Ich habe viel über Heidegger und Wittgenstein gelernt. Der Nazi Heidegger bleibt mir als Philosoph und als Mensch unsympathisch. Wittgensteins Denken liegt mir viel näher.
Ich bin kein Freund von Doppelbiographien. Nun kann man sagen, dass Wittgenstein und Heidegger die letzten deutschsprachigen Philosophen waren, die eine größere Wirkung hatten. Also, gut, obwohl der Untertitel "Die letzen Philosophen" natürlich unsinnig ist. Geier erzählt die Geschichte der beiden sehr solide, vielleicht etwas gediegen. Und man hat den Eindruck, dass er sich mit der Philosophie Heideggers deutlich wohler fühlt. Mit Heidegger kenne ich mich nicht aus, aber was Wittgenstein betrifft, ist man mit Joachim Schultes Wittgenstein-Buch sehr viel besser bedient, jedenfalls, wenn man einen Überblick darüber haben möchte, was der Mann philosophisch geleistet hat. Besonders lustig finde ich die Entscheidung des Autors, "das Liebesleben der Philosophen" in ein eigenes Kapitel ans Ende des Buches auszulagern. Vielleicht hatte er Angst, dass schlüpfrige Einzelheiten des Fluss der Lektüre stören würden.