Als wäre sie in eine schräge Version von „Die Schöne und das Biest“ geraten, findet sich Ella in der Villa eines reichen Mannes wieder. Statt jedoch mit tollen Kleidern und Schmuck verwöhnt zu werden, soll sie putzen, während ihr Entführer eine Traumfrau nach der anderen mit nach Hause bringt. Welches Geheimnis verbirgt er? Weshalb sind manchmal Stimmen im Haus zu hören, obwohl niemand in der Nähe ist? Und warum gibt es diese seltsamen elektrischen Schläge, wenn sie aus Versehen seine Haut berührt? Ella ahnt, dass seine Hartherzigkeit nichts als Fassade ist … doch was wird sie dahinter finden? Vielleicht etwas viel Gefährlicheres?
„Verdammt! Kochen, putzen, waschen, bügeln – und das alles für diesen super-arroganten Schönling? Ein Traum. Genau so hab ich mir den Rest meines Lebens vorgestellt …“
4,5 🌟 von mir für diese doch außergewöhnliche Geschichte, die so komplett anders war, als ich erwartet hatte. Das Cover finde ich wunderschön, und ich mochte schon “Die vierte Braut” von Julianna Grohe, deshalb war ich sehr gespannt auf dieses Buch. Ich würde aber nicht zwingend sagen, dass es sich hierbei wirklich um eine „Die Schöne und das Biest“-Adaption handelt, denn mehr als das „Mädchen muss gegen ihren Willen im Herrenhaus einen reichen Mannes bleiben“-Motiv teilen sich die Geschichten eigentlich nicht. Ich wollte das nur mal erwähnt haben, falls es für jemanden eine große Rolle bei der Auswahl des Buches spielt 😉 Oh, und hat noch jemand gedacht, die Geschichte sei historisch angehaucht? Ist sie nämlich gar nicht 😅 Im Prinzip geht es um Ella, die vom steinreichen Crys entführt und in sein Anwesen verschleppt wird. Dort soll sie für alle Ewigkeiten seine Haushälterin/Putzfrau/Köchin sein, denn er hat ein Geheimnis, das auf keinen Fall an Licht kommen darf.
Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen. Die Handlung war eine gelungene Mischung aus spannend, kitschig, lustig, mitreißend, ziemlich schräg und abgefahren, und konnte mich auf jeden Fall packen. Ich wollte die ganze Zeit wissen, was als nächstes passiert, was dazu geführt hat, dass ich das Buch irgendwann nicht mehr aus der Hand legen konnte. Vor allem die Charaktere haben mir gut gefallen, denn selbst die Nebencharaktere waren vielschichtig. Auch der Altersunterschied von Ella und Crys hat mich nicht gestört. Ich habe lange überlegt, wie ich die Geschichte bewerten soll, aber sie hatte mich einfach, was soll ich sagen. Sie war sicher nicht perfekt, aber hat mich unheimlich gut unterhalten. Abzug gibt es trotzdem dafür, dass ich Entführungsgeschichten an sich nicht mag. Bisher konnte mich noch nie ein Täter davon überzeugen, das sein Handeln irgendwie gerechtfertigt ist oder seine Motive ihn irgendwie doch sympathisch erscheinen lassen. Hier fiel das auf Grund des Fantasy-Genres für mich aber nicht so ins Gewicht, also Glück gehabt, Crys 😉
Außergewöhnliche Story. Der Schreibstil ist angenehm, leicht, unterhaltsam und total anschaulich aber die Spannung lässt wirklich lange auf sich warten.
Mit Ella habe ich anfangs wirklich mitgefühlt so richtig warm bin ich aber nicht mit ihr geworden. Ich war genervt von ihrer Naivität, ihr Sarkasmus war oft gut, dann aber manchmal auch zu viel und unreif. Wirklich toll fand ich nur den Gärtner und die Tiere. Die Figuren sind toll gezeichnet, sogar Crys wechselnde Freundinnen sind interessant und lebendig beschrieben.
Super finde ich auch, dass wir das Ende aus Crys Sicht bekommen, was ihn etwas nahbarer macht. Obwohl ich nicht nachvollziehen kann, wie genau zwischen den beiden Gefühle entstanden sind, dazu hätte ich gerne mehr gelesen und weniger vom Alltagstrott in der Villa. Und das Ende selbst ist schon zu perfekt.
Bei einer Version von "die Schöne und das Biest" hätte ich doch etwas mehr erwartet...
Als wäre sie in eine schräge Version von „Die Schöne und das Biest“ geraten, findet sich Ella in der Villa eines reichen Mannes wieder. Statt jedoch mit tollen Kleidern und Schmuck verwöhnt zu werden, soll sie putzen, während ihr Entführer eine Traumfrau nach der anderen mit nach Hause bringt. Welches Geheimnis verbirgt er? Weshalb sind manchmal Stimmen im Haus zu hören, obwohl niemand in der Nähe ist? Und warum gibt es diese seltsamen elektrischen Schläge, wenn sie aus Versehen seine Haut berührt? Ella ahnt, dass seine Hartherzigkeit nichts als Fassade ist … doch was wird sie dahinter finden? Vielleicht etwas viel Gefährlicheres? Quelle: drachenmond.de
Meinung:
"Das Mädchen, das er auserwählt hatte, stapfte in der Dämmerung mit gesenktem Kopf die Straße entlang, die Kapuze der schwarzen Jacke tief ins Gesicht gezogen."
Das Cover ist wirklich schön, es verrät nicht viel vom Inhalt und strahlt doch etwas düsteres aus, welches durch das dunkle Rot noch verstärkt wird. Die Rosen stellen eine Verbindung zu dem Märchen "Die Schöne und das Biest" her, diese sind auf dem Print noch sehr schön verziert, dies sieht man auf dem Bild leider nicht. Insgesamt ist es ein tolles Cover geworden.
Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt leicht und toll. Julianna Grohe schreibt sehr anschaulich und bedient sich einiger Stilmittel, welche gut eingesetzt werden und auch nicht zu oft auftreten. Geschrieben ist das Buch aus Sicht von Ella in der Ich-Form, dadurch bekommt man sehr viele ihrer Gedanken zu lesen und kann sich gut mit ihr identifizieren, denn die Autorin gestaltet all ihre Figuren sehr authentisch. Der Satzbau sowie die Wortwahl sind nicht komplex und erschweren dadurch auch nicht das Lesen.
Zu Beginn lernen wir Ella kennen, sie ist von zu Hause abgehauen, da ihr Vater Probleme hat und sie es nicht mehr ausgehalten hat. Doch dann wird sie in ihrem Heim von einem Fremden überrascht, der sie entführt. In seiner Villa soll Ella nun für Crys und seine Freundin putzen, kochen und sich um die Tiere kümmern. Schon bald merkt sie, dass in diesem Haus nicht alles mit rechten Dingen zugeht.
