With the publication of Parerga and Paralipomena in 1851, there finally came some measure of the fame that Schopenhauer thought was his due. Described by Schopenhauer himself as 'incomparably more popular than everything up till now', Parerga is a miscellany of essays addressing themes that complement his work The World as Will and Representation, along with more divergent, speculative pieces. It includes essays on method, logic, the intellect, Kant, pantheism, natural science, religion, education, and language. The present volume offers a new translation, a substantial introduction explaining the context of the essays, and extensive editorial notes on the different published versions of the work. This readable and scholarly edition will be an essential reference for those studying Schopenhauer, the history of philosophy, and nineteenth-century German philosophy.
Arthur Schopenhauer was born in the city of Danzig (then part of the Polish–Lithuanian Commonwealth; present day Gdańsk, Poland) and was a German philosopher best known for his work The World as Will and Representation. Schopenhauer attempted to make his career as an academic by correcting and expanding Immanuel Kant's philosophy concerning the way in which we experience the world.
"Nach diesen Betrachtungen wird es uns nicht wundern, daß der Selbstdenker und der Bücherphilosoph schon am Vortrage leicht zu erkennen sind; Jener am Gepräge des Ernstes, der Unmittelbarkeit und Ursprünglichkeit, am Autoptischen [aus eigener Schau Stammenden] aller seiner Gedanken und Ausdrücke; Dieser hingegen daran, daß Alles aus zweiter Hand ist, überkommene Begriffe, zusammengetrödelter Kram, matt und stumpf, wie der Abdruck eines Abdrucks; und sein aus konventionellen, ja, banalen Phrasen und gangbaren Modeworten bestehender Stil gleicht einem kleinen Staate, dessen Zirkulation aus lauter fremden Münzsorten besteht, weil er nicht selbst prägt."
"Ein besseres Schicksal hingegen erwartet die Werke gewöhnlichen Schlages. Sie entstehen im Fortgang und Zusammenhang der Gesamtbildung ihres Zeitalters, sind daher mit dem Geiste der Zeit, d. h. den gerade herrschenden Ansichten, genau verbunden und auf das Bedürfniß des Augenblicks berechnet. Wenn sie daher nur irgend einiges Verdienst haben; so wird dasselbe sehr bald anerkannt, und sie werden, als eingreifend in die Bildungsepoche ihrer Zeitgenossen, bald Anteil finden: ihnen wird Gerechtigkeit widerfahren, ja, oft mehr als solche, und dem Neide geben sie doch nur wenig Stoff; da, wie gesagt, tantum quisque laudat, quantum se posse sperat imitari [jeder nur soviel lobt, als er selbst zu leisten hofft]."
"Es ist durchaus falsch, die Toleranz, welche man gegen stumpfe, hirnlose Menschen, in der Gesellschaft, die überall von ihnen wimmelt, notwendig haben muß, auch auf die Literatur übertragen zu wollen. Denn hier sind sie unverschämte Eindringlinge, und hier das Schlechte herabzusetzen ist Pflicht gegen das Gute: denn wem nichts für schlecht gilt, dem gilt auch nichts für gut."
Es ist mir seit jeher stets nicht allzu leicht gefallen, das Innerste meines Gefühls das ich gegenüber einem Autor und beim Beenden dessen Werk's empfinde dergestalt in Worte zu fassen, dass ich am Ende mit diesem Abdruck komplett zufrieden sein könnte. Schopenhauer ist bekanntlich kein Alltagskopf, sein Stil ist durchweg antik, seine Gedanken reichhaltig und fruchtbar, seine Beobachtungen von durchschlagender Klarheit. Kaum einer vermag wie er ein offenherziges, ehrliches Temparement mit soviel Erhabenheit, Würde und Natürlichkeit zu verbinden. Gerade Parerga und Paralipomena legt hiervon ein perfektes Zeugnis ab.
Aber vielmehr als seine durchaus scharfsinnige Metaphysik von der Welt als bloßer Wille und Vorstellung - die im Grunde genommen so schwer zu verstehen nicht ist - interessieren mich seine Beobachtungen und psychologischen Einsichten sehr viel mehr, da sie mir im Alltag sehr viel hilfreicher erscheinen. Hier kann ich wesentlich mehr schöpfen, vergleichen, reflektieren, selber mitdenken und dadurch ein verbessertes Weltverständnis erreichen.
Beide Bände von Parerga und Paralipomena sind von außerordentlicher Schlagkraft. Die darin enthaltenen Essay strotzen von seiner einmaligen Individualität, jede Einsicht, jeder Gedanke, jede Antithese, jedes Gleichnis und jede Metapher wird, sofern der Leser dies vermag, innerlich durchlebt. Oftmals fand ich eigene Erfahrungen und Erkenntnisse bestätigt oder herausgefordert, oft empfand ich meine eigene Schwäche, Unkenntnis und Unzulänglichkeit gegenüber so manchen Dingen. Eine Lektüre solcherart belebt nicht nur, sie pflanzt behutsam Samen ein, die womöglich in unserem Handeln und Urteilen Früchte tragen kann.
