Sommerburg – eine verschlafene 800 Seelengemeinde, irgendwo im Norden Deutschlands. Ein Dorf, dessen Bewohner so akkurat und tadellos wie aus einer Reklame zu sein scheinen. Bis zu dem Tag an dem eine brutale Mordserie den Ort erschüttert und Jonathan, der junge Pastor, sich in eine Prostituierte verliebt. Während die männlichen Bewohner nach und nach tot mit einem Fleischermesser in der Brust aufgefunden werden, zeigen die Einwohner allmählich ihr wahres Gesicht. Und auch Jonathan muss vor seiner Gemeinde zugeben, dass er bei Weitem nicht so fromm ist, wie alle bisher geglaubt haben ...
Autor: Wenn Meredith Winter (*1981 geb. in Lüneburg) nicht gerade Alleinunterhalter für Ihre drei Kinder spielt, schreibt sie keltische Songs, schaut nachts in die Sterne, frönt ihr Dasein als Cineast & Serienjunkie und liest selbst massenhaft Bücher. (Quelle: Amazon)
Pastor Jonathan hat ein Problem mit seinem Computer, auf dem seine Predigt ist, dieser lässt sich nichtmehr hochfahren. Alle Versuche den Computer alleine wieder zum Laufen zu bringen scheitern, weshalb er sich entschließt, einen Techniker zu rufen. Als dieser dann endlich eintrifft muss Jonathan feststellen, dass es sich um eine Frau handelt, die noch dazu kaum wie ein Techniker aussieht. Mit dieser Begegnung soll sich Jonathans Leben ändern.
Das Buch besteht insgesamt aus 26 Kapiteln, die alle nochmals in Unterkapitel unterteilt sind. Die Kapitelüberschriften bestehen jeweils aus dem Wort Kapitel und der entsprechenden Ziffer und die Unterkapitel bestehen aus der Angabe von Ort und Zeit. Durch diese Angaben weiß man ständig, wo man sich zeitlich im Buch befindet und kann der Story daher besser folgen. Etwas verwirrend bei der Kapitelangabe ist jedoch, dass es laut Inhaltsverzeichnis von meinem Kindle 25 Kapitel geben soll, es im Buch selbst aber 26 Kapitel gibt. Die Hauptcharaktere des Buches hätten besser und unterschiedlicher kaum sein können, was mir persönlich sehr gut gefällt. Die Beziehung beider entwickelt sich über das ganze Buch hinaus (auch wenn man anfangs recht schnell merkt in welche Richtung sich das Verhältnis entwickeln wird). Im Laufe der Story erfährt man einiges über die Charaktere selbst, was dazu beiträgt, dass man sich als Leser besser in die Story einfinden kann. Der detailreiche Schreibstil der Autorin sorgt besonders in den erotischen Abschnitten des Buches für die richtige Stimmung und das schafft die Autorin sehr gut, die Stimmung über das ganze Buch über aufrecht zu erhalten. Auf Seiten der “Ladys” ist dieses Buch gut aufgestellt, doch leider im Bereich des “Krimis” bzw. “Thrillers” schneidet das Buch nicht so gut ab. Zwar finden sich im Buch Mordfälle, jedoch wird dieser Handlungsstrang eher nebenbei geklärt. Im Vordergrund steht da eher das Verhältnis der beiden Charaktere. Ab circa der Hälfte des Buches, wird dem Leser der Mörder sogar einfach so präsentiert, was ab da dann auch das Rätseln unnötig macht. Fragwürdig ist am Ende vielleicht noch, wieso zwischen den letzten beiden Kapiteln des Buches über ein Jahr vergangen sind aber das tut der Lesefreude an sich keinen Abbruch.
Cover: Anmerkung: Da ich das eBook gelesen und rezensiert habe, bezieht sich meine Meinung zum Cover, allein auf die Covervorschau.
Die Hintergrundfarbe des Covers ist auf der Vorderseite hauptsächlich weiß und ist von einer schwarzen Umrandung umgeben. Auf dem weißen Hintergrund finden wir den Titel, welcher sich durch die schwarze Farbe perfekt vom Hintergrund abhebt. Außerdem ist der Titel in einer anderen Schriftart gedruckt und geht über zwei Zeilen. Rechts neben dem Titel sehen wir ein Kirchenkreuz, welches besser nicht passen könnte, da einer der Hauptpersonen Pastor ist. Die einzige Farbnuance, die auf dem Cover zu sehen ist, ist ein roter Blutfleck, welcher unter dem Autoren verläuft.
