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Ererbte Wunden heilen (Leben Lernen, Bd. 296): Therapie der transgenerationalen Traumatisierung

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Ererbte seelische Wunden sind in der Psychotherapie behandelbar und heilbar. Das erste systematische Behandlungskonzept erklärt, wie Traumata an nachfolgende Generationen weitergegeben werden und wie Patienten sich davon befreien können.
Können traumatische Erlebnisse der Eltern oder Großeltern auf die folgenden Generationen weiterwirken? Was dem Erfahrungswissen vieler Menschen entspricht, belegen nun auch aktuelle Forschungen zur Stressverarbeitung und Epigenetik zweifelsfrei.
Die Autorin, Ärztin und Traumatherapeutin, beschäftigt sich seit zehn Jahren wissenschaftlich und therapeutisch mit der Frage, wie seelische Wunden vererbt werden und, vor allem, wie diese Wunden heilbar sind. Mit ihrem Buch liegt nun der erste systematische Behandlungsansatz der Therapie transgenerationaler Traumata vor.
An ausführlichen Fallgeschichten werden die einzelnen Schritte transparent und nachvollziehbar erläutert und auch vermittelt, wie die Interventionen in die gesamte Therapieplanung eingebettet werden.
Dieses Buch richtet sich
- PsychotherapeutInnen aller Schulen
- TraumatherapeutInnen
- Betroffene
Was macht »Ererbte Wunden heilen« besonders?
In den letzten Jahren sind zahlreiche Bücher über Kriegsenkel und weitergegebene Traumata erschienen. Das große Interesse an diesen Veröffentlichungen zeigt, wie viele Betroffene es gibt. Nicht nur Kriegstraumata, jede unverarbeitete Wunde kann an die nächste Generation vererbt werden.
Ein kleines Frau Karlson sah sich zu ihrer eigenen Irritation außerstande, verdorbenes Essen wegzuwerfen. Durch die therapeutische Zusammenarbeit ließ sich ein Zusammenhang dazu herstellen, dass ihr Vater den deutschen Hungerwinter 1946/1947 als 7-Jähriger nur knapp überlebt hatte. Nach der Verarbeitung des Traumas ihres verinnerlichten Vaters war sie in der Lage, verdorbene Lebensmittel zu entsorgen.
Katharina Drexler weiß nicht nur als Fachfrau, von was sie spricht. Als Tochter eines in der Sprache der »Halbjuden«, der seine eigene Erschießung überlebt hatte, trug sie selbst jahrzehntelang eine ererbte Wunde in sich. Analog zu Pionieren der Medizin konnte sie dadurch die von ihr entwickelte Methode im Selbstversuch überprüfen. Seit über 10 Jahren hält sie im deutschsprachigen Raum Seminare und Vorträge zu dem Thema.
»Ererbte Wunden heilen« ist das erste Buch, in dem ein systematischer Behandlungsansatz vorstellt wird. Die einzelnen Behandlungsschritte können anhand ausführlicher Falldarstellungen leicht nachvollzogen werden.

161 pages, Kindle Edition

Published August 1, 2017

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Wiebke.
7 reviews
February 23, 2023
Ein interessantes Buch, allerdings bleiben für mich viele Fragen offen.

1. Die Abgrenzung zwischen transgenerationalen Traumata und eigenen Traumata bleibt für mich unklar, denn die Grenze scheint sehr fließend zu sein. Wenn die Eltern aufgrund eigener Traumata „Defizite“ haben, die sich dann z.B. im Erziehungsstil äußern, kann das durchaus eine „eigene“ traumatisierende Wirkung haben, da gerade emotionale Traumatisierungen sehr subtil sein können… es wird ja eine klare Kontraindikation für Täterintrojekte gegeben, aber für mein Empfinden würde das erste Beispiel genau in diesen Bereich der subtilen emotionalen Traumata fallen (emotional unzugängliche Mutter).

2. Ich finde, es hat etwas seltsam mystisches, wie die PatientInnen als ihre eigenen Introjekte behandelt, bezeichnet und angesprochen werden. Es scheint ja für viele gut zu funktionieren und stimmig zu sein, aber ich habe mich beim Lesen schon gefragt, wo die ganzen Details in den Schilderungen der Introjekte herstammen, gerade, wenn es Episoden aus dem Leben der Eltern sind, über die diese angeblich niemals gesprochen haben. Haben sich die Kinder diese Details selbst ausgemalt? Jedenfalls finde ich, dass es hier in der Darstellung des Buches sehr zur Vermischung von tatsächlicher Person und dem Introjekt, das diese Person repräsentieren soll, kommt, und das finde ich ein bisschen gefährlich, weil so bei den LeserInnen und auch bei den PatientInnen der Eindruck entstehen könnte, dass ihre Eltern WIRKLICH genau an den Episoden leiden, die ihnen bei der Verkörperung ihres Introjekts in den Kopf gekommen sind.

3. Gerade bei komplexen/hier: kumulativen Traumata sollte EMDR wirklich mit äußerster Vorsicht eingesetzt werden. Im ganzen Buch gibt es nur ein einziges Beispiel, wo nicht mit EMDR gearbeitet wird, obwohl doch einige der PatientInnen ein komplexeres Störungsbild aufzuweisen scheinen; es wird aber auch nicht beschrieben, wie hier abgewägt oder sich dennoch für EMDR entschieden wurde. Zudem ist vieles im Buch sehr repetitiv. Es wäre nicht nötig gewesen, bei jedem einzelnen Fallbeispiel wieder dieselben Imaginationsübungen zu schildern.

Insgesamt hat mich das Buch nicht komplett überzeugt, das beschriebene Vorgehen scheint jedoch für einige der PatientInnen genau das richtige gewesen zu sein und die beschriebenen Behandlungsverläufe sind teilweise wirklich beeindruckend.
181 reviews
January 10, 2019
Ein spannendes Buch, wenn man sich mit trangenerationellem Trauma beschäftigt, da die meisten Autoren zwar die Traumaübertragung als Prozess anerkennen, aber nur wenig Ansätze zur Lösung bieten. Die Autorin hier hat die Arbeit mit Ego States for transgenerationelle Traumata weiterentwickelt, in einem wie ich finde sehr überzeugenden Konzept und mit anschaulichen Beispielen unterlegt.
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