Nora Kinsky hat in den Jahren von 1916 bis 1918, in Krieg und Revolution, als Schwester in einer neutralen Mission des Roten Kreuzes im Auftrag des k.u.k Kriegsministeriums die Gefangenenlager der deutschen, österreichisch-ungarischen und türkischen Kriegsgefangenen in Russland besucht. Sie hat in die Trostlosigkeit der Lager Hilfe gebracht, hat Kranke gepflegt, Verbindungen zu den Angehörigen hergestellt und, wenn nötig, gegen die Verletzung der Menschenrechte protestiert. In ihrem Tagebuch hat Nora Kinsky die oft abenteuerlichen wie ergreifenden Erlebnisse, Beobachtungen und Begegnungen ihrer Reisen von St. Petersburg und Moskau durch ganz Sibirien bis Wladiwostok, ans Kaspische Meer und durch den Kaukasus ans Schwarze Meer anschaulich festgehalten. Das einzigartige Dokument ist Reise- und Tätigkeitsbericht, Privatdossier und Geschichtschronik in einem.