Die Inder, die Deutschen und ein Autor, der sich Was ist Heimat? Seit seiner Heirat mit Saskya aus Indien ist Christopher Kloeble eine staatlich verbriefte »Person indischer Herkunft«. Was es für ihn bedeutet, zwischen den Kontinenten zu pendeln, dem spürt er in diesem Buch einfühlsam, unterhaltsam, nuanciert. Klischees und Vorurteile gibt es hier wie dort – Inder mokieren sich gerne über die Ungeduld und Regelgläubigkeit der Deutschen, während die Deutschen oftmals ein recht exotisches Bild von Indien im Kopf Ob Saskya wohl auf einem Elefanten zur Schule geritten ist? Kloeble schildert Verständigungsschwierigkeiten und kulturelle Differenzen. Vor allem aber schreibt er über die Menschen, denen er begegnet.
Eine erfrischend und humorvoll erzählte Liebesgeschichte und ein leichtfüßiges Spiel mit den Konzepten vom Fremdheit und Heimat. Ja, man kann sich als Hochdeutsch sprechendes Kind in Oberbayern genauso fremd fühlen oder zum Fremden gemacht werden wie eine Inderin in Berlin und ein Königsdorfer in Delhi. Und gleichzeitig kann man überall eine Heimat finden - ohne dass das bedeuten muss, dass dort alle Menschen gleich sind.