Göttersterben ist ein weiterer beeindruckender Band der Chronik der Unsterblichen, und als leidenschaftlicher Hohlbein-Leser genieße ich auch diesen zehnten Teil jedes Mal aufs Neue. Diese Reihe begleitet mich seit vielen Jahren, und ich greife immer wieder zu ihr zurück, wenn ich in diese düster-mystische Welt eintauchen will. Hohlbein bleibt für mich einer der besten Autoren überhaupt – sein Stil, seine Figuren, seine Spannung packen mich jedes Mal.
In Göttersterben geraten Andrej und Frederic in einen Konflikt, der größer ist als alles, was sie zuvor erlebt haben. Sie stoßen auf einen Kult, dessen Anhänger an die Macht uralter Götter glauben – und bereit sind, alles zu opfern, um diese Mächte zu beschwören. Die Grenze zwischen Mythos, Glaube und Wahnsinn verschwimmt hier besonders stark. Andrejs Zweifel, Frederics unheimliche Entwicklung und die ständige Bedrohung machen diesen Band unglaublich intensiv. Man spürt, dass die beiden am Rand eines Abgrunds stehen, der tiefer ist als alles, was sie bislang kannten.
Ich liebe die Atmosphäre: verlassene Tempel, bedrohliche Rituale und eine Stimmung, die sich wie ein Sturm am Horizont zusammenbraut. Göttersterben ist mystisch, düster und voller Hohlbein-typischer Kraft. Ein weiterer großartiger Teil einer Reihe, die ich seit Jahren immer wieder lese und niemals müde werde.