Unterscheiden und herrschen: Ein Essay zu den ambivalenten Verflechtungen von Rassismus, Sexismus und Feminismus in der Gegenwart (X-Texte zu Kultur und Gesellschaft)
Mit der Kölner »Nacht, die alles veränderte« ist einiges in Bewegung geraten. Vielleicht sind Bewegungen auch nur sichtbarer geworden. Feministische Anliegen finden zwar verstärkt Gehör, doch dies ist eng verwoben mit neuen Rassismen und der Kulturalisierung sozialer Ungleichheiten. Eine der hier auffälligsten Paradoxien ist die Mobilisierung von Gender, Sexualität und einer Vorstellung von Frauenemanzipation durch nationalistische und fremdenfeindliche Parteien sowie durch konservative Regierungen zur Rechtfertigung rassistischer bzw. islamfeindlicher Ausgrenzungspolitiken.
Wollen wir dagegen verstehen, wie unsere gesamte Lebensweise in Kategorien der Über- und Unterordnung gefasst ist und wie diese feinen Unterschiede Handeln, Einstellungen und Gefühle aller bestimmen, dann gilt es, Sexismus, Rassismus und Heteronormativität nicht als voneinander unabhängige soziale Teilungsverhältnisse zu untersuchen. Die Analyse komplexer Wirklichkeiten erfordert ein Nachdenken, das die wechselseitige Bedingtheit verschiedener Differenzen in den Blick nimmt.
An exceedingly important book, as much for its fathoms-deep dive into serious scholarship and theory as for its analysis of "The Cologne Incident". I loved reading this book. The authors have an intellectual dialogue that has a wide-ranging scope and a seriously academic bent. Grounded in the day-to-day realities of sexism, racism, and feminism, but unafraid to venture into not-so-beaten paths of theory and politics and their increasingly complex and complicated intersections. A book that is smart as hell, understanding of its limitations but quite proud of its strengths too. A welcome addition to any serious analysis of subjectivity and power.
puh. irgendwie hat mir die Lektüre nicht wirklich was Neues gebracht, deswegen bin ich eher enttäuscht. Zum Teil hat es mich an "Gegen den Hass" von Carolin Emcke in "wissenschaftlich" erinnert und sonst werden auch keine wirklich neuen Gedanken entwickelt.
Ne, also es ist ein Wunder, dass ich nach dem ersten Kapitel weitergelesen habe. Ich hab echt gedacht mein Kopf explodiert vor lauter unnützer Fachbegriffe mit denen um sich geworfen wurde (und dass meiner Meinung nach ohne den Text in irgendeiner Art und Weise aufzuwerten). In den späteren Kapiteln wurde es dann etwas verständlicher. Ich habe aber nicht den Eindruck etwas neues gelernt zu haben, da der Großteil aus rhetorischen (und tatsächlichen) Fragen besteht, die nie beantwortet werden.
Sehr augenöffnend, manchmal etwas schwaffelnd, aber insgesamt ein wichtiger read zum Thema Verflechtung zwischen Feminismus und Rassismus und wie ersteres als Vorwand für letzteres genutzt werden kann. Die Struktur hat mich erstmal ein bisschen rausgeholt, aber nachdem ich mich dran gewöhnt und einfach durchgezogen habe, war es relativ gut zu verstehen.
A book that will only become more important as the political discourse goes on over time. I love how it straddles the line between highly intelligent debate and well researched academic paper, perfectly. While it takes the Cologne incident as a jumping off point, it goes deeper than that and makes you really think about, and question behaviour and perceptions within society, media and ourselves.