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Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

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Sophie ist jung, qualifiziert, kreativ — und hat keinen Cent mehr in der Tasche. Die Aufträge als freie Mitarbeiterin bei einer Tageszeitung bleiben aus, die Rechnungen am Ende des Monats hingegen treffen verlässlich ein. Was tun, oder besser: Was nicht mehr tun?, fragt sie sich, während der Teufel ihr im Nacken sitzt und sie beständig in Versuchung führen will.

Doch gibt sie ihm nicht nach und schreibt stattdessen einen Roman, in dem ihre Phantasie Königin ist und die Begrenzungen der Realität aufhebt. Vor dem Hintergrund ihrer alltäglichen Nöte, ihrem Kampf mit den Tücken der Bürokratie und ihrer wachsenden Vereinsamung zündet Sophie lustvoll ein literarisches Feuerwerk, setzt ihrer Misere ein reiches Spiel der Sprache und Formen entgegen.

272 pages, Hardcover

First published August 20, 2015

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About the author

Sophie Divry

12 books34 followers
Sophie Divry vit à Lyon. Journaliste engagée au mensuel La Décroissance, elle écrit également des chroniques littéraires pour le Monde Diplomatique. La cote 400 est son premier roman.

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Community Reviews

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Displaying 1 - 30 of 40 reviews
Profile Image for Sub_zero.
759 reviews330 followers
December 5, 2016
A medio camino entre la comedia de lo absurdo y la crítica social, Cuando el diablo salió del baño es uno de los libros más originales, provocativos e indisciplinados que he tenido el placer de leer nunca. La protagonista, alter ego de la propia escritora, es una chica joven y desempleada de larga duración que malvive a base de subsidios estatales. Sophie Divry utiliza esta circunstancia para retratar la dramática situación de miles y miles de personas que, como la protagonista, no tienen trabajo y se mantienen peligrosamente sobre el umbral de la pobreza, carcomidas por la insensibilidad burocrática y una serie de obsesiones que penetran hasta lo más profundo del individuo y le roban la dignidad. Sin embargo, el tono serio y comprometido de la novela no es más que un espejismo que se diluye por medio de personajes que interrumpen constantemente la narración, interminables enumeraciones y rebeldías tipográficas que, en la mejor de las ocasiones, convierten Cuando el diablo salió del baño en una obra delirante, salvaje, única. No obstante, la esquizofrenia narrativa de Sophie Divry no siempre da en el clavo y el bamboleo de tonos e intenciones que desfilan por el texto también hacen de este libro un texto irregular. Alabo la enorme valentía, desparpajo y falta de escrúpulos de Divry por llevar su idea hasta las últimas consecuencias. No tanto el resultado. Pero, a pesar de todo, creo que es una novela recomendable, en especial para los amantes del riesgo que no temen estamparse de morros contra una premisa descabellada.
Profile Image for Alba.
33 reviews3 followers
April 26, 2019
La vida de una mujer joven se ve marcada por la precariedad y la pobreza durante una etapa en paro. En el libro, reflexiona sobre su nuevo estatus y habla de la resignación y la vergüenza ligados a él, cómo nos vemos anulados ante la falta de un trabajo que defina el fluir de nuestros días y cómo sobrevivir en estas circunstancias.

El alter ego de la autora narra su día a día y muestra estas reflexiones a través de diálogos con otros personajes o a modo de monólogo interior. Incorpora la presencia de un diablillo que la incita al mal en un par de escenas (cuya presencia en el título me parece injustificada) e incluye otros elementos originales como una suerte de caligramas y cambios tipográficos en función del personaje o de lo que narra.

En general, la idea me parece mucho mejor que su ejecución. La ausencia casi total de acción la convierte, pese a su estilo ameno y sencillo, en una lectura pesada. Un par de giros y los caligramas mantienen la esperanza de una explosión de creatividad reservada para el final. Pero estas esperanzas se ven frustradas: no hay conclusión, ni aprendizaje, ni final creativo para nuestra narradora y protagonista.

Una pena porque el mensaje es muy necesario; el planteamiento de todos los elementos, muy interesante; y prometía mucho más de lo que ofrece. Aun así es interesante y una experiencia curiosa. Quizá en un futuro le dé una oportunidad a otras obras suyas.
Profile Image for Ricy.
28 reviews1 follower
September 8, 2017
Ein ernstes Thema, das mit viel Witz auf einem literarischen Spielplatz behandelt wird. Eine Erzählform, die keine Grenzen kennt!

Inhalt
Sophie ist jung, gebildet und arbeitslos seit sie schon vor einiger Zeit ihren Job als Journalistin verloren hat und auch die Aufträge als freie Mitarbeiterin bei einer Zeitung immer seltener werden. Als dann irgendwann auch die Grundsicherung ausbleibt, die Rechnungen aber zuverlässig weiter bei ihr eintrudeln, merkt sie, dass sich etwas ändern muss. Während die Bürokratie des Sozialstaats, der ständige Hunger und ihr innerer Dämon ihr das Leben schwermachen, versucht sie sich irgendwie, ohne gegen ihre Prinzipien zu verstoßen, aus der Misere zu ziehen…und schreibt einen Roman, in dem ihr endlich einmal keine Grenzen gesetzt sind.

Meine Meinung
Der Roman hat mich von der ersten Seite an gepackt. Sophies Geschichte ist tragisch und ernst. Die Themen Arbeitslosigkeit, soziale Isolation und Armut gepaart mit den deprimierenden Erlebnissen im Bürokratie-Dschungel der Arbeitsagentur werden aufgenommen aber ohne, dass dieses Trauerspiel die Stimmung des Buches einnimmt. Nein, denn ihren Humor hat sie noch nicht verloren.
Selbstkritisch, gesellschaftskritisch und mit einer gehörigen Portion Ironie erzählt sie ihre Geschichte.

Es ist eine Geschichte die keine Grenzen kennt, weder inhaltlich, wenn sie sich plötzlich mit imaginären Figuren oder auch dem Teufel unterhält, die unbedingt ihren Senf zu ihrer Geschichte dazugeben wollen oder Gegenstände zu reden beginnen, noch stilistisch, wenn ihre Erzählung plötzlich durch einen „hervorgehobenen“ Bericht ihres Freundes Hector, der unbedingt will, dass dieser Teil hervorgehoben wird, unterbrochen wird oder sie seitenweise etwas zu einem bestimmten Thema auflistet und erst recht nicht typographisch, wenn plötzlich Wörter am Rand abkippen oder der gesamte Textkörper eine obszöne Form darstellt – immerhin hatte der Teufel sie gewarnt, dass das passieren würde.

