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Phönix #1

Phönix

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Die 15-jährige Callista und ihr 16-jähriger Freund, der Jäger Lukan, leben in einem kleinen Dorf, deren Bewohner ein einfaches, bäuerliches Leben führen. Tagsüber scheint alles friedlich, doch mit Anbruch einer jeden Nacht beginnt der Geheinmisvolle Wesen, die noch niemand je zu Gesicht bekommen hat, gehen im Dunkel des Waldes auf die Jagd nach Menschen. Als Callistas kleiner Bruder verschwindet und sie und Lukan sich aufmachen, ihn zu suchen, offenbart sich ihnen die erschütternde Wahrheit. Denn die Welt, die sie zu kennen glaubten, existiert nicht. Und ihre Feinde sind ebenso unberechenbar wie mächtig ...

353 pages, Kindle Edition

Published October 2, 2017

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About the author

Michael Peinkofer

162 books73 followers
Der 1969 geborene Michael Peinkofer ist sowohl Autor wie auch Übersetzer und Filmjournalist, außerdem betreibt er an seinem derzeitigen Wohnort Kempten zusammen mit einem weiteren Gesellschafter die Firmen "Dreamagix Studios Leising" und "Peinkofer GbR". Seine Tätigkeiten im Bereich Journalismus orientieren sich an seinem Studium als gelernter Germanist mit den Nebenfächern Geschichte und Kommunikationswissenschaften - abgeschlossen hat er dies als Magister.
Geschrieben hat Michael Peinkofer bereits 180 Romane und benutzt dafür sehr unterschiedliche Pseudonyme - auch auf Genre hat er sich nicht festgelegt, wurde aber vor allem für Fantasy-Romane bekannt. Einige seiner Pseudonyme sind beispielsweise "Marc van Allen" oder "Michael J. Parrish". Größere Bekanntheit erlangte er mit dem Roman "Die Bruderschaft der Runen" und der Romanreihe "Die Orks".

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Displaying 1 - 8 of 8 reviews
915 reviews10 followers
October 27, 2017
Die Schreibweise des Autoren ist einnehmend, spannend und leicht zu verfolgen. Ich bin schon innerhalb der ersten Seiten ein Freund dieser lockeren und bildhaften Schreibweise geworden, konnte mir sowohl die Umgebung als auch die Charaktere unheimlich gut vorstellen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Erzählerform, aber dennoch auf einzelne Charaktere bezogen. Dabei liegt unser Hauptaugenmerk auf Callista, welche uns durch die Geschichte führt. Aber immer wieder zwischen rein, erhalten wir auch Einblicke auf andere Charakter sodass wir ein perfektes Rundumbild erhalten und das ganze nochmal besser einschätzen können.

Callista ist eine aufgeweckte, neugierige und vor allem aufmerksame Persönlichkeit. Sie lebt zusammen mit ihrer Familie in einem Dorf, welches viele Regeln zum Schutz der Einwohner aufgestellt hat. So sehr sich Callista jedoch versucht darauf einzulassen, hat sie das Gefühl dass etwas nicht stimmt und sie eingeschlossen wird. Innerhalb der Geschichte erkennt man nach und nach wie stark ihr Charakter ist, wie viel sie sich zutraut und was sie trotz ihrer Angst alles leisten kann. Ich war von ihrem Wesen fasziniert, auch dass sie zurückstecken kann sofern es hilfreich ist. Sie ist nicht auf sich bezogen und dennoch versucht sie auch für sich einen guten Ausgleich zu finden.

Lukan ist der beste Freund von Callista und ich mochte seine lockere, freundliche und offene Art sehr gerne. Er glaubt an die Regeln im Dorf und dennoch hört er seiner besten Freundin immer wieder zu, wenn sie Fragen, Ängste und Hoffnungen gegenüber diesen aufbringt. Er steht zu jeder Zeit hinter ihr, hilft ihr mit allem besser zurecht zu kommen und würde für sie alles tun. Auch die Regeln, welche er größtenteils verfolgt zu brechen um sie zu schützen. Sein Charakter hat mir auch sehr gut gefallen, wenn ich auch darauf hoffe noch viel mehr von ihm zu erfahren.

Die Charaktere in diesem Buch konnte ich mir alle sehr gut vorstellen, auch wenn sie nicht immer einen allzu wichtigen Auftritt hatten. Dennoch konnte ich bei nicht ganz so wichtigen Charakteren, wie beispielsweise Rohesia Payne durchaus einen Groll verspüren als mir diese mehrfach über den Weg gelaufen ist. Der Autor schafft es wirklich, den Fokus immer genau richtig zu legen sodass man sie alle erfassen und sich vorstellen kann.

