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Fremder Himmel

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»Mein Held«, hauchte sie. Und genau das war er. Ihr Held. Zähne blitzten weiß
auf, als er ihr zulächelte.

Mona, eine junge Autorin, hat gerade zum ersten Mal ein Manuskript beendet. Um das volle Potenzial ihrer Fantasy-Welt Kaemnor zu entfalten, trifft sie sich mit dem Lektor Bragi, der ihr helfen möchte und im Ausgleich nur ein Versprechen verlangt:
Mona darf nicht aufgeben, bis er es ihr erlaubt.
Sie stimmt zu und findet sich kurz darauf in Kaemnor wieder – der Welt, die sie selbst erschaffen hat. Doch während sie von da an bei jedem Einschlafen zwischen den Welten hin und her springt, muss sie sich eingestehen, dass sie längst keine so gute Autorin ist, wie sie gedacht hat …

344 pages, Paperback

Published October 1, 2017

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About the author

Dennis Frey

19 books2 followers

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Community Reviews

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4 stars
10 (55%)
3 stars
3 (16%)
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1 (5%)
1 star
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Displaying 1 - 5 of 5 reviews
Profile Image for Tilly Jones.
175 reviews6 followers
October 17, 2017
Inhalt/Meinung
Schon als ich den Klappentext gelesen habe, dachte ich mir, dieses Buch musst du lesen! Es wird mit Sicherheit megagenial! Und bevor ich das Buch ausgelesen hatte, habe ich es auch schon überall empfohlen!
Macht man ja eigentlich nicht, denn das Ende kann ja immer noch die ganze Geschichte kaputt machen, egal wie gut sie war. Habe ich mir jetzt selbst ein Loch gegraben oder war meine Vorabempfehlung sinnvoll?

Mona ist eine junge Autorin, die von ihrer Geschichte absolut überzeugt ist. Das, was sie geschrieben hat, ist nahezu perfekt und jeder, der das Gegenteil behauptet, spinnt. Auch ihr Professor, der ihr immer wieder rät, zu Überarbeiten. Kritisch zu sein. Es sich nicht zu einfach zu machen. Eine neu erdachte Welt lebt von ihrer Glaubwürdigkeit, aber Mona ist sich sicher, dass sie an alles gedacht hat. Jetzt sucht sie jemanden, der ihre Geschichte liest, ihr womöglich mit einem Lektorat weiterhilft. Dass das gar nicht so einfach ist, merkt sie recht schnell, denn ihre Freunde geben zu, befangen zu sein.
Schließlich landet Mona bei Bragi, einem Lektor, der ihr versichert zu helfen. Sie muss ihm nur versprechen, nicht aufzugeben und die Kontrolle nicht zu verlieren. Das alles für lau.
Mona willigt ein. Und das Unheil nimmt seinen Lauf…

Mona landet in ihrer erdachten Fantasywelt Kaemnor. Jetzt fängt der Spaß erst richtig an!
Der Anfang der Geschichte war etwas ruhig und ich habe die ganze Zeit gewartet, dass irgendwas passiert. Die „Reise“ von Mona in ihre Geschichte ist vollkommen unspektakulär, aber gleichzeitig war ich total überrascht! Genau wie Mona, die ja auch erstmal nicht wusste, was los war. Ich erlebte zusammen mit ihr diese Welt, dass fand ich mit am besten, denn alles war auch für sie neu, obwohl sie die Welt ja erdacht hat. Ich sah Kaemnor und seine Bewohner und konnte zeitgleich durch Mona erfahren, ob das so war, wie sie sich das vorgestellt hatte oder eben nicht.
Und dieses „oder eben nicht“ gab es oft. :-D

Jetzt kommen wir aber mal zu potte, ich plappere ja hier rum… „Fremder Himmel“ ist eine Geschichte, die von einem Autor für Autoren geschrieben worden ist (natürlich nicht nur! Aber ich bin mir sicher, dass sich so mancher Schreiberling an einigen Stellen wiederfindet^^). Mona erlebt das, was sich wohl jeder Autor wünscht! Sie erlebt ihre Geschichte mit Haut und Haar! Reist mit ihren Figuren und sieht die Denkfehler, die sie beim Schreiben hatte. Das hat meine Autorenseite natürlich total angesprochen und ich war hin und weg!

