Band fünf der Bestseller-Serie von Veit Etzold: Top-Autor Veit Etzold ist mit seiner Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kaum ein deutscher Thriller-Autor beherrscht die Klaviatur harter, realistischer Spannung so wie er. Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!
Prof. Dr. Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, ist Autor mehreren Spiegel Bestsellern. Er arbeitete für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Führungskräfteentwicklung sowie als Hochschullehrer. Er ist zudem einer von Europas bekanntesten Rednern und Beratern zur Methodik des Corporate Storytelling. Sein erstes Buch schrieb er mit Prof. Michael Tsokos, dem Chef der Berliner Rechtsmedizin, über mysteriöse Todesfälle in der Forensik. Er ist mit der Rechtsmedizinerin Saskia Etzold, geb. Guddat, verheiratet. Veit Etzold lebt mit seiner Frau in Berlin
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Prof. Dr. Veit Etzold, born 1973 in Bremen, is the author of several Spiegel bestsellers. He has worked for media groups, banks, in management consulting and executive development, and as a university lecturer. He is also one of Europe's best-known speakers and consultants on the methodology of corporate storytelling. He wrote his first book with Prof. Michael Tsokos, the head of forensic medicine in Berlin, about mysterious deaths in forensics. He is married to the forensic pathologist Saskia Etzold, née Guddat. Veit Etzold lives with his wife in Berlin
Die Jagd auf den Serienkiller Auch das 5. Zusammentreffen mit Clara Vidalis, MacDeath und den anderen Mitgliedern des Berliner LKA 113 hat es wieder in sich. Diese Ermittler kommen nicht bei "normalen" Verbrechen zum Einsatz, sie jagen die ganz Bösen - Psychopaten, Serienkiller - Täter die Unvorstellbares tun. Und Veit Etzold gibt sich auch diesmal redlich Mühe dem Leser diese Verbrechen möglichst plastisch vor Augen zu führen. In Berlin treibt ein Mörder sein Unwesen, der es auf junge Mädchen aber auch auf Prostituierte abgesehen hat. Er mordet nicht nur, er verstümmelt die Leichen auch, verschickt Leichenteile an Angehörige und hinterlässt Botschaften. Damit sind Clara und ihr Team aus Spezialisten gefordert. Neben der Jagd auf den Mörder, dessen Sicht der Leser auch aus der Täterperspektive zu sehen bekommt, spielt auch das Zwischenmenschliche der Ermittler eine große Rolle. Deren Charaktere sind exzellent aufgebaut und wurden über die Reihe auch ständig weiterentwickelt. Der Schwerpunkt liegt natürlich auf der Beziehung zwischen MacDeath und Clara, wo sich einiges tut. Und auch der typische schwarze Humor, der Sarkasmus in all dem Schrecken - dieses Markenzeichen dieser Bücher - findet sich reichlich, ebenso die Kritik an Regulierungen der Polizeiarbeit, welche eine effektive Ermittlung oft behindert. Etzold lässt nicht nur die in seiner Familie vorhandenen rechtsmedizinischen Kenntnisse in die Handlung einfließen, er spikt die Erzählung auch immer wieder mit Verweisen auf reale Fälle und Anekdoten aus der Geschichte. Das ergibt ein flüssig unterhaltsames und trotzdem hoch spannendes Lesevergnügen - wobei einige Szenen wenig vergnüglich sind und eher die Grenzen des Erträglichen austesten. Einen Makel hat dieses Buch aus meiner Sicht - es hat Längen, resultierend aus unnötigen Wiederholungen. Naja, eher Jammern auf hohem Niveau. Diese Reihe spaltet vom ersten Teil an die Leserschaft, den Einen ist es zu eklig, zu brutal - die Anderen sind begeistert. Ich zähle mich zu den Letzteren. Alle Bücher enthalten abgeschlossene Fälle und man kann sie "stand alone" lesen, ich empfehle jedoch der Reihe zu folgen umso das Zwischenmenschliche Verhalten der Protagonisten richtig zu verorten.
Für mich der absolut schlechteste Thriller, den ich je gelesen habe. Ich lese eigentlich gerne Thriller und Krimis, aber T ränenbringer fand ich einfach nur grottenschlecht.