Alle weiteren wichtigen Personen sind für mich ebenso greifbar wie fühlbar geworden, ich konnte ihre Ängste, verlorenen Hoffnungen und Verzweiflung sehr gut nachfühlen. Ich war ein Teil von ihnen und gerade auf der Reise unserer kleinen Truppe habe ich davon eine Menge mitnehmen dürfen.

Die Umsetzung dieses Buches beginnt etwas ruhiger, aber konnte mich trotz allem sehr gut mitnehmen. Man lernt zu erst einmal Callista, ihren Bruder Jona und auch Lukan näher kennen. Ihr Leben, die Gesetze welche sie zu befolgen haben und die Ängste welche ihnen von Kind auf eingetrichtert werden.

Doch spätestens ab dem Punkt, an welchem Callista zu sich steht wird es spannender und eine gefährliche, weltverändernde und beängstigende Reise beginnt. Diese konnte mich tatsächlich die ganze Zeit bei der Stange halten. Die Entwicklungen waren nicht voraussehbar, die eingeschlagenen Wege haben mich mitfiebern und hoffen lassen und ich muss sagen, dass die komplette Richtung mich wirklich unsagbar überrascht hat.

Die Weltenentwicklung hat mir auch unheimlich gut gefallen. Es ist eine Welt nach unserer, welche aus Krieg und Angst entstanden ist und letztlich doch so ganz anders ausfällt als man denkt. Es gibt Wesen, die grauenvoller sind als man sich denken kann und es zeigt ein Szenario welches mir Gänsehaut bereitet.

Das Ende dieses ersten Bandes hat mich begeistert, schockiert, neugierig gemacht und doch irgendwie auch verängstigt. Der Autor hat hier einen Weg eingeschlagen, der für mich persönlich neu und faszinierend umgesetzt wurde.

Mein Gesamtfazit:

Mit „PHÖNIX“ hat Michael Peinkofer eine faszinierende und beängstigende Geschichte aufgebaut, die es definitiv lohnt gelesen zu haben. Die Welt war grandios, die Charaktere lebhaft und greifbar und die Umsetzung spannend und mitreisend von der ersten bis zur letzten Seite.

Ich würde am liebsten sofort zum nächsten Band greifen und schauen wie es weitergeht mit Calissta, Jona und allen weiteren vielversprechenden Charakteren.
Profile Image for Miri.
120 reviews3 followers
October 5, 2017
Eine scheinbar andere Welt, in der alle Menschen in einem Dorf umgeben von Mauern und einem endlosen Wald lesen. Draußen, außerhalb der Mauern nichts anderes als Wald und der Schnitter, der alle bestraft, die sich rauswagen.

Allein der Klappentext hat mich neugierig gemacht, was es mit dem mysteriösen "Phönix" auf sich hat, der vor Generationen die Menschen gerettet haben soll und nun die Gesetzte macht, obwohl ihn nie einer zu Gesicht bekommen hat. Alles erschien mir mysteriös und warf Fragen bei mir auf, zu denen ich nur zu gerne eine Antwort wollte.



Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht Callista, welche diese mysteriösen Bedingungen und die Erzählungen von dem Phönix, dem Schnittern und weiterem nicht einfach hinnehmen möchte. Sie war mir auf Anhieb zur Freundin geworden, da sie - nicht wie die anderen - alles hinterfragt. Denn es erschien mir sehr merkwürdig, dass die Menschen den abstrusen Erzählungen ohne Beweise Glauben schenkten. Mir war einfach schleierhaft, wieso man diese Regeln nicht hinterfragt. Dies führte dazu, dass mir das alles etwas unrealistisch vorkam, auch wenn immer wieder Argumente gebracht wurden, wie es möglich ist, dass allem blind geglaubt wird.

Daher konnte ich wunderbar in die Rolle vom Callista eintauchen, da sie ebenso wie ich, alles nicht nur einfach hinnehmen wollte, sondern dem Sinn auf der Spur war. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und ihre Fragen und Widerwillen nachvollziehen.



Der Schreibstil war für mich angenehm zu lesen und er ermöglichte es mir, das Buch in Rekordzeit zu lesen, ohne das Gefühl zu haben, keine Lust mehr zu haben oder eine Pause zu brauchen. Dennoch hatte ich - insbesondere bei den Dialogen - den Eindruck, als würden sich die Gespräche sehr einfach von der Sprache gestalten. Ich weiß nicht so recht, ob es daran liegt, dass ich anderes gewohnt bin oder gut zu den noch jungen Figuren passt. Einen wirklichen bedeutenden negativen Punkt sehe ich jedoch nicht darin.



