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Kommissar Ariel Spiro #1
Der weiße Affe
Ein jüdischer Bankier wird erschlagen im Hausflur seiner Geliebten aufgefunden. Kommissar Ariel Spiro ist gerade aus der Provinz nach Berlin gezogen und übernimmt direkt seinen ersten Fall. Zunächst deuten die Ermittlungen auf ein politisches Motiv hin. Doch auch die wohlhabende und exzentrische Familie des Toten gibt Spiro Rätsel auf.
Schon bald gerät der junge Kommissar in den Sog der Metropole, getrieben vom schnellen Rhythmus und mitgerissen vom rauschenden Berliner Nachtleben. Als er sich von der faszinierenden Tochter des Toten magisch angezogen fühlt, muss Spiro aufpassen, dass ihm der Fall nicht entgleitet.
Schon bald gerät der junge Kommissar in den Sog der Metropole, getrieben vom schnellen Rhythmus und mitgerissen vom rauschenden Berliner Nachtleben. Als er sich von der faszinierenden Tochter des Toten magisch angezogen fühlt, muss Spiro aufpassen, dass ihm der Fall nicht entgleitet.
277 pages, Paperback
Published September 1, 2017
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Community Reviews
Displaying 1 - 7 of 7 reviews
November 26, 2017
Kerstin Ehmer lässt uns eintauchen in das Berlin der zwanziger Jahre.
"Berlin ist ein Sumpf" bekommt der neu zugereiste Kommissar Ariel Spiro
von seinem Kollegen zu hören und wenig später auch während seinen
Ermittlungen zu spüren.
Ein feiner, sprachlich toller Kriminalroman, sehr zu empfehlen.
"Berlin ist ein Sumpf" bekommt der neu zugereiste Kommissar Ariel Spiro
von seinem Kollegen zu hören und wenig später auch während seinen
Ermittlungen zu spüren.
Ein feiner, sprachlich toller Kriminalroman, sehr zu empfehlen.
May 11, 2018
Darum geht's:
Gleich an seinem ersten Arbeitstag bei der Berliner Mordkommission bekommt Ariel Spiro einen delikaten Mordfall zugeteilt. Der Bankier Eduard Fromm ist erschlagen im Treppenhaus eines Hinterhauses gefunden worden. Spiro hat noch nicht einmal seinen Koffer ausgepackt, da stürzt er sich schon mit Feuereifer in die Ermittlungen. Sie führen ihn zur wohlhabenden Familie des Bankiers Fromm, dessen Tochter ihm sofort den Kopf verdreht, genauso wie in zwielichtige Spelunken und ärmliche, heruntergekommene Hinterhofwohnungen.
So fand ich's:
Ariel Spiro war im ländlichen Wittenberge der Star-Ermittler und hat den Sprung in die Metropole Berlin gewagt. Nun kann er gleich beweisen, ob er auch hier mithalten kann. Von den Kollegen, denen er sich vor die Nase gesetzt hat, wird er nicht gerade begeistert empfangen. Ihm wird Ewald Bohlke als Partner zugewiesen, der durch den ersten Weltkrieg an Seele und Körper verletzt wurde und das Recht auch schon mal mit den Fäusten durchsetzt. Doch die beiden arrangieren sich gut miteinander und Spiro ist sowieso ein Einzelgänger, der am liebsten für sich alleine ermittelt.
Der Mordfall Fromm bietet Spiro verschiedene Ansätze, bei denen man auch als Leser seine Vermutungen anstellen kann, was mir immer gut gefällt. Zwischendurch kommt ein zweiter Erzähler zu Wort, dessen Passagen kursiv dargestellt sind, und der aus seiner Sicht manchmal etwas wirr, aber fesselnd und immer ohne große Erklärungen erzählt. Erst nach und nach erkennt man die Zusammenhänge und ich hatte mehr als einen Aha-Moment, als ich begriffen hatte, was da berichtet wurde. Die Art, wie da in zwei Handlungssträngen erzählt wurde, fand ich sehr gelungen.
Neben dem Mordfall bekommt man ein sehr lebendiges und greifbares Bild des Berlin der 20er Jahre präsentiert. Ständig fließen Kleinigkeiten wie nebenbei in die Erzählung mit ein, die das Großstadtleben tagsüber und auch das lasterhafte Nachtleben vor dem inneren Auge entstehen lassen. Passend dazu ist die Sprache oft berlinerisch knapp und manchmal schnoddrig, gelegentlich darf auch berlinert werden, und wie die Autorin mit Worten Bilder malt, hat mir ausgezeichnet gefallen.
Dass in diesem schillernden und bunten Sittengemälde Berlins in den 20ern ein Kriminalfall angesiedelt ist, der ausgerechnet von einem frisch vom Land hereingestolperten jungen Kriminalkommissar gelöst werden soll, ist eine wunderbare Ausgangssituation, die die Autorin perfekt umgesetzt hat. Ich habe diesen atmosphärischen Krimi sehr genossen.
Gleich an seinem ersten Arbeitstag bei der Berliner Mordkommission bekommt Ariel Spiro einen delikaten Mordfall zugeteilt. Der Bankier Eduard Fromm ist erschlagen im Treppenhaus eines Hinterhauses gefunden worden. Spiro hat noch nicht einmal seinen Koffer ausgepackt, da stürzt er sich schon mit Feuereifer in die Ermittlungen. Sie führen ihn zur wohlhabenden Familie des Bankiers Fromm, dessen Tochter ihm sofort den Kopf verdreht, genauso wie in zwielichtige Spelunken und ärmliche, heruntergekommene Hinterhofwohnungen.