Aber das war noch nicht alles! Die Welten, die Dennis Frey erschaffen hat (war er dort auch zu Besuch?!), sind beide total realistisch. Einmal die Mona-Realität. Mona hat Sorgen und Probleme, mit denen sie sich rumschlagen muss. Natürlich ist es toll, dass sie Kaemnor besuchen kann, andererseits zerrt das auch an ihrer Konstitution. Es fällt ihr zunehmend schwerer, sich zu konzentrieren und Mona-Realität mit Kaemnor zu unterscheiden. Diesen Aspekt fand ich sehr gut, denn alles muss ja irgendwie ein Ende haben und wenn Mona sich in beiden Welten wohl gefühlt hätte, wäre das ja auch irgendwie komisch gewesen.
In Monas Realität mischt sich mehr und mehr Bragi ein, bis etwas passiert, dass Mona an seiner Integrität zweifeln lässt. Auch das war super, denn schließlich ist nicht jeder gut, nur weil er es sagt. Und nicht jeder hilft total selbstlos anderen, schon gar nicht ein magisches Wesen.
Allerdings hätte ich von Bragi gerne mehr erfahren. Was waren seine Beweggründe? Warum hat er Mona geholfen? Sicherlich nicht nur aus Spaß an der Freude und auch nicht nur zu seiner eigenen Unterhaltung. Ja, Mona zehren die Reisen zwischen den Welten aus, aber dennoch hat er ihr geholfen. Bragi kam mir einfach zu kurz. Genau wie der Polizist, der mehr zu wissen scheint als er sagt. Aber dazu kann ich nichts sagen, denn mehr weiß ich da leider auch nicht.

Kaemnor ist einfach nur genial! Anders kann ich es nicht sagen. Es passieren Dinge, die Mona so nicht geschrieben hat und sie lernt, dass es nicht immer gut, den einfachen Weg beim Schreiben zu gehen. Figuren brauchen Ecken und Kanten, ein Ziel, eine Motivation. Und sie dürfen auch mal sehr unhöflich sein.
Natürlich hat die Welt auch ihre Schwächen, aber erstens sind die von Mona so geschrieben (und werden ausgebessert) und zweitens macht das diese Welt ja erst liebenswert. Ich muss zugeben, dass mir Kaemnor sogar noch besser gefallen hat als die Mona-Realität. Dennis Frey beweist wieder einmal, dass er fast schon ein Meister darin ist, sich Fantasywelten auszudenken, denn meiner Meinung nach denkt er an noch so kleine Details. Sind es nun die Dunkelelfen, denen ich nicht im Dunkeln begegnen will oder die Zwerge, deren Stadt ich gerne mal mit eigenen Augen sehen möchte. Egal ob Barbaren, Hexen (die waren MEGA!!), kleine urige Häuschen, Gilden, mysteriöse Mädchen, Ohrenformen, Blätterrauschen, Hintergrundgeschichten, gruslige Friedhöfe… es war wirklich alles dabei und auch wenn es natürlich so geschrieben war, dass Mona immer wieder was nicht bedacht hatte, so war diese Welt doch einfach nur so richtig genial!

Aber (es gibt immer ein Aber, oder?) das Ende fühlte sich bei mir nicht wie ein Ende an. Dennis Frey hat einige rote Fäden in die Geschichte gewoben, die meiner Meinung nach einfach noch nicht beendet sind, allen voran der Polizist (Mona-Realität) und das mysteriöse Mädchen (Kaemnor). Zu beiden kann ich nichts sagen, außer dass sie in die Handlung eingreifen, aber ich als Leser erfahre leider kaum etwas über die beiden. Ich bin mir nicht sicher, ob man das noch hätte einbauen können, ober ob das allein schon reicht, um einen zweiten Teil zu schreiben. Verdient hätte es die Welt auf jeden Fall!