Ich konnte mich sehr gut in Sophie hineinversetzen und fand sie sehr sympathisch. Trotz ihrer eigenen prekären Situation, hat sie ein gutes Auge für die Probleme anderer und hebt hervor, dass es anderen noch schlechter geht.
Sie führt dem Leser die Eigenarten des Armseins vor Augen, jedoch ohne mit dem moralischen Zeigefinger zu fuchteln, wie ungerecht die Welt doch ist, dass man als Arbeitsloser auch durchaus selbst an seiner Situation beteiligt ist oder allzu sehr herumzujammern.
Sie stellt ein ganz reales Problem dar: Menschen aus einem liebenden Elternhaus, miteiner guten Bildung und den besten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Leben, werden eben auch nicht immer gebraucht. Da zählen Erfahrungen in der Akkordarbeit eines gastronomischen Unternehmens mehr als ein toller Hochschulabschluss. Und gerade das Gefühl des „Nicht-gebraucht-werdens“ ist bei den vielen Aspekten der Arbeitslosigkeit besonders gravierend. Das führt auch nicht selten dazu, dass Sophie sich gehörig im Selbstmitleid suhlt und wie wenig das bringt ist ihr durchaus bewusst, dass man manchmal aber einfach nicht anders kann, jedoch genauso und das macht sie so authentisch.
Bevor so etwas dann aber den durchweg unterhaltsamen und eher amüsanten Charakter des Buches stören könnte erklärt sie dem Leser die einfachen Regeln des erfolgreichen „An-die-Decke-Starrens“…
Die anderen Charaktere blieben eher plakativ und vor allem durch ihre Marotten gekennzeichnet und brachten genau dadurch noch mehr Witz in die Geschichte.

Sprachlich und stilistisch ist das Buch somit für mich ein wahres Kunstwerk und strotzt nur so vor Neologismen, Metaphern und Vergleichen, die auch oft als solche beschrieben, bzw. in einem inneren Monolog erörtert werden, da wir als Leser ja den Schreibprozess des Romans miterleben sollen. Es ist eine Liebeserklärung an die Sprache und die Literatur und der Übersetzerin sollte meiner Meinung nach auch besonders viel Anerkennung zukommen…das war mit Sicherheit nicht leicht!

Das Cover ist zwar auf den ersten Blick schlicht, doch lassen die ausgestanzten Hörner im Umschlag auf den schwarzen Buchrücken blicken, was auch schon als Metapher aufgefasst werden könnte und einen Vorgeschmack gibt auf das, was einen in dem Roman erwartet. Mit dem Titel verhält es sich ähnlich. Soviel kann gesagt sein: der Teufel kommt wirklich irgendwann aus dem Badezimmer – ob es sich dabei um eine Metapher oder eine Wahnvorstellung handelt…wer weiß? Gut, dass es in diesem Buch keine Grenzen gibt, und so etwas keiner Erklärung bedarf!

Fazit
Dieses Buch ist für mich ein Meisterwerk der Sprache, wie ein abstraktes Gemälde bei dem man in jedem kleinen Detail etwas Neues entdeckt, bei dem Dinge plötzlich passen und möglich erscheinen, die es eigentlich nicht sind…
Die Geschichte konnte mich sofort fesseln: ein ernstes Thema lustig auf einem literarischen Spielplatz verpackt. Ich konnte mich in Sophie hineinversetzen und wäre ihr am Ende gerne noch weiter gefolgt.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der mal etwas ganz anderes lesen möchte.
Profile Image for Emma Valieu.
Author 18 books31 followers
May 22, 2017
[3.5/5]

Sophie est trentenaire, sans mec, sans chat, sans frigo rempli mais surtout : sans boulot. Désormais en fin de droits, elle bataille pour oublier la faim qui la tiraille. Elle ne croit pas trouver un job du jour au lendemain, par contre trouver de la bouffe est bien ce qui la préoccupe le plus !

Bien que les avis généraux ne soient pas toujours très enthousiastes quant à ce roman difficile à classer, j'ai passé d'assez bons moments de lecture, grâce à son côté complètement déjanté, exprimé par des délires linguistiques, scénaristiques et même typographiques qui débarquent souvent sans prévenir, illustrant parfaitement à quel point notre Sophie, un brin fantasque quand même, peut péter les plombs du fait de sa situation.
Ne vous attendez pas à lire un planning confectionné par un allocataire de Pôle Emploi ; Sophie Divry donne un accès aux craintes, aux joies mais surtout aux délires de son héroïne. Ça part dans tous les sens par moment, sans qu'on sache trop pourquoi ni même si c'était nécessaire mais c'est là : ça surprend, ça fait sourire alors on aime.