Lange habe ich auf ein neues Buch von Julianna Grohe gewartet und es dann auch gleich vorbestellt. Der Klappentext hat mich schon etwas stutzig gemacht, aber bei einer meiner liebsten Autorinnen, dachte ich mir, dass ich nichts falsch machen könne. Der Beginn war auch schon sehr spannend, das erste Kapitel handelt gleich von Crys und wie er Ella beobachtet, alle folgenden Kapitel sind dann aus Ellas Sicht geschrieben. Die Handlung nimmt rasch an Fahrt auf, Ella geht nur einen Tag zur Schule bevor sie entführt wird und in dieser Zeit erfährt man auch einige Dinge über sie, wie etwas warum sie von zu Hause abgehauen ist, dass sie pummelig ist und nicht die Allerschönste und dass sie von ihren Mitschülern gehänselt wird.
Ab dem Moment, in dem sie in der Villa von Crys, ihrem Entführer, wach wird, schreitet die Handlung langsam voran, es gibt viele Szenen in denen Ella mit Summer oder Cry redet, flüchten will oder das Haus erkundet während sie ihre Arbeiten erledigt. Hier kam eher selten Spannung auf, trotzdem flog ihr nur so durch die Seiten, da der Schreibstil so angenehm zu lesen war und ich wissen wollte, was denn nun als nächstes passiert. Diese Grundidee, dass Ella entführt wird um den Haushalt zu führen, welcher ein Geheimnis verbirgt, fand ich ziemlich spannend und ich war neugierig, was es denn nun mit Chris und den seltsamen Vorfällen in der Villa auf sich hat. Diese wurde auch gut umgesetzt, dennoch hatte ich zwei Probleme mit dem Buch, welche mit während des Lesens nicht mehr aus dem Kopf gingen.
Einerseits haben wir hier das Stockholm Syndrom. Dieses wird hier romantisiert und mit dem kam ich nicht klar. Ella wird zuerst nicht gut von Crys behandelt, einmal würgt er sie sogar, er hat Topmodel Freundinnen und stört sich nicht daran Ella immer wieder daran zu erinnern, dass er sie hässlich findet. Trotzdem verliebt sie sich in ihn, zwar merkt sie, dass ihre Gefühle so nicht sein sollten und problematisch sind, aber das hält sie nicht davon ab sich Crys immer wieder zu nähern. Ich habe bereits ein Buch mit diesem Syndrom gelesen, doch hier war es mir zu viel, ich konnte es nicht nachvollziehen, da Crys einfach nur ein Arsch zu Ella war und sich auch im Laufe der Geschichte nicht sonderlich geändert hat.
Mein zweites Problem war das Alter der beiden. Crys ist Mitte zwanzig und Ella ist zu Beginn des Buches noch 16 Jahre alt. Wäre sie schon erwachsen würde es mich nicht so stören, aber dieser Unterschied von 10 Jahren war mit in diesem Zusammenhang zu viel und ich bekam den Gedanken nicht aus dem Kopf. Durch diesen großen Altersunterschied wurde mir der Lesespaß bei einigen Stellen sehr versaut.
Crys ist ab der ersten Seite ein Arsch, das ändert sich erst gegen Ende des Buches. Man erfährt im Laufe der Geschichte mehr über ihn und auch, was das Übernatürliche in dem Buch ist, trotzdem mochte ich ihn nicht lieber. Zwar ist er ein sehr interessanter Charakter, da er anders, aufbrausend und doch auch einfühlsam sein kann, doch Sympathie konnte ich für ihn nur wenig aufbringen, Mitleid schon gar nicht. Ella hingegen war mir sofort sympathisch, da sie keine typische Heldin ist, sondern auch ihre Fehler hat und ist nicht immer lieb und nett, sie kann ihre eigene Meinung sagen und steht auch dazu. Sie behält sich diese Eigenschaft und verliert sie nicht, nur weil ein Schönling daherkommt.
Das Übernatürliche habe ich in dieser Form noch nicht gesehen, es hat mir aber sehr gut gefallen. Erst gegen Ende wird bekannt, was Crys denn nun wirklich ist bzw. was sein Fluch ist. Hier gab es hin und wieder schon Hinweise, da er öfter von seinen Freunden Besuch bekam und sich jedes Jahr eine neue Freundin suchen musste, da es dieses mit der Zeit immer schlechter ging. Ständig habe ich mich gefragt wieso und die Auflösung hat mir letztendlich sehr gut gefallen, das hat die Autorin geschickt eingefädelt. Auch die Tiere, Arthur der Hund und James der Kater, war einfach nur süß und sehr gut ausgearbeitet, sie spielen eine tragende Rolle in dem Buch und ich habe sie sofort ins Herz geschlossen. Ebenso den Gärtner, der freiwillig bei Crys wohnt und für ihn arbeitet. Allgemein waren alle Charaktere auf ihre Art besonders und haben einen wichtigen Part gespielt, es kamen keine überflüssigen Szenen vor und es wurde, meiner Meinung nach, auch nicht in die Länge gezogen da jede Szene wichtig war für das Ende des Buches.
Das Ende selbst hat mir eher mäßig gefallen, es gibt bessere und wie ich schon sagte bin ich kein Fan von Crys. Hier hätte ich mir etwas anderes gewünscht, aber man kann nun mal nicht alles haben. Durch den spannenden Abschluss aber gab es nochmal einen kleinen Höhepunkt, ich habe begannt gelesen, wie es mit den Charakteren ausgeht und war einfach gefesselt.
Ella ist ein mutiges Mädchen, das sich nichts befehlen lässt und immer versucht ihren Kopf durchzusetzen. Sie verliert nie ihre Art und bleibt sich selbst treu.
Crys ist ein unbeherrschter Mann, der sich oftmals nicht im Griff hat und seine Wut an Ella auslässt. Manchmal blitzt eine andere Seite durch, diese Momente sind aber eher selten.
Fazit:
Wären nicht diese beiden großen Minuspunkte, würde ich ohne nachzudenken 5 Sterne geben, aber da ich mit dem Alter und dem Stockholm Syndrom in diesem Buch nicht zurecht kam, ansonsten aber alles super war und mich richtig fesseln konnte, kann ich leider nur 3 von 5 Sterne vergeben.
Ich habe in letzter Zeit einige Bücher vom Drachenmond Verlag gelesen :). "Räuberherz" habe ich eher zufällig gefunden und da es sich um ein Retelling von "Die Schöne und das Biest" handelt, musste ich es natürlich einfach lesen :D.
Meine Meinung:
Im Gegensatz zu den Versionen von "Die Schöne und das Biest", die wir kennen, wird die Protagonstin Ella in diesem Buch entführt und muss fortan im Haus ihres Entführers putzen.
