"Als ich zum ersten Mal über mich schrieb, hielt ich mich für etwas Besonderes. Ich dachte, ich hätte eine besonders chaotische Familie. Ich hielt mich für besonders unfähig, Kinder zu erziehen. Ich hatte das Gefühl, niemand leide wie ich unter diesem - wie mir schien - doch sehr ungewöhnlichen Versagen. Dann kamen Briefe: 'Bei uns zu Hause ist alles genauso wie bei Ihnen.' Oder: 'Wissen Sie, ich empfand mich ebenfalls als einsam Scheiternden unter lauter Erfolgreichen. Nun lese ich von Ihrem Untergang. Wie das tröstet!' Mehr als einer Million Erziehungsberechtigten hat "Der kleine Erziehungsberater" seit seinem Erscheinen Trost und Erleichterung gespendet
Axel Hacke lebt als Schriftsteller und Kolumnist des Süddeutsche Zeitung Magazins in München. Berühmt ist seine Kolumne „Das Beste aus aller Welt", die er seit Jahrzehnten jede Woche darin veröffentlicht. Er gehört zu den bekanntesten Autoren Deutschlands, seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Seine Arbeit wurde unter anderem mit dem Joseph-Roth-Preis, zwei Egon-Erwin-Kisch-Preisen, dem Theodor-Wolff-Preis und zuletzt dem Ben Witter-Preis 2019 ausgezeichnet.
Gerade ist mir dieses Buch beim Aufräumen wieder in die Hände gefallen und hat mir damit die lustigen, anstrengenden, traurigen, gemütlichen, stressigen, glücklichen Tage als erziehende Mutter in den 90ern in Erinnerung gerufen. N.B. Der Titel ist ironisch gemeint, denn bei der Kindererziehung "wursteln wir uns so durch. Manchmal denken wir, wir machen alles falsch. Aber wir wollen nicht larmoyant sein. Wir lieben die Stürme, die brausenden Wogen, und kleine Kinder lieber wir auch, mit kurzen Unterbrechungen jedenfalls." (Axel Hacke)
Dieses Buch - anfangs dachte ich wirklich noch es wird besser bzw. es kann nur besser werden - ist schlichtweg grausam. Der Titel "Erziehungsberater" und das Genre Ratgeber gehört hier wirklich verboten und ist irreführend! Dieses Buch umfasst mehrere kleine Geschichten. Ich bin lediglich bis zur 15ten gekommen (und das auch nur sehr mühsam!). Der Inhalt hat weder Hand noch Fuß, ist keinesfalls lustig und hat definitiv keine beratende Funktion. Im Klappentext heißt es: "Wir hingegen sind nicht autoritär. Wir sind auch nicht anti-autoritär. Wir wurschteln uns so durch." Das ist WÖRTLICH zu nehmen! Eine wahrhaftige Verschwendung der Seiten. Sorry, aber dieses Buch ist grauenvoll.
Autor: Axel Hacke lebt als Schriftsteller und Kolumnist des Süddeutsche Zeitung Magazins in München. Er gehört zu den bekanntesten Autoren Deutschlands, seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien "Über den Anstand in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wir miteinander umgehen" (Kunstmann 2017). Mehr unter www.axelhacke.de (Quelle: Kunstmann)
Anmerkung: Bei diesem Buch ist keinerlei Inhaltsangabe möglich, wie man sie von mir gewöhnt ist. Dies liegt daran, dass es sich hierbei um eine “Sammlung” von kleinen Geschichten handelt. In diesem Geschichten schildert der Autor alltägliche Situationen, wie man sie als Elternteil kennt.
Das Buch besteht in seiner Gesamtheit aus 36 Kapiteln, die alle recht kurz gehalten sind. Diese Kürze trägt dazu bei, dass dieses Buch eigentlich recht gut für zwischendurch geeignet ist. Aufgrund der recht geringen Länge von 96 Seiten ist dieses Buch jedoch schon recht schnell am Ende. Damit passt das Buch aber sehr gut zum Titel, des es heißt ja auch “kleiner Erziehungsberater”. Außerdem trägt auch der gut und flüssig zu lesende Schreibstil des Autoren bei und sein toller Umgang mit den Wörtern (seine Rhetorik im Allgemeinen), dass man das Ende des Buches recht schnell erreicht. Wer bei dem Titel jedoch an einen Erziehungsberater gedacht hat, wird schon nach einigen Seiten enttäuscht sein, denn es werden (lediglich) Situationen aus dem Leben eines Vaters geschildert. Diese Situationen werden den Eltern unter den Lesern sicherlich bekannt vorkommen, denjenigen die noch vorhaben Eltern zu werden, könnten sie allerdings nochmals zum Nachdenken anregen (auch wenn sich recht gut herauslesen lässt, dass man nicht jeder der Erzählungen 100 % ernst nehmen sollte). Die verschiedenen Kapitel hängen dabei inhaltlich nicht zusammen und lesen sich wie kleine Episoden (fast so, wie kleine Sketche, die man aus dem TV kennt). Die Situationen beschreibt der Autor dabei sehr humorvoll und auch leicht überzogen. Ergänzt werden die verschiedenen Kapitel durch sehr liebevoll gestaltete Zeichnungen, die das Erzählte verbildlichen. Zum Ende des Buches hin ändert das Buch die Thematik und beschäftigt sich mit Leserbriefen. Anhand dieser Leserbriefe wird das Buch nochmals kurz resümiert bzw. der Autor macht einen kurzen Rückblick auf das bisher Erzählte. Das Ende des Buches ist dann schon fast philosophisch und auch ein klein wenig traurig aber es passt zum Gesamtbild des Buches.
