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Carlotta Fiore #1

Wiener Totenlieder

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Ein Tenor wird mit seinem Kostüm ermordet, eine Soubrette unter einem Kulissenteil begraben und eine Sopranistin vergiftet. Und das am weltberühmten Wiener Opernhaus. Die Polizei ist machtlos und bittet Kaufhausdetektivin Carlotta Fiore um Hilfe. Die ist nicht nur gescheiterte Opernsängerin, sondern auch die Tochter der weltberühmten Sopranistin Maria Fiore. Eigentlich wollte Lotta die Welt von egozentrischen, hyperventilierenden Künstlern für immer hinter sich lassen. Sie hasst alles, was damit zusammenhängt. Aber so richtig spannend ist die Arbeit im Kaufhaus auch nicht. Also lässt sie sich als Statistin in die Oper einschleusen. Ihr zur Seite steht Konrad Fürst, ein ehemaliger Kriminalkommissar, der sich als Clown durchschlägt, seit vor langer Zeit seine kleine Tochter verschwunden ist. Doch der Mörder lässt sich nicht aufhalten – sein nächstes Ziel: Lotta Fiore.

384 pages, Paperback

First published March 6, 2015

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About the author

Theresa Prammer

17 books8 followers
Theresa Prammer is an Austrian author, actress, and director.

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Community Reviews

5 stars
18 (26%)
4 stars
25 (37%)
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17 (25%)
2 stars
6 (8%)
1 star
1 (1%)
Displaying 1 - 20 of 20 reviews
Profile Image for Shanoe.
1,959 reviews16 followers
October 8, 2021
Mir wars leider zu wenig Krimi und zu viel Fokus auf das Privatleben der Ermittlerin (dass ich das mal sage, hätte ich mir auch nicht gedacht). Das Problem dabei war vermutlich, dass die Auflösung bezüglich der Probleme der Ermittlerin extrem vorhersehbar war - da hätten es subtilere Andeutungen auch getan - und mir die Ermittlerin bis zum Ende hin nicht wahnsinnig sympathisch war. Immer nur dreht sich alles um sie, sie ist außerdem ziemlich passiv (außer wenn es darum geht, wo sie Sex und/oder Alkohol herbekommt) und ja. Der Fall selbst war auch eher konstruiert, fand ich, alles in allem kann ich leider nur einen Stern geben.
Profile Image for Martina.
54 reviews2 followers
April 3, 2015
An der Oper in Wien finden Morde statt und um diese aufzuklären, werden die Kaufhausdetektivin Carlotta und der Clown Konrad beauftragt, sich als Statisten in die Oper einzuschleusen und undercover zu ermitteln. Carlotta, die ihren Namen nicht mag und deshalb lieber Lotta genannt wird, ist die Tochter einer verstorbenen Opernsängerin, die sehr erfolgreich und beliebt war. Sie hat zwar in der Vergangenheit versucht, in die Fußstapfen ihrer Mutter zu treten, war aber nicht erfolgreich. Während Lotta und Konrad ermitteln, passieren weitere Morde an der Oper, doch statt diese vorübergehend zu schließen, finden weiterhin Vorstellungen statt und die Oper ist so gut besucht, wie schon lange nicht mehr. Schließlich kommt es zum großen Showdown und auch Lottas und Konrads Leben sind in Gefahr. Es bleibt bis knapp vorm Ende noch unklar, wer hinter den Morden steckt.

