Thriller, wo man von Beginn bis zum Ende miträtseln kann, wer der Täter sein kann, ist mit diesem Buch bestens beraten. Von mir gibt es auf jeden Fall eine 100%ige Kauf- und Leseempfehlung.
Die 17jährige Clara und ihr 8jähriger Bruder wurden entführt. Sommer und seine Partnerin führen die Ermittlungen. Sie werden in eine Falle gelockt und Sommer's Partnerin stirbt. Daraufhin täuscht er seinen eigenen Tod vor und arbeitet fortan als verdeckter Ermittler. Er unterwandert eine Biker Gang. 3 Jahre später erhält er einen Hinweis, der zur Lösung des alten Entführungsfalls beitragen könnte.
Stellt Euch vor Ihr sitzt eines Abends vor dem Fernseher und seht Euch zuerst einen Film über eine Kindesentführung an und danach einen Thriller über Undercover-Agenten für das organisierte Verbrechen. Hier wurden diese beiden Geschichten einfach in einer zusammengefasst. Dafür wurden sie aber auch das wesentliche gekürzt und wirken (ähnlich wie bei Cloud Atlas) ziemlich unausgegoren. Keine ergibt eine vollständige Geschichte.
Der Entführungsfall ist die Rahmenhandlung und läuft irgendwie im Hintergrund ab. Sommer löst diesen am Ende auch eher durch puren Zufall als aufgrund seines Könnens als Ermittler. Wahrscheinlich hätte er ihn nie gelöst, wenn der Täter nicht wirklich ein paar saublöde (sprich ziemlich unglaubwürdige) Fehler gemacht hätte. Vor allem der Mittelteil des Buches, in welchem es primär um die Infiltration der Biker-Gang geht, ist ziemlich langweilig.
Ca. im letzten Viertel wird es dann endlich spannend. Hier sieht man, dass der Autor grundsätzlich ein guter Schriftsteller ist.
Die Geschichte ist aber auch irgendwie so an den Haaren herbeigezogen. Sie wirkt wie ein schlechter Hollywood-Film, der sich aber selbst zu ernst nimmt, weswegen man ihm diese Fehler stärker vorwirft.
Ich würde wahrscheinlich dem Autor noch eine Chance geben, aber nicht unbedingt noch ein Buch aus dieser Reihe lesen.
„Sommers Tod“ ist der erste Fall von Oberkommissar Lukas Sommer vom Autor Marcus Hünnebeck. Ich habe schon einige seiner Bücher gelesen und war auch hier wieder gespannt auf die Story. Der Schreibstil des Autor gefällt mir auch in diesem Buch wieder sehr gut. Er ist leicht zu lesen, auf den Punkt gebracht und die Spannung ist durchweg vorhanden. Die Handlung wird’s zum Großteil aus der Sicht von Lukas Sommer erzählt, aber auch die Sicht anderer Charaktere bekommt man zu lesen. Dieser Wechsel der Perspektiven gefällt mir sehr gut. Die Charaktere im Buch gefielen mir durchweg gut. Sie waren authentisch und gut ausgearbeitet. Lukas Sommer ist ein sympathischer Ermittler, mit Ecken und Kanten. Er ist nicht perfekt und hat auch den ein oder anderen Fehler in seiner Vergangenheit gemacht. Dies hat ihn aber zu dem gemacht, was er heute ist und seine Fähigkeiten als Ermittler sind wirklich sehr gut. Insgesamt gefiel mir seine Arbeit sehr gut und war spannend zu verfolgen. Das trifft sowohl für seine Fähigkeiten als Ermittler im Sinne von Hinweisen nachgehen und kombinieren, als auch auf seine Undercovertätigkeit zu. Dies und seine damit verbunden Gefühle und Gedanken waren vom Autor gut beschrieben und nachvollziehbar und ließen den Leser mitbangen. Vor allem beim Undercovereinsatz merkt man als Leser den Zwiespalt in ihm sehr deutlich. Zum einen ist er Polizist, zum anderen muss er in der Gang so handeln, wie andere Mitglieder. Alles in allem gefiel mir der Thriller sehr gut, ich konnte ihn kaum aus der Hand legen und hatte einige spannende Lesestunden. Daher vergebe ich volle fünf Sterne.
Marcus Hünnebeck weiß zu überraschen, lässt er den Titel seines Thrillers zwar ausgiebig wüten, jedoch auf unkonventionelle Art. Auch schafft er es, trotz der kompakten 304 Seiten, nicht nur einen Fokus zu präsentieren. Eine „simple“ Kindesentführung sollte das Leben der Ermittler Lukas Sommer und Lisa Jung gehörig auf den Kopf stellen.
Durch die Kürze der Geschichte lässt sich eine gewisse Grundspannung sehr gut aufrechterhalten, flüssiges Lesen ist garantiert. Wer aber ausführliche Hintergründe zu Charakteren gewöhnt ist, muss sich mit dem Nötigsten zufrieden geben. Der Vorteil: Details können nicht vom Wesentlichen ablenken. Der Fokus liegt darauf, die Handlung voranzutreiben. Doch Achtung: auch wenn wenig ablenkt, ist die Lösung für den Leser keinesfalls einfach zu erkennen. Nur sehr fein gestreute „Hintergrundgeräusche“ lassen sich im Nachhinein als Hinweise deuten.
Und hat man sich dann schon gut mit der etwas härteren, actionreichen und auch blutigen Gangart des Buches angefreundet, wird man am Ende unerwartet von Gefühlsduselei überfallen. Die etwas vom wirklich ansprechenden Rest des Thrillers abgerückten letzten Kapitel ließen mich kurz geschockt zurück. Für mich hat sich der Autor damit leider etwas den Gesamteindruck verhauen. Leser, denen die härteren Szenen aber weniger zusagen, werden sich darüber sicher freuen.
Ansonsten kommt das Buch nämlich großteils auch sehr gut ohne die Beschreibung überbordender Emotionen aus. Die braucht es gar nicht, denn beim Leser kann der Stoff auch so starke Gefühle wecken. Ich würde mich über weitere Thriller und Krimis mit Fokus auf harte Fälle und ebensolche Ermittlungen aber durchaus freuen. Da liegen meiner Meinung nach auch klar die Stärken Hünnebecks und noch viel Potential.