Cover: Anmerkung: Da ich dieses Buch lange nach der Erstveröffentlichung lese und bespreche, hat dieses Buch schon ein anderes Cover im Laufe der Zeit bekommen. Ich werde hier auf das Cover meines Exemplars eingehen, aber auch kurz auf das Neue (so weit dies möglich ist).
Alt: Die Grundfarbe des Hardcovers ist gelb. Auf der Vorderseite sehen wir einige Zeichnungen, die zum Thema Kinder passen (Teddys, Roboter, …). Außerdem sehen wir auf dem Cover 2 Kinder, einen Jungen und ein Mädchen. Hier passt das gezeigte Cover, optimal zum Inhalt des Buches. In einem lila Kasten steht der Titel des Buches geschrieben. Auf der Rückseite setzt sich das Bild fort mit dem Spielzeug und einem weiteren Kind. Damit sind insgesamt drei Kinder abgebildet, die scheinbar die Kinder aus dem Buch sind.
Neu: Das neue Cover hat als Hintergrund eine Blümchentapete. Auf der Vorderseite sehen wir ein Bild an der Wand, welches offenbar den Vater der Familie zeigt. Dieser hält ermahnend, den Zeigefinger in die Luft. Unter diesem Bild steht ein Kind, welches die Zunge herausstreckt. Das Cover wirkt frischer als die alte Version und passt gut zum Inhalt des Buches.
Fazit: Bei keinem Buch ist der Satz “Eltern/Vater werden ist nicht schwer, Eltern/Vater sein dagegen sehr” passender, als es das bei diesem Buch der Fall ist. Die Erlebnisse als Vater schildert der Autor dabei so humorvoll und liebevoll, dass man im Nu am Ende des kleinen Büchleins angekommen ist. Das einzig Negative, was mir zu diesem Buch einfällt, ist die Tatsache, dass es einfach viel zu kurz ist (jedoch eignet es sich so besonders gut, für diejenigen Leser, die bereits Eltern sind und sich mit eben den geschilderten Situationen beschäftigen müssen und so unter Zeitmangel leiden). Von mir gibt es 5/5 Sterne.
Klappentext: "Als ich zum ersten Mal über mich schrieb, hielt ich mich für etwas Besonderes. Ich dachte, ich hätte eine besonders chaotische Familie. Ich hielt mich für besonders unfähig, Kinder zu erziehen. Ich hatte das Gefühl, niemand leide wie ich unter diesem - wie mir schien - doch sehr ungewöhnlichen Versagen. Dann kamen Briefe: 'Bei uns zu Hause ist alles genauso wie bei Ihnen.' Oder: 'Wissen Sie, ich empfand mich ebenfalls als einsam Scheiternden unter lauter Erfolgreichen. Nun lese ich von Ihrem Untergang. Wie das tröstet!' Mehr als einer Million Erziehungsberechtigten hat "Der kleine Erziehungsberater" seit seinem Erscheinen Trost und Erleichterung gespendet. (Quelle: Kunstmann)
Autor: Axel Hacke Titel: Der kleine Erziehungsberater Verlag: Kunstmann Genre: Humor Seiten: 96 Preis:12,00 Veröffentlichung: 1992 ISBN: 978-3-88897-448-9
Axel Hacke is a German journalist who works for the "Süddeutsche Zeitung", where he has a weekly column titled "Das Beste aus aller Welt" ("The best of the world"). He is also an author and wrote books such as "Nächte mit Bosch", which is a collection of columns about his nightly conversations with his fridge written in a light and (attempted) humorous way.
"Der kleine Erziehungsratgeber" is a collection of columns about his life as a father of three young kids. The correct word to describe the stories is "nett" and I am deliberately using the German word here, because somehow the English correlate "nice" would shine a light that is a little too bright... The stories are decent, they're neither super funny, nor super original or extraordinarily smart, but still good enough to continue and finish the book, which btw won't take long since the book is only 90 pages long (it took me one train ride).
Dieses kleine Büchlein verspricht Spaß für Eltern und bietet reichlich Munition für alle, die gerne Argumente gegen Kinder vorbringen. Denn Kinder, so wird ganz schnell klar, sind eine besonders ausgekochte Spezies, die erwachsenen Menschen Schlaf und Nerven rauben.
Warum man zu diesem Buch vielleicht greifen sollte? 1. Wenn man Kinder hat und deswegen an einen hohen Schlaf- und gelegentlichen Schnullermangel leidet. In Axel Hacke finden sie jemanden, der sie versteht und ihnen erzählt was er denn alles so durchmacht mit seinen ‚Lieben‘. 2. Wenn man nicht viel Zeit hat, ist da Buch ideal, denn die Geschichten sind kurz und eignen sich ganz wunderbar für Zwischendurch. So kann auch die noch so gestresste Mami kurz mal abschalten und durchatmen. 3. Wenn man sich über lustige kleine Familiengeschichten amüsieren kann.
Auch eignet sich das Buch wunderbar zum Verschenken an gestresste Eltern.
Fazit: Das Buch konnte mich oft zum Schmunzeln bringen.
Wichtig zu wissen, dass es sich NICHT um einen Ratgeber handelt.
Das kleine Buch habe ich heute früh gelesen: 122 leider nur mittelmäßig lustige Seiten, die ein Vater von drei Kindern im vorschulischen Alter mit seinen unkonventionellen Erziehungstipps, Nichterziehungstipps, seiner Ratlosigkeit aber leider auch mit seinem Selbstmitleid füllt. Gleich zu Beginn schreibt er, wie sehr er auf die Tantiemen angewiesen ist (hihi, das soll wohl lustig sein), tut mir leid, Herr Hacke, von mir gabs nichts, hab das Buch antiquarisch für einen Euro gekauft und genau den war es mir auch wert.