Es ist für mich nun unmöglich einzelne Essays hervorzuheben, weil jedes, selbst das heute stark verhasste über die Weiber, an Scharfsinn reichhaltig sind. Obgleich der heutige Durchschnittskopf sich gerade an diesem Essay aufhängen wird, so wird nichtsdestotrotz der etwas einsichtigere Leser selbst hieraus so manche Wahrheit herauslesen können. Ich persönlich stimme selbst auch nicht mit jeder einzelnen Äußerung überein, doch lasse ich mich nicht von einer zeitbedingten Modebrille blind für das Offensichtliche machen.
Obgleich gerade die Kapitel über die Erziehung und das Lesen von Büchern heute so unglaublich vielen Menschen gut täten, kann man Parerga und Paralipomena keineswegs als geeignet für jedermann betrachten. Viel Polemisches und enorm viel zeitlose, scharfsinnige Kritik an der Gesellschaft ist hier zu finden, die heute so kaum noch einer schreiben dürfte, ohne ein Aufschrei gigantischen Ausmaßes von Seiten der zahlreichen Philister auszulösen.
Für mich persönlich gleichwohl behält dieses Werk einen ungemeinen Wert. Kaum einer vermag wir Arthur die Komplexität der Welt und des Menschen so veranschaulicht und verständlich zu erläutern, weil Schopenhauer alle Erkenntnis nicht aus dem Abstrakten, sondern aus der Urquelle der direkten Anschauung schöpft. Hierin liegt sein größter Verdienst!
"...daher auch alle ihre Erkenntnisse am Leitfaden des Satzes vom Grunde, diesem Elemente der Relationen, fortschreiten. Überall daher, wo es auf Erkenntniß von Ursache und Wirkung, oder sonstigen Gründen und Folgen, ankommt, also in allen Zweigen der Naturwissenschaft und der Mathematik, wie auch der Geschichte, oder bei Erfindungen u. s. w., muß die gesuchte Erkenntniß ein Zweck des Willens sein, und je heftiger er sie anstrebt, desto eher wird sie erlangt werden. Eben so in Staatsangelegenheiten, im Kriege, in Finanz- oder Handelsgeschäften, in Intrigen jeder Art u. dgl. m. muß zuvörderst der Wille, durch die Heftigkeit seines Begehrens, den Intellekt nötigen, alle seine Kräfte anzustrengen, um, bei der vorliegenden Angelegenheit, allen Gründen und Folgen genau auf die Spur zu kommen. Ja, es ist zum Erstaunen, wie weit hier der Sporn des Willens einen gegebenen Intellekt über das gewöhnliche Maaß seiner Kräfte hinaus treiben kann. Daher eben ist zu allen ausgezeichneten Leistungen in solchen Dingen nicht bloß ein kluger, oder feiner Kopf, sondern auch ein energischer Wille erfordert, als welcher allererst jenen antreiben muß, damit er sich in die mühsame, angespannte und rastlose Tätigkeit versetze, ohne welche solche nicht auszuführen sind."
Lumea visului și al adevărului se conturează notabil și în al doilea volum de Parerga și Paralipomena. Trei eseuri filosofice de anvergură fără de care am fi mai ușor de lăsat în derivă, mai incompetenți de a gestiona manipulare și frica de necunoscut... O lectură completă și desăvârșita.
I will not lie and say I read every single essay in this volume. But nearly every one I did read (with the exception of his poetry) I found essential -- as essential as I can find any philosophy. Readers who do not wish to see Schopenhauer's warts in full bloom should skip "On Women." Hopefully one day I will be able to afford the first volume.
Most definitely not for everyone, but for those who appreciate Schopenhauer's philosophy and style, there's a lot to like here. Too many of the later essays are really only tiny snippets, which can become tiresome.
Therefore the task is not so much to see what no one has yet seen, so much as to think what no one has yet thought in that which everyone sees. For this reason it takes so much more to be a philosopher than a physicist. __________ As long as I survive, let the world perish.
Schopenhauer describe un tipo de parálisis que no nace de la ignorancia, sino del exceso de lucidez. No es que el individuo no sepa qué hacer, sino que lo ha pensado tanto, lo ha diseccionado tanto, que el impulso primario se ha agotado en la reflexión. La voluntad, que es ciega por naturaleza, necesita moverse, no justificarse. Pero cuando está encadenada a un pensamiento que calcula, anticipa, prevé, y teme, termina por desintegrarse. Así, la conciencia se convierte en su propia trampa: el que sabe mucho, pero no actúa, está ya vencido no por la ignorancia sino por el peso de una visión sin músculo.