Anfangs war mir die weibliche Protagonistin Lotta gar nicht sympathisch, doch das hat sich zum Glück gebessert. Das Buch hat mich gut unterhalten, aber die ganzen Zusammenhänge, die sich am Schluss aufgelöst haben, waren schon fast etwas zu viel an "Zufällen" bzw. "zufälligen Begegnungen".
Profile Image for Theogirl.
199 reviews1 follower
September 21, 2019
Der Vergleich mit Wolf Haas' Brenner stammt wohl von jemandem, der Schnitzel mit Majonaise isst. Brenner ist als literarische Figur längst Kult, ein Grantler und Unsympathler, wie man in Wien sagt, aber immer authentisch und daher ein Liebling vieler LeserInnen.
Prammers Figur der Lotta Fiore steht nicht mal zu ihrem eigenen Namen (so viel zu authentisch). Eine Alkoholiker- Nymphomanin mit Mutter-Komplex, die ja doch nur auf die große Liebe (ergo einen Mann) wartet, unsympathisch und regelrecht abstoßend.
Wie enttäuschend und alles andere als fesselnd. Das Ende ist so kitschig, dass ich den Roman von bis dahin mittelprächtig, zu absolut schrecklich herabstufte. Ich erwartete einen spannenden Krimi mit einer starken Frauenfigur und bekam einen langatmigen, rosaroten Frauenroman mit Schmalzende.
Profile Image for FrauProf Neu.
6 reviews3 followers
August 9, 2017
Der Vergleich mit Wolf Haas hinkt gewaltig, habe nicht einmal gelacht, das aber von einem Krimi nicht vordergründig erwartet. Überraschendes, leider kitschiges Ende
Profile Image for Jasbr.
932 reviews13 followers
December 29, 2019
Ich gebe zu - der Einstieg in das Buch ist mir nicht ganz so leicht gefallen. Es hat ein paar Seiten gedauert, bis ich mich in die Wiener Opernwelt hineinversetzen konnte. Auch die Protagonistin Lotta machte auf mich erstmal keinen überzeugenden Eindruck, was sich aber im Laufe des Buches komplett geändert hat.

Aber erstmal zum Aufbau des Buches: Es wird fast alles chronologisch erzählt, dabei stehen die beiden Protagonisten im Mittelpunkt. Wenn allerdings ein Mord geschieht, wechselt die Perspektive in die des Opfers. Das fand ich richtig gut. Zwischen den Kapiteln gibt es nochmal Passagen über ein "Mädchen", von dem man nicht weiß, wer es ist. Dabei handelt es sich um Szenen aus der Vergangenheit, die vom eigentlichen Plot losgelöst wirken. Sie sind auch optisch extra hervorgehoben, was ich sehr gut fand, da man so nicht durcheinander kam. Mit der Zeit hat man schon eine Ahnung, was das Ganze soll - dazu muss man das Buch aber lesen und ich möchte nicht spoilern. Auf jeden Fall hat mir der abwechslungsreiche Aufbau sehr gut gefallen.

Die Protagonistin konnte mich wie gesagt man Anfang nicht überzeugen, da ihr Leben doch etwas selbstzerstörerisch ist. Es gibt generell sehr viele Hintergrundinformationen zu ihrer Vergangenheit, was mich anfangs etwas gestört hat, da die eigentliche Handlung für meinen Geschmack zu langsam voran ging. Allerdings musste ich gegen Ende meine Meinung revidieren: Dadurch, dass man so gut Bescheid weiß, macht vieles am Ende noch mehr Sinn und rundet die Geschichte gut ab.

Auch die Art, wie die Morde beschrieben wurde, war super. Hier lässt die Autorin auch gern zwischen den Zeilen lesen. Man erlebt wie erwähnt mit, wie das Opfer stirbt - aber eine wirkliche Todesursache wird nicht immer genannt. Hier bleibt Raum für eigene Gedanken und es ist auch überhaupt nicht nötig, das Offensichtliche noch einmal zu erwähnen.

Nach einem eher mittelmäßigen Anfang hat mich das Buch dann doch so gepackt, dass ich absolut gefesselt war und die beiden weiteren Fälle unbedingt noch lesen möchte - auch weil das Ende etwas gemein ist, da es offen ist. Von mir gibt es deswegen 4,5 Sterne!
6 reviews
October 12, 2022
Nettes Buch für Zwischendurch :) Bin mit nicht besonders vielen Erwartungen herangegangen, hat mir dann aber besser als erwartet gefallen. Anfangs zieht es sich ein bisschen, das gleicht sich dann aber mit dem rasanten Ende wieder aus. Zwar etwas vorhersehbar, aber dennoch lesenswert! Der Schreibstil macht Luft auf die Fortsetzung oder andere weitere Bücher der Autorin. Und der Wienbezug ist auch echt nett eingestreut, könnte aber noch ein kleines bisschen mehr davon sein.
351 reviews
January 9, 2021
Manchmal beginnt man ein Buch zu lesen und hat absolut keine Erwartungen. Man weiß zwar, das es einen Preis gewonnen hat, aber das muss nicht heißen, dass es einem gefällt. Dann verliert man sich langsam aber sicher in die Geschichte, verfolgt atemlos das Geschehen und beim letzten Satz gleitet man mit einem warmen Gefühl ins nächtliche Traumland (ich lese immer vor dem Einschlafen :-)).
Profile Image for Marlene.
271 reviews
June 3, 2021
Note to self: Do not read crime/detective stories late at night. 🙈

Spannender Krimi inklusive Familienverwicklung und musikalischen Referenzen, zumindest was die aufgeführten Opern an der „Wiener Oper“ betrifft, an der Carlotta Fiore und Konrad Fürst undercover als Statisten ermitteln.

