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Follower: Vierzehn Sätze über einen fiktiven Enkel

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Fünf Jahre nach dem internationalen Erfolg von «In Zeiten des abnehmenden Lichts» entwirft Eugen Ruge eine Geschichte, die in Ton und Tempo kaum unterschiedlicher sein könnte und sich doch als überraschende Fortschreibung erweist. Ein Buch über die Zukunft, in der wir schon heute leben.
Unter dem künstlichen Himmelsblau von HTUA-China ist ein Mann unterwegs, um die neueste Geschäftsidee seiner Firma zu vermarkten: «true barefoot running» heißt das erstaunliche Produkt. Nio Schulz lebt mit Big Data, in einer Welt der Genderkameras, der technischen Selbstoptimierung. Er schwimmt im Strom unaufhörlicher Information: In Australien wird die Klimabombe gezündet, seine Freundin in Minneapolis verhandelt mit ihm über Leihmutterkosten, und @dpa meldet den Tod des einschlägigen Eigenbrötlers und Fortschrittsfeinds Alexander Umnitzer – seines Großvaters.
Nio ist fortschrittlich. Schon neununddreißig, kämpft er darum, auf der Höhe der Zeit zu bleiben. Aber auf dem Weg zum Geschäftstermin verschwindet er vom Radar der Überwachungsbehörden.
Voller überraschender Einfälle und Echos, mit sarkastischem Humor und auf distanzierte Weise mitfühlend, erzählt «Follower» die Geschichte der nächsten Generation und zugleich, in einer aberwitzigen Ausholbewegung, die Vorgeschichte – von allem.


«Eugen Ruge ist ein Erzähler von einer Virtuosität, von einer sprachlichen Finesse, von einer erzähltechnischen Genauigkeit wie man sie nicht alle Tage antrifft.» (3SAT-Kulturzeit)

«Außergewöhnlich mitfühlend und vor allem von scharfem und erhellendem Witz.» (The New York Times)

«Überragend.» (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

292 pages, Kindle Edition

Published August 26, 2016

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About the author

Eugen Ruge

10 books55 followers

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Community Reviews

5 stars
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15 (13%)
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2 stars
35 (31%)
1 star
23 (20%)
Displaying 1 - 15 of 15 reviews
Profile Image for Tati.
71 reviews5 followers
November 21, 2016
Das Zukunftsszenario ist..naja, banal. Ich verstehe, wo es herkommt, aber die Nutzung und Funktionalität von Geräten in 2055 (war es das Jahr?), die ich in dieser Form eher in 3 Jahren sehe als in 40, zeugt von jemandem, der nicht mit dieser Art der Technologie aufgewachsen ist (Sorry Eugen..). Da geht definitiv noch mehr. Ich wusste nach einem Drittel mit absoluter Sicherheit: der Autor ist etwas älter.

Die Geschichte war solala, gegen Ende, als er sämtliche Satzzeichen weglässt, um die Überlastung und Schnelligkeit der digitalen Welt möglichst plakativ darzustellen, habe ich einige Seiten übersprungen. Und das Ende..tja, das Gefühl, das er da beschreibt, kennen wir alle.

Ich sehe den Punkt. Ich weiß, was Herr Ruge mir sagen will, das ist leider nicht zu übersehen. Und das ist leider auch sehr schade, es fehlt dem Buch an Feingefühl und Fantasie.

Ich fasse die Botschaft mal zusammen: geht weg von euren Rechnern und nach draußen, am nassen Gras riechen und barfuß durch Sand laufen.
Profile Image for Bjorn.
993 reviews188 followers
February 1, 2025
Proper Author slums it in sci-fi; after all, how hard can it be? Just take everything that bugs you about today (political correctness, these damn kids with their fancy phones, feminists and black people and LGBTQ folk everywhere you look, etc etc), claim it takes place 40 years in the future (except everyone still uses Twitter and Second Life, since those are the only non-Facebook digital services Proper Author has heard of), and you've written (fanfare, please) SATIRE!

