Im Schatten der Südtiroler Alpen ermittelt Commissario Grauner in seinem persönlichsten Fall.
Am sagenumwobenen Brennerpass, inmitten der Alpenidylle zwischen Südtirol und Österreich, müssen Commissario Grauner und sein neapolitanischer Kollege Saltapepe einen grausamen Mord aufklären. Ein alter Mann wurde an ein Pferd gebunden zu Tode geschleift. Er lebte zurückgezogen, spielte manchmal mit seinen schweigsamen Freunden aus Jugendtagen eine Partie Karten. Als diese befragt werden sollen, verschwindet einer von ihnen spurlos. Die Ermittlungen führen den Commissario bis in die dunkelsten Abschnitte der Südtiroler Geschichte. Und ein alter Koffer birgt Hinweise darauf, dass der Fall mit der tödlichen Tragödie auf dem Hof von Grauners Eltern zusammenhängen könnte. Für die er auch heute, nach so vielen Jahren, keine Erklärung hat. Am Brenner, dort, wo einst Staatsmänner, Schriftsteller, Händler und Weltenbummler Station machten, ist die Ruhe der Nacht trügerisch.
Il Brennero, un luogo di confine in cui sembra vigere una legge diversa dal resto di Italia e Austria, dove sembra esserci una bolla temporale, e le storie del passato sembrano tornare e minacciare il presente. Persino il commissario Grauner deve affrontare la storia della sua famiglia, quando si rende conto che i suoi genitori, morti in maniera violenta quando lui studiava legge a Verona, potrebbero essere stati coinvolti nelle vite delle persone che vengono brutalmente uccise adesso, e che potrebbero aver addirittura a che vedere con la fuga dei criminali nazisti dopo la seconda guerra mondiale, passati proprio dal Brennero. La narrazione continua a non essere lineare, per cui ogni tanto mi perdevo e dovevo tornare indietro, anche se, alla fine, questo è stato il caso più interessante dei tre di questa serie tradotti in italiano. Sempre i soliti problemi di consecutio temporum e anche con la gente proveniente dal resto d'Italia e le sue abitudini; questa volta, poi, si trattava di un mio concittadino (ma a Lecce non credo esista il cognome Bertoldo, e neanche in provincia, mi sa. Koppelstätter poteva fare delle ricerche più scrupolose. Non gli fa fare una bellissima figura, ma pazienza, non è che gli altoatesini siano da meno!)
L’oscurità non ha ombre e ciò che giace al buio deve rimanerci per sempre, dimenticato, mai trovato.
Eh no! A volte non c’è proprio giustizia! Quanto amaro in bocca lasciano le ultime pagine di questa storia in cui passato e presente si intrecciano e si completano in una indagine complicata e delicata, condotta con maestria e tenacia, e non senza dolore e ripercussioni, in un contesto da cartolina illustrata... in quella porzione di territorio conteso che è il Sud Tirolo, tratto di confine tra Italia e Austria, fra cime aspre e boschi intricati, tra piccoli borghi e masi solitari; colori, suoni, rumori e profumi mantengono alto il registro del racconto dispensando sensazioni ed emozioni magnifiche! Bella trama, bella scrittura, bei protagonisti. Spero in un seguito, perché non mi piace pensare che persone senza scrupoli possano passarla liscia!
Grauner, Saltapepe... datevi da fare!
🔠 Alphabet Titoli: N 🇮🇹 4°G20: Trentino Alto Adige
Bella storia in cui un omicidio odierno si ricollega ad altri avvenuti nel passato, fra cui quelli dei genitori del commissario. L'epilogo, però, mi ha spiazzato e mi ha lasciato un po' di amaro in bocca.