Spannend und intensiv. Vor allem, wenn man es fast in einem Stück liest.
Profile Image for Mia.
339 reviews2 followers
June 18, 2018
Schräg, ziemlich vorhersehbar und trotzdem unerwartet. (Bin gespannt wie der nächste Teil mit diesem Ende vereinbar ist.)

19 reviews
September 10, 2021
Bin kein krimi Fan aber immerhin ganz gut geschrieben.
20 reviews
August 20, 2023
Lustiger Schreibstil- vor allem zu Beginn des Buches.
Spannende Handlung mit vielen brisanten Ereignissen und Wendungen.
Profile Image for Angi.
167 reviews2 followers
April 14, 2015
Die Geschichte:
Carlotta Fiore ist die Tochter einer berühmten Opernsängerin, die es aber selbst leider beruflich nicht so weit geschafft hat: sie fristet ihr Dasein als Kaufhausdetektivin. Als sie von einem Bekannten gebeten wird, sich als verdeckte Ermittlerin in die Wiener Oper einschleusen zu lassen, stimmt sie widerwillig zu: des Geldes wegen.
Hilfe bei diesem Job erhält sie von dem Ex-Polizisten Konrad Fürst. Die beiden sollen als Statisten auskundschaften, wer hinter einer rätselhaften Mordserie steckt, bei der die Opfer live während der Vorstellungen sterben.
Lotta und Konrad laufen Gefahr, plötzlich selbst ins Visier des Täters zu geraten, denn die Zahl der Angestellten nimmt rapide ab: kaum jemand will noch auftreten, die Krankmeldungen häufen sich. Ob sie ihren Auftrag erfolgreich beenden können?

Meine Meinung:
Erst mal muss ich zugeben, dass ich an dieses Buch mit eher geringen Erwartungen herangegangen bin. Das lag zum einen vielleicht am Cover, das mich nicht so überzeugt hat. Außerdem hatte ich befürchtet, dass der Opernbetrieb zu detailliert im Vordergrund stehen würde.
Doch ich muss zugeben: ich wurde absolut angenehm überrascht! :)

Der Schreibstil von Theresa Prammer hat mir sofort bestens gefallen. An manchen Stellen schreibt sie auch leicht ironisch-humorvoll … so was liebe ich! Ihre Dialoge wirkten auf mich sehr authentisch und die Schauplätze konnte ich mir auch gut vorstellen.
In Zeiten boomender Regionalkrimis muss ich noch dazu sagen: dieser hier gehört nicht in diese Kategorie. Es tauchen zwar natürlich einige landestypische Dinge oder Begriffe auf, aber das bleibt nebensächlich.
Erzählt wird uns die ganze Geschichte übrigens aus Lottas Sicht bzw. in manchen Kapiteln aus der Perspektive der späteren Opfer.
Unterbrochen wird die spannende Handlung immer wieder durch eine andere Geschichte: betitelt mit “Das Mädchen” lernen wir in diesen meist recht kurzen Einschüben ein Kind kennen, das anscheinend ein schweres Trauma erlitten hat.

