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Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts

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Ein Schweigeseminar, ein faszinierender Mann, eine große Liebe Das Schweigewochenende, das Mila auf Anraten ihrer Therapeutin besucht, wird zu einer echten Herausforderung: seltsame Menschen, die man nur stumm betrachten kann, unbequeme Sitzpositionen, exotische Anleitungen. Dazu die Stille, die so viele unerwünschte Einsichten bereithält. Und dann noch dieser Simon, der Mila überredet, ihn nach dem Seminar ein Stück mit dem Auto mitzunehmen. Dass die Stille sie direkt in ein Hotelzimmer führen würde, haben die beiden nicht erwartet. Sie verbringen dort drei leidenschaftliche Tage und Nächte, begegnen sich mit rückhaltloser Offenheit und lassen sich ganz aufeinander ein. Und als sie sich so nah gekommen sind wie niemandem zuvor, beschließen sie, für immer auseinanderzugehen. Susann Pásztor erzählt einfühlsam, witzig und mit psychologischem Gespür von der großen Liebe – und von einer Frau, die alles daransetzt, damit sie doch nicht endet.

7 pages, Audio CD

First published March 9, 2013

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Susann Pásztor

11 books7 followers

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14 (9%)
1 star
4 (2%)
Displaying 1 - 18 of 18 reviews
Profile Image for Aki.
21 reviews2 followers
April 29, 2013
Lange wusste ich nicht wo ich bei diesem Buch anfangen sollte, es ist so sanft und ausdrucksstark und trotzdem nicht so leicht zu durchschauen. Eigentlich ist mir sogar noch immer unklar was genau mir dieses Buch sagen will.
Susann Pásztor erzählt von der Enddreißigerin Mila die dank einer ungeliebten Kindheit zur Therapeutin geht, die ihr(warum auch immer genau) zu einem Wochenende in heilsamen Schweigen rät. Dort finden wir dann auch Mila auf den ersten Seiten wieder.
Das 3-tägige Seminar läuft trotz Milas anfänglicher Skepsis besser als sie erwartet hatte, obwohl sie kaum stillsitzen kann. Nach dem Seminar wird sie von Simon angesprochen. Die beiden landen die nächsten drei Tage in seinem Hotel und haben eine tiefe und bedingungslos ehrliche Liebelei. Anschließend trennen sie sich, zwar mit tiefen Gefühlen voneinander, jeden ohne Namen, Telefonnummern oder Mailadressen auszutauschen. So war es dann doch irgendwie abgemacht.
Doch Mila kann Simon nicht vergessen und macht sich auf die Suche. Nach Simon und nach sich selbst. Wie diese Suche endet müsst ihr aber selber lesen, denn zuviel möchte ich dann nicht verraten.

Wenn ich zähle, geht es besser. Einatmen: eins, ausatmen:eins, einatmen: zwei, ausatmen: zwei, und bei zehn fange ich wieder von vorne an. Wie ich auf einmal bei dreiundzwanzig gelandet bin, kann ich mir nicht erklären. Dann doch lieber die simple Variante: Ein. Aus. Ein. Aus.

Das Buch “Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts” hat zwar nur 256 Seiten und definitiv den Nachteil, das der Klappentext eigentlich gar nicht wirklich mit dem Buchinhalt zu tun hat, aber ich fand es ganz großartig.
Auch wenn mir kaum Worte für eine Rezension einfallen wollten, gelesen hatte ich es noch am Tag als es ankam. Und es kam mir durch die sanfte und doch humorvolle Schreibweise von Frau Pásztor so vor, als wäre ich selbst Teil der Gruppe. Vielleicht lag das auch daran, das Mila mir mit ihrer hibbeligen Art manchmal wie ein Spiegelbild vorkam. Ich habe bei etlichen Szenen(wie man wohl auch an den zahlreichen PostIts sehen kann) gelacht, sie schön gefunden oder einfach für merkenswert gehalten.
Einen kleines Manko hat das Buch allerdings. Ich fand es obwohl es Altersangaben in dem Buch gab irgendwie für dieses Alter schon manchmal sehr jugendlich. Besonders Mila erscheint manchmal etwas unreif. Ich dachte auch, dass sie um einiges jünger wäre, bis ich die erste Altersangabe fand. Generell spricht das Buch eigentlich gar kein wirklich leichtes Thema an, denn weder die seltsam lieblose Kindheit Milas, noch die Tatsache das zumindest Simon fremdgeht finde ich besonders einfach. Und doch werden diese Themen nicht als böse oder falsch dargestellt, es ist einfach wie es ist.

