Menschen ohne Schutzengel sterben binnen 24 Stunden. Die Schülerin Manu zählt zu diesen Pechvögeln. Nur der Karma-Engel Camael kann ihren Tod verhindern, indem er ihr einen Aushilfs-Schutzengel sendet. Da gibt es nur ein Problem: Janiel, Manus neuer Schutzengel, hat mehr Ahnung vom Komponieren und Geige spielen als davon, sich um eine suizidgefährdete Fünfzehnjährige zu kümmern ...
Das ist der Auftakt der Schutzengel Trilogie. Hier nun mein Leseeindruck. Ich finde das Cover sehr gut gelungen, es hat einen Bezug zum Titel. Auch finde ich es sehr passend.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr abwechslungsreich und spannend. Natürlich kommt auch der Humor nicht zu kurz. ich habe an einigen Stellen sehr gelacht, das zog sich durch das ganze Buch. Dieses ist in Kapiteln aufgebaut, welche noch eine Überschrift haben. Besonders gefällt mir der bildhafte Beschreibungsstil der Autorin. So konnte man sich gut vorstellen wie es bei den Engeln da oben aussieht und wie die Freizeitgestaltung so aussieht.
Der Inhalt ist schlüssig von Anfang bis Ende und lässt sich fließend hintereinander weg lesen. Die Charaktere sind sehr gut gelungen. Ich liebe jeden einzelnen, außer Nadine, sie ging mir irgendwann mit ihren Gehetze auf die Nerven, aber sehr schön das sie das bekommen hat was sie verdient hat.
Die Hauptprotagonistin ist wirklich vom Pech verfolgt, wie das aussieht lest ihr am besten selbst. Das Buch überzeugt durch viel Herz und viel Tiefe. Es läd zum Lachen und Weinen ein und deckt die gesamte Breite der Emotionen ab.
Ein überaus überragendes Buch, was auf jeden Fall zu meinen Favoriten zählt. Ich freue mich schon wahnsinnig doll auf die Fortsetzung.
Fazit Das Buch bekommt volle 5 Sterne, aber es hätte 10 verdient. Ich habe schon lange nicht mehr so mit fiebern können.
Die Geschichte des Buches geht rasend von statten. Durch die kurzweilige Erzählsprache springt man von einer Szene zur nächsten. Während diesen wirkt es weder gehetzt, noch nervend, doch bemerkbar wird es. Die Abschnitte enden oft abrupt und gehen dann in einer ganz anderen Szene weiter, was die Sprünge sehr intensiv wirken lässt. Während der Story handelt man einmal eine Teenager-Jugend ab mit allen Problemen, Zweifeln und Krisen. Weshalb für mich ein Großteil des Buches gar nicht wirklich mit den Schutzengeln zu tun hatte. Es sind so Details, die eher nebensächlich einfließen sollten, während sie hier in den Vordergrund gedrückt werden. Erste große Liebe, Herzschmerz, Party... Erst am Ende nahm das Buch richtig Fahrt auf und der Arbeitsplatz Himmel wird wieder zu Tage befördert. Insgesamt kratzt man sehr an der Oberfläche der eigentlichen Geschichte und mit Beendigung des Buches wird man erst neugierig auf mehr. Leider bekommt man auch nur geringfügig Janiels Arbeit als Schutzengel mit. Am Anfang wird noch oft gesagt, was Janiel alles tut, doch später verschwindet er mehr oder weniger von der Bildfläche und ist einfach nur da. Die Romanze, sowie die Komödie, sind nicht bei mir angekommen. Innige Liebesszenen oder Gefühle waren einfach nicht wirklich vorhanden. Stattdessen betont die Protagonistin immer nur die negativen Dinge, die ihr Herzschmerz verursachen. Eher eine Tragödie? Der Humor war definitiv da und an vielen Stellen hätte ich lachen können, wenn es meinen Geschmack getroffen hätte. Mehr als ein Schmunzeln war es dann leider nicht.
Charaktere
Unter der Protagonistin kann mann sich eine klischeehafte 15-Jährige vorstellen, wie sie eben im Buche steht. Das heißt nicht die Sorte beliebt und unerreichbar, sondern die Sorte Außenseiterin, die gedemütigt wird. Diese Demütigung hängt natürlich mit dem Pechvogel-Dasein zusammen, doch auch sonst begleitet man sie einmal durch alle Teenager-Phasen. Erste große Liebe, erster Herzschmerz, ein Übel, was man sich selbst nicht verzeiht und erst lernen muss, drüber zu stehen, und, und, und. Demnach sollte man sich bei dem Buch auf nichts wahrlich Neues einstellen. Einzig der Engel Janiel war für mich etwas Besonderes, jemand, der sich abhob vom Buch. Er ist der Sonnenschein und einzigartig.
