Eine riesige unterirdische Bibliothek, hallende Bücherschluchten, Geheimnisse in jedem Buch. Sam ist ein Dieb - aber mit einer List gelingt es ihm trotzdem, in die Palastwache von Mythia aufgenommen zu werden. Er träumt von einem neuen Leben, von großen Aufgaben. Vielleicht wird er gar als Wache des Weißen Königs eingesetzt? Doch statt des Königs soll er nur alte, staubige Bücher bewachen, in der riesigen Bibliothek unterhalb der Stadt. Wie langweilig! Sam kann nicht mal lesen. Bald jedoch erfährt er am eigenen Leib, dass die hallenden Bücherschluchten ebenso gefährliche wie fantastische Geheimnisse bergen.
Akram El-Bahay, geboren 1976, hat seine Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf gemacht: Er arbeitet als Journalist und Autor. Als Kind eines ägyptischen Vaters und einer deutschen Mutter ist er mit Einflüssen aus zwei Kulturkreisen aufgewachsen. Dies spiegelt sich auch in seinen Romanen wider: klassische Fantasy-Geschichten um Drachen und Magie, die ebenso sehr an den "Herrn der Ringe" wie an orientalische Märchen erinnern. Mit seinem ersten Roman "Flammenwüste" war er für mehrere Preise nominiert, er gewann den Seraph Literaturpreis als bestes Fantasy-Debüt des Jahres.
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Akram El-Bahay, born 1976, has made his passion, writing, his profession: he works as a journalist and author. As the child of an Egyptian father and a German mother, he grew up with influences from two cultures. This is also reflected in his novels: classic fantasy stories about dragons and magic that are as much reminiscent of the "Lord of the Rings" as they are of oriental fairy tales. He was nominated for several prizes with his first novel "Flammenwüste", winning the Seraph Literature Prize for best fantasy debut of the year.
Bücherstadt - ein Titel, bei dem jeder Buchliebhaber ins Schwärmen kommt. So auch ich, denn der Titel hat mich sofort angesprochen und auch der Klappentext klang wirklich interessant.
Zu Beginn hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Der schöne Schreibstil hat einen in eine fremde Welt eintauchen lassen und auch das setting mit dem orientalischen Touch hat mir richtig gut gefallen. Die Beschreibungen der Bücherstadt waren wirklich toll und ich würde dort gerne einmal durch die Gänge streifen.
Leider ging für mich die Handlung an einem Punkt irgendwie nicht weiter. Ich konnte mich nicht auf die Geschichte einlassen und mir fehlte einfach ein roter Faden. Streckenweise dümpelt die Geschichte einfach vor sich hin, ohne dass was passiert. Damit kam für mich leider so gar keine Spannung auf und ich habe mich leider irgendwann komplett gelangweilt.
Probleme hatte ich auch mit den Protagonisten Sam. Zum einen wirkte er mit seinen 25 Jahren deutlich jünger, ich hätte ihn auf höchstens 17 geschätzt, und zum anderen habe ich nie wirklich einen Zugang zu ihm gefunden. Auf mich wirkte Sam sehr distanziert, so dass ich wenig bis gar nicht mit ihm mitfiebern konnte.
Das Buch ist an sich nicht schlecht und ich kann verstehen, dass einige begeistert sind, aber mich konnte es leider nur bedingt erreichen. Auf die weiteren Teile der Reihe werde ich verzichten.
Vielen Dank an den Verlag und an NetGalley für das Zuschicken eines digitalen Rezensionsexemplars.
Es tut mir wirklich leid, dass ich es hier abbrechen muss. Aber wenn ich es weitergelesen hätte, wäre ich in eine tiefe Leseflaute gefallen.
Der Schreibstil hat mich leider gar nicht angesprochen und somit waren mir auch die Charaktere völlig egal. Ich habe keinerlei Bindung zu ihnen aufbauen können und auch die Welt schien für mich unglaublich fern zu sein.
Leider kam ich mit der Geschichte überhaupt nicht klar. Ich habe das Gefühl, dass nichts passiert ist und es war für mich unglaublich langweilig dieses Buch zu lesen.
Einen Pluspunkt gibt es für mich für das wunderschöne Cover. Welche Leseratte ist nicht begeistert von einem so wunderbaren Cover und einen tollen Titel namens „Bücherstadt“.
Bestimmt gibt es viele Leute, die dieses Buch lieben werden. Aber ich gehöre leider nicht dazu und so leid es mir auch tut, weil es ein Reziexemplar ist, aber ich möchte meine ehrliche Meinung sagen und möchte mich nicht durch ein Buch quälen, an dem ich gar keinen Spaß habe.
Eigentlich bin ich ein Fan von Akram El-Bahays Büchern, hier jedoch ist der Funke bei mir leider nicht übergesprungen. Ich weiß nicht, woran es lag: Hatte ich etwas anderes erwartet? Doch eigentlich hatte ich keine Erwartungen vor dem Lesen. Das konnte es also nicht sein. Ich fand leider nur schwer Zugang zur Geschichte, die mich mehr an ein orientalisches Märchen als eine Fantasygeschichte über magische Bücher erinnerte. Ein ehemaliger Dieb und seine Vergangenheit, Fabelwesen, eine Liebesgeschichte, eine Stadt unter der Stadt ... dass Bücher magisch sind, nahm doch nur eine sehr kleine Rolle im Buch ein, was bei mir zum Eindruck führte, dass die unterirdische Bibliothek eine austauschbare Kulisse ist und die Geschichte gut auch an einem anderen Schauplatz mit einigen wenigen magischen Büchern funktionieren würde. Schade, aber der Zauber magischer Bücher konnte mich persönlich leider nicht erreichen. :(
Pôvodne bola kniha vydaná už v roku 2014, ale prekladu (zatiaľ iba toho českého) sme sa dočkali až v roku 2021. Město kníh má skutočne krásnu obálke a jedná sa o fantasy príbeh, ktorý sa celučky celý točí okolo kníh. Už Vám musí byť zrejme, že toto bol dôvod, prečo som si knihu objednala.
Za celých 344 strán som si nedokázala obľúbiť žiadnu z postáv a zžiť a s nimi. U Sama mi liezlo na nervy, že hoci nesúhlasil s Kani, vždy (fakt vždy) sa jej prispôsobil. Chýbal mi poriadny opis postáv, či už ich fyzického výzoru alebo povahových čŕt.
A ďalšia otravná vec? Každý zloduch tam mal potrebu vyrozprávať celý svoj diabolský plán. Autor nám tým asi chcel vysvetliť pointu a tajomstvo mesta kníh, ale ja som sa len chytala za hlavu, že takto sa to nerobí.
Zhrnutie: myšlienka fajn, len nebola dotiahnutá ani do polovice, nie to ešte do úspešného konca.
4,5 Sterne .... Ein unglaublicher Auftakt voller Spannung mit wunderschöner Sprache, sehr interessanten vielschichtigen Charakteren und viel Liebe zur Literatur. Großartig gelesen vom Sprecher und jetzt riesige Vorfreude auf den zweiten Band dieser mitreißenden Reihe. ♥️
Sam ist ein Meisterdieb per excellence, doch nachdem er seinen Cousin auf dramatische Weise verloren hat, bewirbt er sich bei der Palastwache. Er ist enttäuscht, als er zur Bewachung der Bibliothek unter der Stadt eingeteilt wird. Ein Labyrinth aus Büchern und das wo er doch Analphabet ist. Eines nachts jedoch steht er Fabelwesen gegenüber, die es in Wirklichkeit gar nicht geben dürfte. Dies und noch andere kuriose Dinge finden hinter verschlossenen Türen statt, denn in das heilige Herz der Bibliothek hat er keinen Zugang und die Beraterin des weißen Königs, versiegelt jeden Abend den Eingang. Eine der Dienerin scheint mehr zu wissen als andere und irgendwie hat es die schöne Kani, Sam angetan. Schneller als er denkt, muss er erkennen, dass Bücher nicht nur verstaubtes Wissen bergen, sondern magische Figuren, die ans Licht streben. Gemeinsam mit Kani versucht er die Fabelwesen zu retten und macht sich damit mächtige Feinde.