Der Roman ist unterteilt in drei große Abschnitte. Im ersten Abschnitt erleben wir Mila und ihre Beobachtungen von sich selbst und den anderen Teilnehmern beim Schweigeseminar. Der zweite Teil behandelt die Tage die sie mit Simon verbringt und die Geschichte die sich dort entwickelt. Der letzte Teil wiederum kümmert sich dann um Milas Kampf zwischen dem Verlangen Simon doch nicht einfach so gehen zu lassen und dem unausgesprochen Versprechen sich nicht mehr zu sehen.
Man bekommt durch die Ich-Perspektive einen sehr guten Eindruck von Mila, ihrer Art und auch ihrem Leben. Simon bleibt ein bischen blass, da man ihn eben nur durch Milas Augen sieht, aber das macht gar nichts. Auch so ist er wirklich toll.

Simon sagt: “Mila, mir hätte nichts Besseres passieren können, als dir zu begegnen. Nichts Schöneres und nichts Wichtigeres. Du hinterlässt Spuren.”

Fazit:Die ganze Zeit hatte ich selbst das Gefühl am Schweigeseminar teilzunehmen; schweigend habe auch ich meine Zeit mit dem Buch verbracht.
Ein ganz sanftes Buch mit Humor und Tiefgang, das zum Nachdenken über die Stille anregt. Viele Bücher kommen mir zu laut vor, dieses hier ist leise und schweigsam, aber trotzdem nicht ohne.
Profile Image for Sternenstaubsucherin.
820 reviews1 follower
March 5, 2020
Kann man lesen, muss man aber nicht.
Ich habe es als Hörbuch gehört, der Sprecherin kann man keinen Vorwurf machen, sie hat super gelesen.

Am Anfang fand ich die Geschichte noch interessant, obwohl die Protagonistin schon da anfängt mit ihrem Gemaule. Dann kam der Seitensprung und dann kam der große Katzenjammer. Diese Mila ist das reinste Selbstmitleid. Gejammer ohne Ende.
Im Endeffekt: reiche Göre kriegt ihr Leben nicht auf Reihe, armes reiches Mädchen und kann außer sich über alles und jeden beschweren nichts weiter.
Schon lange keine so unsymphatische Hauptfigur gehabt.
Zwischendrin sind zwar ab und an schöne und sinnvolle Sätze, aber das wird im Hotel durch so viele Geschnulze wieder völlig ausgeglichen.
Und dieses offene Ende macht das Buch am Ende mehr als sinnfrei.
Den zweiten Stern gab es für Otohime und für John Cage. Danke.


Profile Image for Evalitera.
681 reviews11 followers
August 3, 2021
Der Anfang das Meditationswochenende und die Gedanken dabei haben mir gefallen und zum Lachen gebracht.

Die Schilderung von Liebesnächten fand ich undezent und eher peinlich am Rande der Pornographie entlang.

Dann hatte ich eigentlich kaum noch Motivation weiter zulesen.
Dann war es doch lohnend.
Ein rätselhaftes Ende.
Gut geschrieben ist dieser Roman.
Profile Image for Christina.
209 reviews
March 25, 2016
„Ich habe einen Mann kennen gelernt. Ich habe ihn ein Stück im Auto mitgenommen, und wir sind irgendwann in seinem Hotelzimmer gelandet. Es war großartig.“

„Das ist eine sehr ungewöhnliche Fortsetzung für ein Schweigeseminar.“

„Fand ich auch. Und jetzt sitze ich auf dem Dach und heule den Mond an.“
(Quelle: Klappentext)

Wenn man mit falschen Erwartungen an ein Buch herangeht, gibt es zwei mögliche Ausgänge. Erstens: man wird positiv überrascht und liebt das Buch, so wie es ist. Zweitens: Man findet einfach alles falsch.

