Martin, Zweitsemester im bayerischen Eichstätt, hätte niemals erwartet, ausgerechnet diese Erfahrung zu machen: Unfreiwillig zum Vampir zu werden! Doch das ist längst nicht alles. Denn Martin muss lernen, was es bedeutet, ein Vampir jenseits der bekannten Mythen und Literatur zu sein. Die durch Blut an ihn gebundene Alina wird seine Sklavin, und zugleich ist er selbst Diener seines Schöpfers Ravic, eines mächtigen Vampirs unbekannten Alters und Herkunft. Selbst der Ältestenrat fürchtet den undurchsichtigen Ravic. Welches Ziel verfolgt er? Zum Nutzen oder Schaden der Vampire? Martin soll im Auftrag des Ältestenrats herausfinden, welche finsteren Pläne sein Meister ausheckt, und wird so zum Spielball der Mächte. Hat Ravic etwas mit dem Geheimbund der Vampirjäger zu tun, der sich No Pflock nennt – oder gibt es einen Verräter? Und welche Rolle spielt Alina dabei?
Andrea Weil writes stories since she was able to spell. Born in 1982 in a small town in the middle of Germany, she moved around a lot and is likewise at home in various genres: urban fantasy, crime, cat-books, SF, non-fiction, even dabbeling into romance. The studied journalist today works in Grimma as a freelance editor, author and teaches kids not to be afraid of wolves. Her agent is "Agentur Ashera".
Ob die Welt jemals glitzernde Vampire gebraucht hat, ist so eine Frage. Auf jeden Fall hat sie sie gründlich satt. Bei »No Pflock« von Andrea Weil kommen Fans von Underworld und Dracula auf jeden Fall auf ihre Kosten.
»Martin, Zweitsemester im bayerischen Eichstätt, hätte niemals erwartet, ausgerechnet diese Erfahrung zu machen: Unfreiwillig zum Vampir zu werden! Doch das ist längst nicht alles. Denn Martin muss lernen, was es bedeutet, ein Vampir jenseits der bekannten Mythen und Literatur zu sein. Die durch Blut an ihn gebundene Alina wird seine Sklavin, und zugleich ist er selbst Diener seines Schöpfers Ravic, eines mächtigen Vampirs unbekannten Alters und Herkunft. Selbst der Ältestenrat fürchtet den undurchsichtigen Ravic. Welches Ziel verfolgt er? Zum Nutzen oder Schaden der Vampire? Martin soll im Auftrag des Ältestenrats herausfinden, welche finsteren Pläne sein Meister ausheckt, und wird so zum Spielball der Mächte. Hat Ravic etwas mit dem Geheimbund der Vampirjäger zu tun, der sich No Pflock nennt – oder gibt es einen Verräter? Und welche Rolle spielt Alina dabei?« (Quelle: Amazon)
»No Pflock« ist ein Einzelband mit einer in sich geschlossenen Handlung, schon einmal ein Pluspunkt im Meer der unendlichen Reihen. Der Roman verspricht flotte und seichte Unterhaltung und liefert auch genau das, was er verspricht. Der Plot hat so seine Perlen und Momente, ist dabei aber nicht wirklich herausragend, aber das ist ok. Es muss ja nicht immer gleich die epische Quest zur Rettung der Welt sein. Manchmal reicht schon die Rettung eines bayrischen Vampirclans vor wilden Vampiren und gefährlichen Vampirjägern.
Bayrische Vampire? Aber ja doch! Und sie laufen auch teils noch in Lederhose herum und schwatzen bayrisch! Momente, in denen es mich förmlich zerriss vor Lachen. Thinking out of the box! Dieses Detail hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen.
Ich habe mich sehr oft an die Filmreihe Underworld erinnert gefühlt, was das Setting betrifft. Es stach auch sehr oft Vampire: The Masquerade durch; sicher kamen auch von dort einige Inspirationen, vor allem was die Blutsbindung der Vampire betrifft. Fans sowohl der Filme als auch des Rollenspiels werden hier also auf ihre Kosten kommen.
Rundum begeistern konnte mich der Roman jedoch nicht. Gerade der Anfang des Romans wirkt mir sehr hingeschludert und rasch erzählt. Wir steigen unmittelbar mit Martins Verwandlung in einen Vampir ein, und er zieht als blutgieriger Neugeborener durch Bayern. Ich konnte mich überhaupt nicht in ihn hinein versetzen, wie er von einem durchschnittlichen Studenten zu einem mordenden Vampir wurde. Mir fehlte dabei einige Charakterentwicklung. Im Laufe des Romans besserte sich dies jedoch, als auch Martin mehr und mehr über sein neues Dasein als Vampir lernt.
Der Roman ist rasch erzählt, bietet kurzweilige Unterhaltung aber doch keine länger haftenden Eindrücke. Trotzdem ist er eine Überlegung wert, wenn man einen kleinen Vampirroman mit einigen schönen Ideen sucht und/oder Fan von Underworld und/oder Vampire: The Masquerade ist.
Ich danke dem Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!
No Pflock befand sich lange auf meiner Leseliste und ich schob es vor mir her, weil mich das Cover abschreckte. Allen, denen es ebenfalls so geht, möchte ich sagen: Das Cover hat sehr wenig mit dem Inhalt zu tun und ich fühle mich ein wenig schlecht, dass ich so visuell orientiert bin, obwohl ich wusste, dass das Vampirbild der Autorin mit meinen Vorstellungen übereinstimmt.