Nervige Protagonisten, aneinander gereihte Widerlichkeiten, Logikfehler, Wiederholungen und Story-Teile, die dem Leser hingeworfen, aber nie weiter ausgeführt werden. Das in einem Thriller Blut, Gedärme etc. vorkommen, damit kann ich leben, aber wenn dann auch noch Widerlichkeiten draufgepackt, werden, die nicht einmal ansatzweise irgendwas zur Story beitragen, sondern die nur um des Ekels willen da sind, dann reißt mir irgendwann der Geduldsfaden. Wenn Ermittler Dinge wissen, die sie gar nicht wissen können, weil der Leser diese Einzelheiten nur kennt, weil er sie im Kapitel aus der Sicht des Killers gelesen hat, dann frage ich mich, ob der Autor seine Leser für geistig so umnachtet hält, dass ihnen das nicht auffällt. Und auch das ein Paar Füße post mortem abgetrennt wurden, sollte auch der dämlichste Leser nach der zweiten Wiederholung kapiert haben. Dann will ich das nicht noch fünfmal lesen. Nach dem Buch werde ich auf jeden Fall kein weiteres des Autors auch nur mit der Kneifzange anfassen, dafür ist mir meine Lesezeit zu schade.
Auch mit dem 5. Teil der Clara-Vidalis-Reihe konnte mich Veit Etzold wieder vollkommen überzeugen. Ich mag seine Thriller sehr, da sie brutal, sehr blutig, aber auch nicht zu übertrieben und durchaus nachvollziehbar sind, auch wenn man es hier immer wieder mit sehr speziellen Tätern zu tun bekommt. Wie immer sind die Kapitel sehr kurz und knapp gehalten, sodass man immer weiterlesen möchte und das Buch nur schwer zur Seite legen mag. Auch entwickelt sich die private Geschichte von Clara Vidalis immer weiter, diesmal erwartet sie erneut ein schwerer Schicksalsschlag, der sie fast aus der Bahn zu werfen droht. Die Fälle sind immer in sich abgeschlossen, plausibel gelöst und auch nicht zu abrupt beendet. Ich hoffe, dass man zukünftig noch mehr von Clara und ihrem Ermittlerteam lesen darf und freue mich darauf. Für Fans von harten, action- und spannungsgeladenen Thrillern aus deutscher Feder ist diese Reihe ein Muss!
Tränenbringer wollte wohl viel – und hat mich leider eher verwirrt als begeistert. Klar, Spannung ist da, auch der Thriller-Anteil passt größtenteils. Aber dann wird’s… komisch.
Zum einen wissen die Protagonisten plötzlich Dinge, die eigentlich nur aus der Sicht des Killers bekannt sind. Logik? Fehlanzeige. Auch werden immer wieder Infos eingestreut, die nie weiterverfolgt werden. Vieles wirkt einfach angekratzt, nicht zu Ende gedacht.
Was mir aber am meisten sauer aufgestoßen ist: die überzogene Selbstdarstellung der Hauptfigur. Besonders in Bezug auf ihr Kind und die Hochzeit (die sie ja eigentlich nicht mal will?) wird alles extrem aufgebauscht und dramatisiert – fast schon kitschig-romantisch – nur um dann in einem emotionsgeladenen Verlust zu enden, der irgendwie mehr nach Effekt als nach echter Tiefe wirkt.
Und ja, es darf in einem Thriller ruhig mal explizit zugehen – aber hier sind ein paar Szenen so over the top und einfach nur ekelhaft, dass sie nichts zur Geschichte beitragen außer einem „Why though?“.
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Ich lese nicht viele Krimis bzw. Thriller sondern primär eine Mischung aus historischen Romanen, Fantasy, YA, und Unterhaltungsromanen die in der Gegenwart spielen. Da mir aber mal wieder nach einem guten Thriller war und ich Geschichten rund um Serienmörder und die Leute die versuchen sie mithilfe psychologischer Ansätze zu fassen sehr interessant finde habe ich mich entschieden „Tränenbringer“ zu lesen (habe es von einer Kollegin ausgeliehen, und bin jetzt auch froh kein Geld dafür ausgegeben zu haben).
Leider konnte dieses Buch mich überhaupt nicht überzeugen. Zwischen den hölzernen Dialogen, den platten (und oft makaber und unpassend wirkenden) Witzen, und der sehr simplen - und dabei konstant sehr vulgären - Ausdrucksweise konnte mich der Schreibstil nicht begeistern. Wer Romane mag in denen gefühlt in jedem dritten Satz das Wort „Schwanz“ vorkommt wird hier seine Freude haben, andere aber nicht unbedingt.
Dazu kommt dass sich für mich die Handlung einfach zuviel um Familien- und Hochzeitsplanung der Hauptfigur drehte. Ich habe ja nichts dagegen dass das Privatleben der Charaktere und ihre Gedanken einen Teil der Geschichte eines Thrillers ausmacht – im Gegenteil, sowas ist ja durchaus nötig und wünschenswert um den Figuren mehr Tiefe zu verleihen – aber wenn es sich ständig wiederholt und auch rein gar nichts zur Handlung oder Charakter-Entwicklung beiträgt dann ist das schon recht nervig.