Wissen Sie, mit den meisten Krimiserien ist es ja so: die ersten Bände fixen einen an, und dann geht es mit ihnen bergab. Ganz anders als die Serie um Comissario Grauner (den der eifrige Einsteller dieses Bucheintrages bei Goodreads locker flockig in "Brauner" umbenannt hat - vermutlich gingen die Pferde mit ihm durch - Gott, hoffentlich war es kein Verlagsangestellter...). Die ist eine echte Berg- und Talfahrt der Gefühle. Und das im absolut positivsten Sinne. Jeder einzelne Band spannend, mitreißend und so großartig erzählt, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Die Südtiroler Landschaft dient dabei nicht nur als Kulisse, sie ist der unabdingbare Handlungsschauplatz. Die Geschichte lässt sich nicht - wie bei so vielen Regionalkrimis gerne mal möglich - ohne weiteres in eine andere Gegend verlegen. Hier spielt der Brenner und seine einzigartige georgraphische Lage, seine Geschichte, seine Bedeutung für die Region, eine wichtige Hauptrolle.
"Nachts am Brenner" ist der bisher emotionalste Band der Reihe, was an der persönlichen Verwicklung Grauners in den Fall liegt. Es gibt Krimis, die vergessen lassen, dass sie von Mordfällen berichten, dass damit Tod und Leid verbunden sind; da verkommt das Morden gerne zum Klamauk und ein flapsiger Satz täuscht den Leser, der eigentlich nur gut unterhalten werden will, darüber hinweg, was wirklich passiert ist. Koppelstätter passiert das nicht. Egal bei welchem Fall seines Komissars, im Hintergrund schwingt immer das Leid mit, dass den Betroffenen widerfahren ist. Und das finde ich großartig. Koppelstätter gelingt es, eine höchst unterhaltsame Erzählung zu erschaffen (die Dank der beiden Hauptfiguren Grauner und Saltapepe durchaus auch von Wortwitz lebt) und dabei die Balance mit dem Unvorstellbaren und menschlichen Schicksalen zu finden. Dass diese Schicksale allesamt in die Südtiroler Geschichte und ihre Mythen eingebunden sind, zeigt die große Recherchearbeit, die hinter jedem Band steckt.
In "Nachts am Brenner" geschieht so viel, werden so viele Handlungsstränge aufgenommen, führen so viele Fährten in ein undurchdringlich scheinendes Dunkel, dass ich mir bis zum Schluss nicht vorstellen konnte, wie Koppelstätter das alles auflösen würde. Aber er tut es. Und lässt die Geschichte mit einem wunderbaren Wumms enden, der so viel Lust auf sehr viel mehr macht. Wie schafft der Mann das? In dem einen Jahr, das jeweils zwischen den einzelnen Grauner-Bänden liegt? Hinter so einem Roman steckt ja soviel mehr: Überarbeitung, Lektorat... Wie auch immer, ich hoffe, Kiepenheuer & Witsch lassen ihn noch lange genauso weitermachen. Alles, was ich mir dann noch wünschen könnte, wäre, dass wieder auch Hörbuchversionen der Grauner-Bände produziert werden. "Der Tote am Gletscher" gelesen von Markus Völlenklee - das war ein ganz besonderes Hörerlebnis, das ich gerne nochmal erleben würde!
(Vielen Dank an den Kiepenheuer & Witsch sowie Vorablesen für die Bereitstellung eines kostenlosen Vorabexemplars im Austausch gegen eine faire Rezension - veröffentlicht auf Amazon, Goodreads, Vorablesen und Instagram.)
Der dritte Teil der Südtirolkrimireihe um Commissario Grauner kann mich absolut überzeugen. Grauner ist Kommissar bei der Polizia di Stato und lebt auf einem kleinen Familienbauernhof. Während seiner Arbeit sehnt er sich oft auf ebendiesen Hof zurück, oft auch in diesem Fall.
Ein alter Mann wird grausam umgebracht, im Niemansland zwischen Österreich und Italien, dem Brenner. Grauner und sein süditalienischer Kollege Saltapepe stehen zunächst vor einem Rätsel: Warum wird ein siebenundachtzigjähriger ermordet? Zusätzlich gibt es eine Verbindung in Grauners Vergangenheit, die er im geheimen untersucht, welche zu langverdrängten Problemen führt.