Mehr möchte ich gar nicht verraten, denn es ist viel spannender alles nach und nach zu erfahren ;).
Die Protagonistin Ella war mir sehr sympathisch. Durch ihren Vater hatte sie es in ihrem Leben teilweise nicht leicht und in der Schule hat sie kaum Freunde und wird sogar gehänselt. Trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen und gibt nicht auf. Auch nach ihrer Entführung gibt sie nicht klein bei, sondern bleibt schlagfertig und dadurch hat sie mich immer wieder zum schmunzeln gebracht.
Es hat eine Weile gedauert bis ich mit Crys warm geworden bin, da er doch sehr verschlossen und teilweise (besonders am Anfang) gemein war. Nach und nach habe ich aber auch ihn ins Herz geschlossen.
Die Autorin hat einen sehr flüssigen und lockeren Schreibstil, der einen geradezu durch die Seiten fliegen lässt. Auch die Handlung konnte mich packen und nachdem ich unbedingt wissen musste wie die Geschichte endet, habe ich die letzten Seiten richtig verschlungen. Eine der Auflösungen fand ich etwas merkwürdig, ich möchte hier jetzt nicht mehr dazu schreiben, aber es wirkte schon ein kleines bisschen an den Haaren herbeigezogen. Darüber kann ich aber hinwegsehen ;).
Außerdem hat mich der Altersunterschied zwischenzeitlich ein bisschen gestört, denn Ella, die zu Beginn der Geschichte 16 ist, wirkte auf mich noch sehr jung (eher wie 15). Ja, nach und nach erscheint sie einem älter, aber Crys ist 26? Zum Ende hin (Ella ist dann ja auch schon älter) hat es mich nicht mehr wirklich gestört, aber ein paar Jahre weniger Altersunterschied wären schön gewesen :).
Fazit: Eine wunderschöne und moderne Version von "Die Schöne und das Biest", die einen richtig fesseln kann :)
Ich liebe Julianna Grohes Roman "Die vierte Braut" und hatte gehofft, dass ich "Räuberherz" ebenso lieben würde, dem war aber leider nicht so. Für mich ist "Räuberherz" einer dieser Romane, die ich auf eine gewisse Art und Weise gut fand, aber bei dem es einfach so viele Punkte gab, die mich gestört haben, dass ich dem Roman einfach keine bessere Bewertung geben konnte. Und die negativen Punkte haben mich besonders im ersten Drittel immens gestört, während die positivem Aspekte im letzten Viertel überwogen haben.
Trotz aller Kritik, die jetzt folgend wird, fand ich den Roman wirklich fesselnd, sonst hätte ich ihn auch nicht an einem Abend durchgelesen. Am Anfang hatte ich Probleme mit dem Schreibstil, aber so ging es mir auch bei "Die vierte Braut". Er wirkte irgendwie holprig und lies sich nicht sonderlich flüssig, aber nach einiger Zeit hat sich das gegeben und der Schreibstil ist mir nicht mehr so aufgefallen. Auch die Ideen mit denen Julianna Grohe ihre Version von "Die Schöne und des Biest" variiert hat fand ich teilweise sehr originell und spannend, auch wenn ich besonders am Ende ein paar Erklärung sehr weit hergeholt und damit etwas unglaubwürdig fand. Auch wurde für meinen Geschmack viel zu wenig wirklich erklärt, die ganzen Mechaniken hinter den wurden leider nicht genauer erklärt, sondern nur kurz erwähnt und das war's. Das fand ich etwas schade, weil ich mir mehr Informationen gewünscht habe.
Auch Ella hat mir sehr gut gefallen. Sie war stark und mutig, aber auch traurig und verzweifelt, was für mich sehr gut nachvollziehbar war. Ich fand es zwar unglaubwürdig, dass sie sich so schnell in Crys verliebt hat, dass hat für mich aber weniger mit ihrem Charakter zu tun als mit der Story (und dazu komme ich später noch einmal). Insgesamt war sie aber wirklich tolle Heldin, die sich endlich mal nicht nur hat retten lassen und realistische Gefühle gezeigt hat (abseits von der Liebesgeschichte jedenfalls).
Nun zu den negetiven Aspekten der Geschichte, die es leider zuhauf gab.
Zum einen war Crys am Anfang einfach nur ein riesengroßes Arschloch. Hallo, er entführt eine 16-jährige, droht ihr sie umzubringen, wenn sie nicht für ihn arbeiten will und beleidigt sie ständig, in dem er sie hässlich nennt und erniedrigt. Ach, und handgreiflich wird er auch! Es gibt eine Szene, da würgt er Ella, weil sie ihn (verständlicherweise) provoziert hat. Ich habe prinzipiell nichts gegen Arschloch-Helden, aber Crys ist für mich nicht einmal ein Held, sondern nur ein Arsch. Es gab Szenen in der ersten Hälfte, da habe ich ihn als Helden gehasst und war einfach nur noch sauer. Wieso muss er gerade eine Minderjährige entführen? Das ist einfach krank und falsch! In dem sehr modernen Setting des Romans ist das einfach nicht zu entschuldigen, in einem historischen oder High Fantasy Setting hätte ich es viel eher akzeptieren können. Und dann auch noch aus so einem dämlichen Grund. Aber sie hatten es ja probiert, aber es hat nicht funktioniert. Und dann entführt man einfach ein Mädchen, das gerade von Zuhause abgehauen ist, weil ihr Vater ein gewaltätiger Trinker ist. Sehr gute Idee, nicht! Und was ich überhaupt nicht verstanden habe ist wie Crys später behaupten kann, er wollte nur das Ella glücklich ist. Hallo!? So sicher nicht! Was ich dann auch lächerlich fand ist, dass er Wahrscheinlich hat Julianna Grohe das so eingefügt, damit es rechtlich in Ordnung ist, aber ganz ehrlich. Niemand hätte sich daran gestört, weil er eine minderjährige ENTFÜHRT hat. Sie war am Ende fast volljährig, ist dann für mich zumindest weniger fragwürdig. Aber nun gut, jeder hat halt andere Grenzen, die er nicht überschreiten will...
Was mich sehr gestört hat, war dass das "Stockholm Syndrom" Problem hier extrem, EXTREM präsent war. Für mich gibt es keinen anderen Grund wieso sich Ella in Crys verlieben sollte, bei seinem Verhalten. Doch natürlich, er sieht ja soooo toll aus, was sonst. Scheiß auf die Entführung. Ella merkt zwar selber, dass ihre Gefühle problematisch sind, aber sie kann nicht anders als sich in ihn zu verlieben und ich fand, dass das einfach nicht so gut gelöst war. Crys hatte viel zu viel Macht über Ella als sie sich in ihn verliebt, nicht nur weil er sie entführt auch, sondern auch weil er offensichtlich körperlich mächtiger ist. Klar, bei dem "Schöne und das Biest" Thema bleibt das "Stockholm Syndrom" Problem nicht aus, aber hier war es doch auffälliger als in vielen anderen Romanen, weil Crys einfach nicht nett genug ist, um seine "Schattenseite" auszugleichen.