Fazit: Auch wenn die Angabe Liebeskrimi auf Amazon den Anschein erwecken könnte, dass das Buch für männliche Leser weniger interessant sein könnte, muss ich dem vehement widersprechen. Mir hat das Buch im Großen und Ganzen sehr gut gefallen, auch wenn es viel Liebe bzw. Romantik behandelt und weniger den Aspekt des Krimis. Gerade die Charaktere haben mich animiert, das Buch bis zum Ende zu lesen. Ein wirklich gelungenes Buch, dass ich nur empfehlen kann. Am Ende gebe ich für das Buch 4/5 Sterne.
Klappentext: Sommerburg – eine verschlafene 800 Seelengemeinde, irgendwo im Norden Deutschlands. Ein Dorf, dessen Bewohner so akkurat und tadellos wie aus einer Reklame zu sein scheinen. Bis zu dem Tag, an dem eine brutale Mordserie den Ort erschüttert und Jonathan, der junge Pastor, sich in eine Prostituierte verliebt. Während die männlichen Bewohner nach und nach tot mit einem Fleischermesser in der Brust aufgefunden werden, zeigen die Einwohner allmählich ihr wahres Gesicht. Und auch Jonathan muss vor seiner Gemeinde zugeben, dass er bei Weitem nicht so fromm ist, wie alle bisher geglaubt haben … (Quelle: Amazon)
Jonathan ist Pastor in einer kleinen Seelengemeinde, die gerade mal 800 Leute umfasst. Sommerburg, ein Ort in dem alles so perfekt scheint, fast wie einem Bilderbuch entsprungen. Als Marlene in sein Leben tritt, ändert sich Jonathans Leben komplett. Nicht nur, dass sie eine Prostituierte ist, erschwert seiner Gefühlswelt, sondern auch eine Mordserie, bei der ausgerechnet Marlenes Visitenkarte am Tatort gefunden wird. Nicht nur die Dorfbewohner zeigen nach und nach ihr wahres Gesicht, auch Jaonathan muss endlich zugeben, dass er nicht der brave Pastor ist, den die Gemeinde kennengelernt hat.
Der Schreibstil von Meredith Winter hat mir wie auch im ersten Buch sehr gut gefallen. Er ist flüssig und nachvollziehbar geschrieben. Jonathan mochte ich als Charakter wirklich gerne. Man hat deutlich gemerkt, wie sehr er seine Arbeit als Pastor liebt, auch wenn ihn so manches Geheimnis aus der Vergangenheit quält. Mit der Bewohnerschaft von Sommerbeg war ich anfangs nicht wirklich grün und das hat sich im Laufe des Buches auch nur wiedergespiegelt. Manche Charaktere liest man und da weiß man sofort, den mag ich nicht. Das hat Meredith hier wirklich verdammt gut geschafft.
Meredith hat es übrigens auch mit diesem Buch wieder geschafft, ein Wechselbad der Gefühle in mir hervorzurufen, wenn auch nicht so sehr, wie in Blutroter Frost. Während ich mir noch ein Seil holen war, um Marlene und Jonathan endlich zusammenzubinden, hat sich ein Charakter in mein Blickfeld geschlichen, der mir sofort unsympathisch war und der ich am liebsten eine Bratpfanne vor den Kopf gedonnert hätte. Die Entwicklung, die dieser Charakter durchgemacht hat, hat mir wirklich gefallen und mit dem, als Haupttäter habe ich bei Beginn des Buches nun wirklich nicht gerechnet. Dieses "Auf die falsche Spur führen" hat mir wirklich gut gefallen und es hat den Spannungsbogen sehr erhöht. Obwohl, bereits ab der Mitte - durch die Autorin selbst - klar war, wer für all die Morde verantwortlich war, ist der Spannungsbogen nicht abgebrochen. Eher im Gegenteil, ich finde, aber dem Moment, hat die Autorin es geschafft, ihn sogar noch zu steigern. Ein Charakter, der in der Vergangenheit von Jonathan eine Rolle gespielt hat und es auch jetzt noch immer tut, ist mir allerdings sofort ans Herz gewachsen. Er war vom ersten Moment an einfach nur ... ja, toll?!