Der Fall hat alles was ein guter Krimi braucht, gegensätzliche Ermittler, Wiedersprüche, eine lokale Politikerin, den Gegensatz von Land/Stadt, den italienischen Regionen, den Grenzkonflikt, den akutellen Migrationsbezug inklusive Grenzbezug, Korruption/Schmuggel.
Absolut lesenswert und auch für Südtirolliebhaber absolut zu empfehlen!
Habe ich als Hörbuch gehört. Das war das dritte Buch in der Commissario Grauner Serie, dass ich gelesen bzw. gehört habe. Ich fand es das schlechteste Buch in der Reihe. Verwirrende Handlung mit drei parallelen Handlungsstraengen und vielen verschiedenen Personen. Ich hatte Schwierigkeiten, der Story zu folgen. Außerdem sind die verschiedenen Charaktere nicht besonders gut herausgearbeitet. Ich glaube kaum, dass ich ein weiteres Buch in dieser Reihe lesen werde.
Ein alter Mann wurde an ein Pferd gebunden zu Tode geschleift. Nachforschungen führen Commissario Grauner nicht nur zu einer Gruppe älterer Herren, die gemeinsam Karten gespielt haben. Hinweise deuten ebenfalls an, dass der Fall etwas mit Grauners Eltern zu tun hat, die vor Jahren bei einer Tragödie auf dem eigenen Hof ums Leben kamen. Doch wie passt das Verschwinden einer Nazi-Größe kurz nach dem Krieg dazu? Grauner muss die Puzzleteile zusammensetzen, wenn er einen Mörder fangen will.
Nach „Der Tote am Gletscher“ und „Die Stille der Lärchen“ ist „Nachts am Brenner“ der dritte und persönlichste Fall des Johann Grauner, Commissario und Viechbauer in Südtirol. Die Covergestaltung passt sich gut an die der Vorgänger an. Leider hat der Autor meiner Meinung nach in diesem Krimi zu vieles miteinander verwoben. Denn neben dem alten Mann geht es irgendwie noch um die bereits früher verunglückte, treulose Ehefrau eines Bäckers, die ehrgeizigen Pläne der Bürgermeisterin und auch immer wieder um den Tod von Grauners Eltern. Als dann noch Hinweise um das Geschehen nach Ende des 2. Weltkrieges und eine mögliche Verwicklung von alten Nazi-Schergen auftauchen, musste ich mich schon ein wenig zwingen, das Buch weiterzulesen, zumal die Aufklärung des Falles keinen Schritt weiter zu kommen schien. Zu dieser Zeit wirkte alles etwas spannungsarm. Doch nachdem Grauner die Fäden entwirren konnte und der Schuldige für die verschiedenen Morde offenbar gefunden ist, sieht es für den Leser so aus, als wäre der Fall doch komplizierter. Das lässt zwar Möglichkeiten für weitere Fälle des Commissario offen, hat mich persönlich aber arg gestört und lässt mich letztlich unzufrieden zurück.
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Für mich macht der Reiz der Reihe zu einem großen Teil die Charaktere aus. Grauner und sein Kollege Saltapepe sind auf den ersten Blick absolute Gegensätze. Auf den zweiten Blick erkennt man, dass der eher bedächtige, bodenständige Mann aus den Bergen viel mehr mit dem jungen Ermittler vom Meer gemeinsam hat, als beide ahnen.
Auch das Opfer und seine Bekannten scheinen die typischen Bewohner der Region zu sein. Sie bleiben unter sich und machen Außenstehenden schwer, Zugang zu ihnen zu bekommen. Das lässt den Eindruck entstehen, als ob der Täter auch aus dem Ort, zumindest aber aus der Gegend kommt. Gleichzeitig macht es aber auch die Ermittlungen für Saltapepe schwer, weil auch er immer noch aus Außenstehender gilt.
Für Grauner wird der Fall auch eine Reise in die Vergangenheit, denn es scheint endlich so, als ob er die entscheidende Spur gefunden hat, um den Tod seiner Eltern aufzuklären.