Mich zieht alles magisch an, was mit Büchern und Bibliotheken zu tun hat. So war es auch nicht verwunderlich, dass mir dieses Buch in der Bibliothek meines Vertrauens sofort ins Auge sprang. Ich hatte eigentlich keine großen Erwartungen. Da ich was faszinierende bibliophile Welten schon mit Kai Meyer und Walter Moers unterwegs war, machte ich mich auch auf Parallelen zu Buchhain bzw. Libropolis gefasst, aber dem Autor gelingt es eine völlig neue Welt zu erschaffen, Paramythia. Labyrinthe angefüllt mit Büchern, so viele das nie ein Mensch allein sie zu lesen vermag, geheime Wesen, die nachts durch die Bibliothek streifen und Wächter die einen unzugänglichen Bereich bewachen. Ich war völlig hin und weg. Samir mochte ich sehr, gerade weil er als Analphabet den Schatz den er bewachen soll, keine Geheimnisse entlocken kann. Ein Meer aus Wissen liegt vor ihm, doch der Zugang dazu wird ihm verwehrt. Aber ich glaube mit den magischen Wesen, die ihm über den Weg laufen, bekommt er schon einen ganz guten Eindruck, was sich da so zwischen den Seiten tummelt. Eigentlich hat er ja dem Dasein als Dieb den Rücken gekehrt, aber so ganz lässt die Katze das Mausen nicht. Ich fand ihn als einer der Hauptprotagonisten sehr erfrischend mit seiner Bauernschläue, wohingegen Kani die Bildungsschläue durch ihren Vater verkörpert und zusammen sind sie ein unschlagbares Team. Neben Samir und Kani, war mein absoluter Held Shagyra, diesem energiegeladenem Pferdemenschen musste ich einfach in mein Herz schließen. Er erinnerte mich immer an ein Kleinkind, dass zu viel Bewegungsdrang hat und zu wenig Platz diesen auszuleben. Gerade weil alle diese Charaktere so lebhaft in meinem Kopf präsent waren, möchte ich dem Autor ein Kompliment machen, für seine Entwicklung der Figuren, nicht jedem Schriftsteller gelingt dies so anschaulich. Außerdem habe ich mich während des ganzen Buches ein bisschen gefühlt wie in Aladins Akraba, ich konnte die heiße staubige Luft praktisch spüren und die mystischen Geheimnisse von Sherazades Tausendundeiner Nacht.
Ein großartiger Auftakt und ich hoffe das die Story nicht ihren Auftrieb verliert. Paramythia wird wohl auf die Liste meiner Traumurlaubsziele kommen.
"Bücherstadt" ist der atemberaubende erste Teil einer neuen Fantasy-Trilogie von Akram El-Bahay.
Seit er sich erinnern kann, ist Sam ein Dieb. Doch sein Leben als Elster will er nun ein für alle mal hinter sich lassen. Als Scharlachroter ist es von nun an seine Aufgabe, den Weißen König zu beschützen - das denkt er zumindest bis er sich als Wächter in Paramythia wiederfindet, der riesigen Bücherstadt unter der Erde. Was als vermeintlich langweilige Aufgabe beginnt, wird schon bald zu Sams größten Abenteuer, denn Paramythia birgt Geheimnisse und Kreaturen, von denen er nie zu träumen gewagt hätte...
Das wunderschöne Cover war das erste an diesem Buch, das mir ins Auge gesprungen ist und ich freue mich, sagen zu können,dass "Bücherstadt" nicht nur optisch ein Genuss, sondern auch inhaltlich toll zu lesen ist. Die Handlung ist spannend und hält einige Überraschungen vor die LeserInnen bereit, die Charaktere sind interessant, und der Handlungsort ist eine gigantische Bücherstadt - was will man mehr?
Ich glaube, dass Akram El-Bahays Serienauftakt nicht nur eingefleischten Fantasy-Fans, sondern auch Neulingen des Genres gefallen wird. Empfehlenswert!
Ich würde einfach nicht warm mit der Story. Wenn man einen als Autor einen Ort als Zentrum der Handlung macht, dann muss man es schaffen die Atmosphäre, dass alle Eindrücke und Gefühle, die dieser Ort erwecken sollte, auch wirklich rüberkommt. Das hat mir hier gefehlt, obwohl mit dem Setting so viel möglich wäre. Dass dee Protagonist nicht lesen kann und man hauptsächlich durch ihn die Bibliothek wahrnimmt, hilft auch nicht gerade. Was ich mag, ist das Orient-Feeling der Geschichte. Endlich mal kein klassisches Mittelalter. Wenig kritischere Leser kommen hier sicher auf ihre Kosten. Und man darf ja auch nicht vergessen, dass das Band 1 von 3 (?) ist. Das Potential zur Weltentfaltung ist also in den Folgebändern noch da.
3 Sterne für ein exotisches Fantasyabenteuer, mit mystischen Geschöpfen und einem spannenden Schauplatz
Der Autor Akram El- Bahay hat mit seinem neusten Fantasy- Werk „Bücherstadt – Die Bibliothek der flüsternden Schatten“ den Auftakt einer geplanten Trilogie geschrieben.
Inhaltsangabe (Quelle: Klappentext): Sam ist ein Dieb - aber mit einer List gelingt es ihm trotzdem, in die Palastwache von Mythia aufgenommen zu werden. Er träumt von einem neuen Leben, von großen Aufgaben. Vielleicht wird er gar als Wache des Weißen Königs eingesetzt? Doch statt des Königs soll er nur alte, staubige Bücher bewachen, in der riesigen Bibliothek unterhalb der Stadt. Wie langweilig! Sam kann nicht mal lesen. Bald jedoch erfährt er am eigenen Leib, dass die hallenden Bücherschluchten ebenso gefährliche wie fantastische Geheimnisse bergen.
Bereits als dieses Buch angekündigt wurde, ist es auf meiner Unbedingt- Lesen- Liste gelandet. Die Flammenwüsten- Trilogie konnte mich vom Talent des Autors überzeugen. Und auch der Klappentext zu „Bücherstadt“ konnte mich zusätzlich locken, sodass ich wirklich sehr auf dieses Buch gespannt war. Auch in seinem neusten Werk konnte mich Akram El- Bahay wieder von seinem Schreibtalent überzeugen. Er hat einen wunderbar bildhaften und leichten Stil, geschickt wird eine Atmosphäre aufgebaut. Auch hat er meiner Meinung nach ein Talent, actionreiche Szenen gekonnt zu schildern, sodass man das Gefühl hat, mittendrinne zu sein. Gut gefallen hat mir auch das fremdländische Setting. Durch viele kleine Details wird gekonnt eine Atmosphäre aufgebaut, die einen an das Abendland denken lässt. Der Auftakt der Trilogie spielt in der Stadt Mythia und dessen unterirdischen Bücherstadt Paramythia. Zusammen mit dem Protagonisten Samir werden wir in die Bücherstadt eingeführt und lernen etwas über dessen Aufbau und dessen Funktionsweise. Diese Beschreibungen von Paramythia haben mir sehr gut gefallen. Man hat als Leser das Gefühl, dass man selber mitten in einer überdimensionalen Bibliothek voller Bücher ist, kann den speziellen Duft alter Bücherseiten quasi selber riechen oder auch das Blättern von Seiten hören. Am liebsten würde man diese unterirdische Bibliothek selber erkunden und dessen Geheimnisse lüften. El- Bahay hat hier ein fantastisches Setting erschaffen, voller Geheimnisse und Abenteuer. Gut gefallen hat mir auch, dass der Autor wieder seine Geschichten innerhalb der eigentlichen Geschichte eingebaut hat. Diese Besonderheit hat mir bereits sehr in seiner Flammenwüste- Trilogie gefallen. Auch hier wird dieses stilistische Element wieder gekonnt eingesetzt um alte Legenden zu erzählen. Diese Geschichten sind für die Weiterführung der Geschichte von Bedeutung und werden gekonnt in die Haupthandlung des Buches eingearbeitet. Die eingebauten Fabelwesen fand ich ebenfalls sehr gelungen. Sie konnten mich vom Ideenreichtum des Autos überzeugen und gaben der Geschichte ein gewisses Etwas. Sie haben diese zusätzlich belebt und spannend gemacht. Viele Fragen wurden um diese fremdartigen Fabelwesen gewoben, die es zu enthüllen galt. Sie wurden gekonnt in die Handlung eingebaut und haben die Geschichte lebendiger wirken lassen. Gut gefallen haben mir auch die Protagonisten. Samir, oft auch Sam genannt, ist ein Dieb, der sein bisheriges Handwerk an den Nagel hängt um zur Stadtwache des Weißen Königs zu wechseln. Er will sein altes Leben hinter sich lassen und neu anfangen. Seine neue Aufgabe ist es, die Tore der Bibliothek mit all seinen Büchern zu bewachen. Dabei kann Samir gar nicht verstehen, warum man für all die Bücher so einen enormen Aufwand macht, er selber kann leider nicht lesen. Samir geht mit der Erwartung an seinen neuen Job, dass dieser wohl langweilig und langatmig sein wird – doch schnell wird er eines besseren belehrt. Er ist ein sympathischer junger Mann mit einem großen Herzen, der in ein spannendes Abenteuer stolpert. Dabei wird er mit Gegebenheiten konfrontiert, mit denen er niemals gerechnet hätte und sein bisheriges Weltbild ganz schön auf den Kopf stellen. Samirs Gegenpart ist Kani. Sie ist eine junge, intelligente und mutige Frau. Sie hat eine taffe Art und stürzt sich mit Überzeugung in dieses Abenteuer, weil sie dabei den Fabelwesen helfen und dessen Geheimnis lüften will. Ich finde jedoch, dass der Part von Kani leider im Laufe der Geschichte etwas in den Hintergrund gelangt. Sie agiert später recht passiv und es passte nicht so ganz in das Bild, welches ich von Kani gewonnen hatte. Dies kann zwar auch an gewissen Ereignissen liegen, die im Verlauf der Geschichte passieren. Dennoch hoffe ich, dass Kani im folgenden Band wieder aktiver auftritt. Gut gefallen hat mir auch Sabah. Sie hat etwas Geheimnisvolles und Mystisches an sich. Man erfährt in der zweiten Hälfte des Buches, was es mit Sabah auf sich hat. Doch auch hier würde ich mir wünschen, dass ihre Person und auch ihre Geschichte näher beleuchtet werden. Ähnlich erging es mir mit dem Weißen König, nur ein paar vage Andeutungen werden gemacht. Da „Bücherstadt – Die Bibliothek der flüsternden Schatten“ der Auftakt einer Reihe ist, sind diese Andeutungen verständlich, mein Interesse wurde auf jeden Fall geweckt. Auch hätte ich gerne etwas mehr über die Welt an sich und dessen Besonderheiten erfahren. Ich hoffe, dass darauf im Verlauf der Trilogie noch näher eingegangen wird.