In meinem Fall ist es der zweite Weg. Der Klappentext ist ja irgendwie nichtssagend, die Beschreibung beim großen Fluss gibt da schon etwas mehr preis:

Ein Schweigeseminar, ein faszinierender Mann, eine große Liebe Das Schweigewochenende, das Mila auf Anraten ihrer Therapeutin besucht, wird zu einer echten Herausforderung: seltsame Menschen, die man nur stumm betrachten kann, unbequeme Sitzpositionen, exotische Anleitungen. Dazu die Stille, die so viele unerwünschte Einsichten bereithält. Und dann noch dieser Simon, der Mila überredet, ihn nach dem Seminar ein Stück mit dem Auto mitzunehmen. Dass die Stille sie direkt in ein Hotelzimmer führen würde, haben die beiden nicht erwartet. Sie verbringen dort drei leidenschaftliche Tage und Nächte, begegnen sich mit rückhaltloser Offenheit und lassen sich ganz aufeinander ein. Und als sie sich so nah gekommen sind wie niemandem zuvor, beschließen sie, für immer auseinanderzugehen. Susann Pásztor erzählt einfühlsam, witzig und mit psychologischem Gespür von der großen Liebe – und von einer Frau, die alles daransetzt, damit sie doch nicht endet
(Quelle: amazon.de)

Ach, was hatte ich hohe Erwartungen. Eine einsame junge Frau, Mitte bis Ende zwanzig, die ihre große Liebe findet, als sie an diesem Schweigeseminar teilnimmt.
Leider kam alles anders.

Mila ist schon 39, wofür man ihr nun wirklich keinen Vorwurf machen kann. Sie hat in ihrem Leben wirklich gar nichts im Griff. Eine unaufgeräumte Wohnung, keinen Job, keine Freunde, in zehn Jahren nur etwa acht Mal telefonischen Kontakt zu ihrem kleinen Bruder. Dafür allerdings Termine mit ihrer Therapeutin, im Zwei-Wochen-Takt. Diese hat sie ja auch zu dem Schweigeseminar geschickt.

Das Buch ist in drei Teile geteilt. Im ersten Teil berichtet von dem Seminar, es beginnt Freitagnachmittag und endet Sonntagmittag. Sie beschreibt die Meditationssitzungen, hierbei besonders ausführlich ihre Gedankengänge und ihre unbequemen Sitzpositionen. Sie gibt – reif, wie sie mit 39 Jahren ist – allen Teilnehmern des Seminars (10 Frauen und 8 Männer insgesamt) Spitznamen wie „Namevergessen“ oder „Club der Yogamuttis“, „Clint Eastwood“, usw.
Im zweiten Teil erleben wir das Abenteuer Sex im Hotel von Mila und Simon. Hier hat Frau Pásztor ein für mich schreckliches Tabuthema angesprochen: Fremdgehen. Eine absolute Todsünde (wer mich betrügt, kriegt mit einem stumpfen Messer den Schnie*** abgeschnitten!). Am Ende der drei Tage entscheiden sie sich jedoch dafür, einander in Zukunft aus dem Weg zu gehen. Keine Handynummer, keine E-Mail-Adressen und auch sonst keinen Kontakt.
Im dritten Teil begleiten wir Mila, wieder daheim angekommen, auf ihrer Suche nach Simon, den sie jetzt doch unbedingt wiedersehen will, ist er doch ihre große Liebe.

Über die Sache mit dem Alter hätte ich wirklich großzügig hinwegsehen können, wenn Mila sich zumindest altersgemäß verhalten würde, doch kam sie mir ständig jünger vor, von ihrer Art und Ausdrucksweise her hätte ich sie wirklich mehr in mein Alter (ich bin 26) und manchmal noch jünger eingeordnet und nicht 13 Jahre älter. Dass sie außer ihrer Therapeutin nichts im Leben hat, ist ziemlich traurig, aber irgendwie ist sie da auch selbst dran Schuld. Mit nem Job wäre sie zumindest tagsüber mal unter Leuten, würde Kontakte knüpfen und aus ihren Gedanken herauskommen.

Auf die Sache mit dem Fremdgehen werde ich hier nicht weiter eingehen, wer mich kennt, kennt meine Einstellung dazu. Naja, und ich hab sie oben auch genannt.