Einen kleinen Kritikpunkt muss ich jedoch erwähnen: Ich hätte mir ein bisschen mehr Hintergrundwissen zur Arbeit der Polizei gewünscht. Darüber, wie diese versucht, den Mörder überhaupt zu finden. Manchmal hat mir das nämlich irgendwie das Gefühl gegeben, Jonathan einfach ins offene Messer laufen zu lassen. Klingt komisch, oder? Ansonsten kann ich euch das Buch wirklich wieder nur empfehlen. Eine perfekte Mischung aus Liebesroman und Thriller.
Prostituierte leben am Rand der Gesellschaft und der Job, den sie ausüben, wird als der niedrigste angesehen den es gibt – und das, obwohl es einer der härtesten ist, der existiert; der sowohl psychische, als auch körperliche Spuren nach sich zieht und der ein gewisses Maß an schauspielerisches Talent benötigt. Pfarrer werden im Gegensatz dazu vor allem am Land hoch angesehen, sie predigen, befreien von Sünden, schenken Trost, taufen und beerdigen. Beide Berufe kombiniert Meredith Winter in ihrem neuesten Ladythriller „Blutpsalm“ wie Yin und Yang, was ein loderndes Feuer der Leidenschaft mit einem Schuss Spannung ergibt.
Jonathan Littke ist Pastor in dem kleinen Dorf Sommerburg irgendwo im Norden Deutschlands. Er lebt ein sehr konservatives Leben und will sich seine Jungfräulichkeit bis nach der Ehe aufsparen. Die richtige Frau hat der Mitte 30-Jährige aber noch nicht gefunden. Er hat, so wie Marlene, seine Geschichte, die seit einem Jahr als Prostituierte arbeitet. Nach und nach werden beide Geschichten erzählt. Doch davor muss man über die ersten paar Seiten, die sich leider wie der Beginn eines schlechten Pornos lesen. Danach wird es aber wesentlich tiefgründiger.
Vor allem in der ersten Hälfte des Buches ist der Krimi eher Nebenschauplatz, denn die Gefühle zwischen Jonathan und Marlene, die sich innerhalb weniger Seiten ineinander verlieben, dominieren die Handlung und wenn sie nicht gerade heiße Küsse tauschen, streiten sie sich. Das ist einerseits natürlich völlig legitim, weil beide überwältigt sind von den starken Gefühlen, die sie recht schnell füreinander haben – andererseits hätte ich den beiden am liebsten entgegengeschrien „Habt endlich mal Versöhnungssex!!!“.(genau genommen habe ich es sinnloserweise tatsächlich probiert). Mir persönlich war es doch etwas zu viel Auf und Ab, zu viel Schmalz und Drama – aber nicht umsonst begann die Rezensionsanfrage der Autorin mit den Worten „auch wenn Du ein Mann bist“. Frauen werden unter Garantie mehr Freude an diesen Szenen haben.
Was mir dafür ausnehmend gut gefallen hat, war der Krimi-Aspekt der Geschichte, der etwa sechzig Seiten vor Ende so richtig Fahrt aufnimmt, gut recherchiert, durchdacht und irrsinnig packend ist. Auch gut recherchiert sind medizinische Fachbegriffe, auch wenn ich mit der Hälfte davon nichts anfangen konnte, da ich sie googeln hätte müssen, um sie zu verstehen. Meredith Winter lässt abgesehen davon ein paar Fragen offen und es befinden sich ein paar Ungereimtheiten im Plot – all das wird in einem separaten [SPOILER]-Artikel besprochen.
Tl,dr: „Blutpsalm“ von Meredith Winter ist ein Ladythriller, der ein faszinierendes Thema aufs Tapet bringt, mit tiefgründigen Hauptcharakteren, einer Fülle an Gefühlen und einem gut durchdachten und recherchierten Krimi-Teil. Ist zwar nicht JederMANNs Sache, aber deshalb ist es ja auch ein Ladythriller. Mehr Rezensionen gibt es auf Krimisofa.com!
Aufmachung: Das Cover ist ganz hübsch, auch wenn es mir persönlich etwas zu viel des Guten ist. Ich finde, entweder nimmt man eine aufwendige Schrift für den Titel, so wie hier, aber verzichtet dann auf irgendwelche Darstellungen oder beschränkt diese zumindest auf den Hintergrund oder auf eine kleine Größe, oder man hat schöne Bildchen aber dafür eine unauffällige Schriftart. Wenn beides gleichwertig auffällig ist, so wie hier mit dem Kreuz und dann noch dem Blutfleck und dem schwarzen Rand, läuft so ein Cover, wie ich finde, schnell Gefahr, überladen zu wirken.