Insgesamt konnte mich der Autor Akram El- Bahay mit „Bücherstadt – Die Bibliothek der flüsternden Schatten“ erneut von seinem erzählerischen Talent überzeugen. Meiner Meinung nach ist jedoch noch ein bisschen Luft nach oben. Ich hoffe, dass der Autor dies in den Folgebänden vollkommen ausnutzen kann, mein Interesse an der Reihe wurde geweckt. Hierfür möchte ich 4 Sterne vergeben.
Kennt ihr das? Ihr schlagt ein Buch auf, beginnt zu lesen und euch spring ein erster Gedanke an? Bei mir war es in diesem Fall „Magie liegt in der Luft“. Ich war sofort verzaubert.
Als Sam in die Bücherstadt geht hatte ich tatsächlich das Gefühl ihm über die Schulter zu sehen. Es war so klasse beschrieben, dass ich die Gänge, die Regale und all die Bücher vor Augen hatte. Allerdings auch diese Asfura, was anfangs nicht ganz so angenehm war.
Der Autor hat mich mit diesem Buch gefesselt. Es war sehr schön zu lesen, die Story spannend und die Charaktere und Kreaturen interessant und sehr aufregend.
Mir hat der Auftakt gut gefallen und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Kurzbeschreibung In Mythia dem größten Stadt Staat der Welt lebt Samir, ein Dieb der von Ruhm und Ehre träumt. Dass diese beiden Dinge nicht wirklich zu einem Dieb passen, ist ihm auch klar und deshalb entschließt er sich sein Leben zu ändern und sich von nun an der Palastwache Mythias anzuschließen um den Weißen König zu beschützen.
Mit was Sam nicht gerechnet hätte ist, das man ihm den Schwindel abkauft, ein gewisser Harun zu sein und ihn einstellt. Allerdings nicht wie von ihm erhofft, sondern eingeteilt als Wache für eine Pforte der einzigartigen Bibliothek unter dem Palast mit Namen Paramythia- Die Bücherstadt. Hier erwarten Sam nicht nur Ruhe und der Geruch von Büchern, sondern Geheimnisse die weit über den Verstand hinausgehen.
Ein Abenteuer beginnt ...
Cover Das Cover ist ein für mich absolut gelungener Eyecatcher und hat sowas von einem WOW Effekt, der es für mich zu einem Buchschatz macht. Denn hier sieht man nicht nur ein besonders geheimnisvolles Buch vorne drauf, sondern auch im Hintergrund die Regale und die Decke, wie auch die Treppen die man auf der Rückseite sehen kann. Für mich ein wundervoller Ort da ich Bücher liebe. Innen geht es aber mit der Ausarbeitung weiter, zum einen sieht man einen Raum im Buchdeckel der ein aufgeklapptes Buch bereithält.
Für mich sehr gut umgesetzt zum Inhalt der Geschichte und so passend. 😍💖💖💖
Schreibstil Der Autor Akram El-Bahay hat einen gelungenen und wundervoll bildhaften Schreibstil, denn ich schon bei seinen anderen Werken bewundern durfte und das dieses Buch in nichts nachsteht. Im Gegenteil, der Autor hat hier sogar noch eine Stufe draufgelegt mit der bildhaften Beschreibung des Ortes Mythia und deren unterirdischen Bücherstadt, die mich schon von den ersten Seiten gefangen nahm. Zum einen lernt man einen sympathischen Dieb namens Samir kennen, der sein Leben ändern möchte und im Herzen ein wirklich guter Mensch ist und versucht immer das richtige zu tun. Er entwickelt sich im Laufe der Geschichte und merkt, das vieles was er dachte, es wäre eine Geschichte der Fantastie, auch der Wahrheit entspringen könnte und macht sich auf die Suche danach. Dabei hat er nicht nur Hilfe, sondern lernt auch das es Menschen gibt die ihm helfen möchten. Denn als Dieb war sein bester Freund sein Cousin Majid.
Absolut gelungener bildhafter Auftakt der Lust auf mehr macht und zwar am besten gleich. 💖💖💖
Meinung Die Bücherstadt erwartet Dich ... 😍💖
Genau das hätte sich Samir auch kurz Sam genannt niemals erträumt, denn sein Plan sah eigentlich vor, dem weißen König in der Palastwache zu dienen. Zum einen ist er in der Palastwache was er sich erhoffte, allerdings um das Tor zu dem Herz der Bücherstadt zu bewachen.
Dabei kann Sam noch nicht mal lesen oder schreiben. Aber er versucht sich zu konzentrieren und alle Gefahr von seinem neuen Platz fern zu halten, denn er will nie wieder ein Leben als Dieb fristen müssen, auch wenn er in seinem Job einer der besten war. Nach einem tragischen Vorfall hatte er den Diebstählen abgeschworen und sich von Sam zu Harun ar- Raschid verwandelt. Wie er so schön sagte er habe sich einfach neue Kleider übergestreift.
Und Sam macht seine Sache gut, ist wachsam und hilft wenn er kann. Allerdings ist ihm nicht jeder so freundlich gesonnen, denn auch in Mythia gibt es Vorurteile gegen einen wie Sam. Denn Sams Familie stammt von der anderen Seite dem Wüstenvolk ab. Das Kataluna Gebirge teilt die Menschen nämlich in zwei Regionen, oder besser gesagt die Menschen nehmen das dafür um sich voneinander abzuheben.
Sam weiß das und auch das manche die von der anderen Seite kommen Abneigungen gegen sie hegen, aber er weiß mittlerweile damit umzugehen und macht das Beste daraus. Mit was er allerdings bei seinem eigentlich langweiligen Job nicht gerechnet hätte war, das es sehr gefährlich werden könnte. Denn wer sollte den bitte Bücher stehlen??? Jedenfalls war das Sams Meinung, bis er nicht nur auf einem Schrei aufmerksam wird, sondern auch auf ein paar Tote die in der Bücherstadt ihren Dienst normalerweise tun. Alarmiert versucht er Hilfe zu holen und trifft auf den Mörder der sich allerdings als Fabelwesen aus einem Buch herausstellt, namens Asfura. Geflügelwesen auch genannt. Diese Asfura greift ihn auch prompt an und nur mit Mühe kann sich Sam retten, nachdem er sie zwar verletzt hat, aber nicht gefangen nehmen konnte.
Dem König und den anderen verrät er allerdings noch nicht was ihn angegriffen hat und nimmt eine Ausrede, denn wer hätte ihm denn schon geglaubt und deshalb macht er sich auf die Suche nach Antworten, was wirklich tief unter den Palastmauern vor sich geht und was genau hinter dem Tor, dem Herzen der Bücherstadt passiert. Denn zu oft sah er schon Sabah rein und rausgehen und etwas Geheimnisvolles murmeln. Sabah ist die Beraterin des Königs und scheint mehr zu wissen und zu sehen, als sie verrät.