Quand le diable sortit de la salle de bain n'est pas un must-read mais il mérite d'être découvert de par son originalité et son sujet qui pourrait en concerner plus d'un.
Profile Image for Dr. Eva-Maria Obermann.
Author 12 books23 followers
July 18, 2018
Die junge Autorin Sophie lebt von Sozialhilfe und kleinen Aufträgen, während sie eigentlich versucht, ihren „großen Roman“ zu schreiben. Doch das will nicht so recht von der Hand. Noch dazu, wo Hunger, Erinnerungen und kuriose Ideen sie immer wieder ablenken. Eines vorweg: Mitunter geht da einiges durcheinander und so recht bin ich einfach nicht in diesen Komplex eingestiegen.
Während das Problem von Armut, Hunger und dem stetigen Warten auf die Überweisung der Sozialhilfe sehr bodenständig, ehrlich und auch bewegend ist, wird der Rest geradezu zur Farce. Immer wieder schiebt sich Sophies Freund, ein Frauenheld auf Freiersfüßen, in die Geschichte und will endlich bei seiner Nachbarin landen. Dass dieser Freund zumindest teilweise lediglich Imagination ist und für eine gewisse Zwangsromantik bis hin zur lächerlich gemachten Erotik steht, zwang mich mehr als einmal zum Augenrollen.
Auch der im Titel genannte Teufel ist nicht mehr als eine Störfigur, die der eigentlichen Handlung Steine in den Weg legt, ohne wirklich sinnhaft zu sein. Mögen hier auch die verschiedenen Ideen und Ablenkungen, mit denen Autoren zu kämpfen haben, daher kommen, machen diese Einwürfe für mich Sophie nicht nur zur unzuverlässigen Erzählerin, sondern auch zur komplett verwirrten Figur, die ihren Existenzkampf mit unnötigen Einschüben zu überspielen und humorisieren versucht. Was bei mir definitiv nicht funktioniert hat, ich war davon sehr schnell sehr genervt.
Um einiges Interessanter war die psychische Entwicklung. Sophie lebt unter Versagensängsten mit einer hochstilisierten Vorstellung einer perfekten Kindheit. Natürlich sind ihr als alter Ego nicht nur der Freund und der Teufel, sondern auch die Mutter geblieben. Beim realen Treffen mit dieser Frau zeigt sich deutlich, wie unterschiedlich Sophies „Kopfmutter“ und ihre wirkliche Mutter ist. Diese Unterschiede sind interessant, deuten auf einen größeren Zwiespalt zwischen Sophies „Wirklichkeit“ und ihrer Umwelt. Dennoch setzen hier Erkenntnismomente an, die dem Roman guttun.
Begeistern konnte mich Als der Teufel aus dem Badezimmer kam absolut nicht. Zu zwanghaft wirkte der Humor, zu sinnig hätte die eigentliche Handlung ohne dieses Geplänkel sein können. Wer abstruse Romane mag, ist hier aber genau richtig.
Profile Image for Eileen.
772 reviews30 followers
June 11, 2020
Das Buch war...interessant, aber irgendwie auch seltsam. Die Gedankengänge waren vielfach sehr interessant und spannend zu sehen, in welche Richtungen man denken kann, aber teils wurden Gedanken soo in die Länge gezogen oder über Seiten wird aufgezählt, welche Sorten von Männern man nicht mag- und das war mir einfach viel zu viel und too much.
Sophie und Co. waren facettenreiche Charaktere, die ich gerne begleitet habe und es war interessant zu sehen, wie Menschen agieren, wenn sie arbeitslos sind. Der Schreibstil war teils witzig, aber auch ziemlich schwere Kost und verwirrend.
Das Buch hat mir gut gefallen, aber manche Sachen/Gedanken hätte man kürzer fassen können und mir kam der Teufel aus dem Titel des Buches viel zu kurz. Ich hätte mir eine "größere" Rolle für ihn gewünscht, weil sein Auftreten immer sehr amüsant und auflockernd gewirkt hat.
Profile Image for 3moopydelfy.
292 reviews5 followers
March 13, 2017
j’ai découvert un roman frais, sans prise de tête, qui plonge son lecteur dans une route pas très sérieuse, divertissante, plaisante à suivre et qui apporte son lot de sourires. Une belle détente qui ne se refuse pas. Un petit moment hors des sentiers, pétillant, un peu foutraque, un peu étonnant, mais savoureux. Sophie Divry signe un ouvrage barré qui fait du bien

http://www.newkidsonthegeek.com/avis-...
Profile Image for Claudia.
58 reviews
September 5, 2017
Ich habe heute „Als der Teufel aus dem Badezimmer kam“ von Sophie Divry beendet. Den Roman aus dem Ullsteinverlag durfte ich dank Vorablesen zusammen mit Sophie schon vor dem Erscheinungsdatum lesen, vielen Dank dafür!

Sophie ist jung, qualifiziert, kreativ – und hat keinen Cent mehr in der Tasche. Die Aufträge als freie Mitarbeiterin bei einer Tageszeitung bleiben aus, die Rechnungen am Ende des Monats hingegen treffen verlässlich ein. Was tun, oder besser: Was nicht mehr tun?, fragt sie sich, während der Teufel ihr im Nacken sitzt und sie beständig in Versuchung führen will. Doch gibt sie ihm nicht nach und schreibt stattdessen einen Roman, in dem ihre Phantasie Königin ist und die Begrenzungen der Realität aufhebt. Vor dem Hintergrund ihrer alltäglichen Nöte, ihrem Kampf mit den Tücken der Bürokratie und ihrer wachsenden Vereinsamung zündet Sophie lustvoll ein literarisches Feuerwerk, setzt ihrer Misere ein reiches Spiel der Sprache und Formen entgegen.

Jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, weiß ich immer noch nicht ganz genau, was ich von dem Roman halten soll. Da ich sowohl positiv als auch negativ überrascht wurde, wird dies wohl eine sehr zwiegespaltene Rezension werden.
Vorab möchte ich noch einmal schwärmen, wie toll ich die ganze Aufmachung des Buchs finde, auch wenn dies nicht ausschlaggebend für meine Bewertung sein wird. Die ausgelassenen Hörner im roten Schutzumschlag, die edlen Seiten aus dickem Papier – all das lädt wirklich zum Lesen ein!
Zunächst muss ich sagen, dass ich das gewählte Thema für einen Roman sehr interessant finde. Ich persönlich habe noch nie zuvor ein Buch aus der Sicht einer Arbeitslosen gelesen. Aus diesem Grund war dies etwas völlig Neues. Noch dazu gefällt mir die Themenwahl sehr, da sie eine Problematik beinhaltet, die auch in der heutigen Zeit nicht unwichtig ist. Wer hat sich nicht schon mal voller Zukunftsängste gefragt, wie es sein würde, wenn man nach dem Abitur oder Studium keine Arbeit findet. Genau diese tief in mir verankerten Ängste werden hier in dem Buch aus Sophies Sicht erzählt, weshalb ich – jedenfalls zu Beginn – sehr mit der Protagonistin mitfühlen konnte.
Trotz des bedrückenden Themas ist die Stimmung das gesamte Buch über eher locker und ungezwungen. Dies liegt zum großen Teil an der humorvollen, sehr sarkastischen Art, die Handlungen, Gefühle und Gedanken zu beschreiben. Ich als Leserin hatte nicht das Gefühl, durch das Buch in eine deprimierte Atmosphäre gezogen zu werden. Allerdings war mir der Spott und Witz auf Dauer etwas zu übertrieben. Das Thema Arbeitslosigkeit ist ein sehr ernstes und teilweise wirkte es auf mich eher so, als würde die Autorin diejenigen mit ihrem Humor verhöhnen und alles ins Lächerliche ziehen wollen.
Ein hingegen überraschend positiv ausfallender Aspekt, ist die benutzte Sprache im Roman. Sophie Divrys Schreibstil lässt sich meiner Meinung nach am ehesten als wortgewandt beschreiben. „Als der Teufel aus dem Badezimmer kam“ besteht wirklich aus lauter Wortspielen und Wortmalerei. Die Autorin „spielt“ tatsächlich scheinbar lässig mit den Worten. Ein Zitat aus dem Buch zeigt noch am ehesten, was ich zu erklären versuche:
„Ich irrlichterierte, delirierte, tirilierte, jubilierte, fabulierte. Plapperte bis zum Umfallen, blubberte bis zum Abwinken. Goss ihnen Honig in die Ohren, ...“ (S. 129, Z. 2 ff.)
Solche schon etwas komischen Wortspiele ziehen sich in dem Roman teilweise über fünf Seiten, in denen einfach nur verschiedene Ausdrücke aneinander gereiht werden. Mich persönlich hat dies total in meinem Lesefluss ausgebremst. Es ist zwar schön zu sehen, dass die Autorin gut mit Worten umgehen kann, die Spannung kommt so im Buch aber viel zu kurz.
Mit diesem verrückten Schreibstil geht ebenso einher, dass ich manches einfach nicht nachvollziehen kann. Eigentlich soll es in diesem Roman um die Hauptperson Sophie gehen, aber oftmals folgen ganze Passagen, die meiner Meinung nach total unwichtig für den weiteren Verlauf sind. Warum? Noch dazu verstehe ich den größeren Sinn des Buchs nicht, da „Als der Teufel aus dem Badezimmer kam“ so gut wie keine vorhandene Handlung hat und sich auch kein Höhepunkt anbahnt. So bleibt nun am Ende nach Beenden des Buchs die Frage in mir zurück: Wozu das Ganze?
Alles in allem bin ich begeistert von der Wortgewandtheit der Autorin, dem humorvollen, schon fast verrückten Schreibstil der Autorin. Doch obwohl das Thema für einen Roman neu und interessant gewählt ist, kann ich keinen größeren Sinn hinter dem Buch erkennen, da die Handlung zu stagnieren scheint und die Spannung konstant niedrig bleibt.
143 reviews3 followers
September 18, 2017
Ein schwieriges Thema mit Sprachwitz auf die Hörner genommen

Das Cover von Sophie Divrys Roman fiel mir gleich ins Auge - knallroter Umschlag und ausgestanzte Hörner mit Durchblick auf den schwarzen Bucheinband. So setzte das Buch gleich forsch den Fuß in die Tür, denn der Titel "Als der Teufel aus dem Badezimmer kam" allein hätte mich nicht neugierig gemacht.

"Jede einzelne Biographie lässt sich gliedern wie ein Geschichtsbuch, inklusive Eiszeiten und Revolutionen." (Sophie Divry)

Der Roman findet seinen Handlungsort in Frankreich, genauer in Lyon. Das ist nicht unwichtig, denn die aktuelle gesellschaftspolitische Situation spielt eine Rolle.
"Heldin" (als solche wird sie ganz im klassischen Stil bezeichnet) der Geschichte ist Sophie, zwar reich an (Aus-)bildung, aber ansonsten arm an finanziellen Mitteln und ohne Job. Ihre Stelle als Journalistin hatte sie verloren, die Arbeiten als freie Mitarbeiterin gingen aus. Nun ist sie auf Sozialhilfe angewiesen. Doch während die Stromrechnung pünktlich eintrifft, bleibt plötzlich die staatliche Grundsicherung aus, die Bürokratie hat mal wieder zugeschlagen, es fehlt irgendeine schriftliche Bestätigung.

Sophie hat mit sechs Brüdern eine idyllische Kindheit verbracht. Ihren Brüdern ist es gelungen, sich "eine Existenz aufzubauen": Karriere, Haus, Kinder, soziales Netz, Wohlstand. Sophie traut sich beim Familienfest nicht, sie in ihre eigene, missliche Situation einzuweihen.
Das gute, reichhaltige Essen am Familientisch verträgt sie gar nicht mehr, mittlerweile ist der Hunger in ihre kleine Behausung eingezogen.

"Wie langsam die Zeit vergeht, wenn man kein Geld hat."

Es sind diese Momente, in denen sich Sophie nach Geschmack auf der Zunge sehnt, die letzten Euros sorgfältig für Basisnahrungsmittel verplant, Kleidungsstücke aus einer Mülltonne zieht, die einem beim Lesen beklommen schlucken lassen. Die Zahl der sozialen Kontakte ist zusammengeschrumpft, Sophie rutscht allmählich in die Isolation. Wer ihr bleibt, ist der Leidensgenosse Hector und imaginär Lorchus, ihr persönlicher Dämon, der sie in Versuchung führen möchte.

Trotzdem ist der Roman kein depressives Trauerspiel, denn Sophie lässt sich denn doch nicht entmutigen, stürzt sich tapfer in die neue (aber leider wieder frustrierende und ernüchternde) Tätigkeit als Hilfskraft in der Gastronomie und schreibt einen Roman. Genau! Den Roman, den wir gerade besprechen.

"Meine Erschöpfung zeigte mir, dass mein Körper sich wieder in das tätige Leben eingegliedert hatte, die einzige anerkannte Form von Leben, und die, die am schwersten zugänglich ist."

Die Form des Romans ist modern, mutig, experimentell, heiter. Hier sprüht die Autorin vor Einfällen, lässt viel Humor und Witz walten. Was auffällt, ist eine große sprachliche Kreativität, Lust auf Wortneuschöpfungen, Einfließen literarischer Texte und Bezüge wie z.B. Barockdichtung, Filmelemente, Internetchats und konkreter Lyrik.
Sogar eine der Romanfiguren, ihr bester Freund Hector, beginnt sich zu verselbstständigen und versucht Typographie und Handlungsablauf "seiner" Sequenzen zu bestimmen.