Und weil wir gerade bei Sachen sind, die mich gestört hat, hier ist noch ein Punkt. Dieser mag andere nicht stören, aber für mich ist das ein großes No-Go. Und das ist etwas, dass ich einfach nicht mag. Am Anfang ist das okay, aber nicht in der zweiten Hälfte der Geschichte, wenn sich beide Charaktere ineinander verliebt haben. Ja, ich weiß, dass er es tun MUSS, aber das heißt nicht, dass ich es mag. Und das Ella dann auch noch am Ende Crys und seine dritte(!) Freundin beim Sex überrascht musste nicht sein. Er befriedigt sie oral und ja, hat keinen Spaß daran, aber was sein muss muss sein, ne?
Die Geschichte ist an 'Das Schöne und das Biest' in sehr modernen Form gekoppelt. Hier verlässt man richtig die Realität. Obwohl die Story in den USA spielt, hat die Story keinen amerikanischen Stil sondern einen richtigen deutschen Touch. Ich konnte das Buch absolut nicht aus der Hand legen.
“Einen spielsüchtigen, gewalttätigen Vater, das Mobbingopfer der Klasse, eine verlassene Ruine als Schlafplatz, nichts zu essen und nicht mal Geld für Deo. Eigentlich dachte Ella, dass es nicht viel schlimmer kommen kann. Doch dann wird sie plötzlich mitten in der Nacht von einem, wie sie leider feststellen muss, extrem gutaussehenden Typen entführt. Anstatt sie allerdings zu vergewaltigen, wie Ella es befürchtet hat, verlangt er, dass sie bei im putzt und für ihn kocht. Schräger geht es wohl nicht mehr. Aber da hatte Ella sich, mal wieder, gewaltig geirrt.“⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ ⠀⠀⠀⠀ Da mir „Die vierte Braut“ von Julianna Grohe schon so gut gefallen hat, habe ich mir gleich Räuberherz besorgt und es hat mich tatsächlich noch besser gefallen! Ich wurde vorgewarnt, dass Cry nicht leicht zu mögen sein würde und während ich die Gründe dafür durchaus verstehe, finde ich es doch erstaunlich, wie schnell ich mich in Crys verliebt habe. Und zwar nicht so, wie man sich als vierzehnjährige in einen glitzernden Vampir verknallt ( Danke an Ella für die Referenz ;) ) sondern in den Charakter an sich. Seine Entwicklung. Klar hätte ich gerne auch mal ein Buch ( oder eine Katze ) nach ihm geworfen, aber ich denke, dass ich es mit 26 einfacher habe, ihn zu durchschauen, als ich es vielleicht mit 16 gehabt hätte. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Mir gefällt der Schreibstil extrem gut und die Charaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen. Ich hoffe, dass es Honey und Summer gut geht. Und Grace kann von mir aus in der Sauna verschmoren. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Falls ihr Räuberherz noch nicht gelesen habt: Packt es auf jeden Fall auf eure Liste für 2018!
This entire review has been hidden because of spoilers.
Der Altersunterschied zwischen den Protagonisten ist an sich nicht schlimm, finde ich. Aber man hätte Ella einfach 1 Jahr älter machen können, dann wäre das Thema "Minderjährig" nicht gewesen. So wurde es mit ein paar Sätzen abgehandelt, was mich irgendwie gestört hat.
Der Tod des süßen Arthur war einfach nur unnötig und gemein!! Das hätte es für die weitere Geschichte nicht gebraucht. Hat mir zu guter Letzt den Lesespaß komplett vermiest ...
Ich brauchte länger um in die Geschichte reinzukommen, denn Crys Verhalten hat mich wirklich genervt und auch mit Ella wurde ich erst nicht ganz warm. Ca nach der Hälfte entwickelte das Buch dich einen guten Sogar, obwohl auch dann ab und an Szenen waren, wo ich ein wenig die Augen verdrehen musste. Diese "Schöne und das Biest" Story im modernen Setting entwickelte sich nach und nach, spätestens als man erfuhr, was der Entführer verbirgt. Und ich liebe James und Arthur als Figuren. Ella's kämpferische Art konnte mich zum Ende hin doch überzeugen.
öllig ungeplant befindet sich Ella plötzlich in der Villa eines arroganten und reichen Schnösels wieder, nachdem er sie entführt hat. Putzen, kochen, Waschen und alles, was sonst noch im Haushalt anfiel, sollten ihre täglichen Aufgaben sein. Alles Tassen im Schrank hatte der Kerl nicht, oder? Eingesperrt in seinem Haus, bleibt ihr nichts anderes übrigens, als sich ihrem Schicksal zu fügen. Das ihr Entführer eine Frau nach der anderen mit nach Hause bringtm bleibt ihr nicht verborgen. Wie auch, wenn sie dauernd mit ihm zusammen hängen muss. Aber warum tut er das? Welches Geheimnis verbirgt sich hinter dieser harten Fassade? Und warum fühlt sie dieses Kribbeln in ihrem eigenen Körper, wenn sie ihn nur berührt? Wer ist der geheimnisvolle Entführer wirklich und warum hat er ausgerechnet Ella entführt? Als sie es endlich herausfindet, scheint es fast zu spät und nicht nur sie begibt sich in größte Gefahr.
Die Schöne und das Biest ist eines meiner Lieblingsmärchen. Diese Adaption war wie geschaffen für mich und der Schreibstil der Autorin hat mich sofort in den Bann ziehen können. Schon von der ersten Seite an. Ella ist ein Mädchen, dass eigentlich mehr schlecht als recht ihr Leben lebt. Von ihrem Vater im Stich gelassen, lebt sie in einer alten Villa. In der Schule wird sie von allen - ausser von ihrer besten Freundin Jenna - gehänselt, was es ihr nicht unbedingt einfacher macht, zu zerbrechen. Im Gegenteil, sie gibt nicht auf und versucht ihr Innenleben mit Sarkasmus, Witz und Humor zu überspielen. Auch, als sie con Cyrs entführt wird, versucht sie sich nicht anmerken zu lassen, wie unbehaglich ihr zumute ist. Wie sehr Cyrs ihr Angst macht. Oft genug hat sie mich mit ihrer Schlagfertigkeit zum Schmunzeln bringen können. Sie ist oft genug über sich hinausgewachsen, auch wenn sie sich dessen manchmal nicht bewusst war. Manchmal war sie aber eben auch einfach, das schüchterene 16jährige Mädchen, dass sich nach nichts mehr sehnt, als ein wenig Zuneigung und Vertrauen, nach Respekt. Dieser Spagat hat mir wirklich gut gefallen und Julianna Grohe konnte ihn wirklich gut umsetzen. Anfangs habe ich nicht verstehen können, warum sich Ella in ihn verlieben konnte. Seine Art und Weise wie er sie behandelt, konnten unmöglich Gefühle in ihr auskösen. Dachte ich zumindest.
