Otfried Preußlers Bücher über den mit sieben Messern und einer Pfefferpistole bewaffneten Räuber Hotzenplotz begeistern Kinder (und Eltern) seit nunmehr fünf Jahrzehnten. Der Räuber Hotzenplotz (1962), Neues vom Räuber Hotzenplotz (1969) und Hotzenplotz 3 (1973) wurden allesamt zu Klassikern. Diese Sammlung enthält alle aufregenden Abenteuer des furchteinflößenden Räubers in Form wundervoller Hörspiele - alle Aufnahmen sind aus dem Jahr 2008 mit Dietmar Bär als Räuber Hotzenplotz, Ilja Richter als Petrosilius Zwackelmann u.v.a.
Otfried Preußler (sometimes spelled as Otfried Preussler) was a German children's books author. His best-known works are The Robber Hotzenplotz and The Satanic Mill (Krabat).
He won the Deutscher Jugendliteraturpreis in 1972 for Krabat. He has sold roughly 50 million copies worldwide.
He was born in Liberec (German: Reichenberg), Czechoslovakia. His forefathers had lived in this area since the 15th century, working in the glass industry. His parents were teachers. After he graduated school in 1942, in the midst of World War II, he was drafted into the Wehrmacht Heer. Although he survived the military action on the Eastern Front, he was taken prisoner as a 21-year-old lieutenant in 1944. He spent the next five years in various POW camps in the Tatar Republic.
After his release in June 1949, he was lucky to find his displaced relatives and his fiancée, Annelies Kind in the Bavarian town of Rosenheim. They celebrated their wedding that same year.
Between 1953 and 1970 he was initially a primary school teacher, then a school principal in Rosenheim. There his talents as a storyteller and illustrator were put to good use, and often the stories he told the children would later be written down and published.
Preußler died on February 18, 2013 in Prien, Chiemsee.
Geschichten von Bratwurst mit Sauerkraut, dem Spritzenhaus und einer musikalischen Kaffeemühle Das Hörspiel gibt alle drei Hotzenplotz-Bücher wieder (also pro Buch 2 CDs, jede CD hat eine Lauflänge um eine Stunde), und zwar, soweit ich das aus der Erinnerung beurteilen kann, sehr nah am Text. Dazu unterschiedliche professionelle Sprecher und gut gemachte Soundeffekte - mehr kann man sich von einer Hörspielbearbeitung nicht wünschen.
CD 1/2: Der Räuber Hotzenplotz Natürlich kommt keiner gegen Josef Meinrads epochale Darstellung des bösen Zauberers Petrosilius Zwackelmann an, aber Iljia Richter schlägt sich respektabel und trifft genau den Zwischenton zwischen Albernheit, Überschwang und Bösartigkeit. Besonders angetan hat es mir aber Seppel, den der Sprecher mit einer wunderbaren GimpelSimpelhaftigkeit wiedergibt. Und mein neuer Lieblingsort ist der Unkenpfuhl, ein Ort, an dem selbst Gollum sich gruseln würde.
CD 3/4: Neues vom Räuber Hotzenplotz Da gibts was zu erklären für die heutige Jugend: Ich habe festgestellt, dass selbst Erwachsene nicht wissen, was ein "Spritzenhaus" oder eine "Feuerpatsche" ist. Das ist etwas, was ich an Preußler so mag - seine Verwendung alter Wörter und sein Stil, der sowohl Erwachsenen wie auch Kindern gefällt. Wie der Zauberer Zwackelmann der heimliche Star des ersten Bands ist, so tritt hier der Polizist Dimpfelmoser ins Rampenlicht. Großartig, wie der Sprecher den Dünkel und den Obrigkeitston trifft.
CD 5/6: Hotzenplotz 3 Ein interessantes Thema macht Preußler in seinem dritten und letzten Hotzenplotz-Buch auf: Reintegration von ehemaligen Straffälligen. Trotz Abbüßung seiner vergangenen Taten wird Hotzenplotz erstmal von allen mißtrauisch beäugt, und Dimpfelmoser sagt den denkwürdigen Satz: "Denken Sie immer daran, dass es Mittel und Wege gibt, Sie auf Schritt und Tritt polizeilich zu überwachen." Kann so eine Form der Integration gelingen?
Eine wirklich schöne Hörspielfassung, geeignet für Jung und Alt. Die zugrundeliegenden Bücher sind eh über jeden Zweifel erhaben.