Ab einem gewissen Punkt, begeben sich unsere Protagonisten auf ein großes Abenteuer, das Licht ins Dunkele bringen soll. Die Action beginnt und ich war die ganze Zeit voll mit dabei und habe die Hauptfiguren auf ihrer Reise begleitet. Die Fragen wurden nie außer Acht gelassen und der Handlungsverlauf lief sehr gerichtet ab und man konnte allen Geschehnissen gut folgen. Es baute sich sogar eine kleine Liebesgeschichte auf, die für mich aber nicht unbedingt im Vordergrund stand, sondern die vielen Fragen.

Zum Ende hin, wurde die große Wahrheit hinter der Geheimniskrämerei angerissen und man konnte bei einigen Dingen spekulieren - bei anderen war die Auflösung eher vorhersehbar und meine Vermutung wurde bestätigt. Dennoch wurden die meisten Sachen nur angerissen und es kam zu einen riesigen, unvorhersehbaren Chliffhanger, der mich nun die Fortsetzung herbeisehnen lässt.



Wenn ich über all diese Punkte drüber schaue und das Buch mit noch einmal ins Gedächtnis rufe, steht für mich die Neugierde, die Fragen zu den mysteriösen Umständen dieser Welt zu lösen, im Vordergrund. Die Figuren, die quasi die Kulisse machen - die Nebenfiguren - kamen mir dabei jedoch etwas zu versteift vor und sie vertrauten den fragwürdigen Regeln für meinen Geschmack zu sehr. Wenn man dies außer Acht lässt, habe ich dieses Buch, besonders ab etwa 150 Seiten, in vollen Zügen genossen. Ich kann dieses Buch nun nahezu jedem Fantasyleser ans Herz legen und auch jüngere Leser ab dem 12-13 Lebensjahr sollten meiner Meinung nach nicht davor zurückschrecken.

Profile Image for Lieblingsleseplatz .
233 reviews43 followers
November 16, 2017
Ich muss zugeben, das Buch wäre mir glatt durchgegangen bei der Flut der Neuerscheinungen im Moment – und das, obwohl ich sowohl den ivi Verlag aus dem Hause Piper als auch Michael Peinkofer sehr mag… zum Glück habe ich den Titel durch Zufall bei Netgalley entdeckt und sofort angefordert.

Die erste Hälfte des Buches spielt im Dorf Moonvale und beginnt zunächst wie ein spannender Fantasy Roman. Die Menschen in Moonvale leben einfach – fast noch spartanischer als im Mittelalter. Denn es gibt nur 3 Regeln in Moonvale, aber diese müssen unter Todesstrafe eingehalten werden:

Das Gesetz des Phönix
1. Der Phönix beobachtet dich. Er weiß alles.
2. Maschinen bringen Tod und Leid. Niemals darfst du sie bauen.
3. Dunkelheit ist dein Feind. Niemals darfst du dein Dorf bei Nacht verlassen.

Callista ist 15 und lebt auch in Moonvale – zusammen mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder Jona. Wie zuvor schon ihre Mutter soll sie Stickerin werden und einen angesehen Jungesellen heiraten. Doch Callista hat dazu keine Lust -sie will viel lieber Jägerin werden und findet den jungen Jäger Lukan auch sehr viel interessanter als den doofen Sohn des Ortsvorstehers. Callista hat auch sonst unorthodoxe Gedanken – Ist der Wald wirklich das Ende der Welt? Ist der Schnitter, der nachts außerhalb der Mauern sein Unwesen treibt wirklich unbesiegbar? Kann es wirklich so schlimm sein, wenn man sich das Leben mit technischen Hilfsmitteln erleichtern will?
Als eines nachts ihr kleiner Bruder Jona im Wald verschwindet beginnt für Callista eine abenteuerliche und lebensbedrohliche Reise auf der sie der eigentlichen Wahrheit immer näher kommt.

Peinkofer lässt den Leser kaum zur Ruhe kommen. Sein Stil ist fesselnd, das Setting sehr lebhaft beschrieben und das Tempo rasant.

Was als Fantasy anfängt wird zu einer Dystopie par Exellence. Bei „Phönix handelt es sich um den Auftakt zu einer Reihe? Einer Dilogie? Leider findet man Nirgendwo einen Hinweis darauf. Das finde ich immer sehr schade. Denn es gibt sicher noch mehr Leser wie ich, die gerne warten bis ein zweiter Teil draußen ist bis sie mit dem ersten beginnen. Das ist natürlich nicht so günstig für den Verlag, das sehe ich ja ein. Hier hat es mich zwar kurz geärgert, aber das Ende war einigermaßen akzeptabel abgeschlossen, so dass ich nun mit Spannung auf den nächsten Teil warte. Vor allem weil nach dem Ende wie bei einem guten Marvel Film noch eine Szene kommt, die es in sich hat!