Cyrs war mir anfangs echt mega unsympatisch. Ich konnte gar nicht so viele Bratpfannen zücken, wie ich sie ihm an den Kopf werfen wollte. Ich konnte echt nicht nachvollziehen, warum er Ella - oder Bella, wie er sie immer nannte - wie Abschaum behandelte. Wie jemanden, der es nicht mal wert war, sich in seiner Nähe aufzuhalten. Im Laufe der Geschichte zeigt er weichere Züge, lässt Ella hinter seine harte Schale blicken. Diese Momente waren mein kleiner Lichtblick und als er Ella dann endlich offenbart hat, warum er so handelt, konnte ich ihn sogar wieder ein Stück weit verstehen. Die zarte Liebesgeschichte, die sich zwischen den beiden - trotz seiner wechselnden Frauenbekanntschaften - anbahnt, war für mich wirklich gut ins Geschehen eingebunden.
Meine heimlichen Stars waren jedoch, die beiden Haustiere, sowie der Gärtner. Und diesmal ist er nicht schuld. Er war für Cyrs da, als es ihm wirklich dreckig ging. Er war für ihn da, als es alle anderen nicht mehr mit ihm aushielten und er war es auch, der ihn immer wieder auffing. Seine grummelige Art war mir von Anfang an total sympatisch und ich fand es teilweise echt .. ja, wirklich süß, auf welche Art und Weise Ella versucht hat, sein Herz zu erweichen.
Mit Spannung, Romantik, Gefühl und viel Witz und Humor hat Julianna Grohe dafür gesorgt, dass ich das Buch förmlich verschlungen habe. Der Schreibstil war tooll, die Charaktere gut ausgearbeitet und mit jeder Menge Ecken und Kanten. Mit einem Spannungsbogen, der mich zum Ende hin erst recht ans Buch gefesselt hat. Ich kann und muss es euch einfach empfehlen, denn mich konnte es wirklich begeistern. ♥
Mit dem Lieblingszitat aus dem Buch empfehle ich euch ein Buch, was sich mit sämtlichen Charakteren, Handlungen und Hintergründen regelrecht in mein Herz geschlichen hat.
"Das Wichtigste gehört dir ja schon. Mein Herz."
Danke, Julianna, für dieses wunderbare Leseerlebnis.
Zu Beginn muss ich sagen, dass ich das Buch eigentlich nur angefangen habe zu lesen, weil ich eine spontane Freistunde hatte, kein Buch dabei hatte und das eines der E-Books war die ich mal als Schnäppchen gekauft habe und das dann in der Versenkung meiner Kindle App verschwunden war. Und ich hasse mich etwas, dass ich nicht eher damit angefangen habe.
Schreibstil Ich mag den Schreibstil von Julianna Grohe wirklich sehr. Ich mochte schon die vierte Braut von ihr sehr gerne, auch wenn es von der Geschichte her ziemlich anders war. Der Schreibstil war sehr locker und man ist einfach so durch die Seiten geflogen.
Geschichte Das war wirklich mal was neues! Man kennt es ja bei Fantasy Romanen, dass sich einige Dinge immer wieder wiederholen. Hier war es mal was besonderes, ich sag aber besser mal nicht wieso ^^.
Charaktere Ella Ich fand Ella soooo wahnsinnig cool! Sie war mal eine Protagonistin, die wirklich ihren eigenen Kopf hatte und dabei (meistens) nicht wie ein trotziges Kleinkind war. Sie war mutig und ich finde man konnte ihre Handlungen echt gut nachvollziehen. Allerdings wirkten einige ihrer Sprüche zu gestellt. Das hat mich leider im Verlauf der Geschichte etwas gestört.
Crys Ach ja. Der mysteriöse Crys. Ich fand er war als Figur wirklich gut ausgearbeitet. Irgendwie war alles sehr stimmig und seine Geschichte, Handlungsweisen und Gefühle kamen sehr gut rüber, auch wenn man aus seiner Sicht nicht viel geschildert bekommt.
Fazit Ich hab das Buch in einem Zug weginhaliert! Es war einfach eine richtig tolle Geschichte. Sogar die Nebenfiguren habe ich (großteils) ziemlich in mein Herz geschlossen. Allerdings gab es eine Sache die mich gestört hat: das Ende kam mir zu plötzlich. Ich finde das Buch hätte locker noch 1-2 Kapitel vertragen können. Zudem muss ich sagen, dass ich persönlich der Meinung bin, dass das Buch recht wenig mit die Schöne und das Biest zu tun hat. Vielleicht liegt es daran, dass ich das Original nicht mehr so vor Augen habe, oder vielleicht wurde ich einfach von Disney gebrainwasht. Auf jeden Fall finde ich es hatte mehr Aspekte eines "Vampirromans" auch wenn es keine Vampire gab (das erklärt sich beim lesen 🙈) als einer Märchenadaption. Trotzdem hab ich das Buch wahnsinnig toll gefunden und kann es wirklich jedem wärmstens empfehlen der auf starke weibliche Figuren und ein bisschen Mystery steht ^^
Als ich das Cover gesehen haben, wusste ich nicht auf was ich mich einlasse. Der Titel und das Bild ließen alles offen. Was soll ich sagen. Es hat mir gefallen. Auch wenn ich wahrscheinlich 30 bis 35 Jahre zu alt bin für das Buch. Smile. Es war sehr schön zu lesen. Die beiden Hauptcharaktere Ella und Crys sind super beschrieben und glaubhaft.
Ich habe das Buch vor Jahren das erste Mal gelesen und liebe es immer noch. Ich kann gar nicht so recht in Worte fassen, was mir dieses Buch bedeutet. Für mich war es auch beim zweiten Mal lesen ein Wirbelsturm an unterschiedlichsten Gefühlen und ich kann das Buch nur fest an meine Brust drücken und hoffen, dass es mir nie verloren geht. Ellas Geschichte bedeutet mir wirklich viel und auch, wenn es sicherlich Punkte gibt, die man heute kritisch beleuchten könnte, habe ich das Herz dennoch ein weiteres Mal fest in mein Herz geschlossen und habe nicht vor, es wieder loszulassen🥺❤
Die Story hat alles, was zwingend notwendig ist, um eine Schöne und das Biest Storyline komplett zu machen. Ein großes Haus, ein gemeiner Typ, eine Entführung, eine Bücher-lesende Heldin, redende Tiere und lebendige Pflanzen. Hinzu kam noch ein Blaubart-ähnliches, verbotenes Zimmer und eine Reihe von Mysterien, die sich um den Hauseigentümer rankten.