Fazit
„Fremder Himmel“ ist ein gelungener Mix zwischen Realität und Fantasy, wobei mir persönlich die Fantasywelt besser gefallen hat. Die Geschichte im Ganzen hat einige kleine Schwächen, was die roten Fäden und deren Ende, angeht, glänzt aber durch ihre geniale Idee und grandiose Umsetzung. Es lohnt sich auf jeden Fall zu diesem Buch zu greifen, denn Dennis Frey versteht es, Welten und deren Bewohner zu erschaffen! Ich hoffe, dass da noch mehr kommt, denn verdient hätte es die Geschichte. Außerdem könnte man so noch einige offene Fragen klären.
226 reviews1 follower
December 12, 2017
Ich liebe das Fremden-Universum von Dennis Frey und auch sein neuer Roman Fremder Himmel spielt in genau diesem Universum und ich war wieder ganz begeistert.

Mona, unsere Heldin, geht einen Deal ein, der sie jedes Mal, wenn sie schläft, in ihre Romanwelt schickt. Wer Dennis Freys Fremde schon aus anderen Romanen kennt, der ahnt vielleicht, dass Mona sich diesen Deal genauer hätte erklären lassen sollen. Aber so lernt sie voller Freude ihre Welt und ihre Charaktere kennen, erkennt, dass es einige Lücken und Logikfehler gibt und dass sich nicht mehr alles ändern lässt. Während sie also jede Nacht in Kaemnor ist, führt sie tagsüber ihr normales Leben in Hamburg weiter, aber trotzdem liegt der Schwerpunkt der Handlung auf ihrer Reise durch Kaemnor.

Mal ehrlich, die Idee hinter diesem Buch ist doch klasse. Ich träume mich ja manchmal selbst in Bücher rein und wünsche mir, ich könnte die Welten bereisen. Da bin ich mir sicher, dass es den Autoren derselben ähnlich geht. Und würde man mir anbieten in einen meiner Lieblingsromane zu reisen? Ich weiß nicht, ob ich ablehnen würde.

Aber nicht nur die Idee hat mir sehr gut gefallen, sondern auch die Umsetzung. Der Anfang hat mich zum Lachen gebracht und ich konnte mir Mona in der Situation super vorstellen. Zu Beginn ist Mona total von ihrer Geschichte und ihrer Schreibkunst überzeugt, kann nicht mit Kritik umgehen und denkt an alles gedacht zu haben. Wie man sich irren kann. Ihre Welt entwickelt sich eigenständig weiter. Dinge und Orte, aber auch Charaktere, bei denen sie nur sehr oberflächlich geblieben ist oder nie weiter dran gedacht haben, entwickeln sich selbst weiter. Und nicht immer ist Mona davon begeistert, aber sie lernt viel übers Schreiben und auch über sich selbst, je weiter sie mit den Helden ihrer Geschichte reist. Mir gefiel ihre Entwicklung im Laufe des Buchs und die Schreibtipps, die da geschickt vermittelt wurden.

Von den Gruppe, die Mona begleitet, gefiel mir der Zwerg Gorin am besten. Allgemein die Endidee für die Zwergenrasse. Die Stelle mit der Butter, war einfach nur eklig. Wenn ich da jetzt dran denke, wird mir immer noch schlecht. Aber nach der Erklärung war das logisch. Widerlich aber logisch. Jedoch waren auch die anderen Charaktere toll. Selbst Nervende wie Lin hätte ich nicht missen wollen.

Dadurch, dass ich selbst nie wusste, was Kaemnor für mich bereit hält, und auch Mona eine Grundstimmung an Aufregung mit sich herumträgt, weil sie immer die Sorge hat, dass es doch nicht so läuft, wie sie es beschrieben hat, ist die Geschichte spannend und auch lustig. Die Gruppe kommt immer wieder in gefährliche Situationen und Mona versucht alles, um einen guten Ausgang zu schreiben, aber ihre Welt verweigert sich so manches mal ihren Ideen und hält Überraschungen bereit.