Eine Aufregende Zeit beginnt und ein Abenteuer, das es in sich hat erwartet nicht nur Sam, sondern auch dem Leser. 😉💖
Fazit Bildgewaltige Umsetzung einer fantastischen Story!!! 💖💖💖 Ein Dieb, eine Bücherstadt und ein größeres Geheimnis das alles verändern könnte erwarten Dich.
Die Reihenfolge - Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
Dieses Buch liegt nun bereits seit Ewigkeiten auf meinem Stapel der Schande. So lange schon, dass ich gar nicht mehr weiß, wann ich es gekauft habe. Wo, das kann ich euch aber noch ganz genau sagen: In einer Buchhandlung in Wien! Ich hatte die Wahl zwischen "Scythe" von Neal Shusterman und "Bücherstadt". "Scythe" habe ich mir erst ein Jahr später oder so gekauft und habs trotzdem früher gelesen. Seitdem lag "Bücherstadt" in meinem Regal und hat darauf gewartet, dass ich mich wieder an dieses Buch erinnere. Nun, vor etwa zwei Wochen war es endlich wieder so weit. Ich habe meine Schwester gefragt, was ich denn bitte als nächstes lesen soll und sie sagte "Das da!" und drückte mir dieses Buch in die Hand. Eigentlich war das ja eine rhetorische Frage, aber wenn mir die Entscheidung schon abgenommen wird, dann les ich das jetzt auch.
In diesem Buch geht es um Sam, der mich vom Charakter her irgendwie an Aladdin aus dem Disney-Film erinnert hat. Sam ist ein sehr sympathischer und liebenswerter Dieb in einer fantastischen Welt. Leider findet er aber keine Wunderlampe und er bekommt keine drei Wünsche. Trotzdem gelingt es ihm, sich in die Palastwache einzuschleichen. Nicht weil er von dort was stehlen will. Ganz im Gegenteil, er will einfach nicht mehr nur ein Dieb sein. Er will mehr aus sich machen. Er will den König bewachen. Jetzt würdet ihr vielleicht eine hübsche Prinzessin erwarten, die unserem Sam den Kopf verdreht. Pfft, wie langweilig! Stattdessen begegnet er Kani, einer Palastdienerin, die ich ziemlich cool fand. Also Kani zieht seine Aufmerksamkeit auf sich - und diese Frauen mit Flügeln und langen Krallen an den Händen... Das hört sich nach ziemlichem Chaos an, ich weiß! Denn wo zur Hölle kommen die denn jetzt plötzlich her?
Ich habe mich in die Welt der Geschichte einfach verliebt. Ich erforschte mit Sam und Kani die Bücherschluchten, staunte über die Wunder, die in dieser Bibliothek passieren zu scheinen und wünschte mir die ganze Zeit eigentlich nichts mehr, außer in dieser Bibliothek ein bisschen Zeit zum Schmökern zu bekommen. Das wäre so, so schön!
Auch mit dem Schreibstil bin ich zu hundert Prozent zufrieden. Dieses Buch war einfach nur schön und gleichzeitig total spannend. Wie ein warmer Sommertag, an dem man in Italien Pistazieneis isst. (Seht ihr, wie schlimm mein Fernweh in der Zwischenzeit schon ist? Ich finde kaum noch Vergleiche, die nicht irgendwie mit dem Verreisen zusammenhängen!)
Mein Fazit? Ich liebe es! Den zweiten Band will ich auf jeden Fall auch noch lesen. Ganz, ganz dringend! Und am liebsten wäre ich sowieso bei Kani und Sam in der Bücherstadt!
Samir, genannt Sam, ist einer der besten Diebe Mythias. Schon als Junge wurde er streng in der Kunst der lautlosen Erleichterung der Reichen der Stadt unterwiesen. Doch er will mehr, er will seinem vorherbestimmten Weg entfliehen und eine ganz andere Richtung einschlagen. Er will eine Wache werden - und das nicht irgendeine. Er will nichts weniger als zur gefürchteten Leibwache des mächtigen Weisen Königs gehören. Zunächst soll ihn sein Weg aber in die geheimnisvolle Bücherstadt in den Gewölben unterhalb Mythias führen - Willkommen in Paramythia! Der Welt der Bücher, Geheimnisse und verschlungener Wege die an einen ganz besonderen Ort führen: Das Herz! Und dort lauern Gefahren mit denen er ganz bestimmt nicht gerechnet hätte...
Tja was kann ich euch über das Buch sagen. Es ist ein Buch über Bücher. Ein Buch über die Schönheit und die Kraft des geschriebenen Wortes, verpackt in einer magischen Geschichte mit dem atmosphärischen Charakter einer Sage aus 1001 Nacht. Für mich war alles an diesem Buch ein Highlight. An erster Stelle natürlich die Bücherstadt selbst, aber auch die Charaktere und die Storyline konnten mich total abholen. Samir ist ein wunderbarer Charakter. Er ist mutig, intelligent und pflichtbewusst. Dabei ist er ein Charakter der durchaus in der Lage ist sich selbst und seine Handlungen kritisch zu reflektieren und dies stellt er immer wieder unter Beweis. Er lernt und wächst an seinen Aufgaben und erkennt so nach und nach was eigentlich wirklich wichtig ist und das es manchmal nicht nur Schwarz oder Weiß gibt. Ihm zu folgen hat das Buch wirklich interessant und mitreißend gemacht. Auch die anderen Charaktere im Buch waren liebevoll und interessant gestaltet. Ich möchte zu diesen noch nicht zu viel verraten, ihr könnt euch aber auf einen interessanten weiblichen Nebencharakter freuen der noch eine große Rolle spielen wird - ohne dass eine kitschige Lovestory alles durcheinander wirbeln wird. Dann wird es natürlich auch Gegenspieler geben, aber auch hier ist nicht alles so wie es scheint - das Böse wandelt auf verschlungenen Wegen... Und auch das Gute kann verschiedene Gestalten annehmen. Na? Neugierig? Gut so. Denn es gibt natürlich auch noch die Stadt - die Stadt der Bücher. Und diese Stadt hat mich vollkommen in ihren Bann gezogen. Das lag auch am wunderbar atmosphärischen und malerischen Schreibstil von Akram El-Bahay. Ich habe mir nur zu gerne eine riesige, prunkvolle und atemberaubende unterirdische Welt vorgestellt, in der so viele Bücher so unterschiedlicher Art lagern, dass es nicht nur Samir zunächst die Sprache verschlägt. Ich musste beim Lesen mehr als einmal innehalten und mir die Umgebung ganz genau vorstellen und das war einfach wundervoll. Dabei ist der Autor nicht zu ausschweifend, sondern lässt genug Raum für die Fantasy des Lesers. Und wer von uns Leseratten wünscht sich denn nicht, einmal die unendlichen Weiten eines Meeres an Büchern zu betreten? In Paramythia werdet ihr fündig werden. Und zusammen mit Samir werdet ihr dort noch mehr entdecken! Magie, Verrat, Mord und eine spannende Jagd nach der Wahrheit wartet auf euch. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und konnte das Buch kaum zur Seite legen. Das Ende legt sogar noch eine Schippe drauf und ich kann es kaum erwarten bis der 2. Band "Bücherkönig" nächstes Jahr erscheint.
Ein magisches Erlebnis wie aus 1001 Nacht. In den Tiefen einer unendlich scheinenden, geheimnisvollen Bücherstadt, wartet ein Abenteuer auf euch, das euch gerade Wegs in das Herz der Bücher führen wird. Begleitet den sympathischen und mutigen Samir dabei eine ganz neue Welt zu entdecken und dabei seinen eigenen Weg zu finden. Ein Buch über Bücher abseits des Jugendbuchgenres mit einer spannenden Story, einer exotischen Atmosphäre und großartigen Charakteren. Ich hoffe ich kann ganz bald zurück nach Paramythia!
Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt ist ein wahrlich magischer Fantasy-Roman, der den Leser in eine faszinierende Welt entführt, die das Herz eines jeden Bücherwurms höher schlagen lässt.
Akram El-Bahay hat ein großartiges, geradezu paradiesisches Setting erschaffen, ober- wie unterirdisch, das man nur zu gern selbst einmal erkunden - und vermutlich nie wieder verlassen - würde. Trotz der phantastischen Elemente hat die fiktive Welt, in der die Geschichte spielt, viel mit der unseren gemein. Die Gesellschaft ist jedenfalls alles andere als perfekt und auch Rassismus ist Samir leider nicht fremd.