Was die Charaktere betrifft: die Hauptpersonen sind sicher Lotta und Konrad, doch auch die anderen Figuren werden sehr schön beschrieben und wirken alles andere als blass. Etwas verkorkste Protagonisten, die sich unter anderem mit Beziehungs- und Suchtproblemen herumplagen, sind ja nun nichts Neues mehr – und müssen nicht zwingend sympathisch wirken. Doch hier habe ich Konrad sehr schnell ins Leserherz geschlossen und auch Lotta fand ich mit der Zeit immer liebenswerter. Je mehr man aus der Vergangenheit der beiden erfährt, desto mehr Verständnis hat man für ihre Eigenarten und Nöte.
Eine meiner absoluten Lieblingsfiguren in diesem Buch ist das sog. “Ameisenbärmädchen”. Das klingt zunächst nicht sehr schmeichelhaft, aber wenn ihr es lest, dann werdet ihr sehen, was ich meine! ;)

Zur Krimihandlung kann ich sagen, dass ich schon nach wenigen Seiten sehr gefesselt war davon. Auch die mysteriösen Einschübe über das unbekannte Mädchen haben dazu beigetragen, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte.
Die Morde sind vielleicht nicht immer hundertprozentig realitätsnah und manchmal sind Zufälle nötig, damit alles funktioniert, aber das hat mich in diesem Buch irgendwie gar nicht gestört.
Zum Schluss hin wird die Story immer emotionaler, ohne jedoch zu kitschig zu wirken. Mag sein, dass hier meine Vorliebe für Happy Ends (und die leicht tränenfeuchten Augen ;) ) auch dafür gesorgt haben, dass ich manches nicht so kritisch betrachtet habe. Beim letzten Satz habe ich jedenfalls sehr erleichtert aufgeatmet: eine Wendung, die ich mir kaum zu wünschen gewagt hätte.

Dieses Krimidebüt kann ich allen Liebhabern spannender Lektüre nur empfehlen! Mir hat es bestens gefallen und ich hoffe, dass ich sehr bald mehr von Lotta lesen darf!

Fazit:
Ein geniales Krimidebüt mit liebenswerten Protagonisten und genau der richtigen Balance zwischen Spannung und Emotionen! Auf eine Fortsetzung freue ich mich schon heute!
Profile Image for Julia.
139 reviews3 followers
April 28, 2015
In was für Welten leben wir Menschen eigentlich? Eines macht dieser Krimi schon einmal klar: Die Opernwelt ist eine ganz eigene! Der Kriminalroman „Wiener Totenlieder“ entführt den Leser in die wunderbare Kulisse der Wiener Oper und verfolgt ein rasantes Ermittlerduo dabei, den Mörder der Oper zu fassen. Neben diesem wunderbaren Schauplatz und kreativen „Live-Morden“ steht aber auch das Privatleben der Protagonisten im Fokus: Die Liebe, der Verlust, Enttäuschungen und Hoffnung. Ein Buch zum Mitfiebern!
Carlotta hält ihr Leben für gescheitert. Ihre Mutter, eine berühmte Operndiva, verfolgt sie auch noch nach ihrem Tod. Sie selbst schaffte es nie als Sängerin und wird dennoch den langen Schatten ihrer Mutter nicht los. Sie ertränkt ihre gescheiterten Liebschaften und Lebensentwürfe lieber im Alkohol und arbeitet als Kaufhausdetektivin in einem Möbelgeschäft. Doch plötzlich taucht ihr Exfreund und Kommissar mit einem Undercover-Auftrag bei ihr auf: In der Wiener Oper geschehen Morde und dank ihrer Kontakte soll sie eingeschleust werden und den Täter fassen. Aber das nicht allein. Ihr wird der Ex-Ermittler Konrad Fürst zur Seite gestellt, dessen Leben ebenfalls nicht ganz so verläuft wie geplant. Er ist auf der Suche nach seiner entführten Tochter…Gemeinsam machen die beiden sich in die Oper auf und ermitteln als Statisten. Doch das klang einfacher als getan: Lotta wird mit ihrer Vergangenheit konfrontiert und die Anzahl der Morde nimmt schnell zu. Wer hat ein Interesse daran der Oper zu schaden? Oder schaden die Morde ihr vielleicht gar nicht?
Das Buch hat sehr viele Facetten. Tragend sind auf jeden Fall die Zeichnungen der beiden Hauptcharaktere Lotta und Konrad. Lotta ist chaotisch und naiv. Man möchte ihr manchmal für die Dinge die sie sagt und tut eine Ohrfeige verpassen. Insgeheim drückt der Leser aber die Daumen, dass sie ihr Leben wieder in die richtigen Bahnen bekommt. Der Liebling im Buch ist wohl Konrad, der seit Jahren auf der Suche nach seiner verschwundenen Tochter ist. Beide gemeinsam sind ein liebevolles und komisch-witziges Ermittlerduo, das dem Leser einfach Spaß macht. Auch viele andere Charaktere sind klasse. So gefiel mir Hannes ziemlich gut und auch die kleine Fanny darf nicht fehlen. Die Zahl der Verdächtigen ist nie besonders groß und dennoch habe ich persönlich nicht mit dieser Auflösung gerechnet.
Theresa Prammer hat einen wunderbaren Schreibstil. Spannend ist auch, dass Lotta zwar die Ich-Erzählerin ist, viele der Morde aber aus der Perspektive des Opfers geschildert werden. Der Krimi ist intelligent und herzlich geschrieben. Man stockt nicht, sondern genießt. Auch die Kapitelnamen finde ich gut gewählt. Man hat das Gefühl, als wenn die Autorin die Oper sehr liebt und den Leser in einen Teil ihrer selbst mitnimmt. Im Allgemeinen erfährt man viel über den Mikrokosmos der Oper, was ich wirklich interessant fand!
Bei diesem Buch stehen zwar die Morde an der Oper im Vordergrund, doch werden sie immer wieder vom Privatleben der Charaktere abgelöst. Des Weiteren gibt es sehr viele Handlungsstränge, die erst am Ende zusammengeführt werden. Mich konnte man übrigens wunderbar täuschen, denn ich hielt wenigstens einen Punkt der Auflösung für unmöglich. Allerdings ist dies auch mein Kritikpunkt. Mir gefiel das Ende nicht so ganz, was aber natürlich meinungsabhängig ist.
Alles in allem ist „Wiener Totenlieder“ ein wirklich tolles Buch. Mein Interesse an der Stadt Wien und auch an der Oper war schon immer groß, aber dieser Kriminalroman steigert es noch. Lotta und Konrad ermöglichen uns Einblicke, die mehr als lesenswert sind. Für dieses Duo gibt es von mir 4 von möglichen 5 Sternen.
Profile Image for Angelika.
333 reviews7 followers
April 10, 2015
Die Geschichte:

