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Die Farbe Rot: Ursprünge und Geschichte des Kommunismus

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"Du schließt die Augen und schaust in die Sonne, und durch deine Lider hindurch siehst du die Farbe deines Blutes – ein Karminrot. Dies ist die Farbe deiner leiblichen Existenz. Grün ist die Farbe der äußeren Vegetation. Gelb ist die Farbe der Sonne. Blau ist der Himmel über dir."
Mit diesen Sätzen beginnt Gerd Koenen seine epische Geschichte eines Traums, der so alt ist wie die Menschheit. Dieser Traum von der großen welthistorischen Kommunion, in der alle Menschen Brüder werden und keiner mehr des anderen Knecht sein muss, hat eine gewaltige Spur durch die Jahrhunderte gezogen, bis im Oktober 1917 die Revolution in Russland den Kommunismus an die Macht bringt. Doch als die Utopie nach der Wirklichkeit greift, wird der Traum zum Albtraum.
Mit grandioser Erzählkunst schildert Koenen die Geschichte des Kommunismus auf eine völlig neue und entstaubte Weise. Er lässt Philosophen, Revolutionäre und Politiker zu Wort kommen, und er beschreibt die Ursachen für die Anziehungskraft der kommunistischen Idee: Herrschaft und Unterdrückung, Elend und Armut der Ausgebeuteten. Die Meisterschaft seines Buches besteht darin, dass er vor Augen führt, warum der Kampf um soziale Gerechtigkeit in einer Welt des Kapitalismus bis heute legitim und aktuell ist – aber ebenso wie und weshalb das Rendezvous des Kommunismus mit der Geschichte in Terror und Paranoia endete.

1133 pages, Hardcover

First published September 19, 2017

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About the author

Gerd Koenen

20 books3 followers
Gerd Koenen is a German historian and former communist politician.

Koenen grew up in Bochum and Gelsenkirchen and studied Romance languages, history and politics in Tübingen. There, he joined the Sozialistischer Deutscher Studentenbund (Socialist German Student Association) in the wake of the shooting of Benno Ohnesorg by the police. In 1968 he moved to Frankfurt, where in 1972, he completed the state exam in history and politics.

In 1973, he joined the newly founded Communist League of West Germany (KBW). Under the influence of his party he gave up his 1974 doctoral dissertation, preferring instead to devote himself to the "revolutionary factory work" and from 1976 to edit the Communist People's Daily of KBW. As of 1982, Koenen distanced himself from KBW and was disillusioned with his study of the Polish antisoviet movement Solidarity. A number of Koenen's publications are devoted to the history of communism and its perception in Germany - a subject on which he finally received his doctorate in Tübingen 2003. From 1988 to 1990, he was editor of magazine 'Pflasterstrand' (Paved Beach) along with Daniel Cohn-Bendit).

Koenen's 2001 book 'The Red Decade' became well-known and due to the discussion of the radical leftist past of foreign minister Joschka Fischer, and the importance of the '68 movement in the history of the Federal Republic.

Unlike some other intellectuals with communist pasts, Koenen so far has not absolutely condemned all left positions in a reversal of position. In a 2001 edition of the Hans-Gerhart Schmierer-edited magazine 'Commune', Koenen inveighed against the "trial of the young seniors of the Free and Christian Democracy, a rhetoric of universal suspicion of their way of Resolute conformism as the only possible way of socialization ex post yet to establish".

Articles by Koenen also appeared in Der Spiegel, Die Zeit and many national newspapers. In addition, Koenen is author or co-author of several radio and television broadcasts. Koenen got his doctorate in 2003 from the University of Tübingen, with a thesis on the topic Rome or Moscow - Germany, the West and the revolution in Russia from 1914 to 1924. The work was published in a revised, supplemented and shortened form under the title The Russia-Complex. Together with the Russian philosopher Mikhail Ryklin, Koenen received funds totaling 15,000 euros as winner of Leipzig Book Prize for European Understanding at the 2007 Leipzig Book Fair. From 2008 to 2010, Koenen researched the history of communism in the Freiburg institute FRIAS.

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Displaying 1 - 4 of 4 reviews
Profile Image for Wedma.
438 reviews11 followers
January 17, 2018
Für dieses Werk konnte ich mich leider absolut nicht begeistern. Der Anfang war toll, also wollte ich mir das Ganze näher anschauen, aber je weiter ich las, desto übler wurde mir dabei zumite. Die anfängliche Begeisterung verflog spätestens nach den ersten vierhundert Seiten. Dort wurde neutral, dann aber eher abwertend berichtet. Sobald es um Russland und seine Geschichte ging, wurde der Ton zunehmend abschätzig herablassend. Ich gewann leider immer mehr den Eindruck, dass der werte Autor weder Kommunismus im Allgemeinen noch Russland im Besonderen mag.