Sowohl Mythia als Paramythia, die scheinbar unendliche Bibliothek voller geheimnisvoller Bücher mit einem mysteriösen Herzen aus Tinte, in dem sich womöglich einzigartige Fabelwesen verbergen, werden sehr detailliert und anschaulich beschrieben, wobei der eigenen Vorstellungskraft keine Grenzen gesetzt werden. Generell fällt der wunderbare, bildhafte Schreibstil des Autors schon nach kurzer Zeit positiv auf. Manche Sätze sind so schön formuliert, fast schon poetisch, dass man sogar das Bedürfnis hat sie mehrfach zu lesen.
Mit Ausnahme des Prologs sowie des Epilogs wird die gesamte Geschichte aus der Perspektive von Samir geschildert, dem man sich ungeachtet des Rückgriffs auf einen personalen Erzähler sehr verbunden fühlt. Die übliche Distanz zu den einzelnen Figuren, die mit dieser Erzählform leider oft einhergeht, spürt man hier insofern nicht.
Der Protagonist Samir ist einem auf Anhieb sympathisch, obwohl er ein Dieb und folglich nicht gerade ein strahlendes Vorbild ist. Doch er stiehlt grundsätzlich nur von jenen, die mehr haben als sie brauchen, und ist denen gegenüber, die weniger haben als er selbst, ausgesprochen großzügig, was ihn sehr liebenswert macht. Außerdem will er sich ändern und wird daher Mitglied der Palastwache, muss aber zu seiner Enttäuschung statt des Königs „nur“ eines der Tore in Paramythia bewachen, die in das Herz führen, zu dem nur Wenige Zugang haben. Diese Aufgabe stellt sich jedoch nicht als so ereignislos und ungefährlich heraus wie ursprünglich angenommen.
Der Grund für Samirs Sinnes- bzw. Lebenswandel liegt offenkundig in seiner Vergangenheit. Die genauen Umstände werden aber zunächst nur angedeutet und erst am Ende offen gelegt. Man hat allerdings relativ schnell einen Verdacht, der sich letztlich auch bestätigt.
Neben Sam gibt es jedoch, abgesehen von den ohnehin faszinierenden Fabelwesen, noch einige andere, interessante Figuren, allen voran Kani, die wunderschöne Dienerin, die im Verlauf der Handlung sein Herz erobert. Sie ist eine mutige, starke und kluge junge Frau, die in das Herz Paramythias gelangen will, um mehr über die Fabelwesen und deren Herkunft zu erfahren. Ihrem Vater, Hakim, war es als Gelehrtem früher noch erlaubt Paramythia zu betreten, weshalb er viel über die Bücherstadt weiß. Er sucht ebenso nach Antworten, sodass diese drei ungleichen Charaktere schließlich zusammenarbeiten.
Sabah, die geheimnisvolle Beraterin des Königs, ist ebenfalls eine sehr interessante Figur und wird umso faszinierender, je mehr man über sie erfährt. Sie vereint zwei verschiedene Seiten in sich und es ist schwer einzuschätzen, ob sie nun gut oder böse ist- oder beides - und was eigentlich ihr Ziel ist.
Der weiße König wurde hingegen bislang nur erwähnt und spielt selbst noch keine aktive Rolle, doch das wird vermutlich nicht so bleiben. Auf jeden Fall möchte man mehr über ihn erfahren, insbesondere ob er weiß, was seine Beraterin im Schilde führt, oder ob er so ahnungslos ist, wie Sam glaubt.
Die Handlung ist komplex, tiefgründig und durchgängig fesselnd, denn die seltsamen Vorkommnisse in der Bücherstadt häufen sich und werfen ständig mehr Fragen auf. Obwohl er sie mit eigenen Augen gesehen hat, fällt es Sam verständlicherweise schwer sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass die Gestalten, wie die geflügelten Asfura oder die behuften Nushishan, die er bisher nur aus Sagen und Märchen kannte, tatsächlich existieren.
Paramythia hütet also zahlreiche Geheimnisse, die es zu lüften gilt, was nicht ungefährlich ist, da andere offenbar um jeden Preis verhindern wollen, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Auf der Suche nach Antworten stellen sich immer mehr Fragen, von denen aber zumindest ein paar am Schluss erfreulicherweise schon beantwortet werden, während diverse andere Rätsel natürlich ungelöst bleiben, immerhin sind ja noch zwei Fortsetzungen geplant, in denen man hoffentlich mehr über die Sahiras und die Geschichte sowie die Entstehung Mythias und der Stadt darunter erfährt.
Vor allem im letzten Drittel nimmt die Spannung dann sogar noch einmal zu. Mehr als einmal geraten die Charaktere in riskante Situationen, bei denen traurige Verluste demzufolge leider nicht ausbleiben. Bei den vielen Gefahren war es allerdings absehbar, dass nicht alle Beteiligten mit dem Leben davon kommen würden, alles andere wäre zudem schlicht unrealistisch gewesen, so sehr man sich das Überleben der einen oder anderen Figur vielleicht auch gewünscht hätte.
Das Ende ist, wie im Hinblick auf die Fortsetzungen zu erwarten war, relativ offen gehalten und die Geschichte natürlich nicht in sich abgeschlossen. Akram El-Bahay hat aber einen guten Moment für den vorläufigen, sehr vielversprechenden Abschluss gewählt und quält seine Leser wenigstens nicht mit einem nervenaufreibenden Cliffhanger. Die letzten Ereignisse werfen noch ein paar neue, ausgesprochen spannende Fragen auf und die nächsten Bände, die sicher ebenso mitreißend sein werden wie der Serienauftakt, wird man sich infolgedessen auf keinen Fall entgehen lassen.
*FAZIT*
Mit Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt hat Akram El-Bahay einen ausgesprochen spannenden und sehr empfehlenswerten Auftakt zu einer geheimnisvollen Reihe geschrieben, der definitiv Lust auf mehr macht.
Wer phantastische Geschichten liebt, in denen Bücher eine zentrale Rolle spielen, liegt hiermit genau richtig!
Als ich den Titel des Buches gelesen habe war ich sofort neugierig. Ich finde das Cover sehr schön (vor allem, wenn man am Ende die Bedeutung dahinter versteht) und nachdem ich den Klappentext gelesen habe stand für mich fest: Ich möchte dieses Buch unbedingt lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Aber mal der Reihe nach. Der Roman ist ein wirklich gutes Fantasy-Buch mit einer für mich vollständig neuen Idee. Wir begleiten dabei den Protagonisten Samir, welcher als sehr geschickter Dieb aufgewachsen ist. Nach einem tragischen Ereignis entschließt er sich seinem alten Leben den Rücken zuzuwenden und möchte in die Palastwache des weißen Königs aufgenommen werden. Durch ein paar kleine Tricks gelingt ihm das zwar, aber er gelangt nicht unbedingt in den Bereich, den er sich vorgestellt hat. Samir erhält die Aufgabe das Herz der Bücherstadt Paramythia zu bewachen, wovon Sam (wie er meistens genannt wird), welcher weder lesen noch schreiben kann, nicht sehr begeistert ist. Aber auf einmal schleichen ungewöhnliche Schatten durch die Gänge, es ereignet sich eine Verfolgungsjagd, er lernt die Dienerin Kani kennen und er ist innerhalb kürzester Zeit aus der Langeweile hinein in ein großes Abenteuer gezogen worden ...
Die Geschichte hat mir wirklich unglaublich gut gefallen. Alleine die Idee einer unfassbar großen und geheimnisvollen Bücherstadt unter der eigentlichen Stadt ist wahrscheinlich für jeden Bücherwurm ein Traum. Der Autor hat eine wundervolle Welt erschaffen in der schon bald auch Fabelwesen auftauchen. Diese sind jedoch nicht die typischen mythischen Wesen, was den Roman noch besonderer macht. Ich habe wirklich selten ein Buch gelesen, in dem es so viele Geheimnisse gibt. Und immer wenn man eine Antwort bekommt tauchen drei neue Fragen auf. Dadurch war es wirklich durchgängig spannend und man hat immer mitgerätselt und seine eigenen Theorien aufgestellt, was der Ursprung der magischen Wesen ist, was als nächstes passieren wird und vor allem wer was beziehungsweise wie viel weiß. Die Spannung wurde auch dadurch gefördert, dass es nur selten Ruhepausen gab. Unsere Protagonisten haben zu jedem Zeitpunkt mitten in einem Abenteuer gesteckt, haben gekämpft, Geheimnisse gelüftet, Verfolgungsjagden bestritten und geheime Pläne geschmiedet.
