Zen als Lebensstil und Lebenskunst Warum nehmen wir uns eigentlich immer so ernst und haben den Kopf voller Sorgen und unruhiger Gedanken? Watts' Gegenrezept lautet: im Hier und Jetzt leben, die Dinge nehmen, wie sie sind, und sich dem natürlichen Fluss der Dinge überlassen. Sein Buch macht deutlich: Zen ist Lebensstil und Lebenskunst zugleich - geistreich und humorvoll.
This book is based on tape recordings of Alan Watts from 1958.
Alan Wilson Watts was a British philosopher, writer and speaker, who held both a Master's in Theology and a Doctorate of Divinity. Famous for his research on comparative religion, he was best known as an interpreter and popularizer of Asian philosophies for a Western audience. He wrote over 25 books and numerous articles on subjects such as personal identity, the true nature of reality, higher consciousness, the meaning of life, concepts and images of God and the non-material pursuit of happiness. In his books he relates his experience to scientific knowledge and to the teachings of Eastern and Western religion and philosophy.
Das Buch bietet eine gut lesbare, dynamisch geschriebene, nicht zu lange Einführung in den Zen, ohne Dogmatik und Bekehrungsversuche, dafür mit feiner Selbstironie und Humor.
Obwohl das Buch aus Texten unterschiedlicher Vorträge besteht, lässt es sich gut zusammenhängend lesen. Ich möchte es nicht mit meinen Worten bewerten, darum an dieser Stelle ein paar Zitate von Watts:
"Ich sage aufrichtig 'no label' - kein Etikett, keine Kategorie -, denn obwohl ich viel über Zen spreche, bezeichne ich mich nie als 'Zen-ist' oder als Buddhist, denn das scheint mir so, als wolle man den Himmel in eine Kiste packen."
"Zen hat sich selbst immer als Finger beschrieben, der auf den Mond deutet. Wir müssen aufpassen, dass wir den Finger nicht mit dem Mond verwechseln und besonders (wenn der Finger nach Religion aussieht) nicht zum Trost daran lutschen, statt der Richtung zu folgen, in die er zeigt."
"Jeder der behauptet zu wissen, was Zen ist, ist ein Schwindler. Niemand weiß es. Du weißt nicht, wer du bist. Zu wissen, wer man ist, heißt, in der Lage zu sein, die eigene Nase zu riechen."
"Man braucht kein Buch für Zen. Das Geräusch des Regens braucht keine Übersetzung."
"Es geht nicht um die Verehrung von Göttern, sondern um die Erkenntnis, dass das gewöhnliche Alltagsleben heilig ist."