Der Sammelband dokumentiert viele persönliche und szeneinterne Berichte von negativen Erfahrungen in queeren Kreisen, die oftmals sehr polemisch zugespitzt sind, aber alle vor dem Hintergrund stehen, queer zu kritisieren und damit quasi zu "retten". Und das gerade Kritik an bestimmten Auswüchsen queerer Praxis kein Bruch mit der Idee/Bewegung an sich zutun haben muss, wird oft und gut nachvollziehbar diskutiert. Themen wie die Standpunkttheorie, infantile Safespacekonzepte, Frauenfeindlichkeit und Auseinandersetzung mit dem Privilegienbegriff und der kulturellen Aneignung waren für mich die Highlights.