Damit leite ich auch mal direkt zum wirklich tollen Schreibstil von Akram El-Bahay über. Nicht nur das er sehr spannende Actionszenen schreiben kann fand ich richtig gut, sondern vor allem die Art und Weise, wie er dem Leser immer Stück für Stück neue Informationen bietet, um die Handlung zum Höhepunkt zu führen. Dies hat er sehr geschickt mithilfe verschiedener Methoden gemacht. Häufig war es nur ein kleiner Nebensatz, den man beinahe überlesen hätte. Ab und zu hat er auch Geschichten aus fast vergessenen Büchern der Bücherstadt oder aus mündlichen Überlieferungen einfließen lassen, die immer etwas leicht märchenhaftes hatten. Ebenfalls bemerkenswert waren die sehr lebendigen und bildlichen Beschreibungen. Ich hatte stets ein klares Bild der verschiedenen Handlungsorte vor Augen. Lediglich in der Bücherstadt habe ich die ein oder andere Beschreibung als nicht unbedingt notwendig empfunden, da der Grundaufbau dort überall größtenteils gleich ist.
Jetzt kommen wir aber endlich mal zu den Charakteren. Wie bereits erwähnt ist der ehemalige Dieb Samir unser Protagonist und ich finde ihn, wie die meisten anderen auch, unglaublich sympathisch. Man begleitet ihn nicht nur bei diesem großen Abenteuer rund um die Bücherstadt, in dem er sich stets als klug und leidenschaftlich, aber auch hin und hergerissen erweist, sondern auch auf seinem ganz privaten Weg fort von seinen Tagen als Dieb und hin zu seinem neuen Leben als Wache. Wenn man jedoch sein ganzes Leben lang ein geschickter Dieb ist kann man diese Eigenschaften selbstverständlich nicht einfach so über Nacht ablegen, weswegen es auch sehr interessant war sein "inneres Abenteuer" zu verfolgen.
Mit Kani als Gegenstück zu Sam kamen noch mehr Leidenschaft, Wille, Offenheit und vor allem Liebe zu Büchern in die Geschichte. Im Verlauf des Buches nahm ihre Initiative zwar immer mehr ab, was meiner Meinung nach jedoch wegen dem zugrundeliegenden Ereignis vollkommen nachvollziehbar war. Auch sie birgt ein großes Geheimnis, was den Leser sehr neugierig auf die darauffolgenden Bände macht.
Die Beraterin des Königs spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und ist meiner Meinung nach die so ziemlich mysteriöseste und geheimnisvollste Figur der Geschichte. Mehr möchte ich dazu denke ich auch gar nicht sagen.
Das liegt teilweise aber auch daran, dass der Leser selbst gar nicht so viel über sie weiß,. Genauso ist es beim weißen König. Den Sinn dahinter, dass man so wenige Informationen über die beiden (und auch dem ein oder anderen weiteren Charakter) bekommt kann ich zwar durchaus nachvollziehen, fand ich an manchen Stellen aber teilweise etwas traurig oder frustrierend, weil man so sehr in diese Welt hineingezogen wird, dass man immer und immer mehr darüber erfahren möchte.
Die Fabelwesen waren ebenfalls unglaublich toll. Sie wurden sehr gut und glaubhaft in die Geschichte eingeführt und waren, wie bereits erwähnt, mal neue Wesen (zumindest für mich). Bei ihnen wusste man auch nie wer gut und wer böse ist, was es logischerweise umso spannender gemacht hat.
Alles in allem kann ich sagen, dass es ein sehr einzigartiges und unglaublich gutes Buch ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einer großen Breite an (Fantasy-)Bücherwürmern zusagen wird, da nicht nur viele Geschmäcker sondern auch viele Altersklassen ihre Freude daran haben können. Es gibt kaum Bücher mit so vielen Geheimnissen, wie in diesem und ich würde am liebsten sofort in den zweiten Band eintauchen. Ich kann euch das Buch wirklich sehr ans Herz legen und ich bin fast schon sicher, dass die nächsten beiden Bände noch besser werden.
I rarely read fantasy in German, largely because my local library barely has any and I don't often have the opportunity to wander into a bookstore in Germany and see what the speculative fiction corner has to offer. This one caught my eye (and how could it not, with that title and that gorgeous cover) during my last visit there two years ago (y'know, before travelling abroad and casually wandering into a store came itself to belong rather into the realm of fantasy). Drawing on the author's German and Egyptian heritage, it blends Western and Oriental fantasy themes and the ever popular plot devices of a magical library and of fantastical creatures thought to belong solely to the realm of myth coming alive in an engaging story that reads like a tale out of 1001 Nights. Sure, it has some flaws and feels a lot more YA than it's supposedly intended to, and perhaps I'm just in a generous mood, but I enjoyed this quite a lot and will likely be picking up the next part at some point.
Ein richtig gutes Buch! Ein Aufeinandertreffen von Orient und Okzident in der Stadt Mythia, unter der sich die Bücherstadt Paramythia erstreckt (der Name ist nicht besonders kreativ, aber wären das denn die Bewohner, die der Bücherstadt eigentlich ihren Namen gegeben haben?). Diebe, Fabelwesen, Gelehrte, ein weiser und guter König, der tatsächlich mal eine Nebenfigur darstellt, Bibliothekare - eine reizvolle Mischung meiner Meinung nach. Kritisieren würde ich jedoch die Wortwiederholungen, die der Autor und auch der Lektor anscheinend übersehen haben. Dadurch werden manche Handlungen einfach langweilig, was aber nicht nötig sein würde. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung!
I'd rather watch paint dry than ever touch that book again. It is incredibly boring, clichee and predictable, nothing is really unique or exciting. However, my feelings toward this book aren't negative, actually the exact opposite: I don't have any feelings toward this book. It is not bad and I don't hate it, I just genuinly don't care.
Es ist ganz nett. Ich mag das Setting in Der Bibliothek und auch das Gefühl ein Märchen aus 101 Nacht zu lesen. Trotzdem hat es mich nicht gepackt. Die Spannung hat mir irgendwie gefehlt. Vielleicht habe ich deshalb auch so lange zum lesen gebraucht...
Frustrierend. Einfach frustrierend. Der Prota kann nicht lesen, aber 1 und 1 zusammenzählen kann er auch nicht! Die großen Enthüllungen sind so offensichtlich, das ist nicht mehr foreshadowing, der Prota hat einfach nur 100+ Seiten gebraucht, bis er's begriffen hat.
Dieses Buch habe ich nicht nur zur Hand genommen, weil der Hauptcharakter den Traumjob eines jeden Bücherwurms hat. Aber schon einer der wichtigsten, ich meine eine riesige unterirdische Bücherstadt, wie großartig ist das denn bitte!? Aber auch der Rest ist echt cool, angefangen bei den Charakteren. Diese sind nicht nur echt interessant, sondern halten auch noch ein paar Geheimnisse bereit denen man im Laufe der Geschichte auf die Spur kommt. Angefangen beim Hauptcharakter Sam, von dem man am Anfang nur erfährt, dass er aus unbekannten Gründen das Leben als Dieb aufgeben will. Ich liebe den Schreibstil, der die Geschichte durchweg spannend gestaltet und auch vom Erzählstil einfach nur schön ist. Richtig cool fand ich auch die Fabelwesen, die in der Geschichte auftauchen, und die dazu gehörenden Märchen. Diese geben der Geschichte den besonderen Touch und machen sie zu einem grandiosen Fantasy-Märchen-Mix. Eines meiner Monatshighights!
Zitat: „Der Duft von altem Papier stieg ihm in die Nase, und fast glaubte er die Geschichten, von denen sie erzählten, riechen zu können.“ (S.27)
Inhalt: Nach dem Tod seines Bruders Jamal beschließt Samir, kein Dieb mehr sein zu wollen. Er will sein Leben ändern. Durch eine List gelingt es ihm tatsächlich, in der Wache des Königs aufgenommen zu werden. Sein Plan war, direkt in der Palastgarde aufgenommen zu werden. Doch nun soll er ein altes Tor zur Bücherstadt bewachen. Samir findet sich damit ab und will beweisen, dass er die Aufgabe ernst nimmt und sich für die Palastgarde empfehlen. Samir ahnt nicht, welche Geheimnisse zwischen den vielen Büchern schlummern und sieht sich bald nicht geahnten Gefahren gegenüber, die ihm das Leben kosten könnten.