Noch dazu war mir eben jene Hauptfigur, Clara Vidalis, einfach komplett unsympathisch. Im Grunde war sie eine egoistische, taktlose, und hin und wieder auch einfach dumme Zicke deren Verhalten und Gedankengänge für mich überhaupt nicht nachvollziehbar waren.
In der ersten Hälfte des Romans macht sie es immer wieder sehr klar dass sie eigentlich nicht heiraten will, obwohl ihr Freund darauf drängt – besonders nachdem er erfährt dass Clara im 2. Monat schwanger ist. Irgendwann willigt sie ein, aber nur unter der Bedingung dass er sich um alles kümmert – sie selbst will mit der Hochzeitsplanung nichts zu tun haben, und man hat auch irgendwie das Gefühl dass sie nur ja sagt um ihm einen Gefallen zu tun. Das Kind möchte sie eigentlich auch nicht. Gegen Ende des Romans passiert dann etwas wodurch sie das Kind verliert, und plötzlich tut sie so als wenn dieses Kind das Wichtigste auf der Welt für sie gewesen ist. Da es sich „nur“ um einen Embryo handelt wird ihr von der Ärztin gesagt dass dieser nach einer Untersuchung entsorgt wird. Daraufhin dreht Clara richtig ab, und sagt ihrem Verlobten dass er gefälligst diesen Embryo besorgen soll, ganz egal wie. Notfalls soll er ihn halt aus dem Krankenhaus klauen. Ob er sich bei der ganzen Sache strafbar macht oder sogar seine Karriere aufs Spiel setzt ist ihr egal. Für sie zählt nur das Kind das sie wenige Tage vorher noch überhaupt nicht haben wollte. In Gedanken meint sie sogar einmal dass er bloß diesen Embryo beschaffen soll denn sonst gäbe es zwei Leichen. Später bewahrt sie eben jenen Embryo im Gefrierfach ihres Kühlschranks auf. Normal ist davon sicherlich gar nichts. Ich fand ihre Obsession mit dem Embryo ehrlich gesagt einfach nur erschreckend (und abschreckend).
Fazit: Die Geschichte von „Tränenbringer“ ist im Ganzen wenig spannend und sehr vorhersehbar, und den Charakteren fehlen Tiefe und sympathische und / oder interessante Züge. Das Ende kommt sehr plötzlich, und ist dann auch ohne jegliche Spannung in wenigen Seiten abgehandelt. Insgesamt wirkte die ganze Geschichte für mich ein wenig wie ein zweitklassiger deutscher Fernseh-Krimi der Marke „Gewollt, aber nicht gekonnt“. Dies war mein erster Roman von Veit Etzold, und gleichzeitig auch definitiv der Letzte!
Die Angst vor dem Unbekannten - 5. Fall für Hauptkommissarin Clara Vidalis
Band fünf der Bestseller-Serie von Veit Etzold: Top-Autor Veit Etzold ist mit seiner Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kaum ein deutscher Thriller-Autor beherrscht die Klaviatur harter, realistischer Spannung so wie er. Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen:
Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting! (Quelle: Knaur Verlag)
Der Autor:
Dr. Veit Etzold ist Autor von sechs Spiegel-Bestseller-Thrillern, die in sieben Sprachen übersetzt wurden. Er studierte internationales Management an der IESE Business School mit Stationen in Barcelona, New York, San Francisco / Silicon Valley und Shanghai. Er arbeitete für die internationale Strategieberatung Boston Consulting Group in Europa, Asien und den USA, Booz & Company, die Allianz Gruppe und als Berater für die globale Bergbaufirma Gaia Mineral Resources und die Investmentholding African Development Corporation in Ruanda, Hong Kong und Peking. Er ist Berater des Auswärtigen Amtes, Mitglied in unterschiedlichen Expertengruppen der Atlantikbrücke und Dozent für Geopolitik an der IESE Business School und an der Singapore Management University. http://www.veit-etzold.de/ (Quelle: Knaur Verlag)
Reflektionen:
Mühelos gleitet man in die Geschichte hinein, denn Veit Etzolds Schreibstil, so flüssig und angenehm, macht es einem leicht einzutauchen. Die Story beginnt rasant. Ein Junkie taumelt über eine Straße, er hält ein Paket festumklammert in seinen blutverschmierten Händen, ein Autofahrer kann noch rechtzeitig reagieren, aber dann muss ein LKW ausweichen und rast in die Hauswand eines Hotels. Wie durch ein Wunder gibt es bis auf den verwahrlosten Junkie keine Verletzten.
Die ärztliche Versorgung des Junkies wird jäh unterbrochen, als der ungepflegte Mann anfängt um sich zu beißen und von perversen Pfählungen und von dem Tränenbringer faselt. Erkennungsdienstliche Untersuchen bringen hervor, dass der Mann Spuren von Gehirnmasse an den Stiefeln trägt. Bevor man ihn näher befragen kann, muss er aus medizinischen Gründen ins Koma versetzt werden. Als man das Paket öffnet, findet man darin ein paar post mortem abgetrennte Füße.
