»Traue nur der Statistik, die du selbst gefälscht hast!« Dieser Satz ist in unserer Informationsgesellschaft so wichtig wie nie zuvor. Statistikprofessor Walter Krämer präsentiert die kreativen Praktiken bei der Aufbereitung von Daten. Er entlarvt die Illusion der Präzision, zeigt, wie Piktogramme frisiert, Kurven geschönt, Stichproben vorsortiert, Tests gefälscht, Superlative gebildet und Mittelwerte manipuliert werden. Der verständliche, witzige und scharfsinnige, für Laien und Fachleute gleichermaßen nützliche Klassiker – jetzt in neu gestalteter und aktualisierter Neuausgabe!
Insgesamt eigentlich ganz interessant, aber der Schreibstil des Autors ist oft etwas... umgangssprachlich? Das ganze Buch klingt, als hätte der liebe Herr Krämer es bei ein paar Gläsern Wein an paar Feierabenden runtergeschrieben. Irgendwie fehlt zwischen den plumpen Witzen eine gewisse Ästhetik.
Dieses Buch bietet gute Einsichten zu grundlegenden Problemen im (öffentlichen) Umgang mit Zahlen, Trends und deren Darstellung. Der Autor versucht einen zwangfreien Ton zu treffen, der (mutmaßlich) seinem normalen Sprachgebrauch entspricht. Gerade dabei leidet das Buch allerdings am meisten. So offenbart sich eine äußert religiös eingefärbte Sprache, in welcher der Satz "das weiß der liebe Gott allein" gleich mehrfach vorkommt, Dinge mit einer Fronleichnamsprozession verglichen werden und das Buch schlüßigerweise mit "Amen" ended. Selbst bei einem "Fachbuch für Laien", wie diesem, würde ich mir eine neutrale Ausdrucksweise erwarten.
Ein gut geschriebenes kleines Buch über Statistik und was damit alles für Schindluder getrieben wird. Wer sich schon einmal über die teils komischen Balkendiagramme in Zeitungen wundern, wird hier die Erklärung finden. Wenn auch der Autor hin und wieder den Ton nicht ganz trifft, so ist das Buch eine spannende Annäherung an das an sich trockene Thema der Statistik.
Dieses Buch war für mich kein normaler Kauf, es war ein Akt der akademischen Subversion, erworben am 23. März 1993 für 16,80 DM. Die Geschichte ist einfach zu gut: Ich kaufte Walter Krämers „So lügt man mit Statistik“ direkt im Anschluss an eine Statistik-Vorlesung im mathematischen Institut der Uni Freiburg, in der der Professor (Schneider? Eberlein? Das Gedächtnis verblasst) sich lauthals über die Dreistigkeit echauffierte, dass man es gewagt hatte, Krämer für einen Vortrag mit genau diesem Titel an die Uni einzuladen. Mit dem triumphierenden Unterton eines Hohepriesters, der den Tempel reinzuhalten glaubte, verkündete der Professor dann, er habe sich erfolgreich dafür eingesetzt, dass Krämer wieder ausgeladen wurde. Es hätte keine bessere Werbung geben können: Ein Buch, das so genüsslich die Tricks der Zunft entlarvt, dass die Zunft selbst versucht, den Autor mundtot zu machen, musste ich sofort haben. Manche Lesende empfinden die im Buch beschriebenen Manipulationstechniken als „selbstverständlich“. Ein schöner Gedanke – und vielleicht sogar ein erstrebenswerter Zustand. Denn wenn all diese Täuschungsmanöver wirklich jedem sofort ins Auge springen würden, hätte Krämer ein Ziel erreicht, das über die Lebenszeit eines einzelnen Autors hinausweist.
Das Buch ist zwar alt (Stichwort: deutscher Mark) aber auch humorvoll, verständlich und irgendwie aktuell. Man merkt schon, dass der Autor keinen Wert auf Themen wie z.B. Klimawandel legt, und noch sehr geprägt von der DDR-Zeit oder der Wende ist. Seine Fazit wirkt auch erstaunlich positiv für wen die heutigen Reden von Trump oder anderen postfaktischen Politikern (leider) zu gut kennt. Dennoch gibt dieses Buch eine sehr gute Zusammenfassung von allen Hauptgründen, aus welchen Statistiken (mit oder ohne Absicht) gefälscht werden können. Und es nützt nichts, sich gut mit Zahlen auszukennen, da es hier viel mehr um Logik geht.
3.5 Sterne, aufgerundet. Sehr interessantes und wichtiges Thema. Das Buch ist wirklich für alle und einfach und anschaulich. Ich hätte mir aber noch tiefergehende Aspekte gewünscht.
Für alle, die sich für das Thema interessieren, empfehle ich das Buch "Die Panik-Macher" von Walter Krämer und Gerald Mackenthun. Das geht noch tiefer.
Used to be a school lecture in mathematics. An interesting topic for a first touch on statistics. Years later, nothing out of the ordinary. I didn't like the somewhat pretentious, less neutral writing style.
man merkt irgendwie dass das alles von einem alten weißen mathematiker der seine besten tage schon lange hinter sich hat geschrieben wurde. zudem war vieles für mich offensichtlich.