In der Wiener Staatsoper fällt ein Tenor während der Vorstellung in den Orchestergraben. Eine Spiegelscherbe seines Kostüms steckt in seinem Rücken und schnell wird klar es war Mord. Bereits einige Zeit vorher kam eine Sängerin unter mysteriösen Umständen in der Oper ums Leben. Die Wiener Polizei beschließt einen Undercover Einsatz und schleust Charlotta “Lotta” Fiore und Konrad Fürst in das Traditionshaus ein. Sie sollen als Statisten die Künstler und Angestellten durchleuchten und dem Mörder auf die Spur kommen, denn eines ist klar: der Mörder kommt aus dem Umfeld der Oper. Nur das Motiv ist völlig unklar. Ist es ein persönlicher Racheakt oder will der Täter mehr Aufmerksamkeit für die Oper? Es beginnt eine mörderische Suche nach dem Täter….

Mein Eindruck:

Bereits der Prolog hatte einen schwarz humorigen Stil, der mir sehr gut gefiel. Mit Lotta Fiore und Konrad Fürst schickt die Autorin dann auch ein kurioses Pärchen auf Mörderjagd. Beide sind in gewisser Weise gescheiterte Persönlichkeiten. Sie hat einen Drang zum Alkohol, dem sie auch allzu gerne nachgibt, er ist durch eine persönliche Tragödie in seinem Leben gezeichnet. Dass es sich also um keinen herkömmlichen Krimi handelt, ist schon auf Grund diese beiden Ermittler klar. Die Dialoge der beiden sind oft spritzig bissig und machten Spaß zu lesen. Auf witzige Weise zog sich dieser spitzzüngige, leicht beißende Stil durch einen Großteil der Handlung. In der Erzählung kommen sehr viele Charaktere vor, einig. Besonders die immer wieder kehrenden sind eher oberflächlich dargestellt. Die Ermittlerarbeiten litten auch an dieser Ungenauigkeit. Das liegt vielleicht daran, dass neben den Morden in der Oper im privaten Umfeld der beiden Hauptpersonen noch einiges am Laufen ist. Da hatte ich den Eindruck die Autorin war sich noch nicht ganz sicher zu welchem Genre der Roman denn gehören sollte – einerseits schwarz humorige Krimigeschichte, andererseits spannungsgeladener Thriller. Was durchaus zusammenpasst, wenn es gut durchdacht gemacht ist. Für mich war das in den einzelnen Handlungen nicht der Fall. Das Eine hatte mit dem Anderen eigentlich nichts zu tun. Das war für mich nicht sehr stimmig. Der fulminante Showdown war gut gemacht, versöhnte mich aber nicht ganz. Fragen sind noch offen. Man weiß zwar wer der Täter war und hat auch ein Motiv, die Tötungen sind aber zu speziell, dass ich mir nicht vorstellen konnte wie gerade diese Täterperson das so gemacht hat. Auch wenn man die Handlung nicht wirklich ernst nehmen darf – welches Opernhaus würde eine Aufführung mit Minimalbesetzung bei solchen Mordfällen machen Zwinkerndes Smiley – sind für mich zum Schluss doch noch einige entscheidende Fragen offen.