„Was dazu führte, dass die Menschen in dem Film ihre Hand freiwillig in siedendes Öl steckten. Und dann die frittierte Hand aßen. Eine Frau schnitt sich die Nippel und die Schamlippen ab. Und schließlich schnitt sie sich ihr eigenes Auge aus und aß es. Stopfte all das in sich hinein.“ (Zitat)
Zeitgleich erhält der Vater eines 18-jährigen Mädchens ein Paket, in dem die Nase seiner Tochter, ihr Schlüpfer und ihr Handy liegt. Dann erhält der Vater einen Anruf.
Die taffe Clara Vidalis, Expertin für Forensik und Pathopsychologie des LKA, steht vor einem neuen rätselhaften Fall, der eine Jagd nach dem schlimmsten gesellschaftlichen Abschaum auslöst und sie an ihre persönlichen Grenzen bringt. Noch immer leidet sie unter Schuldgefühlen zum Tod ihrer kleinen, ermordeten und missbrauchten Schwester, die sie nicht beschützen konnte und so kommt sie in große, persönliche Bedrängnis und Not, als sie erfährt, dass sie schwanger ist. Noch immer lebt sie leicht distanziert mit Mac Death zusammen, der sie gern heiraten will. Aber so weit ist Clara noch lange nicht.
Eine zweite Perspektive erzählt die Klischees behaftete Geschichte von Torstens Jugend in den 80er Jahren, der von seiner Mutter seelisch missbraucht wird und nur als Abschaum und Dreck bezeichnet wird. In ihm brodelt es, er steht kurz davor zu explodieren, quält Tiere, aber diese Perspektive steht noch ganz am Anfang.
„Dann sollte der Inkubus mal wieder begnadigt werden, dieser wahnsinnige Killer, der Frauen umgebracht hatte, nachdem er vorher deren Mülleimer durchwühlt und sich aus den benutzten Tampons der Frauen einen Tee gekocht hatte.“ (Zitat)
Wie gewohnt zeichnet Veith Etzold ausgesprochen intensive Charaktere. Rückblicke auf vorangegangene Kriminalfälle, intensivieren noch einmal die Präsenz dieser spannenden Reihe, doch nach 157 Seiten hat mir dieses Wiedersehen gereicht, auch wenn ich die Figuren nach wie vor mochte.
Im Laufe der Handlung geschehen nicht nur brutale Verbrechen, sondern auch Ausflüge in die tiefsten menschlichen Abgründe. Als Thriller-Liebhaber kann ich mit blutigen Fakten sehr gut umgehen und mich schockt so schnell weder Täter noch Tatort, aber das, was ich in diesem Buch an Widerlichkeiten vorfand, ließ es mich nach 160 Seiten zuklappen.
Ich kann nicht verstehen, dass ein Bestseller-Autor so tief in die Kiste des Ekels greifen muss, wenn er mit literarischer Intelligenz gesegnet und mit scheinbarer Leichtigkeit einen Spannungshöhepunkt nach dem anderen zaubern kann, ohne sich eines perversen Wortschatzes bedienen zu müssen. Das nenne ich Kunst. Veith Etzold versteht es, Spannung zu erzeugen, aber mit Der Tränenbringer geht er für mich persönlich einen verbal perversen Schritt in seiner Ausdrucksweise zu weit.
„Ihr Bauch war von der Brust bis zum Schambein aufgeschnitten. Teile der Innereien fehlten oder hingen aus dem Leib heraus. Dünn- und Dickdarm aber hatte der Täter aus der Bauchhöhle herausgezogen und der Leiche wie einen Strick um den Hals gelegt. „ ... „Erdrosselt mit den eigenen Innereien?“ (Zitat)
Wenn ein Täter von benutzten Tampons Tee kocht bitte, aber Veith Etzold hat es eigentlich nicht nötig, Leser mit Perversionen zu berieseln. Natürlich ist es eine Frage des Geschmacks, ob man bereit ist verbal perverse Sätze in der Form zu lesen, ich bin es nicht.
Fazit und Bewertung:
Im 5. Band der Reihe um Hauptkommissarin Clara Vidalis macht sie erneut Jagd nach dem schlimmsten Abschaum der Gesellschaft und stößt dabei an ihre persönlichen Grenzen. Wer es blutig und pervers mag, der ist mit diesem rasanten und klischeebehafteten Thriller in guter Gesellschaft. Für mich persönlich geht Veit Etzold in seiner Ausdrucksweise immer wieder einen Schritt zu weit in Richtung Perversion. Schade eigentlich, denn er wäre literarisch intelligent in der Lage, auf einen derartigen Wortschatz verzichten zu können und würde dennoch eine hochspannende und fesselnde Geschichte erzählen.
