Als Lisses leiblicher Vater eines Tages verunglückt, weiß Lisse nicht, ob sie traurig sein soll oder nicht. Schließlich kannte sie ihn gar nicht, und außerdem hat sie schon einen Vater: Jamal. Erstmals fragt sich Lisse jedoch ernsthaft, wo ihre Wurzeln sind. Zusammen mit ihrer Mutter begibt sie sich auf einen abenteuerlichen Roadtrip. Es ist eine Reise durch den Sommer, auf der Lisse sich so frei und leicht fühlt wie schon lange nicht mehr. Auf der Fahrt hören sie den Soundtrack von damals, als Lisse noch nicht auf der Welt war. Die Musik berührt Lisse zutiefst. Und tatsächlich gelingt es ihr, durch die Musik eine Verbindung zu ihrem Vater zu spüren. Aber sie ist auch froh, dass am Ende der Reise Jamal auf sie wartet, mit einem seiner berühmten afrikanischen Gerichte.
Nikola Huppertz, geboren 1976 in Mönchengladbach, studierte Violine und Psychologie in Duisburg und Berlin. 2007 gewann sie den ersten Preis beim Literaturwettbewerb "Meine Nachbarn" der Bonner Buchmesse Migration mit dem Manuskript zu ihrem Debütroman "Karla, Sengül und das Fenster zur Welt", der 2009 bei Thienemann/ Gabriel erschien. Mit ihrer Tochter und ihrem Sohn lebt sie heute als freischaffende Autorin in Hannover.