Fazit

Fremder Himmel hat mir super gut gefallen. Es hat mir Spaß gemacht, Mona und ihre Welt Kaemnor kennenzulernen und vor allem die Entwicklung beider zu verfolgen. Jetzt hoffe ich nur irgendwie, dass Dennis Frey sich auch in Kaemnor verliebt hat und uns mehr über Ganeschs Weg erzählt.
Profile Image for Kathrin Schröder.
Author 11 books3 followers
September 4, 2019
Dennis Frey "Fremder Himmel"

Fantasy - Drachenmondverlag

gelesen mit Skoobe als EBook im September 2019

Mona hat ihren Roman fertig, großer Held, Heldenreise durch ein fantastisches Land und sucht Testleser. Der fremde Lektor macht ein einzigartiges Angebot und sie landet in der von ihr erdachten Welt, doch auch für Weltenschöpfer und Autoren gibt es Regeln, die sie nicht brechen kann.

Dieses Buch hat mich mitgerissen und in den Bann gezogen. Anfangs ist es der Zauber: Wow, die eigene, selbsterdachte Welt bereisen, entdecken, wo die eigenen Ideen Einzigartiges geschaffen haben und dazwischen die Unzulänglichkeiten der eigenen Schreibe hautnah erleben. Zurück in die Realität, nachbessern und umschreiben und immer mehr zwischen zwei Welten aufgerieben werden. Wer ist hilfreich und wer spielt irgendwo ein falsches Spiel? Hat Mona die Regeln der Weltenschöpfung verstanden oder fällt sie in eigene Fallen?

In diesem Buch dürfen Charaktere auch einmal farblos, Klischees auffällig und Konflikte vorhersehbar sein, denn Mona hat nicht so großartig geschrieben, wie sie denkt. Lücken füllt die Welt alleine aus und Leerstellen schreiben Personen und Beziehungen um. Mich hat dieses Buch mitgerissen, alle entwickeln sich und lassen sich nicht um die Finger wickeln. Wenn man als Leser gedacht hat, dass die Struktur der Geschichte klar ist, beginnen die überrachenden Wendungen und auch mit dem Ende war so ganzund garnicht zu rechnen.

#FremderHimmel #DennisFrey #Drachenmondverlag #KathrinliebtLesen #Rezension #Bookstagram #Booklove
Profile Image for Susanne Krajan.
1,238 reviews9 followers
December 19, 2020
Ich liebe die Idee, dass der Autor in seine eigene Welt reisen und diese, samt Figuren erleben kann. Ich war so dermaßen gespannt und kann sagen, dass man hier eine Geschichte, in einer Geschichte erlebt. Richtig gut gelungen.

Der Autor hat einen so angenehmen und flüssigen Schreibstil, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

Wir begegnen direkt zu Beginn Mona, die an einen Kurs namens "Kreativen Schreiben" teilnimmt. Gerade hat sie ihr erstes Manuskript beendet und ist der Meinung, dass ihr Professor die es unbedingt lesen sollte, weil es so gut ist. Der allerdings zeigt wenig Interesse, da Mona nicht gerade gut mit Kritik bzw. mit Verbesserungsvorschlägen umgehen kann. Also sucht sie sich anderweitig Hilfe und bekommt diese von Bragi, einem Lektor. Der sorgt kürzer Hand dafür, dass Mona ihre Welt am eigenen Leib spürt und die junge Frau muss feststellen, dass vieles vielleicht doch nicht so gut ist. Zumindest aus der Nähe betrachtet.

Ich bin der Story schon deshalb gern gefolgt, weil sie einen total unerwarteten Anfang in Kaemnor hat. Unerwartet vorallem wohl auch für Mona. Ich hab mich aber auch mit und über die Figuren köstlich amüsiert. Auch wenn ich mit Mona erst warm wurde, als sie sich einsichtiger zeigte und auch einmal Ratschläge annahm. Danke dafür und für diese etwas andere Story.

Fazit

Für mich eine wirklich gut gelungene Mixtur aus Realität und Fantasy. Der Autor hat eine etwas andere Story, mit einer interessanten Welt erschaffen, deren Entdeckung wirklich spannend ist. Einziger Abzug für das doch etwas schnelle Ende, da fehlte mir etwas. Ansonsten aber absolut lesenswert und solide 4 Sterne.
Displaying 1 - 5 of 5 reviews

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