Mein Fazit:

Mit Wiener Totenlieder ist Theresa Prammer ein recht amüsantes Kriminaldebüt mit einigen Hochs und Tiefs geglückt. Persönlich waren mir zu viele seichte Charaktertypen in die Handlung eingebaut. Zu viele Drehungen und Wendungen, eine Art Bäumchen wechsle dich. Als Leser stellte sich mir schon des Öfteren die Frage: “War das jetzt wirklich nötig?”, eine eindeutige Antwort konnte ich bis zum Ende nicht finden. Gefallen fand ich vor allem an den beißenden höhnischen Dialogen.
Profile Image for Bromer65.
41 reviews
March 29, 2015
In der Wiener Oper geschehen Morde an den Künstlern bei den Aufführungen vor Publikum.
Nach dem zweiten Mord wendet sich die Polizei hilfesuchend an die Kaufhaus-Detektivin Carlotta Fiore, genannt Lotta. Lottas Mutter war eine berühmte Opernsängerin, die unter anderem auch an der Wiener Oper gesungen hat. Sie ist aber vor 2 Jahren an Krebs gestorben.
Da die Polizei überzeugt ist, dass der Täter in der Oper beschäftigt ist, aber bei ihrem Ermittlungen keinen Schritt weiterkommt, versucht sie, Lotta zu einem "Undercover"-Einsatz zu überreden. Zur Seite gestellt wird ihr Konrad Fürst, ein ehemaliger Kriminalkommisar, dessen Tochter vor vielen Jahren verschwunden ist und der sich seitdem als Clown "Foxi" durchs Leben schlägt. Zusammen werden die beiden als Statisten an der Wiener Oper eingeschleust. Allerdings können auch sie nicht verhindern, dass weitere Morde passieren...
Die Undercover-Aktion soll absolut geheim bleiben, bei der Polizei hat ein Unbekannter 10 000 Euro für die Aufklärung der Morde zur Verfügung gestellt.
Der Ansprechpartner bei der Polizei ist Hannes Fischer. Erschwerdend ist, dass Lotta ihn kennt, weil er mal kurze Zeit ihr Geliebter war. Auch Konrad Fürst kennt ihn aus seiner Zeit bei der Polizei.
Lotta und Konrad sind beide gescheiterte Existenzen, wie man im Verlauf des Buches erfährt.
Lotta ist als Opernsängerin gescheitert, weil sie kein Talent hatte, und auch an der Polizeiausbildung ist sie gescheitert. Sie hat sich daher in den Job als Kaufhaus-Detektivin gestürzt, auch in ihrem Privatleben läuft vieles nicht rund und sie trinkt viel zu viel Alkohol.
Konrad Fürst hat das Verschwinden seiner 4-jährigen Tochter ebenfalls nicht gut verkraftet. Die Polizei hat nie klären können, was tatsächlich mit Julia Fürst passiert ist, nur ihr Rucksack wurde im Wienfluss gefunden, die Ermittlungen wurden irgendwann eingestellt. Aber Konrad glaubt nach wie vor, dass seine Tochter nicht tot ist und ist deswegen Clown geworden, weil er seine Tochter bei seinen Auftritten als Clown Foxi sucht...
Immer wieder taucht im Buch auch ein kleines Mädchen auf, das weiß, dass es nicht zuhause ist und die Frau, die behauptet, seine Mutter zu sein, nicht seine richtige Mutter ist. Es wird gegen seinen Willen dort festgehalten und ein zweites Mädchen, das ebenfalls dort wohnte, ist nach einiger Zeit verschwunden...