ReRead. Dieser Band ist besser als sein Vorgänger, jedoch nicht so gut wie zb der erste Band. Aber zumindest geht es wieder aufwärts und hoffentlich bleibt es auch so 🤗
*Inhalt* "Band fünf der Bestseller-Serie von Veit Etzold: Top-Autor Veit Etzold ist mit seiner Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kaum ein deutscher Thriller-Autor beherrscht die Klaviatur harter, realistischer Spannung so wie er. Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting!" (Quelle: Amazon)
*Erster Satz des Buches* "Es war Ende Oktober und begann, dunkel zu werden."
*Infos zum Buch* Seitenzahl: 480 Seiten Verlag: Knaur Verlag ISBN: 978-3426520697 Preis: 10,99 € (Taschenbuch) / 9,99 € (E-Book) Reihe: Clara Vidalis 1 - Final Cut Clara Vidalis 2 - Seelenangst Clara Vidalis 3 - Todeswächter Clara Vidalis 4 - Totenzeichner Clara Vidalis 5 - Tränenbringer
*Infos zum Autor* "Veit Etzold, geboren 1973 in Bremen, studierte Anglistik, Kunstgeschichte, Medienwissenschaften und General Management in Oldenburg, London und Barcelona. Er arbeitete für Medienkonzerne, Banken, in der Unternehmensberatung und in der Führungskräfteentwicklung.." (Quelle: Amazon)
*Fazit* -> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Derzeit bin ich ein wenig im Thriller-Fieber und die Romane von Veit Etzold interessieren mich schon lange. Als ich dann das Angebot vom Verlag bekam, ein Vorab-Exemplar zu lesen, stimmte ich natürlich sofort zu.
-> Cover: Ein richtig tolles Cover, das sofort ins Auge sticht! Es ist blutig und es scheint, als ob eine offene Wunde auf dem Titel klafft... passt perfekt zur Story. Ich liebe dieses Cover!
-> Story + Charaktere: Eines muss man Veit Etzold lassen: er weiß, wie man einen packenden Thriller schreibt! Nachdem ich in der letzten Zeit so den ein oder anderen Thriller gelesen habe - und nicht von jedem völlig überzeugt war - fesselte mich "Tränenbringer" mal wieder auf ganzer Linie! Neben einer faszinierenden Geschichte mit einer kaum abflauenden Spannungskurve und sehr detailgetreuen Beschreibungen, die manch zartem Gemüt zuviel werden könnte, begeisterte mich dieser Roman vor allem mit seinen Charakteren.
Clara Vidalis zeigte sich als faszinierende Persönlichkeit, stark, aber in mancher Hinsicht belasteter, als sie sich eingestehen möchte - doch gerade deswegen umso menschlicher. Besonders ihre erfrischende Aversion gegen jede Form von Romantik brachte mich so manches Mal herzlich zum lachen, doch auch ihre sonstigen Charakterzüge waren mir stets sympathisch. Dr. Martin Friedrich, der von allen nur "MacDeath" genannt wird, gefiel mir mindestens genauso gut, denn mit seinen lyrischen Einwürfen und seinem stets medizinischen Denken - das er scheinbar genauso wenig abstellen kann, wie die Lyrik - zitierte er sich quasi direkt ins Herz des Lesers. Am besten gefiel mir jedoch der Kollege Winterfeld, der mit seinen stets ironischen Kommentaren voller schwarzer Humor einfach immer für Unterhaltung sorgte.
"Tränenbringer" war für mich der erste der bis dato fünf veröffentlichten Romane, doch das tat dem Lesevergnügen keinerlei Abbruch. Auch von allzu großen Spoilern nahm der Autor Abstand, wofür ich ehrlich gesagt sehr dankbar bin, da ich die vier Vorgängerbände auf jeden Fall noch lesen möchte.
-> Schreibstil: Den Schreibstil empfand ich als sehr angenehm und flüssig lesbar, verfasst wurde das Buch in der Vergangenheitsform, aus Sicht eines Dritterzählers. Sehr gelungen fand ich die verschiedenen Personen, die man im Laufe des Buches begleitet: so erfährt man nicht nur etwas über Clara und ihr Ermittler-Team, sondern auch etwas über die Handlungen des Killers, sowie den ein oder anderen Rückblick in die Vergangenheit.
-> Gesamt: "Tränenbringer" ist ein spannender und fesselnder Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Mit seiner oft malerischen und bildgewaltigen Sprache überzeugt der Autor auf ganzer Linie und wer mehr als nur ein bisschen Fantasie sein eigen nennt, findet sich so manches Mal direkt in der Geschichte wieder. Auch Freunde von H.P. Lovecraft werden auf ihre Kosten kommen, denn der Horror-Großmeister wird sogar zweimal zitiert/erwähnt - und brachte mich damit nicht nur zum schmunzeln, sondern machte mich neugierig.
