Dieser Ermittler hat so viel Gefhl, dass es einem beinahe weh tut Adam Danowski ist eine herausragende Figur im Krimi-Dschungel. Bernhard AichnerHamburg wird von einer Serie spektakulrer Leichenfunde In Schulkellern werden mumifizierte Tote entdeckt. Die rtliche Polizei ist berfordert und setzt auf die Untersttzung von Deutschlands populrstem Martin Gaitner. Der lsst keine Gelegenheit aus, sich wichtigzutun. Kommissar Danowski kann ihn nicht ausstehen und zweifelt an der Theorie des Ein zu Schulzeiten traumatisierter Einzeltter Sein Gefhl sagt ihm etwas anderes. Die Recherche gestaltet sich nicht gerade einfacher dadurch, dass seine alte Kollegin Meta Jurkschat frher mit einem der Toten liiert war und ber die Verbindung eisernes Schweigen bewahrt. Mehr Danowski soll dieses Wissen um der alten Zeiten willen nicht in seine Ermittlungen einbeziehen.Whrenddessen gehen Hinweise bei der Polizei ein und lsen eine Lawine von Ereignissen Panik erfasst die Stadt, Keller werden durchsucht, Schler beurlaubt, die Senatsverwaltung erwgt Sonderferien, quasi Leichenfrei. Am Ende steht eine Entdeckung, die die Ermittler in einen Abgrund blicken lsst.
Wozu braucht man eigentlich einen Fallanalytiker aus München? Dort wird doch auch nur mit Wasser gekocht. Adam Danowskis letzter größerer Einsatz ist nun schon eine Weile her und seit dem fischt er eher im Trüben. Sein Glückstagebuch soll Adam eigentlich aufbauen, so recht wirkt das aber nicht. Da könnte doch ein echter Fall eine gute Ablenkung sein. In den Kellern zweier Hamburger Schulen wurden mumifizierte Leichen gefunden, was eine mittelschwere Hysterie unter den Eltern hervorruft und die Schulbehörden besorgt reagieren lässt. Besser wird das Ganze auch dadurch nicht, dass die Kollegin Meta Jurkschat einen der Toten kannte, dieses Wissen aber nicht an die große Glocke hängen möchte.
Zum vierten Mal versucht Kommissar Adam Danowski seiner Hypersensibilität Herr zu werden. Nach seinem letzten Fall ist er der Verrentung wahrscheinlich nur knapp entkommen und es bleibt zu hoffen, dass seine toten Eltern nicht noch irgendwo lauern. Auch wie es mit seiner Ehe steht, ist ihm nicht ganz klar. Immerhin hat er, um während der Arbeitswoche näher an der Arbeit zu sein, eine kleine Wohnung in der Nähe des Reviers bezogen. Schon die erste Vorführung des Münchner Kollegen Martin Gaitner, der etwas sehr kollegial daherkommt, verstimmt Danowski. Die Analysen Gaitners wirken daher geholt und lassen keine Seite klingen. Und so beginnt Adam Danowski gemeinsam mit seinen Kollegen Finzi und Meta, ein wenig auf die Seite zu ermitteln.
Nach seinem Ausflug an die Küste konzentriert sich Danowski diesmal wieder hauptsächlich auf die schöne Hansestadt, die allerdings auch vor Verbrechen und Verbrechern nicht gefeit ist. Das Triumvirat Danowski, Finzi und Jurkschat ist nochmals heimlich unterwegs. Mit Witz, Spürsinn und manchmal auch Geschick fieseln sie die einzelnen Fäden des Falles auseinander. Teilweise haben sie dabei mehr Glück als Verstand, teilweise macht Not auch erfinderisch. Was im Laufe der Nachforschungen an Beweggründen zutage kommt, ist manchmal für den normalen Verstand nicht leicht nachzuvollziehen trifft jedoch ziemlich genau eine aktuell brisante Thematik.
In diesem vierten Fall laufen Danowski, seine Kollegen und damit auch der Autor zu ausgesprochen guter Form auf. Ein packender Fall mit genau der richtigen Portion drumherum. Davon möchte man mehr. 4,5 Sterne
An sich eher 3,5 Sterne. Ich mag Till Raether, aber hier gab's leider Punktabzug für Danowskis penetrante Neurotizismen sowie die hanebüchen absurde Auflösung, komplett mit irre zufälligen Zufällen (Stichwort Hütte am Ende der Welt) und unfassbar umständlicher Vorgehensweise in Fragen krimineller Problemlösung.