Meine Meinung: "Blutpsalm" ist ein wirklich guter und spannender Krimi.
Der Protagonist, ein junger Pastor, ist zwar sympathisch, aber nicht besonders hervorstechend. Das soll aber nicht heißen, dass ich das Buch mit ihm als Hauptfigur nicht gerne gelesen habe.
Der Pastor scheint zunächst etwas älter als er eigentlich ist, was mich anfangs ein wenig verwirrt hat. Er hat Geheimnisse, welche, erfährt man jedoch erst im Laufe der Handlung. Die dadurch entstehenden Fragen verführen natürlich zum Weiterlesen, ebenso wie die Mordserie, von der das Dorf heimgesucht wird.
Die einzige Verbindung der verschiedenen Opfer ist eine Prostituierte, zu der auch der Pastor Kontakt hat. Dadurch sind der Protagonist und die Prostituierte automatisch auch in Gefahr bzw. gleichzeitig im Verdacht, der Mörder zu sein. Diese stetige und unterschwellige Gefahr und Unsicherheit unterstreicht die Spannung.
Hin und wieder trifft man auf Sequenzen mit dem Mörder, aber erst im Laufe der Handlung erfährt man einige Details darüber und die Hintergründe werden langsam aber stetig klarer.
Wie der Pastor hat auch die Prostituierte eine Vergangenheit, deren Details man erst nach und nach erfährt, was ebenfalls dazu beiträgt, dass man mit dem Lesen nur schwer aufhören kann.
Zum Ende hin ebbt die Spannung scheinbar ab und sowohl der Leser als auch die beiden Protagonisten wiegen sich in Sicherheit, bis dann doch noch einmal etwas passiert.
Dennoch und trotz der nahezu durchgehenden Spannung muss ich sagen, dass vieles vorhersehbar bleibt, und auch das Ende ist meiner Meinung nach keine Überraschung.
Fazit: "Blutpsalm" ist ein spannender Krimi mit Liebeselementen. Besonders anspruchsvoll ist das Buch jetzt nicht, aber als Urlaubslektüre oder kleine Spannung für zwischendurch lohnt es sich auf jeden Fall.
Indie Bücher und Kleinverlage werden immer beliebter. Das könnte daran liegen, dass sich darunter wahre Schätze verbergen. Außergewöhnliche Geschichten und Erzählungen, wie man sie in keinem großen Verlag finden würde.
Blutpsalm ist eine Mischung aus Thriller und Liebesroman von der Autorin und Verlegerin Natascha Wahl aka Meredith Winter. Ich bin immer wieder begeistert, wie positiv einen Indieautoren überraschen können! Man denkt ja doch etwas in seinen Schubladen.
Jonathan ist ein Junger Pastor in einer überschaubaren Gemeinde, wo jeder jeden kennt. Als er eines Tages unverhofft die Prostituierte Marlene kennenlernt, verändert sich nicht nur sein Leben schlagartig. Auch Marlene merkt, Jonathan tut ihr gut. Alte Ängste wallen jedoch immer wieder hoch, und reißen sie zurück in eine schlimme Vergangenheit voller Gewalt. Ohne dass sie es ahnen, ist noch eine weitere Person ist in ihre Beziehung involviert. Kurz darauf erschüttert eine Mordserie Sommerburg, und der Täter ist unberechenbar.
Bereits das erste Kapitel hat mich in seinen Bann geschlagen und die Seiten flogen nur so dahin. Es wird nicht lange gefackelt, es geht sofort mit der Hauptstory los, was mir sehr gut gefällt. Ich bin kein Freund von viel „unnötigem“ BlaBla im Vorfeld. Marlene und Jonathan sind sympathische Protagonisten und es macht Spaß ihre Geschichte zu erleben. Der Spannungsbogen ist toll gelungen, denn es wird nie langweilig, oder langatmig. Allerdings war das Verhalten der Beiden manchmal etwas überzogen. Da hätten sie auch zwei Geschwister sein können, die mal wieder den wöchentlichen Streit bewältigen. Von Liebe meines Lebens, zu ich will dich nie wieder sehen war alles mehrfach dabei. Das ist jedoch mein einziger Kritikpunkt. Für ein Buch mit nur knapp 200 Seiten ist es jedoch eine solide Storyline, und die Mordserie war sehr gut durchdacht. Es gab am Ende keine Lücken, oder ungeklärte Fragen. Alles in allem ein sehr gelungenes Buch für schöne Lesestunden bei diesem nassen Herbstwetter.