Ein Junkie wird beim Überqueren einer Straße angefahren. Während die Ärzte sich um seine Verletzungen kümmern, kontrollieren die herbei geeilten Polizisten den Karton, den der Mann bei sich trug. Der Inhalt ruft Clara Vidalis und ihr Team auf den Plan. Denn der Junkie transportierte menschliche Füße. Schnell wird klar, dass dies nur der Beginn einer Gewaltspirale mitten in Berlin ist. Kann die Kommissarin den Täter rechtzeitig stoppen?
"Tränenbringer" ist der fünfte Fall für Clara Vidalis und gleichzeitig meine letzte Chance für Veit Etzold. Der Autor enttäuschte mich mit Dark Web und SKIN und ich setzte alle Hoffnung in sein neustes Werk. Diese Chance hat Etzold nicht genutzt. Dabei bin ich nicht mal enttäuscht oder wütend, sondern einfach nur amüsiert. Und das ist für einen Thriller das Todesurteil.
Die Geschichte wird großteilig von einem auktorialen Erzähler berichtet. Dabei folgt man Clara Vidalis, die nicht nur beruflich, sondern auch privat mit einigen Neuheiten zu kämpfen hat. Kapitelweise kommt zudem der Täter zu Wort, der aus der Ich-Perspektive seine Motive erklärt. Diese Mischung fand ich sehr anziehend und auch der Einstieg hat mich sofort mitgerissen. Obwohl die Lektüre des letzten Falls fast ein Jahr her ist, fand ich mich sofort zurecht und war mittendrin. Klasse!
Je weiter ich mit der Lektüre kam, desto mehr merkte ich aber, dass der Erzählstil das Highlight bleiben würde. Veit Etzold liefert mit "Tränenbringer" einen Thriller von der Stange ab. Die Story bietet rein inhaltlich keine Überraschungen oder neuen Wendungen. Der Täter ist religiös angehaucht und hat einen Mutter-Komplex, die Ermittler tappen ewig im Dunkeln, bis sie auf sehr einfache und stereotype Art und Weise an den Serienkiller herankommen. Das alles ist schon gefühlt tausende Male da gewesen, ausgelutscht und einfach Durchschnitt. Hier hatte ich mir mehr erhofft.
Zudem begeht der Autor so manche Fehler, die sich mit einer kurzen Recherche hätten vermeiden lassen können. Ein Beispiel: Der Täter ruft bei den Hinterbliebenen per Handy an. Die Idee von Clara Vidalis ist, dass man über den getätigten Anruf herausfinden könnte, wo der Täter sich zu dem Zeitpunkt aufgehalten hat. Dieser logische Schluss wird aber mit einem einfachen "Wenn der Täter die Ortungsdienste ausgeschalten hat, finden wir ihn eh nicht" abgeschmettert. Was vollkommener Quatsch ist. Sobald ein Handy eingeschalten ist, loggt es sich in das Netz ein und kann somit geortet werden. So ein offensichtlicher Faux-Pas tut schon weh.
Desweiteren arbeitet der Autor mit wortwörtlichen Wiederholungen von Dialogen oder Tatsachen, welche erst im vorherigen Kapitel ausführlich erklärt wurden. Da stellte sich mir die Frage, ob er mich als Leserin für zu blöd hält, mir gewisse Dinge zu merken oder ob er zu verschiedenen Zeiten an den Kapiteln gearbeitet und beim späteren Zusammensetzen diese Wiederholungen übersehen hat.
Auch so manches medizinische Detail trieb mir Lachtränen in die Augen. Bei den in der Einleitung erwähnten Füßen wird in der Untersuchung festgestellt, dass sie post mortem (nach dem Tod) abgeschnitten wurden. Dennoch fragt die erfahrene Clara Vidalis über mehrere Kapitel hinweg immer wieder nach, ob man sicher sein könne, dass das Opfer tot sei. Und auch den Angehörigen macht sie unberechtigte Hoffnungen, dass das Opfer noch leben könnte. Vollkommener Nonsens in meinen Augen.
Dass das Finale dann zu einem typischen Showdown wird, ist da nur noch nebensächlich.
Was bleibt also zu sagen? Veit Etzold zeigt mit seinem neusten Buch, dass er erzählen kann. Wer jedoch wie ich auf Genauigkeit, Details und solide Recherche steht, sollte die Finger von dem Thriller lassen. Wer leichte Kost für den nahenden Herbst sucht, ist hier aber gut bedient.