Den Roman aus dem Französischen zu übersetzen war aufgrund seiner Vielzahl an Sprachspielereien und literarischen Bezüge, wie auch durch die Gebundenheit an das Sozialsystem Frankreichs gewiss kein Kinderspiel.
In Frankreich herrscht eine weitaus höhere Arbeitslosigkeit als in Deutschland. Der ganze bürokratische Ablauf und die Behörden sind natürlich andere als hier (aber bestimmt mit ähnlichen Problemen...).
Dort wurde der Roman schon für mehrere Literaturpreise nominiert, den Prix Top Virilo hat er bereits erhalten.

Ich habe ihn mit großem Interesse und Spaß an Divrys Witz und Sprachideen gelesen, aber irgendwie fehlte etwas, dass der Funke ganz überspringt, dass ich mich ganz in die "Heldin" einfühlen konnte. Ob es daran liegt, dass Vieles einfach nicht ins Deutsche übersetzt und transferiert werden kann, oder mir persönlich die Bezüge zu Frankreich fehlen?
Ansonsten ein Roman, der mal kreative, moderne Wege geht, es mit einem schwierigen Thema aufzunehmen.
Profile Image for Sophie Cathérine.
201 reviews
November 6, 2017
„Lorchus war an diesem Tag in Hochform, zwischen seinen schwarzen Lippen quoll das Gift nur so hervor.“(S.93)
Lorchus, der Teufel, der eines Tages aus dem Badezimmer der arbeitslosen Sophie kommt und ihr das Leben schwer macht, befindet sich, wie so manch andere Dinge in Sophie Divrys Buch „Als der Teufel aus dem Badezimmer kam“ auch das, zum Glück, nur im Kopf der Protagonistin . Der Schreibstil der Autorin macht es einem allerdings ein bisschen schwer, auseinander zu halten, was im Kopf der Protagonistin spielt, was in ihrem „echten“ Leben und was irgendwie dazwischen geschaltet wurde. Zeitweise kommt man sich während dem Lesen wie in einer riesigen Salatschüssel vor, weil man so vielen verschiedenen Einflüssen ausgesetzt ist.
Mal wird die Geschichte einfach erzählt, mal erzählt sie sich durch Sophies Mutter, die einfach „dazwischen redet“ mal durch Hector, einem Freund, der sich ebenfalls einfach in die Geschichte „einmischt“. Es ist ein durcheinander, aber ein extrem unterhaltendes und humorvolles. Vielleicht hatte Frau Divry auch gar nicht beabsichtigt, dass man alles versteht.
Das wichtigste, ihre Hauptfigur, Sophie, ist ein sehr facettenreicher, interessanter Charakter, der immer etwas macht, was man nicht erwartet oder einfach mal sagt, was Sache ist.
Im Buch werden viele verschiedene, auch ernstere Themen angesprochen zu denen oft eine sehr interessante Sichtweis dargestellt wird, zwischendurch hat man das allerdings Gefühl, dass es der Autorin zu ernst wird und sie versucht die ernstere Stimmung wieder zunichte zu machen, indem irgendein anderer Charakter reinplatzt und dazwischen redet oder ähnliches.
Das wäre meiner Meinung nach zwar absolut nicht nötig gewesen, trägt aber natürlich zum humorvollen Image des Buches bei. All die verschiedenen Personen die im Buch erscheinen und die teilweise eher komischen Aufzählungen, die zum Teil über ein paar Seiten gehen machen das Buch ebenso vielseitig wie der Formbruch des Textformates der immer mal wieder vorkommt und den Lesefluss auflockert.
Sophie Divry hat auf alle Fälle ein tolles, humorvolles Buch geschrieben, das bis zur letzten Seite interessant bleibt. Ich würde das Buch allen empfehlen, die eine schöne Lektüre für zwischendurch suchen das entspannend und anregend zugleich sein sollte.
(Macht aber den Umschlag ab, so schön er ist, er ist nicht für die Belastung des Lesens geschaffen. Ich hatte leider sehr schnell, nur vom Transport, einen Riss darin.)
Profile Image for Marie.
210 reviews
September 5, 2017
Ich weiß nicht, was ich sagen soll....
ich fange mal beim Cover an.

Das knallrote Cover fällt natürlich sofort ins Auge. Dazu die ausgestanzten Teufelshörner, die durch den schwarzen Buchdeckel ebenso schwarz durch das rot scheinen. Gefällt mir!

Nun zum Text: Ich weiß immer noch nicht, was ich sagen soll. Sophie Divrys Roman Als der Teufel aus dem Badezimmer kam ist ein sehr spezielles Buch. Eine Weile fühlte ich mich wie bei einer klügeren (sehr viel klügeren) Version von Big Brother, da ich der Heldin bei alltäglichen Dingen zusehe. Die Protagonistin ist arbeitslos und findet sich schließlich mit nur noch einer Handvoll Euro auf dem Konto wieder. Was tun? Sie verfällt in Selbstmitleid und führt nicht nur eingebildete Gespräche mit ihrer Mutter sondern auch mit dem (sehr gehässigen) Teufel. Sie sucht nach Arbeit, kümmert sich um das Liebes- bzw. Sexleben ihres besten Freundes, um aus dem Ganzen wiederum das Buch zu machen, das ich in den Händen halte.

So verwirrend das klingt, so ist es auch. Aber das Verworrene ist mitnichten langweilig oder weniger spannend. Im Gegenteil! Dieses Experiment, wie ich diese Geschichte mal nennen will, ist durchaus gelungen. Es macht Spaß, der Protagonistin bei ihrem alltäglichen Kampf zu folgen, wenn auch der Teufel (der aus dem Badezimmer kam) eindeutig zu kurz kam. Obwohl größtenteils ein humorvoller Ton herrscht, gibt es auch gesellschaftskritische Absätze, bspw. über die Arbeitsbedingungen (nicht nur von bestimmten Bevölkerungsgruppen) oder den alltäglichen Rassismus.

