Der Balkan ist die Region in Europa mit den meisten ethnischen, konfessionellen und sprachlichen Minderheiten. Seien es die Torbeschen im Südwesten Mazedoniens, die zum Islam konvertierten Pomaken in Nordgriechenland oder die christlichen Aromunen – wie kaum ein anderer kennt sie Cyrill Stieger, langjähriger Korrespondent der Neuen Zürcher Zeitung. Er hat mit Nachkommen der Vlachen in Istrien gesprochen und sich mit Vertretern der Goranci im albanisch-mazedonischen Grenzgebiet unterhalten, und er fand auf seiner Reise durch Mittel- und Osteuropa eine faszinierende, aber vom Verschwinden bedrohte Welt.
Das Thema ist sehr interessant und ich bin wirklich froh, es gelesen zu haben, aber für jemanden, der sich bisher wenig mit dem Balkan beschäftigt hat, ist stellenweise sehr anstrengend. Der Aufbau des Buches ist da auch wirklich eher suboptimal. Die Namen der Völker werden oft einfach mittendrin zum ersten Mal erwähnt, ohne das erklärt wird, wer diese Minderheit ist. Einige Wiederholungen machen das Lesen auch anstrengender als es sein müsste. Ich gebe gern zu, dass mir das Lesen sicher leichter gefallen wäre, wenn ich bereits mehr über das Thema gewusst hätte, aber ein strukturierter Aufbau hätte dem Buch so oder so gut getan.
Jetzt hoffe ich erstmal, dass mir die Namen der Minderheiten der Torbeschen, Pomaken und Aromunen nicht sofort wieder entfallen. Denn nach dieser Lektüre würde ich gerne noch mehr über sie erfahren.
Teilweise sehr interessant, teilweise ist es etwas trocken geschrieben. Ich bin froh es gelesen zu haben und konnte einiges mitnehmen. Man findet wieder viele Belege dafür, wie skurril und giftig die Idee von ethnisch homogenen Nationalstaaten ist. Empfehlenswert für alle, die sich für Südosteuropa interessieren.
Признавам, че имах много бегли познания за малцинствата по нашите земи. И макар в селото, в което прекарвах всяко лято при баба да има помаци, нямам спомен да съм имала досег с тях. Важно ми се струва да има повече информация за тази част от нас.