Meinung: Bereits als ich das erste Mal gehört hatte, dass Akram El-Bahay „Bücherstadt – Die Bibliothek der flüsternden Schatten“ veröffentlichen wird, hatte ich sofort Lust auf die Geschichte. Bei einer Geschichte, in der Bücher vermeintlich eine Hauptrolle spielen, kann ich nicht nein sagen. Nun war es dann auch soweit, das Buch lag lesebereit vor mir.
Gleich machte ich auch Bekanntschaft mit Samir, der mich auf einen Beutezug mitnahm. Denn Sam, wie er genannt wird, ist ein Dieb. Ein hervorragender Dieb. Doch er will sein Leben ändern. Der Tod seines Bruders hat ihn zu diesem Entschluss gebracht. Und so soll dies nun sein letzter Auftrag sein. Tatsächlich gelingt es ihm, in der Wache aufgenommen zu werden. Allerdings soll er ein Tor bewachen, welches in das Herz von Paramythia, der Stadt der Bücher führt. Paramythia liegt unter der Stadt an der Oberfläche Mythia. Gigantische Bücherstraßen verlaufen in Paramythia, es gibt Bücher über Bücher. Sam stellt sich der scheinbar langweiligen Aufgabe, muss jedoch bald schon feststellen, dass er sich geirrt hat. Denn zwischen all den Büchern lauert Unvorstellbares.
Akram El-Bahay setzte seine Idee mit flüssigem, gut lesbaren Schreibstil um. Ich erlebte die Geschichte aus der Sicht von Sam in dritter Person Vergangenheit. Die Charaktere waren vorstellbar beschrieben, so dass Verwechslungen ausgeschlossen werden konnten. Sam selbst will seiner Linie an sich treu bleiben, die Schatten seiner Vergangenheit holen ihn aber immer wieder ein. Stellenweise wirkte er auf mich etwas zu selbstzweifelnd, dennoch schaut er immer nach vorn und stellt sich den Aufgaben. Auch wenn sowohl er als auch ich von manchem Geschehen überrumpelt wurden, kommt ihm nicht in den Sinn aufzugeben.
Die Idee des Autors selbst ist natürlich klasse. Welcher Bücherliebhaber träumt nicht von Unmengen von Regalen voller Bücher. Dass hier dann auch noch ein Geheimnis zwischen so mancher Seite lauert, wirkt dann noch umso reizvoller.
Beim Lesen der Geschichte fühlte ich mich durchweg in einem orientalischen Flair gefangen. Nicht nur die gewählten Namen der Charaktere, auch die vom Autor steuernd beschriebenen Handlungen ergänzten dieses Feeling. Bei den enthaltenen Handlungen hatte ich durch die von Akram El-Bahay gewählten Beschreibungen entsprechende Bilder im Kopf, die meine Vorstellungen ergänzten und gegebenenfalls korrigierten. Ergänzt wird die Geschichte durch eingebaute sinnvolle Dialoge, die die Geschichte abrunden konnten.
Ein zum Ende hin eingebauter Showdown, der den Charakteren nochmals so einiges abverlangt hat, gemeinsam mit dem gewählten Ausklang machen Lust darauf, gleich die Fortsetzung lesen zu wollen. Doch auf diese werden wir noch etwas warten müssen.
Urteil: „Bücherstadt – Die Bibliothek der flüsternden Schatten“ ist ein solider Auftakt zur Buchreihe von Akram El-Bahay und glänzt neben der imposanten Bücherstadt mit seinem spürbaren orientalischen Charme. Leserinnen und Leser, die Bücher über Bücher mögen, werden hier angesprochen werden und sich wohl fühlen. Darüber hinaus wird die Geschichte allen gefallen, die mit Buchcharakteren mitfiebern können und dabei auch die ein oder andere Niederlage verkraften können, ihren Blick jedoch immer auf das Ziel richten und nicht ans Aufgeben denken.
Akram El-Bahay entführt uns mit „Bücherstadt – Die Bibliothek der flüsternden Schatten“ an der Seite des Diebes Samir in einer Welt voller Bücher, Fabelwesen und Geheimnisse. Erschienen ist der Roman im August 2017 bei Lübbe und es ist der erste Band einer Trilogie.
Mythia: Samir ist ein Dieb und er möchte sein altes Leben hinter sich lassen. Er beschließt sich den Wächtern des weißen Königs anzuschließen. Doch statt als Elitewächter das Leben des Königs zu beschützen, wird er in Paramythia, einer verborgenen Stadt voller Bücher, eingesetzt. Was sich zunächst wie eine langweilige Aufgabe darstellt, wird schnell zu einem gefährlichen Abenteuer. Seltsame Dinge gehen in der Bücherstadt vor und Fabelwesen, die es eigentlich nur in Märchen geben sollte, tauchen auf.
Was für ein wunderbarer und fantastischer Roman! Ich liebe dieses Buch und ich kann absolut nichts Negatives über dieses Buch sagen, außer vielleicht, dass es viel zu schnell vorbei war und ich sehr gespannt auf die weiteren Teile dieser Reihe bin. Der Schreibstil ist fantastisch – so bildgewaltig und fantasievoll. Ich hatte die ganze Zeit ganz großes Kopfkino und fühle mich auch nach der Lektüre noch in der Welt von Paramythia gefangen. Es lässt sich alles sehr flüssig lesen und man fliegt geradezu durch die Seiten. Die Geschichte ist spannend und steckt voller Fantasie. Alleine die ganzen Wesen, die in diesem Buch vorkommen. Sie tragen Namen wie Asfura, Nushishan oder Sahira. Mehr möchte ich euch in dieser Hinsicht auch nicht vorwegnehmen und empfehle das Buch einfach selber zu lesen. Im Gegensatz zu „Flammenwüste“ sind die Wesen diesmal alle ausgedacht, sie wirken aber wieder wie aus tausendundeine Nacht entsprungen, und sind mit abendländischen Einflüssen gespickt. Diese Mischung finde ich auch diesmal einfach wieder klasse und sehr gelungen. Eingeschobene Märchen/Sagen sind Bestandteil der eigentlichen Geschichte und bergen immer wieder Wahrheiten, die für den Fortgang der Geschichte wichtig sind. Diese Geschichten nehmen manchmal ein wenig das Tempo aus der Geschichte, sind aber nicht weniger interessant. Ansonsten ist die Geschichte aber sehr temporeich und man kommt machmal fast gar nicht hinterher, weil man so schnell weiterlesen möchte. Die Bücherstadt Paramythia und sein Herz wissen zu begeistern und einen in Erstaunen zu versetzen. So viele Geheimnisse sind noch offen und wollen in den weiteren Teilen auf jeden Fall entdeckt werden. Darüber hinaus konnte mich die Geschichte auch mit ihrem Ideenreichtum und interessanten Wendungen überzeugen, die ich teilweise so nicht erwartet habe. Sam ist die Hauptperson im Buch und ist mir sehr ans Herz gewachsen. Ich habe ihn gerne auf seinem Abenteuer begleitet. An die Wesen, die er im Laufe dieses Buches begegnet, hat er vorher nicht geglaubt. An seiner Seite gibt es die junge Frau Kani, die von den Wesen in dem Buch fasziniert und mutig genug ist, Kontakt aufzunehmen und dann ist da auch noch der Gelehrte Hakim Ed-Din, der es wunderbar versteht Märchen zu erzählen und sich trotz seiner wissenschaftlichen Arbeit seine Fantasie bewahrt hat. Sehr geheimnisvoll ist auf jeden Fall die Beraterin des weißen Königs Sabah. Gerade hier bin ich sehr gespannt, was wir in den weiteren Teilen noch über sie herausfinden werden. Aus dem Buch kann man auf jeden Fall auch einige Informationen über Wortbedeutungen für sich mitnehmen. Ich glaube, dass es auch ein Buch bzw. eine Reihe ist, die man mehrmals lesen kann und bei der man beim erneuten Lesen sicher noch einige neue Dinge für sich mitnehmen kann.
Fazit: Ein fantastischer Roman, der auch viel von einem Märchen hat und an dem ich absolut nichts auszusetzen habe. Wenn ihr zusätzlich auch noch die Mischung aus Orient und Okzident mögt, dann ist dieses Buch genau das Richtige für euch. Für mich ein absolutes Highlight dieses Jahr.