Vielleicht bin ich unfair, weil das Buch schließlich nichts für meine falschen Vorstellungen kann, aber es war einfach alles falsch und so wie es war, hat es mir leider gar nicht gefallen. Lediglich das Ende hat es von einer ganz schlechten Benotung zu einer mittelmäßigen gerettet.
Profile Image for Carolin Hartmann.
6 reviews1 follower
May 4, 2013
Wunderschönes Buch mit leider sehr unbefriedigendem Ende. Traurige Liebesgeschichte, sehr schön geschrieben, zum nachvollziehen und zu Tränen rührend.
Profile Image for Mlle Enteramine.
166 reviews2 followers
October 7, 2020
Auf Anraten ihrer Psychologin besucht Mila ein Schweigeseminar – und wie es in der Natur der Sache liegt, muss sie sich dort nicht nur der Stille und den anderen Menschen, sondern auch sich selbst stellen. In einem Zustand innerer Umgegrabenheit nimmt sie anschließend einen anderen Teilnehmer im Auto mit, landet in seinem Hotelzimmer – und findet die Liebe. Zumindest für den Moment.

Meine Güte, klingt das kitschig! Ist es auch. Ein bisschen. Aber es ist auch absolut hinreißend, wie tief man Mila in den hellwachen, ehrlichen und witzigen Kopf gucken darf, der im Übrigen selbst ziemlich kitschkritisch denkt. Davon abgesehen habe ich zu jedem Drittel des Buches ein anderes Bauchgefühl – und auch eine andere Meinung:

1.
Das Schweigeseminar war ausgesprochen amüsant. Da ich erst kürzlich versuchte, eine ähnliche Erfahrung zu machen, erkannte ich mich quasi ständig wieder und schwankte wild zwischen irrem Grinsen und selbstironischem Kichern.

2.
Im Hotelzimmer werden nicht nur die Laken, sondern auch zwei Seelen zerwühlt. Aber passend zur Liebe gibt es natürlich auch Sex; er ist herrlich und unverkrampft und kommt ohne Schundromanreminiszenzen aus. Oder wie Isa sagt "Das finde ich unglaublich wohltuend, geradezu eine Erleichterung. Zwei erwachsene Menschen haben Sex, und es ist schön. Das Leben kann so einfach sein."

3.
Die Zeit danach ist so eine Sache. Hier ist mir Mila gewaltig auf den Geist gegangen, obwohl ich sie grundsätzlich verstehen konnte. Aber vielleicht bin ich auch nur zu ungeduldig und sollte selbst ein Schweigeseminar besuchen.

Bemerkenswert für mich war das Gefühl, dass diese Geschichte in einer Welt stattfindet, in der ich auch leben könnte. Das mag komisch klingen, aber es ist mir wirklich noch nie passiert, dass ein Autor eine Welt zeichnet, an der mir nichts fremd ist oder skizziert erscheint; mein innerer Filmprojektor musste nicht eine Sekunde anspringen, und trotzdem waren die Figuren lebendig. Das war auf eine ungewohnte Weise sehr toll, und ich habe Die einen sagen Liebe, die anderen sagen nichts gerne gelesen.
Profile Image for Margarethe.
572 reviews
May 28, 2019
Mein zweites Buch von Suzann Pasztor, die ich fprm ich entdeckt habe. Ich mag ihren Beobachtungswitz, sei es im Schweigeseminar, bei dem man jede Muskelfaser mitspürt oder bei den Tagen im Hotel oder der Verzweiflung danach.
Pasztor hat einen wunderbaren Beobachtungswitz und eine schöne Sprache und ihre Charaktere sind einzigartig wundervoll.
Das Hörbuch ist auch toll eingelesen.
Profile Image for Andrea M.
407 reviews7 followers
November 1, 2019
"Wahrscheinlich steht am Ende von jeder Geschichte einer da und sagt, das kann's doch nicht gewesen sein. Und es ist trotzdem vorbei. Oder auch nicht."

Mit dem ersten Teil hab ich mich schwer getan. Aber dann gefiel mir die Geschichte immer besser.
Das Ende ist überaschend, passt aber sehr gut.