Schreibstil & Sichtweise
Die wichtigste Information, die man vorweg wohl haben kann: Man wird sich an den Schreibstil gewöhnen! Denn dieser ist das Erste, was mir beim Lesen aufgefallen ist und mir den Einstieg erschwert hat. Die Sätze sind sehr kurz, doch dafür stehen in Klammern regelmäßig Anmerkungen, die eigentlich in den Satz gepasst hätten. Zunächst stört es den Lesefluss, da man die Klammern einfach einzeln liest, doch irgendwann blendet man sie geistig aus. Zum größten Teil liest man das Buch in der Ich-Perspektive von Manu. Vereinzelt gibt es dann kurze Szenen aus Sicht anderer Charaktere, wie beispielsweise Janiel.
Cover & Titel
Das Cover ist mit pink und schwarz ziemlich kontrastreich gestaltet. So wie auch die Protagonistin. Sie sieht oft schwarz und ist ein untypisches Mädchen, doch steht total auf die Farbe pink. Doch schwarz steht auch für das Pechvogel-Dasein, was Manu definitiv hat. Laut Aberglaube ist ein Pechvogel oft verbunden mit einem Rabe, weshalb dieser passend vorne dargestellt ist. Der Titel ist recht doppeldeutig. Einerseits im tiefgründigen Sinne, dass auch vom Pech verfolge Menschen Glück haben können und andererseits storytechnisch, weshalb ich nicht spoilern möchte. Der Titel ist gelungen!
Zitat
"Manchmal muss man etwas verlieren, um etwas anderes zu gewinnen. In meinem Fall, meinen Verstand." - Position 310
Fazit
Eine tolle Grundidee, die leider erst gegen Ende an Fahrt aufnimmt, dann aber Lust auf mehr macht. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig und man stolpert auch gegen Ende noch über die ein oder andere Formulierung. Viel Luft nach oben, aber dennoch wert zu lesen!
Manu ist ein Pechvogel. Schon immer. Und weil der Engel das von seiner Wolke aus nicht mehr mit ansehen kann, schickt er ihr einen Schutzengel...
Was für ein erfrischend leichter und humorvoller Schreibstil. Sehr jugendlich, aber unglaublich gut. So authentisch, als wäre man tatsächlich in einem Teenagerkopf (was zwangsläufig manchmal auch zu viel des Guten darstellte ^^) Herrlich :D Auch die Überschriften sind ein Knaller. Lustig und sehr treffend.
Die Zielgruppe des Buches ist deutlich jünger als ich, was mir am Anfang nichts ausgemacht hat, aber irgendwann fing das Buch an, mich zu langweilen. Schade :(
Zuerst lernen wir Manu kennen. Wir kriegen einen Einblick in ihren Alltag und in ihre Chaos-Gedankenwelt voller Teenieprobleme und vor allem in ihr Pechvogel-Dasein. Manu hält nicht sehr viel von sich und gibt sich an ihrem Unglück selbst die Schuld. Bei so viel Pech im Leben leidet eben das Selbstwertgefühl 😢
Insgesamt ist die Geschichte sehr einfach gestrickt und nicht sonderlich anspruchsvoll mit Problemen, die schnell und einfach zu lösen sind. Es ist eine sehr leichte Lektüre. Die Charaktere sind jetzt nicht soo realistisch und etwas überspitzt dargestellt und die Handlungen sind nicht immer ganz nachvollziehbar. Vieles wird sehr schnell abgehandelt und nicht weiter erklärt.
Leider bekommen Vorurteile und Klischees viel Platz in diesem Buch. Das finde ich vor allem wegen der jungen Zielgruppe ungünstig...
Auch wenn der Erzählstil und die Ideen sehr cool waren, ist mir insgesamt in der Geschichte viel zu wenig passiert. Es fehlt ein bisschen an Tiefgang und Spannung, aber ich habe mich dennoch ganz gut unterhalten gefühlt.
Aber was war überhaupt der Plot? Ich habe keine Ahnung 🤷🏼♀️ die Geschichte hat so vor sich hin erzählt, aber irgendwie ohne Ziel.
Nach dem großartigen Start des Buches, muss ich sagen, hab ich mich zunehmend gelangweilt. Weil der Einstieg so gut war, hatte ich dementsprechend hohe Erwartungen an die Story... An den schönen Schreibstil hatte ich mich irgendwann eben gewöhnt und von da an kam dann halt nichts mehr. Schade eigentlich, das Buch hatte echt Potential.
Meine anfängliche Begeisterung hat es leider nicht bis über die erste Hälfte hinaus geschafft. Das Buch ist aber sehr humorvoll geschrieben und ich kann mir vorstellen, dass das Buch für jüngere Leser*innen sehr viel spannender sein könnte. Für mich war es aber eher nichts.
Der Schreibstil hat's nochmal rausgerissen, deswegen runde ich auf 3 Sterne auf.