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Das Wundersame in der Unwirtlichkeit. Neue Vorlesungen.

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Technische Möglichkeiten und künstliche Intelligenz verändern nicht nur unseren Umgang mit der Welt, sie formatieren auch unseren Blick auf Kunst und Literatur neu. Das Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit wurde längst durch jenes der digitalen Kunstproduktion abgelöst, in dem gigantische Medienunternehmen Weltmacht beanspruchen.
»Technische Aliens werden Romane schreiben können. Welche Romane sollen das sein? Welche Literatur könnte das sein?« Das zu bestimmen ist unsere Aufgabe.
Marlene Streeruwitz verbindet in ihren Poetikvorlesungen eine kritische Analyse von Kunst und Gegenwart und formuliert ein Plädoyer für den Aufruhr in der Literatur.

123 pages, Hardcover

Published January 1, 2017

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About the author

Marlene Streeruwitz

61 books24 followers
Aufgewachsen in Baden bei Wien studierte Streeruwitz nach einem abgebrochenen Jusstudium Slawistik und Kunstgeschichte in Wien. Seit 1992 werden ihre Theaterstücke an zahlreichen Bühnen aufgeführt. 1996 erschien ihr erster Roman, Verführungen. 3 Folge. Frauenjahre, für den sie unter anderem mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet wurde.
In schneller Folge sind seither Romane, Theaterstücke, Novellen und theoretische Schriften erschienen. Die feministisch orientierte Streeruwitz gilt als eine der politisch engagiertesten deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen. Mit ungewöhnlicher Schärfe kommentierte sie die politischen Ereignisse in Österreich (ÖVP/FPÖ-Koalition) im Jahr 2000. Im November 2006 wehrt sich die österreichische Schriftstellerin öffentlich gegen die Inszenierung des neuen Stückes von Elfriede Jelinek, „Ulrike Maria Stuart“, im Hamburger Thalia Theater. In einer Szene des Stückes wird Streeruwitz in der Inszenierung von Nicolas Stemann als sprechende Vagina dargestellt. In einer Ausgabe des Spiegels kritisiert Streeruwitz, dass das Thalia Theater weiterhin das Stück in ungeänderter Form zur Aufführung bringt. „Ich will als handelndes und denkendes Subjekt nicht auf ein sprechendes Geschlechtsorgan reduziert werden.“, beklagt Streeruwitz im „Spiegel“. Dass es sich dabei um eine Satire handle, will Streeruwitz nicht gelten lassen: „Deutschsprachiger Humor war immer ein Mittel der Verächtlichmachung.“

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Christiane Alsop.
201 reviews19 followers
October 28, 2020
"Der Entwurf der Person. Es ist ein politischer Akt. Es ist politisch, wie viel Ganzheit einer oder einem zugestanden wird. Der Entwurf der Person. Es geht um die Anerkennung, dass es den anderen oder die andere gibt. Und. Dass die Rechte und die Würde diesem anderen oder dieser anderen nicht nur zusteht. Sondern. Dass in einem bewussten Akt dem oder der anderen diese Würde zu geben ist." (S. 28)
Dieses Zitat fasst das Grundthema der Vorlesungen zusammen.
Zu Beginn fragt Streeruwitz: Was geschieht mit den Leichen, denen Organe entnommen wurden. Ihre Gedanken zum zweiten Kapitel in Bachmanns Roman "Malina" sind faszinierend. Ihre Analyse des Films "Frozen" ist nicht weniger anregend (Vergleich mit dem Märchen-Kunstmärchen, Rückführung auf den religiös gefärbten, und romantisierten Patriotismus der Disney Filmindustrie und ihrer Produkte, Entkörperlichung), enthält jedoch auch Verallgemeinerungen und Verkürzungen ("Im Disney-Kosmos gibt es keine Eltern." (S. 94), doch nirgendwo gibt es so viele Waisen wie im Kinderbuch - wie sonst soll das Abenteuer zustande kommen).
Im Zeitalter der Verallgorithmisierung der Menschen kommt dem Politischen des Romans erneute Bedeutung und dramatisch erhöhte Wichtigkeit zu. Hier, in der letzten Vorlesung, führt Streeruwitz auf geniale Weise zurück zum Grundthema. "Der Gegenstand des Romans. Der Literatur. Es geht um den Körper. Es geht um die Wahrnehmung. Um die Sinnlichkeit. Und wie viel an Sinnlichkeit zugeteilt war. Wie viel erobert. Wie viel ergaunert. Wie viel geglückt." (S. 120).
Kurz gesagt: ein Feuerwerk und unbedingt lesenswert.
Profile Image for Luis Alv.
323 reviews5 followers
May 24, 2025
No fui el gran fan de este libro. No sé ni qué escribir aquí :b

Act: creo que ya sé que escribir. El discurso de esta serie de conferencias es tan eurocéntrico que me cansó. Voy a desarrollar.

En la primera se discuté el problema del transplante de órganos. La representación de ella es un tema recurrente entre los 80 y los 2000's, cuando se hizo mucho más común. Sin embargo, Streeruwitz plantea que ello es un avance hacia la industrialización de la salud y del cuerpo, en lo cual concuerdo en cierta medida. Pero la forma en que se plantea es una crisis de la ritualística del cadáver y cómo ello implica una pérdida de agencia. Yo de ninguna forma concuerdo en que sea más importante la agencia de un cadaver que el bienestar de otras personas. Me parece un fenómeno clarísimo de la sobrevaloración occidental de la individualidad. ¿Por qué nos preocupa tanto el valor simbólico de un cuerpo muerto, en específico, el entender simbólico que TUVO una consciencia sobre su propio cuerpo, el cual ya no corporiza. ¿Por qué no cambiar nuestros rituales de muerte para que la ayuda a otras personas sea parte de ellos, en vez de atarnos a ellos?

La segunda es, diría, un sobreanálisis de 3 oraciones de Malina, de Bachmann. Me gusta, aunque creo que es muy estirado.

La tercera, no sé a quién se le ocurrió, un fragmento de una novela satírica de Streeruwitz, que a mi parecer no aporta nada a la discusión.

La cuarta, el análisis de Frozen, es la más rescatable de todas, con un gran desarrollo marxista sobre la forma en que Disney transforma un Märchen en propaganda liberal.

La última, un collage del resto. Nada nuevo. Se supone que habla de los problemas de la IA (las conferencias son de 2017), pero es más un clickbait enorme, pues no dice realmente nada más que un monólogo un poco reaccionario sobre la tecnología.
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