Obwohl es sich hier ganz eindeutig um ein Jugendbuch handeln soll, ist das Ganze mit Vorsicht zu genießen; die Hauptgeschichte mit den zwei Protagonisten ist zwar zahm, der Rest aber durchaus nicht ohne und für Kinder ungeeignet.
Die Entführung der Heldin bleibt bis zum bitteren Ende zwar erklärt aber dennoch unplausibel und von weit hergeholt, der Ausblick in die Zukunft vage. Der Anfang des Buches hat sich unheimlich gezogen und weder die Narration noch die Dialoge konnten mein Interesse fesseln. Der einzige Grund, warum ich das Buch zuende gelesen habe, ist, weil ich wissen wollte, was mit Crys los ist. Wie bei einem Krimi, wo man nur wegen des Mörders weiterliest, den man noch nicht zweifelsfrei identifizieren konnte.
Crys ist ein toxischer, schwieriger Typ. Er ist Gewalt nicht so abgeneigt wie er es laut eigenen Angaben sein sollte, er droht, schreit, schubst und krawallt. Seine Verhaltensmuster bieten keinerlei Grundlage für den Glauben, er könne beziehungsfähig sein. Im Gegenteil, er könnte eine Anti-Agressions Therapie gut gebrauchen.
Was die Auflösung des Mysteriums angeht, war ich sehr zufrieden. Nur fehlte mir leider eine bessere, detailliertere Auseinandersetzung mit der Problematik
Insgesamt handelt es sich bei Räuberherz um ein Buch mit wenig Höhen, weniger Glaubhaftigkeit und weniger literarischem Wert als Jane Eyre (welches ich hasse). Die Charaktere sind langweilig und aufmüpfig (Ella) oder toxisch und gewalttätig (Crys). Wer sowas wirklich lesen will, also 14 bis 17 Jährige Mädchen ohne Erfahrung mit Jungs, hat vielleicht seinen Spaß daran. Für mich sind es nur 2 Sterne. Aber die Idee fand ich cool. Ich hätte mich gefreut, wenn das Buch sich weniger an einschlägigen Exemplaren seines Genres orientiert hätte. Dann wäre vielleicht auch ein annehmbarer Roman daraus geworden.["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>["br"]>
Bei dem Buch Räuberherz handelt es sich um eine Märchenadaptionen. Bei der die Autorin es meiner Meinung nach geschafft hat die Geschichte von der Schönen und dem Biest wunderbar umzuwandeln in eine moderne und interessante Version. Das Cover ist wunderschön und im Nachhinein total passend zu der Geschichte die sich dahinter verbirgt. Die Protagonisten fand ich authentisch und spannend ausgearbeitet, da sie meiner Meinung nach außergewöhnlich waren. Besonders gut gefallen habe mit Ella mit ihrem frechen Mundwerk und Mr. Morris mit seiner mürrischen aber trotzdem fürsorglichen Art. Auch sonst fand ich den leichten und modernen Schreibstil der Autorin sehr erfrischend und super zu lesen. Besonders gut an der Geschichte fand ich den Spannungsbogen. Es passieren ständig neue Dinge die man zwar teilweise vorher sehen kann stellenweise aber auch unerwartet kommen. Gerade das hat mich persönlich total an das Buch gefesselt. Alles in allem fand ich diese Version von die Schöne und das Biest wunderbar und kann es nur weiterempfehlen.
Vom Cover und der Tatsache, dass es sich hierbei um eine Märchenadaption handelt, angelockt, spielte ich schon eine ganze Weile mit dem Gedanken, mir dieses Buch zu besorgen. Das Schicksal meinte es gut mit mir, als es dann plötzlich bei Kindle Unlimited verfügbar war. Ich zögerte keine Sekunde und lud es mir herunter. Leider hatte ich mir mehr von diesem Buch versprochen, als es mir letztendlich geben konnte, denn abgesehen von den sprechenden Haustieren, konnte mich nur wenig an diesem Buch begeistern.
Beginnen wir mit unserer rebellischen Protagonistin Ella, die mir auch nach 200 Seiten noch immer nicht ans Herz wachsen wollte. In der Regel macht mir eine fehlende Sympathie zu den Protagonistin nur wenig aus, da viele Bücher in diesem Fall oft an anderer Stelle glänzen können und ich es nur natürlich finde, dass nicht alle Persönlichkeiten meinem eigenen Charakter entsprechen. In diesem Fall jedoch hatte ich massive Probleme damit, da sich die fehlende Verbindung weder durch einen anderen Charakter, noch durch eine spannende Handlung ausgleichen ließ. Hinzu kam, dass der Leser die Protagonistin über mehrere Tage hinweg begleitet, die sie größtenteils abgeschottet von anderen Lebewesen verbringt. Hat man keinen Bezug zu deren Charakter, kann das mitunter recht ermüdend wirken. Mit Crys, als ihren männlichen Gegenpart, hatte ich dagegen ein ganz anderes Problem, welches ich in letzter Zeit in vielen Büchern beobachten konnte: unstimmige Persönlichkeitszüge. Einerseits ein unnahbares, hartes Auftreten -nicht selten inklusive Handgreiflichkeiten; andererseits der liebevolle Blick und die herzzerreißenden Liebesgeständnisse. In meinen Augen passt das nicht zusammen. Natürlich gibt es auch im realen Leben diese typischen Badboys, die eine harte Schale mimen, um ihren weichen Kern zu verbergen. Nichtsdestotrotz ist es eine Gradwanderung, solche Charaktere in das eigene Buch einzubauen. Es gilt, den richtigen Mittelweg zu finden, der den inneren Zwiespalt, die Zerrissenheit eines Charakters darstellt, aber ihn zugleich plausibel erscheinen lässt. Oft sind in meinen Augen die in diesen Fällen beschriebenen Charakterzüge derart unterschiedlich, dass sie sich kaum in einer Persönlichkeit vereinen lassen. Leider war das auch bei diesem Buch hier wieder der Fall. Crys‘ herrische und zugleich liebevolle Art, haben für mich an keiner Stelle harmoniert, was den Charakter schlichtweg zerstörte.
Eine weitere Unstimmigkeit betraf den Erzählstil der Autorin. Dieser war für eine in den Vereinigten Staaten spielende Handlung schlichtweg zu ... deutsch.
Positiv hervorzuheben ist die Handlung an sich, denn der Autorin ist gelungen, was nur Wenigen gelingt: eine echte NEUERZÄHLUNG. Mit Räuberherz hat Julianna Grohe die altbekannte Geschichte des Hübschen Mädchen, das die innere Schönheit einer Bestie erkennt, in eine moderne, jugendliche und ganz eigene Passform gepresst. Allein hierfür gebühren diesem Buch 3 Sterne.
