Ein grüner Oberbürgermeister spricht KlartextNachdem Angela Merkel hunderttausende Flüchtlinge ins Land ließ, stellt sich nun die Wie kann es uns gelingen, die riesige Herausforderung der Integration zu meistern? Boris Palmer, Deutschlands bekanntester grüner Bürgermeister, zeigt, dass wir bei aller Hilfsbereitschaft auch offen über die Grenzen der Belastbarkeit sprechen müssen – etwa über Bildungs- und Jobchancen, über Wohnungsnot, den Umgang mit Gewalt und Abschiebung oder Fragen von Ordnung und Sicherheit. Denn nur wenn wir die Probleme offen benennen, können wir den Rechtspopulisten das Wasser abgraben.
Es sind 11 Jahre nach 2015. Alle, die als Analphabeten gekommen sind, hätten sich schon alphabetisieren können? Ist das passiert? Nein.
Auf der Seite 106 ist zu lesen: „Und auch wenn ich vor ein paar Jahren noch keinerlei Vorurteile gegenüber Afrikanern hatte, so hat sich das leider, wenn auch unterbewusst, geändert.” (schrieb eine junge Frau nach den sexuellen Belästigungen beim Ausgehen und Feiern). Das können viele Frauen verstehen, die in Berührung mit den jungen afrikanischen Männern kamen." Übrigens ich kann dieses Zitat auch bestätigen - noch lange vor der Flüchtlingskrise- als ich noch jung war. Es passierte aber nicht in Deutschland sondern in Italien, wo es viele "clandestini" gibt.
Gegen die braunen Babies ist nicht zu sprechen. Eine meine Kollegin hat drei (mit verschiedenen Männern- alle Flüchtlinge) und eine Freundin eins. Beide alleinerziehende Mütter. Diese Realität ist der anderen Realität zu verdanken. Auf der Seite 124 ist zu lesen: „Der Anteil der Männer im Alter von 16 bis 35 Jahren beträgt in Deutschland nämlich 13 Prozent. Für unsere Gesellschaft sind fast eine halbe Million junger Männer unter den Flüchtlingen eine spürbare Veränderung.“ Offensichtlich.
Auf der Seite 125 werden Asylbewerber aus den Balkanländern erwähnt. Da ich selbst aus einem Balkanland her komme, finde ich es absurd. Aber, da ich weiß wie diese "Asylmaschinerie" funktion iert, da ich in Italien als Dolmetscherin für Flüchtlinge arbeitete, wundert mich nichts mehr. Und by the way, meine Stelle in "questura" in Italien habe ich gekündigt, da ich nicht mehr die Lügen der Antragsteller ertragen konnte. Was man alles tut und sagt um das gewünschte "soggiorno" und "Duldung" zu bekommen!
Ich glaube schon, dass in diesem Buch gut zum Vorschein kommt, wie sich unser Land durch die Aufnahme von so vielen Leuten aus anderen Kulturkreisen, verändert. Und diese Veränderung kann ich nicht willkommenheißen.
Boris Palmer stellt aus der pragmatischen Sicht eines Kommunalpolitikers seine Erfahrungen zur Flüchtlingskrise da. Dort wird nix beschönigt, sondern klar angesprochen. Das ist nicht immer leicht zu hören, bringt aber Erkenntnis.
Meiner Meinung nach viele gute und Interessante Punkte. Jedoch relativiert er auf Seite 200-220 (ca) meiner Meinung nach sehr berechtigte Kritik, was mir sauer aufstößt.