Das als Vorbemerkung, nun zum Review.
Man möchte mit Martin fühlen, aber dann stellt man fest: Er ist ein ziemliches Arschloch. Man fühlt trotzdem an vielen Stellen mit ihm mit, aber wer sympathische Protagonist:innen bevorzugt, ist hier vermutlich nicht ganz so gut bedient; ich mochte es. Alina als äußerst sympathischer Charakter ist da ein guter Gegenpol.
Das Buch ist bevölkert mit interessanten Charakteren, über die ich gern gelesen habe. Sie sind keine Superheld:innen, sondern normale (Ex-)Menschen, die sich an Problemen abarbeiten müssen. Der Fokus liegt auf ihnen und ihren Beziehungen untereinander. Die Geschichte wird angenehm unprätentiös erzählt (ich bin hier vermutlich traumatisiert von mehreren Versuchen mit US-Urban Fantasy-Publikationen) und vergisst trotz gelegentlicher Ausflüge in Situationskomik nie ihren ernsten, dunklen Kern. Ich war sehr gespannt, wie es ausgeht, und das Ende hat mir besonders gut gefallen.
Auch wenn ich Martin nicht sonderlich mochte, habe ich mich doch an einigen Stellen dabei ertappt, ihm Erfolg in dieser für ihn neuen Welt zu wünschen, und damit die Chance, auch charakterlich zu wachsen - egal in welche Richtung.
Interessanterweise hätte ich direkt nach dem Lesen einen Punkt abgezogen wegen etwas, das mir nach einmal drüber schlafen dann besonders gut gefiel. (Um das zu erklären, muss ich sowohl die Geschichte als auch das Ende spoilern.)
Also Daumen hoch dafür!
Ich hätte gern mehr über Traudl erfahren (die Frau hat Potenzial zum "spirit animal"-Charakter) und hoffe, diese Lücke in der Welt wird noch geschlossen.
Wieso dieses Review keinen Twilight-Vergleich enthält? Ich find es falsch, No Pflock mit Twilight zu vergleichen, denn: 1. Die Bücher bewegen sich in komplett unterschiedlichen Genres - Twilight ist eine Urban Fantasy YA Romanze, die zufällig Vampire enthält, No Pflock ist eine Urban Fantasy Vampirgeschichte. 2. Selbst wenn man Twilight als Vampirroman zählt, ist es dennoch kein Referenzwerk des Genres, wie es z.B. Dracula ist. 3. Gibt es quasi keine Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Büchern, außer dem großen "Urban Fantasy"-Schirm. Daher sehe ich keinen Grund, weshalb ich No Pflock in Relation zu Twilight betrachten oder gar bewerten sollte.
Martin wird in seinem zweiten Semester an der Uni Eichstätt unfreiwillig zum Vampir. Als wäre das noch nicht Unglück genug, lässt ihn derjenige, der ihn biss, auch prompt alleine, sodass Martin nun auf sich selbst gestellt herausfinden muss, was es heißt, ein unsterblicher Blutsauger in einer bayrischen Kreisstadt zu sein. Innerhalb kürzester Zeit führt das zu einer Menge Chaos. Denn während sich Martin ahnungslos durch die nächtliche Umgebung schnetzelt, haben verschiedene Parteien schon längst ein Auge auf ihn geworfen. Ei, das Buch war wirklich eine positive Überraschung. Anhang des wenig aussagekräftigen Covers und irgendwie zu detailliert geratenen Klappentextes hatte ich nicht sonderlich viel erwartet (und es hauptsächlich gekauft, weil die Autorin so eine richtig nette Lesung eines völlig anderen Buches gehalten hatte). Und dann war das plötzlich ein total unterhaltsamer und überaus lesenswerter Vampirroman! Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und war im Nu durch. Was das Buch so besonders macht, ist einerseits das herrliche Setting (ausgerechnet Bayern und dann auch noch zu Teilen ausgerechnet das gemütliche Eichstätt) und andererseits die gelungene Mischung aus Spannung, Humor und Ernsthaftigkeit. All den kewlen Vampirkräften (die ich absolut befürworte^^) steht immer auch die bittere Realität gegenüber, wenn der ausgesaugte Obdachlose plötzlich doch eine Persönlichkeit, ein Leben, eine Freundin hatte ... wenn Frauen es einigermaßen eklig finden, wenn sich so ein Vampir an sie heranschmeißt ... wenn es zwar Spaß macht, andere zu etwas zu zwingen, aber sehr wenig, selbst zu etwas gezwungen zu werden ... wenn die Probleme, die man als Mensch hatte, sich nicht in Luft auflösen, bloß weil man neuerdings nachts unterwegs ist. Martin als POV-Charakter ist einerseits ein armes Würstchen, mit dem man mitfiebern möchte - andererseits aber auch so ein unsympathisches Archloch, dass einem das wirklich schwerfällt. Das trifft auf die meisten anderen Figuren zu, mit der Ausnahme vielleicht von Alina. Ich hoffe sehr darauf, dass die Autorin noch einen Folgeband schreibt! <3