Sehr schönes Buch. Ich habe mich an einigen Stellen selbst erkannt.
Profile Image for Karinak.
192 reviews
October 17, 2023
Es waren mir ein paar zu viele unbeantwortete Fragen bzw. angefangene Stränge, die dann wieder fallengelassen wurden.
Ich mochte allerdings das offene Ende und das Gefühl des Schweigeseminars, dass sich durch die ganze Geschichte zog.
Profile Image for Faribura.
204 reviews
April 30, 2022
Die 5 Sterne gab‘s für die Geschichte zwischen Mila und Simon. Da hält mir eine den Spiegel vor. Die Figuren sind bisschen klischeebehaftet, hätte es gar nicht gebraucht.
Profile Image for Juju.
59 reviews
April 16, 2013
Mila besucht auf Wunsch ihrer Therapeutin ein Schweigewochenende. Für jemanden der jedoch schlecht stillhalten kann ist dies eine Herausforderung, ebenso wie die spirituellen und merkwürdigen Menschen dort. Doch nachdem das Wochenende vorbei ist und Mila um einige Erfahrungen reicher ist, nimmt sie sich für ein paar Tage, mit einem Mann aus ihrem Kurs, ein Hotelzimmer. Dort erfahren sie eine ungezwungene und sehr innige Liebe und entscheiden sich am Ende dafür sich nie wieder zu sehen…

Fazit:

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und vermittelt uns die Gedanken der Protagonistin auf eine recht sympathische aber teilweise auch unverblümte Art und Weise. Hin und wieder scheint die Formulierung nicht recht zum Alter von Mila zu passen, denn sie hört sich manchmal recht pubertär an, aber das ganze wird nicht zu sehr übertrieben und hilft dem Leser sich in Mila besser hineinzuversetzen. Zu Beginn des Buches finden wir einen Ausschnitt, der nach dem Schweigeseminar entstand, was ein interessantes Mittel ist und den Leser die Verzweiflung Milas nach der Trennung spüren lässt ohne das Ende der Geschichte zu verraten.

Die Protagonistin beschreibt sich selbst als Zicke, die versucht ihre Unsicherheit mit Arroganz zu maskieren. Sie wirkt sehr real und man kann ihre Gedanken im Buch sehr gut nachvollziehen und erlebt so quasi live wie sie von ihren eigenen Gefühlen und den Entscheidungen anderer Menschen überrumpelt wird. Manchmal wirkt sie zwar nicht altersgemäß, sondern etwas jünger, aber das machte überhaupt nichts.
Simon wirkte ebenfalls etwas jünger und scheint eine sehr gefestigte Meinung und klare Ziele zu haben, was ihn unwiderstehlich macht, obwohl er doch seine Frau scheinbar betrügt.
Die Liebe zwischen Mila und Simon kommt sehr echt und intensiv rüber und man hofft als Leser darauf, dass etwas so schönes nicht zu Ende geht.

Die Geschichte fängt harmlos an und entwickelt sich zu etwas großem: Mila besucht ein Schweigeseminar um sich selbst näher zu kommen und nachdem es vorbei ist verliebt sie sich in Simon. Das Schweigeseminar selbst ist sehr unterhaltsam beschrieben und Milas Gedanken, sowie auch die Reaktionen und Handlungen der anderen Teilnehmer machen das halbe Buch aus. Es ist eine Art Selbstfindung einer Person, die nicht daran glaubt. Danach nimmt sie Simon erst bewusst war und lässt sich auf ihn ein.
Sie verbringen 3 wunderschöne Tage und trennen sich dann für immer. Was dann folgt ist die Auseinandersetzung Milas mit ihrer Liebe. Es war einvernehmlich und doch hat sie das Gefühl nicht gewonnen sondern verloren zu haben. Der Leser begleitet sie bei diesem inneren Kampf und erlebt am Ende eine kleine Überraschung.

Insgesamt ist dies ein schönes Buch, welches den Leser auf eine intime Reise mitnimmt. Man begleitet die Protagonistin in ihr Innerstes und schaut zu wie sehr sie sich durch eine spirituelle Reise entwickelt und dabei etwas Kostbares findet und es wieder loslässt, obwohl es nicht einfach ist.