Ich vergebe trotz des bösen Cliffhangers volle 5 von 5 LieblingsLesesessel für „Phönix“.
Profile Image for CallaHeart.
14 reviews
October 26, 2017
Ein cooler Einstieg für die Young Adults ins Science-Fantasy-Genre!

Mit "Phönix" startet der Fantasyautor Michael Peinkofer seine neue Trilogie und wagt sich damit ins Genre der Young Adults vor.

Callsista und ihr Freund Lukan leben in einem kleinen Dorf im Wald. Die Geschichte spielt im der Zukunft, in der Maschinen auf Todesstrafe verboten sind, da der Phönix, der Gott, den die Menschen anbeten, sie vor vielen Jahren von der Technik und den Maschinen befreit hat.
Eines Tages landen die Beiden jedoch unversehens im Wald, wo unheimliche Gefahren lauern und stoßen auf ein unglaubliches Geheimnis, das ihre gesamte Weltanschauung zerstören wird.

Meine Meinung: Ich habe mich als 16-jährige Fantasyleserin an dieses Buch gewagt, und muss sagen, für unsere Altersgruppe braucht man guten Willen, die teilweise gestellten Szenen ernst zu nehmen, aber dafür ist das Genre ja eigentlich auch nicht ausgelegt ;)
Jüngeren fällt so etwas sicherlich nicht so stark ins Auge, aber die Protagonistin "Cally" hätte vielleicht 13 oder 14 Jahre alt sein können, um die Altersgruppe passender zu vertreten.

Der Handlungsstrang im Allgemeinen ist sehr klar gehalten, es gibt zwar ein paar Perspektivwechsel, die allerdings eher dem Verständnis dienen als dass sie Verwirrung stiften.
Die Geschichte verläuft also ziemlich glatt, was sie sehr spannend macht.

Außerdem findet der Autor eine gute Balance zwischen der ausführlichen Beschreibung von Szenen und dem Fortgang der Handlung. So spürt man zwar die geheimnisvolle Atmosphäre, fühlt sich aber nicht gelangweilt durch die Beschreibung von jedem Blatt, salopp gesagt. ;)
Und übrigens wird diese Atmosphäre super vom Cover eingefangen! Der düstere Wald, Callista wird aus dem Dickicht heraus beobachtet und schaut in epischer Position auf die Ruinenstadt unter ihr... Gefällt mir sehr gut!

Auch mit dem Worldbuilding hat sich Michael Peinkofer große Mühe gegeben und keine Verständnislücken oder Logikfragen gelassen.

Die Charaktere sind sehr stark und klar gestaltet und zeigen auch nicht übermäßig viele überraschende Facetten, gerade so, dass es für die jüngeren Leser verständlich und übersichtlich bleibt.

Fazit: Ein klar strukturiertes Buch, das kaum Fragen aufwirft, wodurch es besonders für die "Young Adults" empfehlenswert ist.
Es endet mit einem Cliffhanger und zeigt am Ende schon die Anfänge einer Dreiecksbeziehung im nächsten Teil.
Profile Image for Caterina (Catas Welt).
164 reviews4 followers
January 29, 2018
 Meine Meinung zum Buch

Gestaltung: Bislang hatte ich noch nichts von Michael Peinkofer gelesen, umso gespannter war ich, als ich dieses Buch entdeckt habe. Gerade vom sehr gelungenen Cover war ich sofort angetan. Der Klappentext ließ mich zunächst ein wenig stutzig werden: irgendwie kam mir das sehr bekannt vor. Nichts desto trotz wollte ich diesen Auftakt rund um Callista und Lukan lesen. Ich saß leider sehr lange an diesem Buch, warum, weiß ich auch nicht wirklich, aber hätte ich das Buch vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt gelesen, würde die Bewertung mit Sicherheit etwas anders ausfallen.

Einstieg: Das Buch beginnt zunächst mit den drei wichtigsten Gesetzen in der Welt von Phönix, diese werden durch einen Eintrag eines Novizen auf den ersten Seiten untermauert. Diese Einleitung gefiel mir wirklich sehr gut, denn so hatte ich, bevor die eigentliche Geschichte beginnt, den gleichen Standpunkt wie auch die Figuren. Sogleich wurde mir die 15-Jährige Callista vorgestellt, bei der ich sofort merkte, dass sie sich im Dorf absolut fehl am Platz fühlte. Dieses Vorhersehbare störte mich zu Beginn ein wenig. Trotz allem gefiel mir der Einstieg sehr gut, ebenso der Schreibstil des Autors.