Witzig ist auch, wie die Wörter oder Buchstaben aus den Reihen tanzen (im wahrsten Sinne des Wortes) und Geschichten eingeschoben werden (weil die Autorin gezwungen wird!) Weniger gefallen haben mir die Sexszenen (ich mag "sowas" generell nicht lesen) und die detaillierte Schilderung der Schlangenfütterung (das musste ich überblättern).

Ich weiß immer noch nicht, wie ich das Buch beschreiben soll. Hier muss sich tatsächlich jeder selbst ein Bild machen. Bis auf Kleinigkeiten lohnt es sich. Selten hat mich Alltägliches so mitgerissen.
Profile Image for Anna CARTER.
78 reviews4 followers
March 24, 2021
Une pépite. Roman improvisé, interruptif et pas seriex, nous dit on sur la 1ère page.
Et c’est vrai. C’est un bonbon à savourer qui ne serait pas sucré, une histoire qui n’en est pas une, une madeleine de Proust sans la madeleine… C’est frais, original et l’écriture créative et démonstrative. Un aperçu :
« il me manquait toujours de mots. Il n’y a pas de mot pour dire « du samedi » par exemple, alors qu’il existe un adjectif pour dire « du dimanche », dominical. Le repas dominical, tout le monde a compris, mais comment dire la piscine du samedi ou la partie de jambe en l’air du samedi ? (…)
Il n’y a pas d’expression désignant l’occupation qui consiste à discuter entre amis des films qu’on n’a pas vs. Il est temps d’inventer quelque chose pour remplacer l’expression lénifiante « j’ai commandé sur internet ». J’ai besoin d’un verbe pour dire « jouer faux »,il serait associé à l’apprentissage du violon ».
Je ne résiste pas non plus à vous faire partage sa tactique pour avoir la place côté fenêtre dans le train :
« si par malheur ma place est côté couloir, je m’assois tout près de la fenêtre et je fais semblant de dormir. Lorsque survient le propriétaire en titre je fais semblant de dormir, il y a de grandes chances :
1°) qu’il ne sache pas discerner quelle était sa place légitime sur la banquette – c’est la clause dite de l’empoté ;
2°) qu’il n’ose pas me réveiller – c’est la clause de politesse ;
3°) qu’il s’aperçoive du subterfuge mais, que par générosité il n’en fasse pas grand cas – c’est la clause du grand seigneur, qui, contrairement aux deux autres vous assure la jouissance définitive de la fenêtre, si long que soit le trajet (cette dernière clause étant souvent concédée aux femmes par les hommes, cela va sans dire)
Evidemment,, si j’ai une place « fenêtre » et qu’un petit malin me l’a piqué, je le dégage fissa ».
Et pour ne rien gâcher au plaisir, c’est aux Editions Noir sur Blanc, la collection Notabilia, le livre en soi est un Objet : couverture rouge cornue, papier tout doux et quelques surprises à découvrir à l’interieur…
Profile Image for Falt.
18 reviews
January 1, 2018
Sophie hat ihren Job bei einer Tageszeitung verloren und versucht nun mit ihrem restlichen Geld über die Runden zu kommen. Gar nicht so leicht, wenn das Geld ausbleibt, aber Rechnungen rein kommen. So bleiben nach einer Stromnachzahlung von ihren 300€ nur noch 40€, nach einem Einkauf bleiben davon dann aber nur noch 17,70€. Mit diesem Geld muss sie dann noch mindestens 10 Tage auskommen.
Ausgehen, Freunde treffen, vernünftig essen..alles nicht möglich, wobei eine Stimme ihr immer wieder sagt, dass sie alles was sie noch übrig hat verprassen sollte. Aber Sophie bleibt standhaft - zumindest bis aufgrund eines Versäumnisses ihrerseits kein Geld von Amt kommt.
Jetzt hat sie Rechnungen die bezahlt werden müssen, Hunger, Stimmen die ihr sagen was sie machen soll und absolut kein Geld mehr. Also versucht Sophie irgendwie an Essen und einen Job zu kommen (mit Anleitung, wie man am besten an eine Decke starrt inklusive 😉)

Das Cover und die gesamte Gestaltung des Buches finde ich großartig. Das Buch an sich ist komplett Schwarz, der Umschlag Rot mit Auslassungen für die Teufelshörner 😈 Der Anhang besteht aus Zusatzmaterial auf schwarzen Seiten. Ich finde das genial. Das macht das Buch zu etwas besonderem.

Ganz zu Anfang wird direkt klar gestellt, dass dies "ein Improvisationsroman voller Unterbrechungen und ohne Anspruch auf Tiefgang" ist. Und das trifft es voll auf den Punkt. Der Schreibstil ist toll und voller Witz und damit meine ich nicht nur wie geschrieben wurde, sondern auch auf welche Art es dargestellt wird. Da wird mal der Rand überschrieben oder es gibt unendliche Aufzählungen usw...
Es macht Spaß mit Sophie eine Kathastrophe nach der nächsten zu erleben und sie besser kennen zu lernen. Am Anfang hatte ich allerdings meine Probleme rein zu kommen, weil ich etwas ganz anderes erwartet hatte von diesem Buch. Doch ich wurde überrascht und hatte es schnell durch, denn dies ist großartige Literatur und mal ein komplett anderes Buch.
Profile Image for Scherzkeks.
26 reviews
September 7, 2017
"Reiche verstehen nicht, warum Arme sich für das Falsche entscheiden, warum manche von ihnen sich lieber betrinken, als beharrlich auf ein Stück Fleisch zu sparen. Reiche müssen sich allerdings auch nicht aus einer Zwangsjacke befreien, die ihnen die Luft abschnürt."

Die hochqualifizierte Sophie ist arbeitslos, und das schon lange. Ihren Job als festangestellte Journalistin hat sie verloren, und versucht sich als freie Mitarbeiterin bei einer Zeitung - mit mäßigem Erfolg. So ist sievon der Sozialhilfe abhängig und bemüht sich, mit der wenigen Grundsicherung, die ihr zusteht, über die Runden zu kommen. Als auch diese ausbleibt, muss sich etwas ändern: Sophie will endlich nicht mehr das Geld zählen, hungern und sich einschränken müssen. Sie beginnt einen Roman zu schreiben, in dem ihr keine Grenzen gesetzt sind...