Was ich besonders mochte:

Die lustigen Beschreibungen des Meditierens und der Zimmergenossin mochte ich am liebsten, auch wenn es nicht der tiefgründigste Teil des Buches war. :)
Profile Image for Kathrin Bolte.
44 reviews1 follower
April 17, 2013
Ein einem Rutsch habe ich dieses Buch gelesen, denn es fesselte mich von der ersten bis zur letzten Seite. Im ersten Teil bekommt der Leser einen wunderbaren Einblick in Milas Gedankenwelt. Über das was sie vom Schweigeseminar hält, ihre Zweifel, ob sie hier richtig ist und wie sie über ihre Mitstreiter denkt. Das alles in einer lockeren, amüsanten Sprache. Schon bei den ersten Seiten habe ich mich gefragt, wie ich selbst wohl so ein Schweigeseminar erleben (überleben) würde.

Im gesamten Buch fand ich mich in zahlreichen Situationen wieder. Wie zum Beispiel bei folgender Situation: Zitat Seite 20: „Trotzdem schaffe ich es nicht, den Radius meiner Aufmerksamkeit auf meinen eigenen Tellerrand zu begrenzen. Mein Gehirn giert nach Informationen. Ich kenne das, es überfällt mich auch zu Hause bei meinen einsamen Mahlzeiten, und wenn keine Zeitung zur Hand ist, schrecke ich nicht einmal davon zurück, die Herstellerangaben auf der Verpackung meiner Frühstückflocken zu lesen, in sämtlichen Übersetzungen.“ Herrlich. Ich kenne das gut und der ein oder andere von euch sicher auch. Wie würde mir da wohl so ein Schweigeseminar bekommen?

Doch zurück zum Buch. Zunächst kommt aufgrund der Beschreibung der Gedanke auf, dass es stark um das Schweigeseminar geht, doch das ist schon nach wenigen Seiten beendet. Erst hat mich das irritiert, doch was dann kommt ist die schönes Lovestory zwischen Mila und Simon. Während der drei Tage in einem Hotelzimmer lernt Mila sich selbst von einer ganz anderen Seite kennen und entdeckt sich neu. Zu viel will ich ja nicht verraten. Doch diese Geschichte ist absurd und superschön. Ob es ein Happy End gibt? Das solltet ihr selbst herausfinden.
Profile Image for Booklunatic.
1,143 reviews
December 21, 2014
5 Sterne

Ach, dieses wohlig-zufriedene Gefühl, wenn man ein Buch zu Ende gelesen hat und es so richtig klasse fand!

Wobei - das Ende ist ein klein wenig gemein. Fast hatte ich, ganz ähnlich wie Protagonistin Mila, das Bedürfnis, sofort die Suchmaschine anzuwerfen und verzweifelt nach Kontaktdaten von Susann Pásztor zu googlen. Damit ich sie höchstpersönlich fragen kann, wie das Ende denn nun wirklich zu verstehen ist...

Aber, lassen wir das mal beiseite: Vor nicht allzulanger Zeit las ich Pásztors Erstling und war da bereits von ihrem pfiffigen und zugleich berührenden Schreibstil begeistert. Ohne diese Erfahrung und nur anhand der Inhaltsbeschreibung hätte ich vermutlich nie zu "Die einen sagen Liebe..." gegriffen. Mensch, was hätte ich da verpasst. Solch eine schöne und dabei angenehm klischeefreie und unaufgeregte, leise Liebesgeschichte habe ich selten gelesen. Und dabei ist es auch noch viel mehr als eine Liebesgeschichte - es geht um Vergangenheitsbewältigung und darum, zu lernen, mit sich selbst und dem Leben klarzukommen. Schwere Themen und doch alles in einem leichten, aber nie unangemessenen Ton. Auch bleibt die Handlung bis zum Schluss überraschend.

Ich werde das Buch ganz oft weiterempfehlen und warte jetzt schon ungeduldig auf mehr von der Autorin.
Profile Image for Caroline.
9 reviews
June 9, 2014
Romantisch.....so etwas würde meinem Freund bestimmt nicht gefallen aber ich hab's toll gefunden. Es geht ja um Liebe aber irgendwie anders.
Profile Image for Kris Tina.
29 reviews
April 20, 2016
Picked it up because of the many recommendations but didn't care for it at all.
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