Es ist Donnerstag und ich sitze auf meinem Sofa und finde endlich mal die Zeit um eine weitere Rezension zu euch zu schicken :) Das hat aber auch mal wieder gedauert ;) Ich weiß ^^
Ich habe vor etwas längerer Zeit "Bücher-Stadt" von dem deutschen Autor, Akram El-Bahay gelesen und ich gebe es zu es war ein reiner Cover-Kauf und ENDLICH mal einer, den ich nicht bereut habe :) Denn das Buch, der erste Teil einer Trilogie, erhält von mir 4 von 5 Sterne und da ist noch Luft nach oben :)
Wir haben hier den Auftakt eines neuen Fantasy-Abenteuers, das jedoch nicht in die Richtung Young Adult geht. Die Protagonisten sind keine Teenager mehr und man verliert sich in eine neue Welt, der Welt von Mythia :) Und jetzt geht es los: ohne Spoiler ;)
Und in dieser Welt lebt der Dieb Sam. Er stammt aus einer Familie von Dieben ab, die einen großen Teil der Stadt regieren und niemals erwischt werden. Zumindest glaubte Sam das viele Jahre lang.... Doch eines Tages beschließt er, dass er kein Dieb mehr sein will. Er will einer ehrbaren Arbeit nachgehen und wird zu einem Wächter in der Stadt unter der Stadt - Paramythia - die Bücherstadt.... Damit hatte er jedoch nicht gerechnet. Er wollte in die Armee des Weißen Königs eintreten, diesen schützen und den Ruhm und Ehre erfahren, die ihm bisher verwehrt geblieben waren...
Und jetzt soll er jeden Abend vor einem Tor stehen, dass in die tiefen Katakomben alter, muffiger Bücher führt ? Was soll an Büchern bitte so besonders sein ? Diese Fragen stellt er sich unentwegt - bis ein Abenteuer auf ihn zukommt, mit dem er nicht gerechnet hat.
Märchenwesen, die es nicht geben dürfte, tauchen auf - ein alter Gelehrter, eine schöne Dienerin des Palastes kreuzen einen Weg. Alte Legenden werden wahr.. Und was hat es mit der Frau auf sich, die die rechte Hand des Königs ist? Welche Rolle spielt sie ?
Mehr kann und will ich euch gar nicht verraten :)
Meine Meinung: Mir war bewusst, dass es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt und wenn man das weiß, sollte man sich hier und da auch nicht wundern, wenn es ab und an etwas holprig zugeht. Das Buch hatte für mich keinerlei Längen, es geschah hier und da ein bisschen zu viel ABER nichts desto trotz hat mich diese Welt gepackt und Teil zwei steht schon in meinem Regal
Sam ist ein Dieb, doch er möchte keiner mehr sein. Am Anfang der Geschichte erledigt er seinen letzten Raubzug und kehrt seinem alten Leben dann den Rücken. Er möchte gerne in der Garde des Weißen Königs dienen, der über die Stadt Mythia herrscht. Durch eine List gelingt es ihm unter einem falschen Namen als Soldat angenommen zu werden. Er wird jedoch nicht wie erhofft der Truppe zugewiesen, die den Weißen König beschützt, sondern nach Paramythia geschickt. Paramythia ist die Stadt der Bücher, die unterhalb der Erdoberfläche unter dem Palast liegt und so groß sein soll wie Mythia selbst, vielleicht sogar noch größer. Dort soll Sam das Marduk-Tor bewachen, welches in das Herz Paramythias führt. Sam denkt, dass er dort vor Langeweile sterben wird, denn was soll schon groß passieren, zwischen den abertausenden von Büchern? Aber das Gegenteil tritt ein und schon sehr bald läuft er magischen Wesen über den Weg, die nicht alle freundlich gesinnt sind, und entdeckt große Geheimnisse, die er zu lösen versucht. Dort lernt er viele neue Personen kennen, die ihm dabei helfen und zur Seite stehen und so nimmt die Geschichte voller Abenteuer, Gefahren, Kämpfe, Fluchten und Magie ihren Lauf.
Sam, mit vollem Namen Samir, war mir von Anfang an sehr sympathisch. Durch ein Ereignis in der Vergangenheit möchte er nicht mehr zu der Diebesbande gehören, die bis dato seine Familie war. Er hat sich ein anderes Leben für sich vorgestellt und lässt sein altes hinter sich. Das hat mir sehr imponiert, denn man selbst möchte manchmal auch gerne einfach alles hinter sich lassen und ganz von vorne anfangen. Es erfordert sehr viel Mut dies zu tun und es hat mir gefallen, dass Sam diesen Schritt gemacht hat. Dabei ist er sich selbst manchmal aber doch nicht so sicher ob er sein altes Leben als Dieb komplett ablegen kann. Insgesamt kam er mir sehr zielstrebig vor, neugierig, unerschrocken und seinen wenigen neu gewonnenen Freunden gegenüber loyal. Ich habe ihn im Laufe der Geschichte sehr ins Herz geschlossen.
„Kaum drei Tag in Scharlachrot, und du weißt nicht mehr, was du bist, Sam, schalt er sich. Ein Wächter oder ein Dieb? Vielleicht keines von beidem“ S. 147
Durch einen Zufall begegnet er der Dienerin Kani, die er erst für einen Feind hält. Doch schnell wird klar, dass beide dem Rätsel der Bücherstadt auf den Grund gehen wollen, stellen sich den Gefahren ab da gemeinsam und erleben ein großes Abenteuer. Sie entdecken viele Geheimnisse und können auch einige davon lüften, doch auch viele Fragen bleiben offen, die hoffentlich in den beiden Folgebänden beantwortet werden.
„Ein Dieb, eine belesene Dienerin und ein Büchernarr, die es zusammen mit einer Gruppe tödlicher Fabelwesen aufnehmen wollten.“ S. 313
Kani hat leider, obwohl sie auch Protagonistin ist, eine etwas eher zurückhaltende Rolle erhalten und stand nicht so im Vordergrund wie Sam. Auch andere Charaktere nehmen leider eine etwas kleinere Rolle ein und rücken in den Hintergrund, obwohl sie wichtig für den Verlauf der Geschichte sind. Das fand ich sehr schade und hoffe, dass sich das im zweiten Band ändern wird. Auch Kani und manch andere Charaktere sind leider nicht so tiefgängig und auch nicht so facettenreich, doch trotzdem authentisch, dargestellt.
Das Buch liest sich flüssig und leicht weg, auch wenn meiner Meinung nach immer mal wieder ein paar Wiederholungen in der Wortwahl vorkamen. Man wird durch den bildhaften und illustrativen Schreibstil von Akram El-Bahay in die Welt von Paramythia gezogen. Zwischendurch meinte ich wirklich in mitten der riesigen Bücherhallen und -gänge in der unterirdischen Bibliothek zu stehen, den Geruch von altem Papier in der Nase zu haben und das Flüstern der Buchseiten zu hören. Die orientalischen Einflüsse, die Akram El-Bahay verwendet hat, lassen die Geschichte um Mythia und die Bücherstadt noch mystischer und märchenhafter wirken. Ich wurde verzaubert und mitten in die magische Welt der Bücherstadt gerissen.
„Sam hatte das Gefühl, er würde sich im Inneren eines gewaltigen Tieres mit einem Herz aus Papier befinden. Ein Herz, dessen Schlag aus dem Rascheln von Buchseiten bestand.“ S.29
Das Cover hat mir von Anfang an sehr gefallen. Es wirkt überaus geheimnisvoll und auch ein wenig düster. Es verspricht zudem eine spannende Abenteuergeschichte mit reichlich Mysterien und Gefahren. Und genau das erhält man beim Lesen. Auch finde ich es sehr schön, dass am Ende des Buches eine Verbindung zum Cover hergestellt wird und erklärt wird warum das Buch, das dort abgebildet ist, so aussieht wie es aussieht.
Vielen Dank an diesem Punkt an den Bastei-Lübbe Verlag und das Team der Lesejury, dass ich die Möglichkeit bekommen habe dieses Buch im Rahmen der Leserunde lesen zu dürfen! Es hat sehr viel Spaß gemacht sich mit den anderen Lesern auszutauschen und zu spekulieren!
Fazit:
Der Auftaktband der neuen Trilogie von Akram El-Bahay ist ein Muss für jeden Fantasy-Fan. Man wird ab Seite eins in eine mystische Welt voller Abenteuer und Gefahren (und natürlich Bücher ) gezogen, die einen sehr lange nicht mehr loslässt. Auch wenn mir ein zwei Dinge nicht so gefallen haben, empfehle ich dieses Buch sehr gerne weiter und warte gespannt darauf, dass die beiden Folgebände erscheinen werden. Von mir erhält „Bücherstadt – Die Bibliothek der flüsternden Schatten 4 Sterne.