Inhalt:
Primadonna Nimbifera hasst nicht nur ihren Namen, sondern auch ihr Hexen-Dasein. Denn eine Hexe zu sein, ist eine Qual. Sobald sich eine bestimmte Menge an Magie in ihr angestaut hat, muss Prim hexen, und was dann passiert, lässt sich selten vorhersagen. Jedenfalls gelingen ihre Zauber nur äußerst selten, da die Magie lebt und pures Chaos ist und Prim zwar auch mehr magische Energie, aber auch mehr Probleme mit ihr hat als andere Hexen.
Als jedoch die Existenz der Hexenwelt enthüllt wird und ihr menschlicher Hexenzwilling ausgerechnet der Hexenjäger Liam ist, muss sie ihn kennen lernen - so wollen es die Gesetze der Magie - und bald sind mehr als nur ihr Geheimnis und ihr Leben in Gefahr.
Meinung:
"Bin hexen - wünscht mir Glück" - bereits den Titel fand ich klasse, als ich in vor ein paar Wochen auf der Facebook-Seite des Drachenmond Verlags entdeckt hatte. Dazu dieses coole Cover (mit Katze! *schmacht*) und der spannende Klappentext und es stand fest, dass ich dieses Buch lesen muss. Darin hat mich die Lesung von Liane Mars im Drachennest letztes Wochenende noch einmal bestärkt und ich hatte das Glück, dass ich ein Print aus der Vorablieferung bekommen habe und Liane es mir auch gleich signiert hat. So konnte ich dann gestern die Heimfahrt nutzen, um das Buch zu lesen.
Die Idee des Buchs finde ich gut: Eine Hexe zu sein, ist hier nämlich nichts Erstrebenswertes und nicht nur Prim hat so ihre lieben Probleme mit der Magie. Gehext wird, weil sie es müssen und wer hexen geht, tut das nur im sicheren Hexenzirkel, der stets auf die schlimmsten Katastrophen vorbereitet ist. Nicht umsonst hängt die Hexe, die ihren Arbeitsplatz verlassen muss, um ihre Hexenpflichten zu erfüllen, ein Schild auf, auf dem steht: "Bin hexen - Wünscht mir Glück". Daher auch der coole Titel. :)
Die Hauptfigur und Ich-Erzählerin Prim fand ich sehr sympathisch. Nicht nur ihre Ablehnung der Magie ist sehr nachvollziehbar, auch ihre Fehler und falschen Entscheidungen machen sie menschlich und zu einer gelungenen Identifikationsfigur. Geboren wurde Prim im Jahr 2026 - die Handlung spielt also in der Zukunft - und als sie mit 30 Jahren ihren Hexenzwilling Liam Amun findet, passiert das genau zur falschen Zeit. Nicht nur, dass Hexenzwillinge Teil der Magie einer Hexe sind, weil sie zur selben Zeit geboren werden, und es schlimme Konsequenzen hat, wenn eine Hexe und ihr Hexenzwilling einander nicht finden, Liam ist auch noch derjenige, der die Existenz der Hexenwelt der Menschheit enthüllt hat und nun Jagd auf sie macht. Prim ist also zunächst gar nicht begeistert, als ihre Magie - sie kann Namen lesen und erfährt so etwas über die Personen - ihr enthüllt, dass Liam ihr Hexenzwilling ist.
Auf den Inhalt möchte ich nicht nur zu sehr eingehen, nur so viel: neben Prim und ihrem Verhältnis zur Magie steht auch ihr Verhältnis zu Liam im Mittelpunkt der Geschichte und klar, dass es zwischen den beiden irgendwann funkt. Doch zum Glück driftet die Geschichte nicht in die kitschige Romantasy-Schiene ab, sondern begeistert mit einem interessanten Plot, unerwarteten Wendungen und auch mit viel Humor. Wer witzige und romantische Urban Fantasy mag, ist hier auf jeden Fall richtig.
Einen kleinen Kritikpunkt hatte ich noch, nämlich erschien mir das Ende nicht ganz rund, aber das schmälert in keinster Weise meine Begeisterung für die Geschichte, die Idee und die Figuren. Ich konnte das Buch während des Lesens gar nicht aus der Hand legen und musste aufpassen, dass ich nicht vergesse umzusteigen. Ich hatte es praktisch in einem Rutsch durch und freue mich schon auf "Funkenmagie - Farbenspiel der Nacht" von Liane Mars, das zum Glück bereits neben mir liegt. Eine klare Leseempfehlung von mir!