"Tränenbringer" ist der fünfte Band der "Clara Vidalis"-Reihe und mein zweites Buch des Autors Veit Etzold. Clara Vidalis und Teile ihres Teams haben mich schon im Auftaktband "Final Cut" überzeugen können, weswegen ich auf ihren neusten Fall mehr als gespannt war. Zumindest schien es auf den ersten Blick ein interessanter Fall und ein spannender Thriller zu werden.
Obwohl ich zwischendurch vier Bände verpasst habe, kann ich von einem problemlosen Einstieg sprechen. Der Leser startet direkt mit dem Fall und wird spannend und faszinierend in den Thriller eingeführt. Vorkenntnisse bezüglich des Teams oder deren Ermittlungen sind meiner Meinung nach nicht unbedingt notwendig, allerdings werden Täter aus vorherigen Fällen (und damit vorherigen Büchern) öfters mal erwähnt und stellenweise in kleinen Details erläutert – gespoilert hat mich das allerdings nicht wirklich. In diesem Buch wurde mir relativ schnell klar, wie die Beziehungen im Team aussehen, wer welche Schwerpunkte und Fachgebiete hat und wer wann eine Rolle spielt. Meiner Meinung nach ist es also nicht unbedingt notwendig, alle vier Teile vorher zu kennen; "Tränenbringer" kann auch unabhängig von der Reihe gelesen werden.
"Tränenbringer" ist eigentlich genau das, was ich im Vorhinein von diesem Buch erwartet hatte: es ist brutal, es ist eklig, es ist persönlich und es ist spannend. Veit Etzold schafft mit seinen Ausführungen, seinen Erklärungen und seinen Einblicken in die menschliche Psyche sowie in die polizeiliche Ermittlungsarbeit eine wunderbar gruselige und angespannte Grundstimmung, die mithilfe der persönlichen Involvierung von Clara und ihrem Verlobten nur noch getoppt wird.
Trotzdem ist es mir sehr schwer gefallen, die Spannung durch das komplette Buch durchzutragen, denn leichte langatmige Passagen und öfters vorkommende Wiederholungen von Ermittlungsergebnissen sind ebenfalls Teil des Buches. Dass zwei Ermittler zusammen durch eigenes Abwägen und Zusammentragen von Fakten eine neue Spur haben, ist ja vollkommen normal und sollte in einem guten Thriller auch stattfinden. Dass dies dann aber vor anderen Kollegen, die in der jeweiligen Situation nicht dabei waren, nochmal von der Pike auf erklärt wird, hätte meiner Meinung nach einfach nicht sein müssen. Diese Szenen hätte man gerne mit mehr Spannung ausbauen können. Trotz allem ist der Plot überzeugend und einnehmend.
Das Ermittlerduo – hier Clara Vidalis und ihr Freund MacDeath – fand ich persönlich einfach klasse. Normalerweise bin ich absolut kein Fan von Ermittlern, die trotz einer privaten Beziehung an ein und demselben Fall arbeiten. Da es hier aber auch um Clara persönlich geht, finde ich es doch gut und logisch umgesetzt. Zumindest verliert Veit Etzold hier nicht den Fokus und die Ermittlungen bleiben stets der Hauptplot – auch wenn dieser mit privaten Nebenplots ausgearbeitet wurde. Bei mir ist es schon eine Weile her, dass ich "Final Cut" gelesen habe, aber Clara blieb mir damals sehr positiv im Gedächtnis, was ich auch hier wieder wahrnehmen konnte. Ich hatte zwar stellenweise ein paar Probleme mit ihr (gerade im privaten Umfeld habe ich viele Gefühle und Gedanken ihrerseits nicht nachvollziehen können), trotzdem empfand ich ihr berufliches Auftreten als interessant und authentisch umgesetzt.
Mithilfe verschiedener Perspektivenwechsel schafft der Autor Abwechslung in "Tränenbringer". Ich mag normalerweise in Thrillern keine Kapitel mit Täter-Perspektive, jedoch bin ich mir ziemlich sicher, dass dies der Mehrheit gefällt. Schließlich bringt es – wie oben schon geschrieben – Abwechslung und lenkt ein wenig von der manchmal sehr stumpfen Ermittlungsarbeit ab. Im Allgemeinen bin ich ein sehr großer Fan von Veit Etzolds Schreibstil. Die Wiederholungen hätte man, wie gesagt, meiner Meinung nach weglassen können, doch der logisch ausgearbeitete Fall und die Grundstimmung, die während des Buches verbreitet wird, haben mir sehr gut gefallen und zeugen von einer tollen Autoren-Arbeit.
