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Ein guter Mensch

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Wie schon in den Jahren zuvor wird Mitteleuropa erneut von einer Hitzewelle heimgesucht. Wasserknappheit, zunehmend schlechte Stromversorgung und steigende Kriminalität bringen die sozialen Strukturen der Großstadtgesellschaft ins Wanken. Die Politik steht der Situation hilflos gegenüber, die Südgrenzen werden geschlossen, der Polizeiapparat wird erweitert und das kostbarste Gut Wasser streng kontrolliert, rationiert und über ein ausgeklügeltes Versorgungssystem zugeteilt. Marko versucht mit seinem Freund Berger als Tankwagenfahrer einen Beitrag zu leisten und die schweigende Mehrheit, die sich mit der Situation abgefunden hat, mit Wasser zu versorgen. Wie den meisten fehlte auch Marko das nötige Geld, um das Land Richtung Norden zu verlassen, zudem er sich auch noch um seinen kranken Bruder kümmert, der den alten Familienhof nicht aufgeben will. Er gibt den Glauben an ein erträgliches Leben auch dann nicht auf, wenn Berger längst an dieser Möglichkeit zweifelt. Gemeinsam arbeiten sie dafür, sich eine lebenswerte Perspektive zu erhalten. Das plötzliche Auftauchen einer mysteriösen, schnell wachsenden Bewegung bringt die Kräfteverhältnisse allerdings durcheinander. "Die dritte Welle" feiert dekadent auf den nicht zu vermeidenden Kollaps zu und setzt der Rationierung und dem Haushalten die Verschwendung entgegen und stellt somit das gültige System infrage und zwingt beide dazu, ihre Haltungen zu überdenken.

528 pages, Kindle Edition

Published August 1, 2017

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About the author

Jürgen Bauer

53 books6 followers
Librarian Note: There is more than one author in the Goodreads database with this name.

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Displaying 1 of 1 review
Profile Image for _Leselust_.
295 reviews38 followers
July 25, 2020
Kurzmeinung:
Ein guter Mensch von Jürgen Bauer ist eine spannende, unterhaltsame und gleichzeitig tiefgründige Dystopie über das Leben in einem Land voller Dürre und Wasserknappheit. Bauer erzählt von den widrigen Lebensumständen und von deren Auswirkungen auf die Gesellschaft als ganzes und auf die einzelnen Personen.


Meine Meinung:
Es fällt mir etwas schwer, zu dem Buch eine Bewertung zu formulieren. Ich hatte Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Und bis zum Schluss ist mir diese dystopische Welt nicht in allen Einzelheiten klar gewesen. Aber das hat der Autor vielleicht auch so gewollt.
Die Idee, die Szenerie, die großartigen Beschreibungen der unbarmherzigen Hitze und des immer währenden Dursts haben mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist spannend und lässt sich gut lesen. Gleichzeitig ist sie aber nie banal oder oberflächlich, sondern greift Themen auf, die schon heute aktuell sind und die Bauer in seinem Roman weiterentwickelt. Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn es um knappe Ressourcen und ums Überleben geht? Welche Werte und Normen spielen dann noch eine Rolle? Wie sicher ist unsere Zivilisation wirklich? Es geht um Klimaflüchtlinge, um Verschwendung von Ressourcen. Um den Unterschied zwischen Vertrauen und blindem Gehorsam zu einer Regierung oder einem Plan. Um Manipulation. Darum, was uns in solchen Zeiten Hoffnung geben kann. Und was mit Menschen passiert, die in so einer extrem schwierigen, fast menschenfeindlichen Umwelt die Hoffnung verlieren.
Beziehungen spielen in dem Roman auch eine wichtige Rolle. Sei es die Beziehung vom Protagonisten Marko zu seinem älteren Bruder Norbert, der dem Alkoholismus verfallen ist. Oder zu seinem Freund und späteren Arbeitskollegen Berger, für den Marko sich immer verantwortlich fühlt. Oder die Beziehung zu seiner Frau Nehir, die von Sehnsucht und Reue geprägt ist.
Bauer schafft viele Figuren, die alle unterschiedlich mit den schwierigen Umständen umgehen, dabei aber alle authentisch und glaubhaft sind. Die einzelnen Personen und ihre Beziehungen zueinander sind sehr interessant und gehören für mich mit zu den Perlen dieses Romans.

Fazit:
Ein guter Mensch von Jürgen Bauer ist eine spannende Lektüre einer düsteren Zukunftsperspektive. Auch wenn mir der Einstieg in die Geschichte schwer fiel und ich bis zum Schluss diese zukünftige Welt nicht so ganz greifen konnte, hat mir das Buch doch sehr gut gefallen. Das lag vor allem an den interessanten Themen, den glaubhaften Figuren und am dem tollen, eindrücklichen Schreibstil, der mich die Hitze förmlich hat spüren lassen.
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