Ich war von Anfang an begeistert. Hier werden die Themen Armut, Isolation und berufliches Scheitern behandelt, ohne dabei ernst oder deprimierend zu wirken. Denn auch wenn Sophie fast nichts hat, Humor - oder besser Galgenhumor - ist in Hülle und Fülle vorhanden.
Der Roman ist in der Art eines stream of consciousness verfasst. Alles ist möglich - auch der im Titel erwähnte Teufel kommt irgendwann aus dem Badezimmer; ob nun in Sophies Gedanken oder einer Wahnvorstellung bleibt offen.

Sprachlich und typographisch ist dieses Buch wahrlich ein Meisterwerk. Neologismen, Metaphern - einfach herrlich.

Das Buch ist großartig und sollte von jedem gelesen werden!
118 reviews4 followers
September 2, 2017
Sophie Divry spielt in diesem ungewöhnlichen und kreativen Roman mit Sprache und Typographie und es macht unglaublich viel Spaß, ihren Experimenten zu folgen.

Die Geschichte ist nicht besonders komplex: Die Protagonistin Sophie ist seit mehreren Jahren arbeitslos und pleite. In ihrem Beruf als Journalistin findet sie keine neue Anstellung. Als ihr die monatliche Grundsicherung plötzlich nicht ausgezahlt wird, versucht sie sich auf verschiedenen Wegen über Wasser zu halten. Die bedrückende Realität der sozial Abgehängten zwischen Armut, Scham und Isolation veranschaulicht die Autorin nachvollziehbar, trotzdem wird sie dabei nicht sentimental. Im Gegenteil: Selbst traurige und tragische Momente geht sie mit einer bewundernswerten Leichtigkeit an, wobei sie immer besondere Momente im Alltäglichen findet und diese mit Humor analysiert.

Die Handlung wird immer wieder auf teils absurde Weise unterbrochen. Da schweift die Ich-Erzählungen mit den Gedanken ab und erstellt lange Listen. Der titelgebende Teufel erscheint plötzlich oder Sophie stellt sich vor, was ihre Mutter oder ihr Kumpel Hector zu ihren Erlebnissen sagen würden. In weiten Teilen liest sich der Roman daher wie ein irrer Gedankenstrom. Das ist extrem unterhaltsam. Dank des lustvollen Umgangs der Autorin mit Sprache wird das Buch so zu einem kleinen Kunstwerk.
757 reviews1 follower
May 31, 2020
Este libro resume las peripecias de una joven escritora en paro dentro de París. Lo que menos me ha gustado de la novela es que no puedes diferenciar entre lo que ocurre en la realidad y lo que ocurre en la cabeza de la protagonista. Aparte existen capítulos en la novela en las que la narradora realiza listados completo de cosas que al final lo único que consiguen es desconectarte.
Durante su lectura no se sabe muy bien hacia dónde te quiere llevar la escritora,no le pongo una nota más baja porque considero que es una escritura muy fresca y dinámica.
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Profile Image for Emilio.
30 reviews
July 19, 2018
Finalmente una novela original que se atreve a romper los moldes, es aire fresco muy necesario en tiempos de imitación compulsiva e inmensas dosis de nostalgia. La protagonista padece los terribles males del desempleo en un país de primer mundo en el siglo XXI sin embargo lucha por mantener la dignidad y la humanidad en un mundo que enloqueció hace mucho
Profile Image for Rebecka.
1,242 reviews102 followers
May 14, 2019
I got quite annoyed while reading this, both because of the main character and her choices, and because of the “innovative” format or style of writing, which often just felt forced and like reading something a teenager wrote. I don’t think I’ll be reading more from this author.
Profile Image for Valeria Lv.
10 reviews
February 2, 2024
es una gozada, no se detiene en nada y explota con decadencia y humor (cuando vi que la traducción es española me achicopalé un poco, pero no desmerece en su efecto). esto pura creatividad.

además, mejor si se lee en plena cuesta de enero.
Profile Image for Cyril.
249 reviews3 followers
May 26, 2018
Easy to read. Often funny. Sometimes interesting. But overall relatively useless.
518 reviews2 followers
December 11, 2018
Une jeune chômeuse survit grâce a des petits boulots une atmosphère folle des descriptions dithyrambique un vocabulaire très riche pour une histoire sur la misère du monde
Profile Image for Axelle.
9 reviews
July 8, 2025
3,5/5