Fazit
Wer gerne Thriller liest und keine Angst vor Liebesgeschichten hat, ist mit Blutpsalm sehr gut beraten.
Eigentlich wollte der geachtete Dorfpfarrer Jonathan nur einen Computerservice kontaktieren, - wer aber an Stelle des erwarteten Technikers erscheit, ist Marlene, eine verführerische junge Frau, die allerdings Dienste ganz anderer Art anbietet! Die der züchtige Pastor aber nicht annehmen kann. Dennoch ist er fasziniert von der schönen Marlene, die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Weitere Begegnungen zwischen den beiden sind vorprogrammiert und bald ist Jonathan rettungslos verliebt in die Prostituierte, die diese Gefühle erwidert. Doch geht ein brutaler Mörder um, der es offensichtlich auf die Freier der jungen Frau abgesehen hat und in dessen Visier nun auch Jonathan gerät....
Als "Liebeskrimi" ist der vorliegende Roman ausgewiesen - und was darunter zu verstehen ist, hat sich mir sehr bald erschlossen! Der durchaus spannende Krimi, in dem die Identität des Mörders nach etwa der Hälfte der Handlung zu meiner anfänglichen Überraschung bereits aufgedeckt wird, ist in der Tat gleichzeitig eine Liebesgeschichte, die sich mit Wucht zwischen Jonathan und Marlene, den beiden Protagonisten, entfaltet. Diese präsentiert sich nicht nur mit völlig banalen Dialogen, sondern nach meinem Empfinden auch noch mit einem Übermaß an detailierten Sexszenen. Weniger wäre hier mehr gewesen und hätte dem Krimi, dessen Grundidee originell ist, gewiss nicht geschadet. Im Gegenteil, möchte ich meinen, denn besagte Szenen sind so raumgreifend, dass sie auf Kosten der eigentlichen Handlung, der Morde und dessen nicht vorhandenen, jedenfalls nicht erwähnten Ermittlungen, des Blickes hinter die Fassaden des Dorfes, das der Hauptschauplatz des Geschehens ist, und in dem der Mörder zu Hause ist, gehen. Die Detailtreue, die die Autorin ihren Sexszenen widmete, hätte ich mir überdies für eine tiefergehende Charakterisierung aller in dem Roman auftauchenden Personen, inklusive der Protagonisten gewünscht. Denn außer ihnen, die von ständigen Stimmungswechseln und zickigem Verhalten heimgesucht werden, das verwunderlich und nun wirklich nicht nachzuvollziehen ist, gibt es noch weitere ausbaufähige Akteure, von denen einige mir näher gekommen sind, als es Jonathan und Marlene gelang, und die für erfrischende Abwechslung und sogar Amüsement sorgten, wenn sie auch arg klischeebehaftet dahergekommen sind. Ihnen hätte man jedenfalls längere und häufigere Auftritte gewünscht, als die Autorin ihnen zubilligte.
Tiefere Einblicke hingegen gewährt Meredith Winter in das kranke, besessene Hirn des Mörders. Dass seine Identität so schnell enthüllt wurde, empfand ich nach erstem Staunen beim Weiterlesen als gut durchdachte Dramaturgie, die ein wenig ablenkten von den immerwährenden erotischen Begegnungen der beiden Hauptpersonen, zumal die Spannung nicht nur erhalten blieb, sondern sich sogar noch steigern konnte, da man nie wusste, was der zu allem entschlossene, brandgefährliche Mörder wohl als nächstes vorhatte. Und in der Tat, bis zum Ende hätte alles geschehen können, nichts war voraussehbar. Und so war das Ende der glaubwürdigste, befriedigendste Teil des mit zuviel Erotik gespickten "Liebeskrimis"!
Cover: Das Cover ist schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in schwarzen Buchstaben im mittleren Bereich. Es wurde alles in Schwarz und Weiß gehalten. Zusätzlich kann man auf dem Cover ein Kreuz und ein Blutfleck sehen. Der Titel ist schön verziert worden. Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend.