So fand ich's:
Ariel Spiro war im ländlichen Wittenberge der Star-Ermittler und hat den Sprung in die Metropole Berlin gewagt. Nun kann er gleich beweisen, ob er auch hier mithalten kann. Von den Kollegen, denen er sich vor die Nase gesetzt hat, wird er nicht gerade begeistert empfangen. Ihm wird Ewald Bohlke als Partner zugewiesen, der durch den ersten Weltkrieg an Seele und Körper verletzt wurde und das Recht auch schon mal mit den Fäusten durchsetzt. Doch die beiden arrangieren sich gut miteinander und Spiro ist sowieso ein Einzelgänger, der am liebsten für sich alleine ermittelt.
Der Mordfall Fromm bietet Spiro verschiedene Ansätze, bei denen man auch als Leser seine Vermutungen anstellen kann, was mir immer gut gefällt. Zwischendurch kommt ein zweiter Erzähler zu Wort, dessen Passagen kursiv dargestellt sind, und der aus seiner Sicht manchmal etwas wirr, aber fesselnd und immer ohne große Erklärungen erzählt. Erst nach und nach erkennt man die Zusammenhänge und ich hatte mehr als einen Aha-Moment, als ich begriffen hatte, was da berichtet wurde. Die Art, wie da in zwei Handlungssträngen erzählt wurde, fand ich sehr gelungen.
Neben dem Mordfall bekommt man ein sehr lebendiges und greifbares Bild des Berlin der 20er Jahre präsentiert. Ständig fließen Kleinigkeiten wie nebenbei in die Erzählung mit ein, die das Großstadtleben tagsüber und auch das lasterhafte Nachtleben vor dem inneren Auge entstehen lassen. Passend dazu ist die Sprache oft berlinerisch knapp und manchmal schnoddrig, gelegentlich darf auch berlinert werden, und wie die Autorin mit Worten Bilder malt, hat mir ausgezeichnet gefallen.
Dass in diesem schillernden und bunten Sittengemälde Berlins in den 20ern ein Kriminalfall angesiedelt ist, der ausgerechnet von einem frisch vom Land hereingestolperten jungen Kriminalkommissar gelöst werden soll, ist eine wunderbare Ausgangssituation, die die Autorin perfekt umgesetzt hat. Ich habe diesen atmosphärischen Krimi sehr genossen.
October 27, 2022
Kann leider mit Gereon Rath nicht mithalten.
September 23, 2022
Nun ja Sündenbabel Berlin.
Wir schreiben ca 1926.
Hier kommt ein Kommissar namens Ariel Spiro aus Wittenberge nach Berlin Alexanderplatz in die Burg.
Er hat Probezeit.
Das kommt Dir bekannt vor aus Volker Kutschers Babylon Berlin? Gereon Rath.
Kerstin Ehmer hat natürlich ihre eigene Kriminalstory.
Sie schafft es nicht ganz das 20er Jahre Flair rüberzubringen. Ihre Figuren berlinern aber jut.
Ausserdem ist der Kriminalfall höchst unwahrscheinlich und anatomisch eher nicht möglich. Mehr sei nicht verraten.
Die Geschichte des Jungen, der in einer Traumwelt lebt hatten wir schon verständlicher in "Ich habe Dir nie einen Rosengarten versprochen".
Was Volker Kutschers Kommissar Gereon in seinem Roman Der nasse Fisch in den Nachtbars erlebt, ist hier beim Kommissar Spiro sehr deutlich und sexuell aufdringlicher beschrieben.
Frau Ehmer kennt das Kamasutra.
Zur Love Story ein jüdisches Mädchen aus Gutem Hause hat damals eher darauf geachtet, m. E. dass es Jungfrau blieb und unsere Heldin hier handelt als gäbe es die Pille.
Ich habe es als Hörbuch gehört und werde auch bisTeil3 hören.
Der neue Volker Kutscher kommt im Oktober heraus.
Wir schreiben ca 1926.
Hier kommt ein Kommissar namens Ariel Spiro aus Wittenberge nach Berlin Alexanderplatz in die Burg.
Er hat Probezeit.
Das kommt Dir bekannt vor aus Volker Kutschers Babylon Berlin? Gereon Rath.
Kerstin Ehmer hat natürlich ihre eigene Kriminalstory.
Sie schafft es nicht ganz das 20er Jahre Flair rüberzubringen. Ihre Figuren berlinern aber jut.
Ausserdem ist der Kriminalfall höchst unwahrscheinlich und anatomisch eher nicht möglich. Mehr sei nicht verraten.
Die Geschichte des Jungen, der in einer Traumwelt lebt hatten wir schon verständlicher in "Ich habe Dir nie einen Rosengarten versprochen".
Was Volker Kutschers Kommissar Gereon in seinem Roman Der nasse Fisch in den Nachtbars erlebt, ist hier beim Kommissar Spiro sehr deutlich und sexuell aufdringlicher beschrieben.
Frau Ehmer kennt das Kamasutra.
Zur Love Story ein jüdisches Mädchen aus Gutem Hause hat damals eher darauf geachtet, m. E. dass es Jungfrau blieb und unsere Heldin hier handelt als gäbe es die Pille.
Ich habe es als Hörbuch gehört und werde auch bisTeil3 hören.
Der neue Volker Kutscher kommt im Oktober heraus.
March 13, 2022
Tolle Atmosphäre im Berlin der 1920er Jahre. Spannende Geschichte und interessante Charaktere
June 17, 2022
Nicht so arg wie Kutscher, aber auch nicht wirklich gut.
February 22, 2021
Nicht mal zu Ende gelesen ...
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