Triggerwarnung für diese Rezension und das Buch: sexueller Missbrauch
Ich meine es Ernst. Dieses Buch ist extrem triggernd. Diese Rezension vermutlich auch.
Und nun zu Red Flag Galore, inklusive Spoilern:
• Die beiden lernen sich kennen, weil er sie für einen Fan hält ... und deshalb seine Erektion an ihr reibt.
• Außerdem verfolgt er sie durch den Club und fasst sie wieder und wieder an oder zieht sie auf seinen Schoss, obwohl sie Nein sagt.
• Als sie sich eine Woche lang kennen, will er, dass sie ihren Lernpartner wechselt, weil dieser männlich ist. Und sie nicht so viel Zeit mit anderen Männern verbringen soll. Sie findet das niedlich.
• Nach 4 Wochen Beziehung ist jeder dritte Satz "Ich liebe dich", und jeder fünfte "Ich kann nicht ohne dich."
• Als sie einmal das Haus verlässt, um ihre Freundinnen zu sehen, hat er einen kleinen Zusammenbruch und als sie wiederkommt, befiehlt er ihr, sich ab sofort bei ihm abzumelden, wenn sie das Haus verlässt.
• Er schenkt ihr nach 5 Wochen einen Verlobungsring und nennt ihn "Besetztzeichen." Leider ist das nötig, seine Freunde sind mit ihr nämlich genauso übergriffig, wenn er nicht dabei steht.
• Sie lässt sich sein Autogramm auf den Hintern tätowieren.
• Sie muss ihn anrufen, wenn er mit seinen Freunden unterwegs ist, und nennt es scherzhaft "Rapport."
• Die letzten 30 Minuten kommt heraus, dass das schreckliche Geheimnis aus Protas Vergangenheit ist ... dass sie als Teenager eine Abtreibung hatte. Und das war, als würde ich jegliche Pro Life Pamphlete lesen, mit denen ich je das Missvergnügen hatte. Prota spürte den Herzschlag (??), nach der Abtreibung hat sie festgestellt, dass es ein Junge ist (???), sie kann keine 6 Jahre alten Kinder ansehen aus Scham, und sie ist eine Mörderin.
• Das Ganze wurde dann auch in ein paar Minuten abgehakt, als hätte man das reingestopft. Fast so, als hätte die Autorin eine Meinung zu vertreten. Hm. Sehr seltsam. Warum habe ich nur das Gefühl?