Klappentext: (aus Amazon übernommen) Sommerburg – eine verschlafene 800 Seelengemeinde, irgendwo im Norden Deutschlands. Ein Dorf, dessen Bewohner so akkurat und tadellos wie aus einer Reklame zu sein scheinen. Bis zu dem Tag, an dem eine brutale Mordserie den Ort erschüttert und Jonathan, der junge Pastor, sich in eine Prostituierte verliebt. Während die männlichen Bewohner nach und nach tot mit einem Fleischermesser in der Brust aufgefunden werden, zeigen die Einwohner allmählich ihr wahres Gesicht. Und auch Jonathan muss vor seiner Gemeinde zugeben, dass er bei Weitem nicht so fromm ist, wie alle bisher geglaubt haben . Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich. Das Buch wurde aus der Sicht von Jonathan und Marlene geschrieben.
Charaktere: Die Hauptprotagonistin ist Marlene. Sie ist Prostituierte. Der Hauptprotagonist ist Jonathan. Er ist Pfarrer.
Ich fande beide Charaktere von Anfang an total sympathisch und liebenswert. Desweitern gibt es noch ein paar andere Dorfbewohner. Meiner Meinung nach sind alles Charakter sehr gelungen und haben einen sehr guten Platz im Buch bekommen.
Meinung: Als ich von der Autorin Meredith Winter gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte ein Buch von ihr zu lesen, war ich erst sehr skeptisch... Nachdem ich mir die ganzen Klappentexte durchgelesen habe, habe ich mich für Blut Psalm entschieden. Thriller ist ja so gar nicht meins, meine Zweifel hatte ich immer noch. Ich persönlich hätte was total anderes erwartet, als es letztendlich wurde.
Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, waren auf einmal 5 Stunden vergangen und ich war mit dem Buch fertig. Ich bin wirklich sehr positiv überrascht.. Mir persönlich hat das Buch unglaublich gut gefallen. Meredith hat richtig schön mit allen Klischees gespielt. Das Buch hat mich richtig gefesselt. Für mich hatte es genau die richtige Dosis Thriller und Romantik gehabt. Die Schreibweise und auch der Schreibstil waren extrem gut. Ich fande es auch total spannend zu lesen. Sonst hätte ich das Buch bestimmt nicht an einem Nachmittag gelesen und alles andere liegen gelassen. Ich bin jetzt echt ein absoluter Fan von Erotikthriller. Dieses ultra gute Buch bekommt von mir sehr verdiente 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Jonathan ist Pastor im kleinen und beschaulichen Sommerburg. Seine Figur gefällt mir, er hat Humor und einen interessanten Charakter. Vor allem seine Gedankenspiele lassen mich hin und wieder schmunzeln. Sehr charmant ist er auch, vor allem im Umgang mit seinen Schäfchen *schmunzel*.
Seine kleine und geordnete Welt gerät jedoch gewaltig aus den Fugen, als er der Prostituierten Marlene begegnet.
„Dies sollte unter keinen Umständen ein Angriff auf Ihr fachliches Können sein … bloß hatte ich Sie mir ehrlich gesagt … ein wenig anders vorgestellt“, erwiderte er, während er so um den Schreibtisch herum ging, dass er keinerlei Sicht mehr auf ihre … Schande über ihn … reizvolle Kehrseite hatte. (Seite 7)
Die Figur von Marlene finde ich auch sehr gelungen. Sie ist attraktiv, geheimnisvoll und läßt sich nicht in die Karten blicken. Vor allem ihre sarkastische Ader wird wirkungsvoll zur Schau gesetzt.
„Jetzt gucken Sie nicht so entsetzt“, sagte sie, ehe sie unbeabsichtigt mit ihrer behandschuhten Hand seinen Arm streifte. „Ich bin nicht das erste Mal in einem Gotteshaus.“ (Seite 9)
Die Annäherung zwischen Jonathan und Marlene zeigt den inneren Konflikt von beiden. Jonathan will nicht gegen seine Prinzipien verstoßen und Marlene nicht ihr furchtbares Geheimnis preisgeben.
Mitten in dieser Annäherungsphase nimmt die Mordserie ihren Lauf und Jonathan ist nah am Geschehen.
Die wechselnden Erzählperspektiven zwischen Jonathan, Marlene, den Opfern und Dorfbewohnern sorgen für einen tieferen Einblick in die Gemüter und einen Blick hinter die Kulissen.
Sehr gut kommen in dieser Geschichte der flüssige Schreibstil und die detailreiche Beschreibungen zur Geltung. Ich finde es erstaunlich, dass man auf 208 Seiten eine romantische Liebesgeschichte mit einer so interessanten und spannenden Kriminalgeschichte kombinieren kann.