Eine außergewöhnliche und einnehmende Geschichte mit vielen neuen Ideen.
Zur Geschichte:
Dieses Buch war mal etwas ganz anderes und das hat mir sehr imponiert. Es ist keine 0815-Romantasy, sondern eine einnehmende Geschichte voller neuer Ideen und kreativer Elemente, von denen man nicht schon in 100 anderen Büchern gelesen hat. Das Worldbuilding ist unvorhersehbar, spannend und phantasievoll. Ich habe es geliebt, endlich mal wieder überhaupt nicht zu ahnen, was auf mich zukommen wird, selbst miträtseln zu können, nur um am Ende doch wieder überrascht zu werden.
Vieles erschien mir zunächst etwas eigenwillig und seltsam, weswegen ich auch eine Weile gebraucht habe, um richtig in die Geschichte reinzukommen, aber im Gesamten ist sie stimmig und vor allem sehr besonders. Die Anspielungen auf Twilight fand ich witzig, da diese Geschichte kaum etwas damit gemein hat. Laut Klappentext soll sie an "Die Schöne und das Biest" erinnern, aber das habe ich auch nur bedingt so empfunden.
Dieses Buch hat definitiv einen Suchtfaktor! Als ich dann mal richtig in der Geschichte drin war, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und wollte immerzu wissen, wie es weitergeht. Oft passierte aktiv gar nicht so viel, aber ich wollte unbedingt die ganzen Geheimnisse lüften und den großen Plot Twist durchschauen. Diese Geschichte braucht gar keine überdimensionale Spannung, um zu fesseln, sie schafft es allein mit ihrem Worldbuilding. Das düstere Setting ist sehr atmosphärisch, einnehmend und etwas beklemmend, aber auch mehr als faszinierend. Dass die Geschichte immer wieder neue Fragen in mir aufwarf, drängte mich stets zum Weiterlesen.
Jedoch bin ich mir nicht hundertprozentig sicher, was ich von der finalen Lösung halten soll. Einerseits ist sie cool (mehr kann und will ich dazu nicht sagen, das würde nur spoilern), andererseits erscheint sie mir etwas zu einfach (als ob in all den Jahren niemand zuvor darauf gekommen wäre). Die Auflösung wird dem fantastischen Konflikt in meinen Augen leider nicht ganz gerecht. Zudem ist das Ende doch sehr klischeehaft, was ich mehr als schade finde, da die Autorin zuvor auf sämtliche gängigen Klischees verzichtet hat.
Die emotionale Ebene hätte durchaus stärker ausgearbeitet werden können, aber für diese Geschichte hat es so gereicht. Es hat mir beim Lesen an nichts gefehlt, aber im Nachhinein hätte ich mir vielleicht doch ein paar stärkere Gefühle von Seiten der Charaktere gewünscht. Obwohl die Liebesgeschichte das Herzstück der Geschichte ist, war sie für mich hier gar nicht allzu zentral.
Eine Sache ist mir allerdings noch sehr negativ aufgefallen und zwar die ständige Diskussion um Aussehen, Gewicht und Figur. Es ist das Klischee des hässlichen Entleins aus dem plötzlich ein schöner Schwan wird, den nun alle begehren. Erstens fand ich diese Szenen teilweise sehr abwertend gegenüber bestimmten Personengruppe und zweitens finde ich die Werte kritisch, die hierbei vermittelt werden. Das ist in meinen Augen keine gute Message für ein (Jugend-)Buch.
Zu den Charakteren:
Die Geschichte wird vorwiegend aus Ella's Sicht in der ersten Person Singular erzählt. Einzige Ausnahmen bilden der Pro- und Epilog, welche aus Crys' Perspektive in der dritten Person Singular verfasst sind.
Ella ist klug, zielstrebig und fleißig. Im Verlauf der Geschichte wird sie immer selbstbewusster und mutiger. Tapfer kämpft sie für ihre Freiheit und lässt sich nicht alles von Crys gefallen. Ich mochte ihre Schlagfertigkeit und ihre freche, vorlaute Art sehr und habe mich bei ihren Wortgefechten mit Crys köstlich amüsiert. Sie ist zwar manchmal ziemlich zickig und hat so ihre Trotzphasen, aber das ist im Teenageralter nur authentisch und hat mich dementsprechend auch kein bisschen gestört. Außerdem liest sie gerne - wenn das keine tolle Protagonistin ist, weiß ich auch nicht! Lediglich ihre Unsicherheit in Bezug auf ihr Aussehen fand ich etwas schwierig, zumal es sich auch erst zu ändern scheint, nachdem sie "hübscher geworden ist".
Ich habe zwar eine Weile gebraucht, um eine Verbindung zu Ella aufzubauen, aber dann konnte ich mich immer besser in sie einfühlen und habe immer mehr mit ihr mitgefiebert und mitgerätselt, was wohl Crys großes Geheimnis sein mag.
Crys ist mysteriös, abweisend und verschlossen. Er verhält sich Ella gegenüber unmöglich, ist fies und gemein zu ihr, aber man merkt schnell, dass mehr dahinterstecken muss (was sein Verhalten natürlich trotzdem in keiner Art und Weise rechtfertigt). Crys ist attraktiv, leidenschaftlich und überraschend fürsorglich. Hinter seiner harten Schalen und seinen notwendigen Mauern verbirgt sich ein weicher Kern und vor allem ein gutes Herz.
Von den Nebencharakteren haben es mir insbesondere der eigensinnige Kater James und der liebenswürdige Mr. Morris mit seiner ruppigen Art, die eigentlich doch nicht so ruppig ist angetan. Arthur hat sich ebenfalls einen Platz in meinem Herzen erschlichen.
Zum Schreibstil:
Julianne Grohe schreibt sehr atmosphärisch, einnehmend und fesselnd. Ihre düstere Note hat mir gut gefallen und zog mich nur noch tiefer in den Bann dieser Geschichte. Durch die detailverliebten, bildhaften und greifbaren Beschreibungen konnte ich mir die Kulisse gut vorstellen und habe mich beim Lesen förmlich dorthin versetzt gefühlt. Der Schreibstil der Autorin ist erfrischend, lebendig und humorvoll, was die Geschichte auflockert und mich oft zum Lachen bringen konnte. Das Buch hat unerwartet viel Witz und ich liebe es!
Allerdings hat die Sprache auf mich manchmal etwas zu betont lässig und jugendlich-cool gewirkt, das war für mich einfach nicht ganz authentisch, sondern klang eher etwas zwanghaft.