Ruge's too good a writer to make it completely unreadable, but Jesus fucking christ. Just add your racist uncle on Facebook and you'll get much the same experience.
Profile Image for David.
108 reviews10 followers
August 24, 2024
Lol, you good, Eugen?
Profile Image for K. R. M..
13 reviews17 followers
October 11, 2016
Herr Ruge mag mit Wörtern umzugehen gelernt haben, seine altbackenen Weltansichten übertünchen allerdings eine relativ kreative Vorstellungskraft. Feminist*innen und anderen gebildeten Menschen sollte dieser Roman sauer aufstoßen, auch wenn einige der dargelegten dystopischen Inhalte durchaus Besorgnis erregen.
Profile Image for Marlene.
3 reviews
August 5, 2023
Wie gut, dass mich das Buch gebraucht nur 2€ gekostet hat. Die Zukunft, die der Autor sich hier ausmalt, ist alles andere als kreativ.
Jedes Kapitel ist eine einzige Aneinanderreihung von Sätzen, die mit Kommata verbunden wurden. Als ich mich mit diesem Schreibstil endlich abgefunden hatte, wurde auf einmal die komplette Menschheitsgeschichte vom Urknall an erzählt. Habe daraufhin 50 Seiten übersprungen, weil es mich zu Tode gelangweilt hat.
Das Ende hat sich mir leider auch nicht ganz erschlossen. Aber ich war einfach nur froh, als es endlich vorbei war…
Profile Image for Georg.
46 reviews2 followers
June 29, 2019
“Follower” ist ein faszinierendes und kluges Buch, das jedoch Probleme haben dürfte, von seinem Publikum gefunden zu werden. Durch die von außen erkennbare Handlung und das Setting im Jahr 2055 werden in erster Linie Leser angesprochen, die gerne Dystopien lesen, tatsächlich will das Buch aber überhaupt nicht möglichst  “realistisch” die Verhältnisse jener zukünftigen Gesellschaft beschreiben. Wie man auf den Gedanken kommt, genau das wäre die Idee von Eugen Ruge mit "Follower" gewesen, ist mir unbegreiflich. Singt er doch im längsten Kapitel des Buches ganz offensichtlich ein Hohelied auf die aberwitzigen Zufälle im Großen und Kleinen der Weltgeschichte, mithin auf die Unvorhersehbarkeit, auf den Schwarzen Schwan. Gegen jegliche Kritik, der Autor hätte einfach die heutigen Entwicklungen nur weitergedacht und “so werde es doch sicher nicht kommen”, nehme ich “Follower” daher gerne in Schutz. Nein, der Autor schaut bewusst auf den Zustand heute und verstärkt und übertreibt phantasievoll - fast wie eine Therapeut - die derzeitigen Gegebenheiten und Entwicklungen, um sein Thema herauszuarbeiten.

Aber was ist sein Thema? Es geht Herrn Ruge um das Mysterium der individuellen Persönlichkeit, um die einzigartige Identität jedes Menschen. Wer bin ich? Was macht mich aus? Warum bin ich gerade ich (geworden)? Kann ich auch jemand anderes sein? Was bedeutet mir meine Persönlichkeit? Größtmögliche Freiheit oder Gefängnis? Ist diese Identität (nur) in mir oder kann sie auch digital an anderer Stelle  (z.B. in meiner riesigen, lebensumspannenden Fotosammlung in der google-cloud) gespeichert sein? Wenn ja, bin “ich” dann (auch) dort auf diesen Servern? Verliere ich mich, wenn ich meinen Zugriff auf diese Daten verliere? Bin ich "echt"?

"Checking identity?!"

Aber auch: Was ist geschehen, um diese einzigartige Persönlichkeit entstehen zu lassen? Und was durfte nicht geschehen? Seit dem Urknall.

Und schließlich geht es um das vielleicht wichtigste Duell der digitalen Welt: Den Zweikampf zwischen dem eben umschriebenen Mysterium und einem neuen, modernen Mythos: dem Algorithmus. Wer wird gewinnen? Wen lassen wir gewinnen?

Diese Fragen werden in “Follower” unter der Oberfläche auf jeder Seite verhandelt, während äußerlich ein erfrischendes, oftmals sehr lustiges Spiel mit Sprache und Stil, mit Perspektivwechsel und Übertreibung zu beobachten ist.

So besteht das Buch mit einer Ausnahme aus Kapiteln ohne Struktur gebenden Punkten. Hierdurch wird der konturlose stream of everything selbst beim lautlosen Lesen spürbar. Ruge geht in späteren Kapiteln des Buches noch weiter (auch hier: Übertreibung!) und lässt zwei Sätze ineinander verschränkt parallel ablaufen (und erfasst so zum Beispiel die tatsächliche Wahrnehmungen, einen twitter-feed und einen Werbe-feed). Eine digitale, spürbar ungesunde Variante der labyrinthischen mehrstimmigen Bewusstseinsströme des Portugiesen Antonio Lobo Antunes.

