Die Zeit des Erwachens ist gekommen. Zweihundert Jahre nach der Eroberung der Erde durch die insektoiden Skiir wird die vollständige Isolation der Menschheit aufgehoben. Die ersten Schritte in die galaktische Gemeinschaft konfrontieren die Menschen mit einer harten Realitä voller Intrigen, rivalisierenden Gewalten, Manipulationen und einer Hierarchie, in der man sich mühsam hocharbeitet oder untergeht. Widerstand brodelt gegen die Herrschaft der Skiir. Als ein mysteriöser Angreifer eine der Kernwelten des Imperiums attackiert und die gottgleichen Herrscher in der Verteidigung ihres Besitzes versagen, bricht die Krise aus. Die Menschheit steht vor der gemeinsam mit ihren neuen Herren für den Erhalt des Reiches zu kämpfen oder die Gunst der Stunde zu nutzen und die Freiheit wiederzuerlangen …
Dirk Andreas van den Boom is a German political scientist, science fiction writer and translator. He Professor Political Sciences at the University of Münster, Germany since 2012.
He published both reference books in the field of political science and SF books.
4.2| Mit diesem Roman wurde die Skiir-Trilogie beendet in einem furiosen Finale. Das Ende der Geschichte hat eine Wendung genommen, die in Ihrer Erhabenheit seinesgleichen sucht, eine Wendung die m.E. nicht vorhersehbar war, ich würde gerne wissen, ob Dirk van den Boom diesen Plot beim Beginn seiner Trilogie schon wußte oder ob diese Wendung während des Schreibprozesses ihm offenbart wurde. van den Boom sagt ja selbst, dass er keine Exposés anfertigt, wenn er einen Roman beginnt, sondern sich die Geschichte selbst erzählen läßt. Wenn dies so gewesen ist, dann ist das Ergebnis aller Ehren wert, die Trilogie gehört m.E. zum Besten, was die Space Opera in Deutschland zu bieten hat. Waren in den ersten beiden Bänden die Protagonisten in politische Zwänge verhaftet, so driftet die Storyline dieses Abschlußbandes von einer Zwangs-Situation in die Nächste. Die altbekannten Protagonisten sind den Ereignissen hilflos ausgeliefert, aber dennoch (dies zeichnet die Fähigkeiten als Schriftstelle Dirk van den Boom auch aus) bleiben sie ihren Charaktern auf treu und versuchen die Situationen in ihrem Sinn zu lösen, ohne sich selbst untreu zu werden. Alle Charaktere und ihre Handlungen sind glaubhaft und nachvollziehbar, was die oben angesprochene Wendung anbelangt, da finde ich persönlich, dass Boom etwas über das Ziel hinausgeschossen ist, eine Auflösung der Rätsel wie es ein Andreas Brandhorst auch hätte machen können (das meine ich nicht in einem positiven Sinn)... Ansonsten denke ich, dass in diesem Universum der Skiir noch viele Romane geschrieben werden könnte, ich bin mal gespannt, ob das geschehen wird...
Es hat etwas gedauert, bis ich hinein kam in den dritten Band: mir kam es fast so vor, als würden die Figuren neu eingeführt. Dann machte es wieder sehr viel Spaß. Die Wendung, die die Geschichte nimmt, ist schon heftig und vielleicht nicht ganz glaubwürdig, dafür aber unerwartet und sie widerspricht auch nicht dem bis dahin Erzählten, es passt alles zusammen (Meine Bedenken beziehen sich mehr auf die generelle Idee, die er schildert. Sie scheint mir etwas weit ..., aber das kann ich jetzt ohne Spoiler nicht richtig diskutieren). Mir gefallen seine Figuren, die glaubwürdig, irgendwie "erwachsen" handeln: ihre Handlungen sind nachvollziehbar, durchdacht und sie sind sich ihrer Konsequenzen bewußt. Natürlich wird es richtig spannend und natürlich überleben auch nicht alle, die man in den letzten Bänden kennen gelernt hat. Aber, das ist schon ok so. Ein schöner Abschlussband dieser Trilogie, die mir sehr gut gefallen hat. Ich denke, dass Boom eine Space Opera geschrieben hat, die sich sehen (lesen) lassen kann.
Die beste Space-Opera die ich seit langem gelesen habe. Absolut internationaler Standard. Das Finale nimmt viele Anleihen bei anderen aktuellen Werken des Genres, aber bleibt trotzdem immer eigenständig. Ich freue mich schon auf weitere Geschichten aus diesem Universum. 4.5 Punkte
Mit Patronat schließt der Autor seine Skiir-Trillogie ab. Ein Jahr nach den Ereignissen aus Band 2 ist die Erde von einem undurchdringlichen Wall umgeben, der sie vom Rest des Skiir-Imperiums abschottet. Außerhalb des Walls ist die Foschungsstation, wo ein uralter Skiir an dem ZIel arbeitet, ein Tor zu den geheimnisvollen Hatte zu eröffnen, einer vor Jahrtausenden verschwundenen Ur-Rasse. Während dessen arbeiten die Skiir scheinbar an der Säuberung des Patronats. Doch ein Mitglied des Prinzipates kommt dabei einer noch tieferen Verschwörung innerhalb der Skiir auf die Schliche. Alles kulminiert schließlich darin, das ein uraltes und für den Leser überraschendes Geheimnis gelüftet wird, das zugleich eine uralte Gefahr für das ganze Universum ist. Wie seine Vorgänger ist Patronat ein spannendes und unterhaltsames Buch, das man nur empfehlen kann.
der letzte Band lässt mich doch etwas rätselnd zurück. Auch wenn Dirk die wesentlichen Handlungsfäden abgeschlossen, bleiben einige Stränge doch sehr offen zurück. Allen voran die Geschehnisse auf Pendors Welt. Der fällt mir am Ende zu stark hintenrüber. Oder hat Dirk da bereits etwas für die kommende Trilogie angelegt, was wieder aufgegriffen wird?