"Toni war kein Sternkind, sie würde niemals zum Volk gehören. Sie würde immer ein Mensch bleiben und er immer ein Bo’othi."
Toni und Darius sind seit über einem Jahr ein glückliches Paar. Die Bo’othi haben die junge Frau in ihrer Mitte aufgenommen, doch für den nahezu unsterblichen Darius bleibt sie ein verletzlicher Mensch, mit dem er behutsam umgehen muss. Toni sehnt sich danach, ihrem Partner endlich auf Augenhöhe zu begegnen. Als sie es wagt, ihn in einem unbedachten Moment aus der Reserve zu locken, reagiert er nicht wie erhofft. Ihre Pläne für eine gemeinsame Zukunft scheinen zerstört. Noch während beide um ihre Liebe kämpfen, werden die Bo’othi vor eine besondere Herausforderung gestellt, die alles verändert. Muss die Geschichte des Seelenvolkes neu geschrieben werden?
Zeitlich angesiedelt nach dem zweiten Band "Verlassener Stern", fesselt diese Novelle um das mystische Seelenvolk erneut mit Drama, Fantasie und Romantik.
Geboren am Anfang der 70er Jahre in Aachen, lebte die Autorin die ersten 25 Jahre ihres Lebens im Westen Deutschlands. Nach einer Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin und einer kurzen Beschäftigung als Sekretärin bei verschiedenen Rechtsanwälten und im Bundesministerium für Justiz wechselte sie ins Auswärtige Amt. Während ihrer Auslandseinsätze in Peking, VR China; New York City, USA; Vilnius, Litauen und Minsk, Belarus machte sie die Erfahrungen, die aus ihr das machten, was sie heute ist: Sie lernte vor allem, dass es ihre Kreativität ist, die ihr Antrieb gibt, was ihr Leben außerhalb des beruflichen Umfelds gestaltet und bunt macht. Ohne Kreativität kann man leben, aber es macht keinen Spaß. Kreativität hatte viele Gesichter im Leben der Autorin. Als junges Mädchen malte sie, mit Ende 20 studierte sie Webdesign und verbrachte ihre Zeit damit, Webseiten zu kreieren. Dann entdeckte sie die Fotografie für sich und verfolgte dies für einige Zeit mit viel Herzblut. Letztlich ist sie beim Schreiben gelandet, denn das geht immer. Alles was man braucht ist ein Stift, ein Blatt Papier und etwas Ruhe. Egal wo man auf der Welt ist. Natürlich schreibt sie meistens auf dem Computer, aber es ist eine dankbare Beschäftigung, die keinerlei besondere Umstände verlangt. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Buches, Band 1 der Romanreihe "Das Volk der Bo'othi" im Juli 2015 geht ein lang gehegter Traum in Erfüllung.
Die Geschichte von Darius und Antonia setzt sich mit SternSplitter spannend und gefühlvoll fort. Meiner Meinung nach sollte man vorher aber die Novelle SternRegen lesen, um die Geschichte besser zu verstehen. Ich konnte mich auch hier von Anfang an sehr gut in beide Hauptprotagonisten und ihre Gefühle hineinversetzen. Auch die Nebencharaktere sind sehr gelungen, vor allem Tonis warmherzige Mutter fand ich großartig. Zum Ende der Novelle gibt es dann auch noch eine fantastische Überraschung, die Konsequenzen für das ganze Volk der Bo'othi nach sich ziehen wird. Mehr kann ich hier leider nicht darauf eingehen, ohne zu spoilern. Ich sage nur soviel: Absolut empfehlenswert!