Bis zur Mitte der Geschichte habe ich im Dunkeln getappt und überlegt wer die Mordserie ausübt…
Fazit:
Dieser Liebeskrimi ist geprägt von unterhaltsamen Dialogen, interessanten Erzählperspektiven und einer spannenden Handlung. Wer die Taten begangen hat bleibt lange im Dunkeln, aber auch das Ende hält die ein oder andere Überraschung bereit.
Von mir eine Empfehlung für diese unterhaltsame Geschichte.
Ich bedanke mich beim Sommerburg Verlag und der Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares. Meine ehrliche Meinung wurde davon nicht beeinflußt.
Das Buch "Blutpsalm" wurde von Meredith Winter verfasst und erschien 2017 im Sommerburg Verlag.
Pastor Jonathan Littke lebt in einem beschaulichen kleinen Dorf und führt dort auch seinen Beruf als Pastor aus, als er eines Tages eine Kundenhotline für Computerprobleme anruft. Marlene kommt, aber die ist nicht die, welche er gebraucht hat für seine Probleme. Doch beide bemerken schnell, dass die Liebe oft kompliziertere Wege geht, als normal. Denn Pastor und Prostituierte kann das funktionieren?
Der Autorin gelingt hier ein Spagat zwischen zwei Welten. Einerseits die Welt des Pastors und andererseits die Welt einer Prostituierten, die aus Problemen heraus diesen Beruf ausübt. Es wird aber auch eine Spannung durch einen nicht alltäglichen Fall aufgebaut. Man kann mit Jonathan und Marlene mitleiden, mitlachen, mitweinen und sich über das Verhalten so mancher Figur ärgern. Es wird ein Spannungsbogen aufgebaut, der den Leser ständig an der Leseleine hält. Man kann miträtseln, wer jetzt der Mörder des kleinen Ortes Sommerburg ist und die Wendungen sind nicht alltäglich. die Geschichte ist gut aufgebaut, wobei man bei einer Szene, die tatsächlich noch mehr ausbauen hätte können. Der Sprachstil war locker und flockig. Man konnte sich wirklich gut in die Geschehnisse des kleinen Dorfes hineinversetzen und auch die Probleme, die aus der Kleinkarriertheit der Menschen hervor gehen mit aller Deutlichkeit verurteilen.
Jeder, der gerne einmal einen Mix aus Liebesroman und Krimi/Thriller liest ist mit dem Buch von Meredith Winter sehr gut beraten und ich freue mich schon auf weitere Bücher von ihr.
A few weeks back Sommerburg Verlag asked me to review one of their titles. Their books--crime romance, or Liebeskrimi in German--are not my usual genre, but I decided to give one a try, and I selected Blutpsalm out of those on offer. For those who can't read the synopsis above, this book is set in a small town where a series of murders take place. Caught up in all this is a young pastor named Jonathan who has recently met and fallen in love with prostitute Marlene. I can't say more on the plot without spoilers.
The first thing I should say is that this book is certainly formulaic. You know pretty much what to expect and when. For genre fiction, that's not necessarily all bad, as readers will go in with certain expectations, and this book will fulfil them. Sometimes I wished things weren't quite so clichéd (e.g. knocks at the door every time things heated up between the characters), and several plot elements seemed too good to be true (I can't say which without spoilers). However, it was entertaining enough, and occasionally I read out bits that amused me to my husband, translating into English for him. It was also, of course, wonderful practice for my German, and I picked up some new vocabulary along the way. So I am giving Blutpsalm three stars. It was highly predictable and full of lucky coincidences, but it was good fun and will appeal to fans of the genre. I understand from the publisher that an English translation is in the works, so keep an eye out for that in the future.
I received this book as a free review copy in exchange for an honest review.
Jonathan ist Pastor in einer kleinen Gemeinde. Der Großteil der 800 Seelen dort ist engstirnig, gradlinig und verhält sich vermeintlich tadellos. Dass sich der junge Pastor ausgerechnet in eine Prostituierte verliebt wird deshalb natürlich gar nicht gerne gesehen. Als wäre das nicht genug, wird Sommerburg dann auch noch von einer Mordserie heimgesucht.
Es handelt sich hierbei um einen Ladythriller, es wird also Liebesgeschichte mit Thriller beziehungsweise Krimi gemixt. Man muss sagen, dass der Fokus definitiv auf der Liebesgeschichte liegt. Es ist nicht wie in herkömmlichen Krimis so, dass man Einblick in Ermittlungen oder ähnliches erhält. Es kam mir fast schon so vor als wären die Morde eher nebensächlich.