Ich mag die Art, wie Lenz Koppelstätter seine Fälle in die Umgebung einbindet. Auch wenn sie sich alle in einem relativ kleinen Umfeld abspielen, wirken sie trotzdem nicht konstruiert. Beim aktuellen Fall gingen mir die Ermittlungen allerdings ein wenig langsam voran, es kam mir ab und zu so vor, als ob Grauner zögern würde. Das hat mich beim Lesen manchmal ein bisschen ausgebremst. Das ist aber der einzige Kritikpunkt und ich werde der Reihe auch weiterhin treu bleiben.
Wie auch schon beim Vorgänger „Die Stille der Lärche“ kreiert Lenz Koppelstätter auch in „Nachts am Brenner“ wieder seine ganz eigene Atmosphäre, die dem Leser die Bewohner Südtirols und deren Eigenheiten näherbringt. Lokalkolorit entsteht auch durch die passend und dosiert eingesetzte ortstypische Sprache, in die auch etwas Italienisch miteinfließt.
Nebenerwerbsbauer und Haupterwerbskommissar Johann Grauner muss diesmal einen grausamen Mord am Brenner aufklären, Kompetenzverwirrungen mit den dort zuständigen Polizisten (und später auch den österreichischen Behörden) inklusive. Grauner und sein Kollege Claudio Saltapepe beginnen mit den ganz normalen und dennoch spannenden Ermittlungen – sie befragen Dorfbewohner, Freunde und Wegbegleiter des Toten.
Die Spur, besser die Spuren, führen schließlich in verschiedene Richtungen und es passiert ein weiteres Verbrechen. Noch dazu wird Graupner durch ganz aktuelle Entwicklungen mit einem dunklen Kapitel seiner Vergangenheit konfrontiert und stellt neben dem Fall seine eigenen privaten Ermittlungen an.
Die Geschichte ist spannend, liest sich flott und der Erzählstil ist sehr angenehm. Wenn man etwas kritisieren kann, dann, dass doch viele kleinere Ereignisse eine Rolle spielen und am Ende relativ viel zu Falllösung zusammengesetzt werden muss. Nicht nur die Vergangenheit wird aufgearbeitet, auch aktuelle politische Themen bekommen ihren Platz und die zahlreichen Fäden werden nicht alle am Ende des Krimis klar verbunden. Die restlichen Zusammenhänge kann sich der Leser aber sehr einfach selbst denken. Überraschen kann Koppelstätter schlussendlich dann aber mit einem Epilog…
Senz'altro un bel libro, dove passato e presente si fondono. Sullo sfondo il Sud Tirolo, le sue cime, i suoi boschi. Grauer e Saltapepe sono finalmente in sintonia. La risoluzione del caso dei nostri giorni ha le sue fondamenta nel recente (?) passato. Tutti i fili tra passato e presente si riannodano, ma il finale... è davvero un finale nero, che lascia amareggiati. A questo punto vorrei un seguito, perché anche i morti meritano pace e giustizia, almeno nei libri!
Wow, un finale del genere non me lo aspettavo, sospettavo verso la fine di Moser e Brugstaller ma GEISLER, personaggio misterioso e intrigante, davvero ho creduto fino all’ultimo che c’entrasse qualcosa, non a caso ci sono rimasta male quando si è scoperto della sua “morte”, ma dopo l’epilogo sono rimasta a bocca aperta non me lo aspettavo per niente, davvero il migliore della saga, se così possiamo definirla.
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Terzo, e decisamente più convincente, incontro con il commissario Grauner e il suo ispettore Saltapepe. Il divario tra i due si va ammorbidendo: non sono poi così distanti come la napoletanità e la sudtirolesità farebbero supporre. Entrambi hanno sofferto per piaghe di famiglia, entrambi cercano la pace nella soluzione degli enigmi del passato: ed è proprio del terribile trauma familiare di Grauner che si verrà a capo, insieme con una storia losca che si trascina da decenni.