Zwischen diesen Kapiteln finden sich sehr realistisch komponierte, fiktive Behördendokumente, die keinesfalls überflogen werden sollten. Hier wird die Macht der Algorithmen deutlich. Hochpeinliche Überwachung, natürlich ohne Richtervorbehalt. Jeder kann hier zum Objekt / Opfer werden. “Ich habe doch nichts zu verbergen!” Träum weiter. Dein analog-beschränkter Selbstbetrug ist nicht aufrecht zu erhalten, wenn Dir der Algorithmus Werte für Kriminalität, politische Haltung und Angepasstheit gibt - und so eine neue Persönlichkeit "schenkt".

Dann gibt es in "Follower" noch die kurzgefasste Geschichte aller Zufälle vom Urknall über unzählige Generationen bis hin zur Geburt der Hauptperson. Sehr strukturiert geschrieben und den Leser persönlich ansprechend. Der Dozent dieses Traktats gibt sich namentlich zu erkennen und ist sehr bemüht darum, verständlich zu sein. Er möchte erkennbar eine Botschaft, eine Weisheit übermitteln. Aber welche?

Schließlich wechselt Ruge im letzten Kapitel noch ein letztes Mal den Stil. Es wird poetisch, lyrisch. Vielleicht zu kitschig? Jedenfalls sollte man sich hierdurch nicht verleiten lassen, diesen Abschnitt zu schnell zu lesen, übersieht man doch ansonsten kunstvoll eingewobene Querverweise auf die Handlung der ersten Kapitel.


Mich hat Follower gleichzeitig verstört und begeistert. Ich musste lachen und wurde im nächsten Moment nachdenklich. Ich habe das Buch im Anschluss in Auszügen sofort noch mehrfach gelesen und meinen instagram-account auf passiv umgestellt.


Bleibt nur noch eine Frage offen (Scherz): Heißt Mickymaus Ralf Schönfelder?
Profile Image for Ina.
63 reviews9 followers
July 21, 2017
Somehow interesting, but I don't care much for the writing style - though it was good it is just not my taste. And the story was not as faszinating as I hoped for.
Profile Image for Wal.li.
2,561 reviews70 followers
February 21, 2017
Zielperson

Als Freiberufler reist Nio Schulz nach China, um einen Auftrag für seine Chefin zu ergattern. Am Ankunftstag wacht er seltsam desorientiert auf. Nach mehreren Ungeschicklichkeiten schafft er es wenigstens ordentlich gekleidet in den Frühstücksraum. Es ist sein Geburtstag und wie in jedem Jahr versucht seine Mutter, die erste zu sein, die ihm gratuliert. Leicht zeitversetzt, ist aus Berichten des BKA und einer europäischen Anti-Terroreinheit zu entnehmen, dass Nio Schulz verschwunden ist.

In der nicht mehr ganz so fernen Zukunft des Jahres 2055 wirkt Nio Schulz wie ein von sozialen Medien und den Informationen seiner Glass-Brille abhängiger Mitläufer. Zwar ist er im Auftrag seines Arbeitgebers unterwegs, aber allzu leicht scheint er sich ablenken zu lassen. Seine Gedanken flirren unsicher umher. Kleinste Reize lösen ein Gedankengewitter aus, das durch die Einspielungen der Brille und der nur halbrealen Umwelt beeinflussbar scheint. Hat Nio Schulz ein Ziel, hat er überhaupt eine Persönlichkeit? Die Gedanken seiner Freundin Sabena hinsichtlich der Gründung einer Familie erschrecken ihn eher. Seine Mutter geht ihm auf die Nerven und seinen Vater hat er nie richtig kennengelernt. Nio Schulz erweckt zwar den Eindruck, er sei kurz vor der Explosion, als stehe er vor einer großen Veränderung. Doch wieso sollte er seine Aggression überhaupt gegen andere richten? Vermutlich ist es sein ausgesprochen unerwartetes Verschwinden, das die Ermittlungen auslöst.