Die Liebesgeschichte zwischen Jonathan und der Prostituierten Marlene kommt sehr plötzlich daher und obwohl der Pastor eigentlich bestimmte Prinzipien hat, wirft er diese sehr schnell – für mich zu schnell - über Bord und lässt sich verführen. Jeder der beiden hat seine eigenen Geheimnisse aus der Vergangenheit, die nach und nach aufgedeckt wurden. Dies war recht spannend und interessant.
Der Leser erhält teilweise auch Einblicke in die Gedankenwelt des Mörders, was aber leider, ebenso wie die Morde und Ermittlungen an sich, etwas zu kurz kam. Hierüber hätte ich gerne noch mehr gelesen. Was aber für mich äußerst überraschend kam, war die Aufdeckung, wer denn nun der Täter ist. Damit habe ich so überhaupt nicht gerechnet. Generell enthält die Geschichte einige unerwartete Wendungen und das finde ich toll.
Blutpsalm enthält viel Liebe, Gefühl, Erotik, leider aber wenig Krimi. Wer nicht zu viel Thrill erwartet und eher Lust auf eine leicht kitschige Liebesgeschichte hat, wird sicher nicht enttäuscht werden.
Worum geht es…? Schauplatz dieses Buches ist ein ruhiges, ja nahezu perfektes Dorf namens Sommerburg, wo jeder jeden kennt. Doch plötzlich ereignen sich brutale Serienmorde und niemand weiß, wer dahinterstecken könnte. Auch der junge, unverheiratete Pastor Jonathan, der direkt neben der Kirche wohnt und für seinen Beruf lebt, ist von den Vorfällen erschüttert. Eines Abends trifft er die hübsche und aufreizende Marlene und verliebt sich kurzerhand in sie. Dieses führt ihn zu einem innerlichen Zwiespalt, zwischen Berufung und Liebe. Doch Marlene scheint ein tieferes Geheimnis zu umgeben, denn plötzlich wird die Leiche des Bürgermeisters gefunden – zusammen mit Marlenes Visitenkarte. Seither versuchen Jonathan und Marlene sowohl ihre Liebe, als auch ihr Leben zu retten.
Und das sind meine Eindrücke… Der Roman ist eine Mixtur zweier Genres – ein Liebeskrimi. Beides hat seine Reize, doch zusammen hat es für mich nicht funktioniert, da der Spannungsbogen oft anhand des Wechsels der Genres in Mitleidenschaft gezogen worden ist. So ist der Spannungsverlauf am Anfang noch relativ hoch, flacht jedoch in der Mitte ab und steigt erst am Ende der Geschichte erneut wieder an. Die Liebesszenen hatten mir eher einen Spannungsdämpfer verpasst. Darüber hinaus war die Entwicklung der Charaktere für mich an einigen Stellen nicht völlig nachvollziehbar. Positiv kann ich dagegen anmerken, dass der Autor sich bemüht aus unterschiedlichen Perspektiven zu berichten, um somit das Innenleben der beiden Hauptfiguren dem Leser zu verdeutlichen. Besonders die Darstellung des Zwiespaltes zwischen Jonathans Wertvorstellungen und seinen Bedürfnissen nach Liebe und Zuneigung einer Frau haben mir gefallen. Dennoch scheinen einige Handlungen und Interaktionen der Figuren zu sprunghaft zu sein, sodass manche Szenen für mich nicht nachvollziehbar waren. Jonathan und Marlene verhalten sich zueinander oft sehr wechselhaft und dies mag zwar auf ihre persönliche emotionale Lage hindeuten, war jedoch für mich oft unglaubwürdig. Die Geschichte ist flüssig zu lesen und lässt den Leser direkt in das Geschehen eintauchen. Dennoch finde ich den Erzählstil eher störend, da ich immer wieder über ähnliche Satzkonstruktionen und Formulierungen gestolpert bin. Ich hätte mir etwas mehr sprachliche Variationen und mehr erzählerisches Feingefühl gewünscht.
Fazit: Insgesamt jedoch ist die Geschichte in Ordnung und bietet besonders zum Ende einige interessante und spannende Wendungen an. Wer eher leichte Lektüre mag und einen solchen Genremix nicht scheut, ist hier gut aufgehoben. Mich konnte der Roman leider nicht überzeugen.