Theresa Prammer hat mit diesem Buch einen absolut lesenswerten Krimi geschrieben.
Spannung herrscht ab der ersten Seite des Buches, die Autorin lässt ihre Mitwirkenden richtig lebendig wirken, und man kann aufgrund der immer wieder unvorhersehbaren Handlungsstränge nicht erahnen, wer tatsächlich der Täter ist. Erst in den letzten 50 Seiten klärt sich dann wirklich ALLES auf. Ich war total erstaunt, was sich die Autorin da alles ausgedacht hat.
So einen tollen Krimi hatte ich lange nicht mehr in den Händen, ich kann nur sagen: LEST DIESES BUCH !!
Von mir gibt es die volle Punktzahl, und ich hoffe mal auf weitere tolle Bücher der Autorin....
Profile Image for Anyah Maria.
467 reviews9 followers
July 8, 2015
Der Tenor Wilhelm Neumann wird während der Premiere auf der Bühne ermordet, er kann gerade noch den Beginn der Rolle des Monostatos in Mozarts Zauberflöte schmettern und das auch noch besser als jemals zuvor, dann bricht er tot zusammen. Wollte jemand die Premiere des Stückes verhindern oder ist jemand anderes scharf auf die Rolle des Monostatos? Da es nicht bei diesem einen Mord an der Oper bleibt, zieht die Polizei die Privatdetektivin Lotta Fiore hinzu. Sie soll im Mordfall an der Oper undercover ermitteln, verfügt sie doch über eine abgebrochene Opernausbildung und ist zudem die Tochter der berühmten Sopranistin Maria Fiore. Ihr zur Seite gestellt wird der ehemalige Kriminalkommissar Konrad Fürst, der sich seit dem Verschwinden seiner Tochter als Clown über Wasser hält.

Die Autorin Theresa Prammer schafft es in brillanter Weise die Atmosphäre ihrer Schauplätze lebendig werden zu lassen und baut gleich zu Beginn eine unglaubliche und atemberaubende Spannung auf, die sie bis zum Schluss aufrecht erhalten kann. Die Charaktere sind kantig und liebenswert zugleich. Dadurch dass ihre beiden Hauptfiguren, Lotta und Konrad, ein durchaus als schwierig zu bezeichnendes Vorleben besitzen, also ihre Ecken und Kanten haben, kommen sie richtig authentisch rüber.

Die Mordaufklärung und die Geschehnisse an der Oper werden in den Kapiteln des Buches abgewechselt mit kurzen Passagen über ein kleines Mädchen, auch hier schafft Theresa Prammer eine Spannung und Geheimnisse aufzubauen, die bis zum Ende des Buches aufrecht erhalten werden und die den Leser fesseln.
Das Buch ist wunderhübsch eingebunden, der Schutzumschlag gefällt mir ausgesprochen gut, er zeigt eines der bekanntesten Wahrzeichen Wiens: das Riesenrad im Prater. Der Hintergrund signalisiert das Licht eines Sonnenauf- oder -unterganges in seinen herrlichen Farben.
Die Kapitelüberschriften haben fast ausschließlich alle einen Bezug zur Musik, was ich als sehr stimmig zur Atmosphäre in der Opernwelt empfinde.
Außerordentlich beeindruckt bin ich von der Story und dem rasanten Erzähltempo der Autorin.
Besonders schön ist auch die Taktik von Theresa Prammer, den Mörder und sein Motiv über lange Zeit geheim zu halten. Ein Thriller in einem ungewöhnlichen Ambiente, dem ich 5 von 5 Sternen vergebe und den ich von Herzen gerne weiter empfehlen möchte.
Profile Image for Ma.
462 reviews1 follower
February 9, 2017
Das Buch "Wiener Totenlieder" ist der erste Band einer Reihe und erschien 2015 als Hardcover und Hörbuch. 2016 erschien der 2. Band um Carlotta Fiore und im Frühjahr 2017 ist die Veröffentlichung des dritten Bandes geplant.