J’ai trouvé ça amusant et original, touchant parfois. Mais pas assez prenant pour moi
Profile Image for Chloe Newman.
269 reviews25 followers
October 26, 2025
des super pépites (le chapitre sur les hommes qu’elle n’aime pas) et j’ai compris ce qu’elle était en train de faire avec son style d’écriture mais globalement ça a pas marché
Profile Image for Henri-Charles Dahlem.
291 reviews12 followers
January 5, 2016
Si le titre n’avait pas déjà été pris, on aurait pu intitulé ce roman Les Malheurs de Sophie. Car la vie de l’aspirante journaliste-écrivain au cœur de ce récit très créatif – nous y reviendrons – n’est pas très rose. C’est même tout le contraire. Au moment où s’ouvre le livre, elle est proche de la catastrophe. Chômeuse en fin de droits, il ne lui reste qu’une allocation de solidarité spécifique (ASS) pour boucler ses fins de mois.
Mais cette dernière a déjà été mise à mal par les différentes factures (électricité, eau) payées ou restant à payer, si bien que le 20 Sophie n’a plus que 17,70 € sur son compte. Il faut la suivre dans les rayons du supermarché pour comprendre ce que représente ce combat quotidien pour simplement pouvoir manger. Quand prendre un café au comptoir d’un bistrot devient du luxe ou, pire encore, quand l’administration se montre dans toute sa rigidité et son absurdité vis à vis de ses administrés les plus fragilisés. Kafkaïen, mais malheureusement tout aussi quotidien.
Rester digne, ne pas baisser les bras. Ne pas avouer à la famille à quel point sa situation est grave. Telle pourrait être l’autre face de ce combat. Car fort heureusement, il reste la famille – la mère et les six frères Martial, Gaston, Virgile, Kazan, Elie, Tom – pour un séjour qui tient de la cure de remise en forme autant que du bain de jouvence. Les quelques jours à Sullac donnent à Sophie l’occasion de revenir sur son parcours et sur les bons moments qu’elle a vécu, avant de retrouver son petit appartement lyonnais et les soucis du quotidien. Avec peut être un moyen de s’en sortir… En acceptant un travail de serveuse dans un bouchon, elle va retrouver au moins pour quelques temps le monde du travail.
Ce qui fait toute l’originalité de ce roman – et qui pourra irriter certains lecteurs, reconnaissons-le – tient à la façon dont l’auteur a choisi de mettre son récit en scène. Il y a quelques fantaisies graphiques : polices de caractère, jeux graphiques avec les lettres, typographie sortant du cadre défini, insertion d’un conte pour enfants d’une part, de littérature érotique d’autre part et, de façon beaucoup plus convaincante et drôle, l’arrivée d’interlocuteurs dans le récit qui n’hésitent pas à interpeller la narratrice : sa mère qui n’est jamais avare d’un conseil, son ami Hector qui se plaint du traitement qui lui est réservé et qui exige une scène susceptible de le réhabiliter – il y aura droit – et son éditrice qui ne voulant pas paraître rabat-joie explique qu’«au vu des élucubrations incontrôlables qui émaillent ton manuscrit» il sera difficile d’atteindre des ventes record. N’oublions pas non plus la narratrice elle-même expliquant par exemple, comment elle vient de rater son début de chapitre. Ajoutons enfin Lorchus, le diable qui se permet de sortir de la salle de bain, et le tableau sera complet.
Il convient d’ajouter encore quelques prouesses narratives comme l’accumulation d’adjectifs sur près d’une page entière, la collection de métaphores sorties de la boîte à outils de l’écrivain ou encore le recours à l’anaphore (vous savez le «Moi, président… de François Hollande) pour expliquer que tout était normal dans son existence et l’on aura une bonne idée de cet objet dû à une adulte qui n’avait sans doute «pas fait entièrement le deuil de cette époque bénie où vivre dans ce monde, c’était s’en remettre à une longanime et bienveillante main. »
Pour tous ceux qui ont envie de sortir de la narration classique, qui veulent s’amuser avec un récit dramatique en soi ou qui ne dédaignent pas le fourre-tout, ce roman aura la saveur d’un bonbon acidulé : très piquant par moments, il n’en reste pas moins joliment sucré.
https://collectiondelivres.wordpress....
Profile Image for Leselaunen.
49 reviews1 follower
December 2, 2017
Selten habe ich ein Buch gelesen wie dieses. Und das meine ich tatsächlich so, wie ich es hier schreibe. Als der Teufel aus dem Badezimmer kam beschäftigt sich auf humorvolle, aber abstrakte Weise mit offenen Rechnungen, der türkischen Bürokratie, dem Leben als Langzeitarbeitslose und allen Nöten, die damit einhergehen. Die Französin Sophie Divry erzählt diese Geschichte mit zu viel Phantasie und teuflischem Beistand.

Der Grund, weshalb ich diesen Roman lesen wollte, war tatsächlich das witzig gestaltete Cover und der Titel, welcher neugierig macht. Mit dem konnte ich zu Beginn nichts anfangen, sobald die ersten Seiten gelesen sind, wird aber alles deutlich. Ich mag Hardcover besonders gerne und fand hier die Hörner des Teufels super witzig gemacht. Ohne Umschlag ist das Buch schwarz und so sind es aus die ausgestanzten Hörner auf dem roten Cover.

Obwohl Als der Teufel aus dem Badezimmer kam keine 300 Seiten beinhaltet, brauchte ich eine ganze Woche um das Buch auszulesen. Das lag daran, dass ich diese Erzählweise nicht gewohnt bin. Zum Teil habe ich das Erzählte gar nicht verstanden und musste immer wieder nachlesen. Anstrengend fand ich vor allem die wirren Gedanken der Autorin, die mit viel Witz erzählt sind, jedoch manchmal zu ausschweifend werden und ins absurde abdriften.

Einige Male musste ich wirklich schmunzeln und fand die Metaphern sehr gelungen. Die Charaktere sind mir hingen fast ausschließlich unsympathisch. Das ist sehr schade. Das bezieht sich hierbei besonders auf die männlichen Protagonisten. Ich mochte den sehr herben, oft vulgären Unterton nicht immer und manchmal ging es mir tatsächlich zu sehr unter die Gürtellinie. Und ich bin sicherlich nicht zart besaitet, was Literatur anbelangt.

Im Grunde geht es um eine junge Französin, welche eine glückliche, unbeschwerte Kindheit in einer Großfamilie in der Nähe von Montpellier erlebte, inzwischen in Lyon lebt und arbeitslos ist. Genau genommen ist sie langzeitarbeitslos. Diesen Umstand bekommt sie immer heftiger zu spüren, weil das Geld vorne und hinten nicht reicht und sie immer öfter hungern muss. Sie überzieht ihr Konto, wird beim Arbeitsamt vorstellig, findet aber keinen passenden Job. Während einer Familienfeier kann sie endlich wieder essen, sowie sie will und die Sorgen rücken in den Hintergrund.

Der beste Freund, Hector, spielt im Buch eine große, aber für meinen Geschmack völlig unwichtige Rolle. Die Dialoge zwischen den Beiden sind von geschmacklosen Äußerungen gekennzeichnet und mir ist bis zum Schluss völlig unverständlich, was mir damit vermittelt werden soll und weswegen dieser Charakter für den Roman eine Relevanz darstellt. Leider gar nicht mein Humor. Der im Titel besagte Teufel wird auch nur am Rande erwähnt, obwohl er eine gelungene Metapher darstellt.

Am Ende muss ich ein Fazit ziehen und stelle fest, dass mich das Buch leider sehr enttäuscht zurücklässt. Ich hatte mir viel mehr davon versprochen und fand auch viele Textpassagen sehr klug und witzig. Allerdings halten Cover, Klappentext und Titel nicht, was sie versprechen. Die Gedanken werden immer undurchsichtiger, die Charaktere sind langweilig bis nervig und lediglich der Bonus am Ende des Buches, sowie die geistreichen Metaphern konnten mich überzeugen. Ich mag niemandem das Buch madig machen. Es wurde besonders in Frankreich mehrfach ausgezeichnet. Mir hat es einfach nicht zugesagt.
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