En ese marco, detenerse no es un descanso ni una prudencia; es una forma disfrazada de autoanulación. Porque la voluntad, sin dirección, se pudre en forma de tedio, dispersión, deseos cruzados. El cuerpo se deja caer en la cama, no porque no sepa lo que debería estar haciendo, sino porque el saber mismo se ha vuelto insoportable. La razón ha usurpado el lugar del acto, y el sujeto se convierte en espectador del teatro de su propia decadencia. Esto no es pereza, es disociación: la voluntad separada de sí misma, contemplándose desde lejos sin poder saltar al ruedo.
Schopenhauer no ofrece consuelo para esta situación. No habla de superarla con metas ni con propósito. Solo la retrata como lo que es: un síntoma de un mundo gobernado por una voluntad que desea, desea y desea sin fin. Si esa voluntad no encuentra una dirección concreta, clara, limitada, se autodestruye en su propia niebla. Por eso, en su estilo áspero, dice que pensar demasiado es enemigo de la acción. Porque mientras se calcula todo lo que podría salir mal, la realidad ya se ha movido sin ti.
No hay redención posible en el análisis sin ejecución. El pensamiento sin acto es solo una forma sofisticada de evasión. El mundo no cambia por haberlo entendido mejor, sino por haberlo tocado con el cuerpo, con la decisión, con el riesgo. La lucidez puede ser una condena si no está aliada al coraje. Schopenhauer, en su crudeza, no te invita a levantarte con motivación. Te empuja con un espejo sin piedad: si sigues detenido sabiendo lo que debes hacer, no es porque el mundo sea difícil, sino porque tú, sabiendo demasiado, dejaste que la voluntad se oxide esperando un momento perfecto que no existe.
Y lo más trágico, diría él, es que este tipo de lucidez inmóvil se parece a la inteligencia, pero no lo es. Es solo dolor intelectualizado. El único remedio —si lo hay— es brutal: actuar sin esperar aprobación interior. Moverse sin certezas. Porque pensar no te va a salvar. Solo actuar rompe la maldición. Y si no actúas, no es que estés esperando algo más alto. Estás eligiendo morir lentamente en nombre de una idea que no se encarna.
This second volume would probably be an interesting read to those unfamiliar with the basics of not only Schopenhauer's system, but philosophy itself, it almost reads as a "Philosophy for Dummies" or a pop philosophy book. Again, I can see where many of Nietzsche's ideas come from, who dumbs it down, or some would like to say fancifies, Schopenhauer's ideas with an optimistic twist to them, as Schopenhauer is decidedly pessimistic.
As such, this book is much less of a system book than it is just observations about different things in the world, human interactions being a large part of his exploration, into culture, ethics and psychology. Much of early western speculative psychology was inspired by Schopenhauer, as both Freud and Jung were influenced heavily by his ideas. Though I haven't read Machiavelli, it seems that Schopenhauer is in that same line of thinker, updating some of his ideas as well as Balthasar Gracian's for his time.
While mostly an entertaining read, Schopenhauer can't seem to get out of his own way. His hypocrisy shows by the end again, as he again critiques post Kantians that he feels went off the rails and did injustice to Kant's legacy, which he believe he was the one true inheritor with his system. He seems to complain about how people had attacked him unfairly but he rants for entire chapters about Hegel, decades after he has been dead and buried. It's hard to take someone's writings about asceticism and denial of the will (the ego) seriously it's author, as a rich merchant's son and an eternal hater of a competitor doesn't seem to follow his own precepts.
Schopenhauer's wealth does cause him to echo many of the arguments capitalist make today, subtly introducing a sort of economic survival of the fittest idea into his writings, saying that there are very few people who are intelligent and so most people are only suited for toiling their entire lives. We can see how this logic is used by Nietzsche, and later on the Nazis, in justifying their racial hierarchy ideologies.
Honestly, Schopenhauer: Parerga and Paralipomena: Volume 2: Short Philosophical Essays is the book I wish I'd read ten years ago. Schopenhauer, Arthur says plainly what took me a decade to figure out, no fluff, no guru energy. A few chapters repeat the same point. Perfect for anyone feeling stuck, skip if you've already done the work.
I read Schopenhauer on a long train ride and missed my stop, which is basically the highest compliment I can give. Arthur Schopenhauer has an easy, loose voice that makes dense stuff feel casual. A couple of tangents wander off for no reason. Great for curious readers who don't want a lecture, a pass for those who want a rigid structure.
"Cehalet ancak zenginlikle bir arada olduğu zaman soysuzlaştırıcıdır" "Çok bilgelikte çok keder var ve bilgisini arttıran kederini arttırır" "Her insanın serbest zamanı ancak kendisi kadar kıymetlidir" "Sıradan insan zamanı nasıl harcayacağını yetenekli insan ise nasıl kullanacağını düşünür" "Yalnızlıkta ortaya çıkan yalnızca kendinizsiniz." Okumak Yazmak ve Yaşamak Üzerine Parerga 2, 12, 13, 14 bölümler