Inwieweit werden wir heute und mehr noch in der Zukunft durch unsere Spuren in sozialen Medien überwach- und kontrollierbar. Durch welche Filter laufen die Informationen und wie werden sie gedeutet? In der Gegenwart, wo wir hoffentlich noch am Anfang dieser Möglichkeiten stehen, ist das durchaus eine Frage, mit der man sich beschäftigen kann. Auch fragt man sich, wer kontrolliert den Kontrolleur? Nach wie vor: das Internet ist eine Postkarte und man sollte sich immer selbst überlegen, was man äußert. Nio Schulz wirkt diesbezüglich etwas gedankenlos, er lässt sich treiben bis er an den Punkt kommt, an dem er ausbricht. Man wünscht sich, er möge sein Ziel finden, sofern er eines hat. Unheimlich ist es, von den Ermittlungen zu lesen, verwirrend Nios Gedanken zu folgen. Man sucht den Zusammenhang, das Ziel, eine Auflösung. Fraglich, ob die Suche von Erfolg gekrönt sein kann, doch zum Nachdenken ist man angeregt, zum Überdenken des eigenen Verhaltens und man empfindet eine Besorgnis ob der schönen neuen Welt, die einem möglicherweise entgegen wächst.
Profile Image for Davide.
61 reviews18 followers
November 18, 2018
6/10

Un romanzo irriverente sul nostro presente, ambientato in un futuro che possiamo definire distopico in cui il mondo è spartito non da potenze nazionali bensì da aziende: Cina, Europa, Stati Uniti, esistono solo come memorie sbiadite di una realtà ora confusa nell'unico melting pot globale.

Certo, è un romanzo che va letto con lo sguardo e la mente liberi dal politicamente corretto, dall'ossessione del non-dire, non-fare, non-irridere alcune categorie che nella nostra epoca digitale ha visto il trionfo in ogni ambito comunicativo.

Ruge ci vuole catapultati in una dimensione che potremmo definire il paradiso del liberalismo, dove tutto è governato dall'interesse privato e dove il privato, inteso come dimensione intima dell'affettività e dei bisogni, è protetto dalla tolleranza e dal non detto.

In questa dimensione è la Rete come massimo raggiungimento della Tecnica che domina la vita umana: se la Tecnica è la Madre, la Rete è la Figlia - la Tecnica fattasi essere umano. Essere fuori dalla Rete, scollegati dalla relazione-Spirito fra Rete e Tecnica, significa essere fuori dal reale. Questo è ciò che accade al protagonista de 'Il disperso': un uomo medio tagliato fuori dall'oggi al domani dalla onnipresente Rete.
Profile Image for Pia.
6 reviews
November 29, 2022
Ein alter weißer Mann, der sich offensichtlich nicht mal mit aktuellen politisch korrekten Begriffen auseinandergesetzt und sich bisher vermutlich auch vehement dagegen geweigert hat (á la “Wo kommen wir denn da hin?”), versucht eine Dystopie zu schaffen, in der er sich über politische Korrektheit lustig macht. Stark eumelanin pigmentiert?!?! Seriously, Eugen?! Besonders das Thema trans* wird dermaßen ekelhaft satirisiert, dass ich beim Lesen echt sauer wurde.

Lachen musste ich aber dann tatsächlich doch an einer Stelle, da sie klingt wie meine Mitte 70-Jährige Mutter, wenn sie versucht “hip” zu wirken:

“Schulz sagte friends anstatt Freunde, responsen anstatt antworten, haten anstatt hassen…”

Daaaamn…richtig crazy language im Jahr 2055.

Abschließend möchte ich nur sagen: “In Zeiten des abnehmenden Lichts” war ein fantastisches Buch mit starken Charakteren und interessanten Beziehungen.
Follower dagegen ist einfach nur Müll! Unausstehliche Charaktere, Handlung ohne Tiefe und eine vorhersehbare Moral.
Profile Image for Local.
2 reviews
April 26, 2023
Ex-DDRler fokussiert all seine Skeptik gegenüber Digitalisierung und Hyperkapitalisierung und vergisst die Geschichte interessant zu machen. Zugegebenermaßen ist die Nachricht des Buches bereits nach 2 Kapiteln, spätestens 3, kompetent ausgedrückt, hat nur zum Nachteil, das die Geschichte nicht stark über typische Cyberpunk-thematik hinausgeht.
Was das Buch aber wirklich zurückhält ist die Avant-Garde Nutzung von Interpunktion als Stilmittel.
Nicht gut geeignet für jeden der gerne Sätze mit Anfang und Ende hat.
Profile Image for Frank.
594 reviews124 followers
July 10, 2019
Leichtes Brot. Nicht wirklich des Autors Thema.
Profile Image for Leo.
4,999 reviews629 followers
September 27, 2020
Interesting concept with some mixed media in it, but the story just fell flat for me.
Profile Image for Medea.
10 reviews
May 17, 2023
BURN THAT SHIT! i would give 0 stars but that's not possible here.
Displaying 1 - 15 of 15 reviews

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