Fazit Für alle, die brutale und mitreißende Krimis lieben, ist Veit Etzolds "Tränenbringer" genau das Richtige. Der tolle Schreibstil, der packende und interessant ausgearbeitete Fall und ein faszinierendes Ermittlerduo ergeben einen packenden Thriller, der zwar kleine Schwächen aufweist, aber definitiv überzeugen kann – und anderen Bestseller-Thrillern in Nichts nachsteht.
zum Inhalt: Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, bringt ein neuer Fall auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte …
meine Meinung: Puh... ich hab ja schon viele heftige Thriller gelesen, aber der hier...puh. Man darf auf jeden Fall nicht zart besaitet sein, zumindest nicht, wenn man es als Hörbuch verschlingt. Sascha Rotermund liest, betont, verwandelt sich einfach fantastisch. Ich hatte mehr als einmal Gänsehaut. Wir bekommen hier sehr ausführlich und "detailgetreu", Einblick in eine absolut kranke und widerwärtige Psyche. Es ist an Wahnsinn kaum zu toppen.
Als Teil einer Ermittlerreihe kommt man auch ohne vorherige Teile zu lesen/hören leicht rein.
Wer nicht zimperlich ist : Unbedingte Hörempfehlung !
leider war das überhaupt gar nicht meins. Ich habe ja schon viele Thriller gelesen aber dieser ist mit Abstand wirklich einer der schlechtesten. Die Handlung zieht sich ewig hin. Die beiden Hauptprotagonisten liefern sich ein bla, bla, bla auf 300 Seiten und sind dabei kaum auszuhalten. Der Täter...ja der Täter. Völlig daneben, total abgedreht und irgendwie passt das alles überhaupt nicht zusammen. Das Ende des Buches setzt dem ganzen noch die Krone auf...völlig unwirklich und überhaupt nicht mehr nachvollziehbar. Ich habe es nur noch zu Ende bringen wollen. Ob ich der Reihe weitere Chance gebe, weiß ich nicht...Schade.
5 Sterne, ganz klar! Eigentlich... Ware nur nicht diese ganze gewesen. Es lenkte vom eigentlich Plot ab und nahm zwischenzeitlich komplett die Spannung.
Dank Saskia Etzold mal wieder fantastisch medizinisch auf den Punkt. Auch die ganzen Infos zu echten Serienkillern, selbst die Musikauswahl des Killers ist grandios. Mehr auf den Punkt geht kaum.
Brutal, erbarmungslos, blutig und so herrlich abartig. Etzold kanns einfach!
Ein Clara-Vidalis-Thriller Band fünf der Bestseller-Serie von Veit Etzold: Top-Autor Veit Etzold ist mit seiner Hauptkommissarin Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, regelmäßig auf der Spiegel-Bestsellerliste. Kaum ein deutscher Thriller-Autor beherrscht die Klaviatur harter, realistischer Spannung so wie er. Ihr fünfter Fall bringt Clara auch persönlich an ihre Grenzen: Ein Serienkiller entführt 18-jährige Mädchen und lässt den Eltern Leichenteile zukommen. Die Ermittler schickt er ein ums andere Mal auf eine falsche Spur. Und vor Jahren fiel Claras kleine Schwester einem ganz ähnlich agierenden Wahnsinnigen zum Opfer, der nie gefasst werden konnte … Harte Fälle, schnelle Action – deutsches Setting! Meine Meinung:
Nachdem ich ja vor einigen Monaten Skin von Veit Etzold gelesen hatte und ich mir weitere Bücher vornehmen wollte, passte es sehr gut, dass der Verlag mich gefragt hat, ob ich das neue Buch von ihm lesen möchte. Daraufhin wurde mir das Buch vom Verlag zu Rezensionszwecken zur Verfügung gestellt.
Dieses Buch ist ja der 5. Teil der Clara-Vidalis-Reihe, von der ich vorher noch keinen Teil gelesen habe. Es werden zwar des öfteren die vorherigen Fälle angesprochen, auch spielt das Privatleben von Clara Vidalis natürlich auch eine große Rolle, bin aber dennoch gut zurecht gekommen. Wenn man die Möglichkeit hat, die Bücher der Reihenfolge nach zu lesen, würde ich dieses aber tun:
1. Final Cut 2. Seelenangst 3. Todeswächter 4. Der Totenzeichner 5. Tränenbringer.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, den Schreibstil habe ich auch als sehr flüssig empfunden.
Ich muss aber sagen, dass dieses Buch absolut nichts für sanfte Gemüter ist, es ist teilweise sehr genau beschrieben, teilweise auch sehr brutal und ekelhaft. Wer das mag, hat hier einen tollen Thriller vor sich.
Für mich persönlich war die Geschichte teilweise etwas zu abgehoben, auch hatte es für mich einige Längen. Das Ende wurde dann wieder spannender und hat mir gut gefallen.
Alles in allem kann ich hier eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben für alle Thriller-Leser, die auch mit genaueren Beschreibungen klar kommen und gerne über Serienmörder lesen. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.