Fazit:
Ein Buch der etwas anderen Art, das mir trotz seiner Schwächen unglaublich gut gefallen hat, da es unerwartet fesselnd war, mit vielen neuen und kreativen Ideen aufwarten kann und mich noch dazu überraschen konnte. Ich bin voll und ganz in dieser Geschichte versunken, habe mitgerätselt und mitgefiebert. Dieses Buch macht süchtig! Ich freue mich schon auf weitere Werke der Autorin.
Klappentext: Als wäre sie in eine schräge Version von „Die Schöne und das Biest“ geraten, findet sich Ella in der Villa eines reichen Mannes wieder. Statt jedoch mit tollen Kleidern und Schmuck verwöhnt zu werden, soll sie putzen, während ihr Entführer eine Traumfrau nach der anderen mit nach Hause bringt. Welches Geheimnis verbirgt er? Weshalb sind manchmal Stimmen im Haus zu hören, obwohl niemand in der Nähe ist? Und warum gibt es diese seltsamen elektrischen Schläge, wenn sie aus Versehen seine Haut berührt? Ella ahnt, dass seine Hartherzigkeit nichts als Fassade ist … doch was wird sie dahinter finden? Vielleicht etwas viel Gefährlicheres? „Verdammt! Kochen, putzen, waschen, bügeln – und das alles für diesen super-arroganten Schönling? Ein Traum. Genau so hab ich mir den Rest meines Lebens vorgestellt …“
Meine Meinung: Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen - und das obwohl ich eigentlich überhaupt keine Zeit dafür hatte. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich mich schon sehr lange auf das Buch gefreut habe. Ich liebe "Die Schöne und das Biest" und so klang auch dieses Buch schon bei der ersten Ankündigung einfach toll.
Die Story ist wirklich gut gemacht. Schön finde ich vor allem, dass die ersten Zweidrittel des Buches viele Überraschungen enthalten. Denn obwohl es natürlich bekannte Elemente gibt (niemand kann das Rad neu erfinden) kommt vieles vollkommen anders als erwartet. Auch wenn einige Dinge aus "Die Schöne und das Biest" übernommen worden sind, hat sich die Autorin nicht darauf ausgeruht. Im Gegenteil: Sie hat etwas ganz eigenes geschaffen und die bekannten Elemente geschickt angepasst. Das hat dem Buch eine einzigartige Spannung verliehen. Gleichzeitig fällt mir dadurch das Schreiben der Rezension wirklich schwer, da ich nichts verraten darf, was über die ersten zwei oder drei Kapitel hinausgeht. Aus diesem Grund kann ich auch nicht näher darauf eingehen, wenn ich sage, dass es den einen oder anderen Logikfehler gab. Allerdings kommt man da bei Fantasy wohl nicht so ganz drumherum. Und schon gar nicht, wenn man sich etwas Neues ausdenkt und nicht einfach den Standard-Vampir wiederverwertet, den jeder Leser widerspruchslos hinnimmt. Lediglich gegen Ende entsprechen die meisten Geschehnisse dem, was man schon aus dem meisten anderen Romantasy Büchern dieser Art kennt. Das ist ein bisschen schade.
Die Charaktere haben mir insgesamt auch sehr gut gefallen. Besonders gut geraten ist Ella, die sich im Laufe der Geschichte glaubwürdig weiterentwickelt. Crys wird ebenfalls toll dargestellt. Allerdings stört mich seine extreme Attraktivität. Ich finde es einfach langweilig, dass der männliche Protagonist in letzter Zeit ständig perfekt ist und die weibliche Protagonistin ständig Selbstzweifel hat (oder wirklich erstmal nicht schön ist) und sich dann zum Schwan entwickelt. Dieses Klischee wird derzeit gefühlt von allen Autoren in allen Genres verwendet, wo ein bisschen Liebe dabei ist. Außerdem ist die Frage teilweise offen geblieben, warum er Ella entführt und wie er das vor sich selbst rechtfertigt. (Leider darf ich auch hier nicht konkreter werden. Ich hoffe, es wird ungefähr klar, was ich meine.)
Auch die Nebencharaktere sind super. Ich habe das Gefühl mich (jedenfalls bei den wichtigsten Personen) an echte Menschen zu erinnern und nicht nur an Buchfiguren. Einziger Kritikpunkt: Die, die bescheid wissen, nehmen die Entführung ebenfalls etwas zu locker hin. Da hätte es gerne ein paar mehr Hintergrundinformationen geben dürfen.
Noch ein paar Worte zur Entführung: Das ist natürlich ein echt schwieriges Thema. Erst recht, wenn die Hauptpersonen wie in "Die Schöne und das Biest" nach und nach positive Gefühle entwickeln sollen. Was kann der Entführer rechtfertigen? Wofür kann er sich entschuldigen? Ich muss sagen, dass die Erklärungen und Beweggründe hier sehr gut gelungen sind, auch wenn mir persönlich nicht alles in den Kram passt. Und ich hätte mich auch definitiv nicht so verhalten wie Ella. Aber gerade bei solch einem schweren Thema kann es eine Autorin nun mal nicht allen Lesern recht machen. Muss sie auch nicht. Dafür sind ja alle Leser und Autoren verschieden. Ich finde es sogar richtig schön, dass das mal wieder ein Buch ist, über das man auch diskutieren kann. Hier könnten bei einer Buchdiskussion wirklich verschiedene Meinungen entstehen, die über Teambildung bei einer Dreiecksbeziehung hinausgehen. Und auch ohne eine Diskussion bleibt die Geschichte viel länger im Kopf hängen, weil ich noch immer über einzelne Szenen nachdenke.
Verfeinert wird die Geschichte von dem sehr gut lesbaren Schreibstil der Autorin. Der Leser erlebt die Geschichte aus der Perspektive von Ella. Die Ausdrucksweise im Buch verändert sich zusammen mit Ella und ihren Gefühlen.
Ganz zum Schluss möchte ich auch noch den Klappentext loben, den ich oben wörtlich übernommen habe. Normalerweise schreibe lieber meine eigene kurze Inhaltsangabe. Hier wollte ich das aber nicht machen, weil die Gefahr zu spoilern wirklich groß ist. Außerdem fängt der offizielle Klappentext perfekt die Stimmung im Buch ein. Man weiß, genau woran man ist, ohne zu viel zu erfahren.
Insgesamt bin ich begeistert. Der Roman ist bestimmt nicht für jede Leserin geeignet. Wenn Dich allerdings der Klappentext neugierig macht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Dir auch das Buch gefällt.
Einfach toll das Buch! Es lässt sich leicht und flüssig lesen. Eine wunderbare Märchenadaption von "Die Schöne und das Biest". Fantasy vom feinsten und das Cover ist ein voller Hingucker. Nur schade dass es so schnell vorbei war, hätte durchaus noch mehr passieren können daher nur 4 Sterne.