Die Erzählung „Daniel Jesus“ von Paul Leppin, erstmals erschienen im Jahr 1905, nahmen viele zeitgenössische Leser als pornografisch wahr. Tatsächlich greift der Roman, der übrigens starke Parallelen zu Arthur Schnitzlers „Traumnovelle“ aufweist, eher Friedrich Nietzsches Gedanken zum Christentum und dessen Ablehnung der Sexualität auf.
Die stark erotisch aufgeladene Geschichte stellt ein aufregendes Beispiel für das Schaffen der damaligen Prager Künstlerszene dar, eine Perle der Literatur, die völlig zu Unrecht heute fast völlig in Vergessenheit geraten ist.
Wie bei allen Werken der ofd edition wurde die ursprüngliche Druckfassung nicht automatisiert kopiert, sondern sorgfältig neu editiert und dabei der heute geltenden Rechtschreibung angepasst – die bessere Lesbarkeit verhilft so zu einem ungetrübten Lesegenuss.
Paul Leppin (27 November 1878, Prague (Prag, Praha), Royal Bohemia, Austria – 10 April 1945, Prague, Bohemia, Bohemia & Moravia/3rd Czechoslovakia) was a 20th-century Bohemian writer of German language, who was born and lived in Prague.
Although he wrote in German, he was in close contact with Czech literature. He translated Czech books and wrote articles on Czech literature. He was also an editor of two literary periodicals, Frühling and Wir.