Da ich bereits vor zwei Jahren die Leseprobe gelesen hatte und davon begeistert war, habe ich mich gefreut, als mir dieses Buch nun doch noch in die Hände gefallen ist. Der Schreibstil ist locker und lässt sich leicht lesen und durch die Ortskenntnis hatte ich auch die Handlungsorte, allen voran die Wiener Oper, direkt vor Augen.

Für meinen Geschmack ist die Wandlung der alkoholabhängigen Protagonistin Maria Fiore gerade im letzten Drittel des Buches zu extrem und wirkt auf mich unglaubwürdig, da das angepasste Verhalten nicht zu dem rebellischen Verhalten aus den ersten zwei Dritteln des Buches passt (so hat mir Maria besser gefallen).

Ich hatte bei dem Buch einen Krimi erwartet, jedoch war die Krimihandlung in diesem Werk eher eine Nebenhandlng. Die einzelnen Personen samt ihrer (dramitischen) Lebensgeschichten nehmen sehr viel Raum in diesem Buch ein - und dazu kommen noch die Rückblendungen eines Mädchens, die immer wieder eingestreut werden.

Da ich unbedingt wissen wollte, wer hinter den Morden steht, habe ich das Buch bis zum Ende durchgelesen. Leider ist der "Wiener Charme" nicht auf mich übergesprungen, denn weder von der lokalen Sprache (wenigstens eine Figur hätte Wiener Dialekt sprechen können) noch bekannte Orte außerhalb der Oper werden aufgesucht. Dadurch ist für mich der Handlungsort nicht typisch Wienerisch, sondern ziemlich austauschbar.

Mein Fazit: Eine gute Buchidee, die mir als Roman oder Drama besser gefallen hätte.
Profile Image for Wal.li.
2,573 reviews72 followers
April 1, 2016
Mordsoper

Für eine Opernkarriere hat es nicht gereicht, deshalb arbeitet die Tochter der verstorbenen Operndiva als Kaufhausdetektivin. Also, auch deshalb, weil es mit der Ausbildung bei der Polizei nicht geklappt hat. Carlotta, die lieber Lotta heißt, fällt daher aus allen Wolken, als Hannes Fischer sie um Mitarbeit an einem Fall bittet. Wegen ihrer Kontakte zur Oper so sie dort eine Statistenrolle übernehmen. Gleichzeitig soll der Ex-Polizist Konrad Fürst eingeschleust werden, um die Ermittlungen voranzutreiben. Zwar ist es so ziemlich das Letzte, wovon Lotta träumt, aber nachdem bereits das zweite Ensemblemitglied umgekommen ist, willigt sie doch in das Angebot ein.

Oftmals nicht ganz bei der Sache, in ihre eigenen Probleme verstrickt, taucht Lotta schneller wieder in die Welt der Oper ein als ihr lieb ist. Die ehemaligen Kollegen der Mutter erkennen sie natürlich und damit wird die Erinnerung an ihre Kindheit geweckt. Die alten Alpträume drängen sich ins Gedächtnis zurück. Doch auch ihr gemeinsamer Einsatz mit Konrad Fürst kann weitere Opfer nicht verhindern. Es muss ein Insider sein, der gute Kenntnisse der Szene hat. Was kann nur ein Motiv sein, Menschen, die eher als Nebendarsteller fungieren, auf offener Bühne zu töten.

Vielleicht fragt man sich, ob ein lang gehegter Groll wirklich zu solchen Auswirkungen führen kann und ob es solche Zufälle geben kann. Nichtsdestotrotz fühlt man sich in die sympathischen Protagonisten hinein, verdreht zwar manchmal die Augen, wenn die Handlungen etwas abwegig erscheinen, ist aber in jeder Minute der Lektüre mit jeder Faser dabei. In die Zerrissenheit Lottas kann man sich bestens hineinfühlen. Man bebt förmlich mit ihr, wenn ihr innerlicher Vulkan auszubrechen droht, man wünscht, sie möge den Knoten in ihrem Herzen lösen können. Genauso möchte man Konrad in seiner Suche unterstützen. Dabei lässt man sich in die Welt der exzentrischen Operndarsteller entführen und erhält amüsante und witzige Einblicke in eine Szene, die sich selbst vermutlich sehr ernst nimmt.

Ein spritzig spannendes Debüt.
Displaying 1 - 20 of 20 reviews

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