Charaktere: Beinahe wie auf einem Silbertablett wurde mir als Leser von Anfang an gezeigt, wie ich gewisse Dinge halten soll. So wurden mir die Ansichten bestimmter Figuren wie ein offenes Buch dargelegt und ich hatte keine wirkliche Chance, mir selber ein Bild der Figuren zu machen. Vor allem bei Callista störte mich dies in den ersten Kapiteln enorm. Es war mir zu offensichtlich, dass scheinbar nur Callista allein an den äußerlichen Schein des Dorfes Zweifel hegt. Diese Tatsache, dass scheinbar kein anderer das Dorf in Frage stellt, erschwerte mir den Zugang zu Cally gerade am Anfang enorm. Zum Glück verflog dies im Laufe der Geschichte, so dass ich dann doch mit ihr warm wurde. Von Lukan, Callys bester Freund von Kindesbeinen und seit kurzem auch die Liebe ihres Lebens, war ich auch ein wenig enttäuscht. Er war für mich irgendwie der Klischee-beste Freund und das störte mich leider sehr. Gerade weil ich beim ihm die ein oder andere Parallele zu anderen Figuren entdeckte, wie z. B. Gale aus "Tribute von Panem". Wie auch schon bei Cally legte sich dies im Laufe der Geschichte. Zum Glück. 

Handlung: Ähnlich wie bei den Figuren, gab es auch bei der Handlung ab und an Elemente, in denen ich eine vorgefertigte Meinung erhielt. Gerade was das Dorf anbelangt, spürte ich gleich, dass sich dahinter mehr verbergen wird. Das fand ich ein wenig schade, viel schöner hätte ich es empfunden, wenn mir das Dorf mit allen seinen Facetten beschrieben wird und ich mir selbst ein Bild davon machen und selbst ein Urteil fällen kann. Auch wenn ich hier ebenfalls einige Parallelen zu anderen Büchern feststellen konnte - was in diesem Genre vermutlich nicht immer zu vermeiden ist - entwickelt sich die Geschichte enorm und steht schon bald auf den eigenen Beinen. Diese Eigenständigkeit, die dieses Buch sehr bald aufbaut, gefiel mir sehr gut. Der Autor schafft es dann mich zu überraschen und das Spannungslevel konstant hoch zu halten. Zum Ende holt er noch einmal alles heraus und lässt seinen Auftakt mit einem spannenden Showdown enden, der noch einige Fragen offen lässt, die dringend eine Antwort verlangen.

Schreibstil: Michael Peinkofer schreibt auf sehr fesselnde Art, dass ich mich trotz der anfänglichen Schwierigkeiten sehr schnell in der Geschichte wohlfühlte. Er schaffte es mich immer wieder zu überraschen und gemeinsam mit den Figuren gewissen Dingen auf den Grund gehen zu wollen. In mir machte sich eine regelrechte Abenteuerlust breit. Ich wollte den Wald und all seine Geheimnisse, die Welt und all die ungeklärten Fragen untersuchen und erkunden. Und das gefiel mir absolut! Er schreibt lebendig, so dass ich beim Lesen konstant authentische Bilder im Kopf hatte und genau das braucht ein Autor für mich. 


Mein Urteil 

Auch wenn ich zu Beginn die Offensichtlichkeit und Vorhersehbarkeit als etwas störend fand, entwickelt sich die Geschichte enorm zu einer eigenen Geschichte mit vielen spannenden Elementen und Überraschungen. Von den Figuren habe ich mir fast durchweg etwas mehr erhofft, aber was nicht ist, kann ja noch werden. Ich hoffe es auf jeden Fall. Denn Potenzial haben sie mit Sicherheit. Gerade die Handlung gefiel mir ab einem gewissen Punkt sehr gut, so dass diese die Schwierigkeiten mit den Figuren absolut wett gemacht hat. Schade, dass ich an diesem Buch so lange gesessen habe. Ich glaube gerade den bildhaften und lebendigen Schreibstil hätte ich noch mehr genießen können, wenn ich das Buch mehr in einem Stück gelesen hätte. Aber naja, zumindest freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung. Denn der Autor hat mich ziemlich angefixt und ich will mehr über die Welt von Callista und Lukan erfahren. Ich vergebe letztendlich 4 von 5 Welten.  
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