Je weiter ich las, desto eher ich bereit war, dem Rezensenten aus der 1-Stern-Abteilung bei amazon recht zu geben, der meinte: „Dieser Schreiberling des Kapitels ist lebenslang seiner antikommunistischen Linie treu geblieben. Es ist schon auffällig u. zudem lächerlich das vor allem ehemalige Mitglieder der K-Gruppen, die übrigens schon immer antisowjetisch agierten, heute in der BRD zu den großen Erklärern des Weltkommunismus stilisiert werden. Koenen, Schlögel, Schroeder oder ein Posener kippten früher ihren Müll auf die Sowjetunion und heute sicher nicht zufällig auf Russland.......“

Diese anti-Einstellung des Autors konnte ich deutlich wahrnehmen, im weiteren Verlauf irritierte sie mich unsäglich. Wäre ihm etwas am Thema, am Land insg. gelegen, hätte er einen anderen Ton angeschlagen und Mittel und Wege gefunden, das Ganze nicht so grässlich darzustellen.

Für Laien schaut Koenen wie ein Kenner aus. In der Sache liegt er oft richtig. Bloß seine Interpretationen sind leider eher fragwürdiger Natur. Zudem fehlten mir leider die Quellen als Beleg manch seiner steilen Thesen, Darstellungen wichtiger Momente blieben auf dem Hörensagen Niveau. Bei einem guten Sachbuch sind einwandfreie Quellenangaben aber unerlässlich.

Mir waren die Inhalte nicht neu. An mehreren Stellen entstand der Eindruck, dass der werte Autor bloß an der Oberfläche gekratzt hatte. Oft musste ich feststellen: Da sind nur die Eisbergspitzen, auf die er die Aufmerksamkeit der Leser fokussiert hatte. Aber warum brachte er ausgerechnet das? Und dann noch auf diese abwertende Art und Weise? Das Scheußlichste geht vor, war wohl die Devise. Oft genug krallte er sich an eine einzelne Quelle, an die Meinung nur eines Autors, der z.B. das Geschehen an der Südfront 1918 schilderte, und natürlich war es das Grässlichste, was da zu finden war. Zudem war der Text oft so staubtrocken, dass ich mich da förmlich durchbeißen musste. Ich habe gehofft, dass es vllt später besser wird. Fehlanzeige.

Weshalb schreibt man dann ein Werk, indem Russland eine große Rolle spielt und die restlichen achthundert Seiten Gegenstand der Ausführungen ist, wenn man so negativ dem gegenüber eingestellt ist, was man schreibt? Ist es eine Art Racheakt?, a lá: Ich erzähle rus. Geschichte, aber so widerwärtig, dass einem die Haare zu Berge stehen, damit die Russen so bescheiden, milde gesagt, in der Öffentlichkeit stehen. Denn klar ist: Derjenige, der die Geschichte erzählt, hat auch die Deutungshoheit, zumindest im Rahmen seines Buches. Und es wird womöglich Leute geben, die dieser Darstellung Glauben schenken werden, da der werte Autor sich als Kenner russischer Geschichte anschickt.

In dem Sinne ist dieses Werk eine klare anti-russische und anti-Kommunistische Meinungsmache, anders gesagt: Propaganda. Und diese ist, wie wohl bekannt, ein Machtinstrument. Funktioniert bloß nur, solange man sie nicht als solche erkennen kann.

Fazit: Wer gern anti-kommunistische, bzw. anti-russische Schriften liest, ist hier goldrichtig. Eine grässliche, einseitige Darstellung in schwarzen Tönen, abschätzig dargeboten, die noch Ihresgleichen sucht.
Ansonsten muss man es sich nicht antun. Zu dem Thema habe ich schon bessere Bücher gelesen. Zu den Anfängen von Kommunismus schreibt sehr gut Jürgen Neffe in „Marx. Der Unvollendete“. Es gibt auch andere Werke zur rus. Geschichte. Ohne die Rachegelüste und/oder ähnl. Allüren.
Mehr als zwei Sterne kann ich hier leider nicht vergeben.
34 reviews
September 30, 2022
This book had 1230 pages (on my e-reader) and that is way to much. The author spends 350 pages on the theoretical basis of pre-Marx communism. After that he states that all of this stuff was, according to Marc and Engels, already in the 19th century useless. Why did he then spend 350 pages on it? There are also numerous chapters in this book, which could be reduced to a fraction of their length without loosing content. The author seriously lacks the ability to summarize. Another problem is the rather complex wording and sentence structure. A lot of the text could be written using half the amount of words and also easier wording. Its a perfect example of the well established joke that the politics and humanities faculties tend to use complex wording, because the content is simple. Everything is still understandable, but it lacks elegance and results in long and complex sentences.
Regarding the content: It author admits, that this is not a history book of scientific quality. At the same time its way to detailed, the wording is to complex and the book is just to long, for a broader audience. I am unsure, what the supposed audience is.
Also the book mostly discusses Marx and Engels and the russian history with communism. There is a short overview of the chinese communism history and everything else is mostly ignored. This book could have been named a history of russian communism (and Marx), but its not really a full history of communism.
Overall the content of this book is on the level of a history magazine like GeoEpoche, but its way less well presented and way longer, without providing more inside.
Profile Image for Thrill_house_85.
40 reviews1 follower
January 3, 2018
Realy great sophisticated book. If you want to learn something about the history of communism, considering we are in the 100th year of the October Revolution, pick this one. It's not an easy read, but it's worth it.
Profile Image for Alma.
6 reviews1 follower
April 3, 2025
Extremely difficult to grasp the entirety of the book but is still quite fascinating
Displaying 1 - 4 of 4 reviews

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