Ein Dämon! Eine dunkle Prophezeiung! Eine unvorstellbare Liebe!
Von diesen drei Dingen ahnt Liz Carter noch nichts, als sie an diesem Morgen in Cambridge den Hörsaal betritt, wo ihr attraktiver Numerik-Professor mal wieder seine Studenten mit unmöglichen Aufgabenstellungen quält. Nur Liz kann ihm dank ihrer außergewöhnlichen mathematischen Begabung regelmäßig die Stirn bieten, was den oft so cholerischen Professor Daniels zur Weißglut treibt. Als sie aber kurze Zeit später auf dem Campus brutal überfallen wird, ist ausgerechnet er es, der sie rettet. Zumindest glaubt Liz, seine Gegenwart auf unerklärliche Weise wahrgenommen zu haben; denn eigentlich hat sie nicht mehr gesehen, als einen Schatten, der den Angreifer scheinbar mühelos davon schleuderte. Um herauszufinden, was gerade wirklich passiert ist, muss sie sofort zu Professor Daniels. Doch als dieser ihr die Haustür öffnet, wirkt er seltsam verändert. Trotz ihres mulmigen Gefühls, ist Liz sofort auf eine unerklärliche Weise fasziniert von ihm und tritt ein – ohne zu ahnen, wer da wirklich vor ihr steht …
Das Buch ist nicht schlecht aber auch nicht besonders gut. Ich bin echt gut reinkommen und bis ungefähr 40 % war ich auch ganz angetan. Danach wurde es langatmig, Nicht langweilig spannend war’s schon aber irgendwie haben sich verschiedene Teile doch ganz schön gezogen so dass ich mehre Seiten einfach nur überflogen habe. Also ein ganz guter Anfang aber die Kurve ging zum Schluss hin immer weiter nach unten.
Ich bin mit der Hälfte des Buches durch und werde an dieser Stelle auch nicht mehr weiterlesen. Die Idee mit den Traumdämonen hat mir sehr gut gefallen, die Umsetzung war aus meiner Sicht leider mehr als mangelhaft.
Im Laufe des Buches habe ich immer mehr Probleme mit der Geschichte bekommen. Beide Protagonisten haben dem Anschein nach bisher noch wenig tatsächliche Schwachstellen. Mal abgesehen davon, dass das ja doch sehr unrealistisch ist, macht es Liz und Joshua unglaublich unsympathisch.
Liz, die aus irgendeinem Grund übermäßig intelligent ist, stellt sich immer wieder über alle anderen Personen im Buch, stereotypisiert die gesamte Schülerschaft der Uni und fühlt sich prinzipiell allen überlegen.
Hierbei ein Zitat der ERSTEN SEITE: "Heute würde sie nichts anderes erwarten, als langweilige Vorlesungen, deren Inhalt sie bereits kannte; vermutlich besser als diejenigen, die es ihr beibringen wollten."
Ist klar, wir haben verstanden, Liz ist seeehr intelligent. Direkt danach wird ihr von niemandem geringeren als einem Footballspieler zugerufen, sie habe einen "geilen Arsch". Nachdem sie ihn in die Schranken weist, entscheidet sich der natürlich hirnlose Sportler, sich durch Vergewaltigung an ihr zu rächen. Der allwissende Professor, der sie selbstverständlich aus der Misere mit dem "Football-Team-Neandertaler" rettet, ist nicht minder unsympathisch.
Joshua ist irgendwie dieser super mächtige Dämon, der sich früher anscheinend dadurch ernährt hat, mit Frauen in deren Träumen zu schlafen. Aus einem mir sehr unerklärlichen und nicht ganz schlüssigen Grund hat er dann entschieden, dies nicht mehr zu tun und nun nur noch Leute mit Albträumen heimzusuchen, anstatt sie mehr oder weniger im Traum zu vergewaltigen. Was ja an sich keine schlechte Sache ist. Trotzdem tut er genau das am Anfang des Buches bei Liz' Bester Freundin und verführt sie im Schlaf, ohne dass diese davon wirklich weiß! Creepy hoch 10!!! Liz verzeiht ihm das natürlich nach einer, meiner Meinung nicht ausreichender, Erklärung, ohne weitere Nachfragen.
Bei Joshua setzt übrigens auch Liz' ganzes restliches Wissen und auch die weibliche Emanzipation komplett aus. Liebe macht anscheinend tatsächlich blöd. Wo sie sich über alle anderen noch hinwegsetzt, ist Professor Daniels das Non-plus-ultra.
Ich habe noch weitere Kritikpunkte, unter anderem die fehlende Spannung, gestellt wirkende Konversationen und absolut vermeidbare Gefahrensituationen, in die sich beide immer wieder begeben. Diese werde ich aufgrund fehlender Motivation an dieser Stelle aber nicht weiter ausführen.
Betonen muss ich allerdings noch, dass ich das Buch NICHT FERTIG GELESEN habe. Also vielleicht passiert ja ein Wunder und die Autorin gibt nach der Hälfte des Buches auf einmal Gas, alles ergibt Sinn und die Hauptpersonen werden sympathisch.
Ob dies der Fall ist, werde ich wohl nie erfahren, für mich war "Dämonenkuss" leider Gottes ein Flop und konnte mich absolut nicht überzeugen.
Eine schöne Idee, aus der man etwas mehr hätte machen können... Es ging alles zack zack zack und ENDE! Für meinen Geschmack wurde es viel zu schnell erzählt... Schade!
Mich hat das Buch schon auf den ersten Seiten überzeugt: ein böser und fieser Professor, der es liebt, seine Studenten zu quälen. Mich hat er köstlich damit amüsiert. Dazu eine smarte hochintelligente Studentin, die es geistig locker mit ihm aufnehmen kann und auch gegenhalten kann – eine tolle Kombination.
Er nickte ebenfalls und atmete tief ein: „Meine Erinnerung setzt vor fast 20.000 Jahren ein. Ich habe Milliarden von Menschen gekannt und verstehe mehr als 1000 Sprachen.“ Liz runzelte sie Stirn. „Und ich hab‘ mir vor zwei Wochen die Fussnägel lackiert – vergleichen wir hier irgendwas?“
Die Geschichte ist herrlich amüsant geschrieben und hat mich mehrfach zum schmunzeln gebracht- dazu ist es durchgehend spannend und leicht zu lesen. Ein schönes Buch für einen stürmischen Wintertag: es ist düster, brutal aber auch emotional mit viel Erotik und hat mich wirklich gut unterhalten.